Uterusprolaps

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
N81.2 Partialprolaps des Uterus und der Vagina
N81.3 Totalprolaps des Uterus und der Vagina
N85.5 Inversio uteri
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Uterusprolaps bezeichnet einen Gebärmuttervorfall, ein Durchdrücken der Gebärmutter durch den Geburtskanal hindurch, zum Teil bis zum Austritt innerhalb der nun ausgestülpten Vagina (Scheidenvorfall) außerhalb des Körpers.[1] Dies ist auf ein Versagen der haltenden Bänder zurückzuführen.

Der Uterusprolaps ist die extreme Form einer Gebärmuttersenkung (Descensus uteri). Als Vorbeugung gegen einen Uterusprolaps wird Beckenbodengymnastik empfohlen.

Die Behandlung besteht heute meist aus einer vaginalen Hysterektomie kombiniert mit einer Scheidenraffung (Kolporrhaphie) und/oder einer Fixierung des Gebärmutterhalses oder der Scheide am Kreuzbein. Früher kamen häufig komplette oder partielle scheidenverschließende Operationen zum Einsatz, die heute weitestgehend verlassen sind.

Auch eine Inversio uteri, eine gefährliche Komplikation unter der Geburt, ist mit einem Vorfall der Gebärmutter verbunden.[1] Eine häufige Ursache ist ein zu starker Zug an der Nabelschnur bei nicht kontrahierter Gebärmutter oder ein erhöhter Fundusdruck in Verbindung mit der Bauchpresse. Die Behandlung besteht in einer umgehenden Reposition der Gebärmutter.[2][3]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b Stichwort „Inversio uteri“ in Pschyrembel Wörterbuch Sexualität. Walter de Gruyter, Berlin 2006; Seite 247. ISBN 3-11-016965-7.
  2. Inversion des Uterus (PDF; 293 kB)
  3. Inversio uteri im DocCheck-Flexikon.

Weblinks[Bearbeiten]

Gesundheitshinweis Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!