Uwe Ampler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Uwe Ampler Straßenradsport
Uwe Ampler bei der DDR-Straßenmeisterschaft 1984
Uwe Ampler bei der DDR-Straßenmeisterschaft 1984
zur Person
Vollständiger Name Uwe Ampler
Geburtsdatum 11. August 1964
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
zum Team
Aktuelles Team Karriereende
Disziplin Straße
Fahrertyp Rundfahrer
Doping
1999 Testosteron
Team(s)
1990
1991
1992-1993
1997-1998
1999
PDM - Concorde
Histor - Sigmaien
Telekom
Mróz
Agro - Adler - Brandenburg
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
Gold 1988 Olympiasieger im Mannschaftszeitfahren 100 km
Weltmeisterschaften
Sieger 1986 im Straßenrad-Weltmeister der Amateure
Infobox zuletzt aktualisiert: 8. September 2012

Uwe Ampler (* 11. August 1964 in Zerbst) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten]

Amateur[Bearbeiten]

In den letzten Jahren der DDR galt Uwe Ampler als einer der besten Rad-Amateure der Welt. Von 1987 bis 1989 konnte er als erster und bis heute einziger Fahrer dreimal in Folge die Friedensfahrt für sich entscheiden. 1986 wurde er außerdem Straßenrad-Weltmeister der Amateure, und 1988 gewann er mit dem DDR-Straßenvierer (zusammen mit Maik Landsmann, Jan Schur und Mario Kummer) die olympische Goldmedaille in Seoul.

Ampler wurde 1984 und 1986 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet. 1988 erhielt er den Stern der Völkerfreundschaft.

Profi[Bearbeiten]

Nach der politischen Wende in Deutschland wurde Ampler Profi zunächst beim holländischen Rennstall PDM, ab 1991 dann beim Team Telekom. Die in ihn gesetzten hohen Erwartungen als Rundfahrt-Spezialist konnte er insbesondere bei seinen drei Teilnahmen bei der Tour de France jedoch nicht erfüllen. Nach der Saison 1993 bekam Ampler keinen Vertrag mehr. 1996 beschuldigte er seine ehemalige Mannschaft Telekom, ihn gegen seinen eigenen Willen gedopt zu haben, verlor jedoch vor Gericht. Ein Jahr später setzte Ampler seine Karriere beim zweitklassigen polnischen Mróz-Team fort und konnte 1998 sogar völlig überraschend zum insgesamt vierten Mal die Friedensfahrt für sich entscheiden. Damit gehört er nach Steffen Wesemann (fünf Siege) und gleichauf mit Ryszard Szurkowski zu den erfolgreichsten Teilnehmern dieses Radrennens.[1]

1999 stand er beim Team Agro-Adler Brandenburg unter Vertrag. Nach seiner Dopingsperre fuhr er noch ein halbes Jahr für das Leipziger Team Bunte Berte, bevor er seine Karriere beendete.

Doping[Bearbeiten]

Ampler wurde 1999 während der Sachsen-Tour positiv auf das Geschlechtshormon Testosteron getestet. Es folgte eine sechsmonatige Sperre bis Anfang 2000.

Privates[Bearbeiten]

Uwe Ampler kommt aus einer Radsport-Familie, sein Vater Klaus Ampler gewann 1963 die Friedensfahrt. Sein Sohn Rick ist ebenfalls Profiradfahrer. Im Herbst 2003 wurde Ampler bei einem Fahrrad-Verkehrsunfall schwer verletzt.[2]

Seit November 2012 arbeitet Uwe Ampler als Trainer in der Jugendabteilung des Radsportvereins AC Leipzig.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. welt.de vom 2. August 1999: Positive Dopingprobe ruiniert Uwe Amplers Ruf endgültig
  2. mdr.de vom 3. Juli 2012: Uwe Amplers Unfall
  3. Landessportgymnasium Sachsen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uwe Ampler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien