Uwe Barschel

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Uwe Barschel (links) 1983 mit Lothar Späth und Bernhard Vogel

Uwe Barschel (* 13. Mai 1944 in Glienicke/Nordbahn; † in der Nacht vom 10. zum 11. Oktober 1987 in Genf) war ein deutscher Politiker (CDU). Er war nach seiner Zeit als Landesminister von 1982 bis 1987 Ministerpräsident Schleswig-Holsteins. Kurz nachdem ihn ein während des Landtagswahlkampfs aufgekommener Skandal, der als Barschel-Affäre Aufsehen erregte, zum Rücktritt veranlasst hatte, wurde er am 11. Oktober 1987 im Hotel Beau-Rivage in Genf tot aufgefunden.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Barschel wuchs mit seinen Geschwistern bei seinen Großeltern in einer Barackenanlage für Flüchtlinge in Börnsen bei Geesthacht auf. Da die Mutter als Näherin arbeitete, überließ sie die Erziehung ihren Eltern. Barschels Vater Heinrich, ein Mathematiker, gilt als verschollen. Er fiel vermutlich am 1. April 1945 in den letzten Kämpfen um Berlin.

Seine Lehrer am Städtischen Gymnasium Geesthacht beschrieben ihn als auffällig ruhig und ernst, seine Mitschüler als sehr ehrgeizig und karrierebewusst. Er lud als Schulsprecher 1963 auf Vorschlag seines mit dem Nationalsozialismus sympathisierenden Geschichtslehrers Heinrich Kock den als Nachfolger Hitlers amtierenden letzten Reichspräsidenten Karl Dönitz ein. Dieser war als Kriegsverbrecher im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden und sollte vor den Schülern der Klassen 9 bis 13 über das Thema „Der 30. Januar 1933 und seine Folgen“ referieren. Dabei konnte Dönitz eineinhalb Stunden lang seine positive Sicht des Nationalsozialismus ausbreiten. Weder Schüler noch Lehrer stellten kritische Nachfragen. Das führte zu einem politischen Skandal.[1] Infolge dieser Affäre, die neben einer europaweiten Medienresonanz zu dem Einsatz eines Ermittlers aus dem Kultusministerium an der Schule in Geesthacht führte, beging der für die Genehmigung der Veranstaltung verantwortliche Schulleiter Georg Rühsen Selbstmord. Die Einwohner von Geesthacht gaben der ihrer Ansicht nach erbarmungslosen Berichterstattung der Presse die Schuld am Tod des Schulleiters. Als Innenminister Schleswig-Holsteins nahm Uwe Barschel 17 Jahre später am Dönitz-Begräbnis teil.

Nach dem Abitur begann Barschel 1964 das Studium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Pädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Nach dem ersten (1968) und zweiten Staatsexamen (1971) schloss er das Jurastudium als Volljurist ab. 1969–1970 war er als Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Kiel tätig. 1970 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. mit der Arbeit Theoretische Möglichkeiten und Grenzen der Strafrechtspolitik einer politischen Partei und 1971 die Promotion zum Dr. phil. mit der Arbeit Die Stellung des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein unter besonderer Berücksichtigung der Lehre von der Gewaltenteilung. Seit 1971 war er als Rechtsanwalt zugelassen. 1971 wurde er Gerichtsassessor, im Anschluss daran arbeitete er als Rechtsanwalt und Notar. 1976 trat er in die Kieler Sozietät von Hans-Michael Moll ein.

Darüber hinaus war Barschel im Vorstand der Hermann Ehlers Stiftung tätig, fungierte als Präsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg und war Landesvorsitzender des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Barschel veröffentlichte neben seiner politischen Tätigkeit zahlreiche Schriften zum öffentlichen Recht und zur politischen Wissenschaft. Dazu zählen die folgenden Titel: Kommentar zur Landessatzung für Schleswig-Holstein (1976) und Die Staatsqualität der deutschen Länder (1981).

Justus Frantz, der mit Barschel zusammen das Schleswig-Holstein Musik Festival ins Leben gerufen hatte, erinnert sich laut Wolfram Baentsch daran, dass Barschel plante, sich in der Mitte der 1987 beginnenden Legislaturperiode von der Politik zurückzuziehen und in die Wissenschaft zu gehen. Er hatte seine Habilitationsschrift bereits fast fertiggestellt.[2]

Am 31. Mai 1987, kurz vor Beginn des Wahlkampfs für die Landtagswahl 1987, überlebte Barschel einen Flugzeugabsturz auf dem Flughafen Lübeck-Blankensee.[3][4]

Uwe Barschel war seit dem 7. Juli 1973 mit Freya Barschel (geb. von Bismarck), einer entfernten Verwandten aus der weitverzweigten Familie des Reichskanzlers Otto von Bismarck, verheiratet und hatte vier Kinder.

Partei[Bearbeiten]

Uwe Barschel war seit 1960 Mitglied der Jungen Union und seit 1962 auch der CDU. Von 1967 bis 1971 war er Landesvorsitzender der Jungen Union in Schleswig-Holstein. 1969 wurde er stellvertretender Landesvorsitzender der CDU. Von 1973 bis 1981 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Von 1970 bis 1974 war er Mitglied im Kreistag des Kreises Herzogtum Lauenburg und bis 1972 zugleich Kreisrat.

Von 1971 bis zu seinem Tode war Barschel Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein. In der Zeit von 1971 bis 1973 war Barschel als Parlamentarischer Vertreter des Kultusministers und Regierungsbeauftragter für Jugend und Sport tätig. Von 1973 bis 1979 war er Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Barschel (2. von links) auf dem Bundesparteitag der CDU (1986)

Am 1. Januar 1979 wurde er von Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg zum Finanzminister ernannt. Nach der Landtagswahl im Frühjahr 1979 übernahm er am 1. Juli 1979 das Amt des Innenministers des Landes Schleswig-Holstein. Im Jahr 1979 übernahm Barschel die Vertretung Schleswig-Holsteins im Bundesrat. Ein Jahr darauf saß er als Abgeordneter in der Nordatlantischen Versammlung. Es folgte in den Jahren 1981 und 1982 der Vorsitz der Innenministerkonferenz. Im Anschluss daran leitete er 1982/83 als Vorsitzender die Ministerkonferenz.

Nachdem Gerhard Stoltenberg am 4. Oktober 1982 zum Finanzminister in der von Bundeskanzler Helmut Kohl geleiteten Bundesregierung ernannt worden war, wurde Barschel am 14. Oktober 1982 als sein Nachfolger zum Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein gewählt. Bei den Landtagswahlen 1983 konnte die CDU unter seiner Führung mit 49 % der Stimmen die absolute Mandatsmehrheit verteidigen, obwohl die SPD auf 43,7 % zulegte.

1985 war Barschel Gründungsmitglied und Mitinitiator des seit 1986 jährlich stattfindenden, über die Landesgrenzen hinaus beachteten Schleswig-Holstein Musik Festivals, bei dessen Gründungsveranstaltung der Politiker an der Aufführung des Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns neben den Musikern um Hauptinitiator Justus Frantz selbst als Erzähler mitwirkte. 1986 erhielt Barschel den Medienpreis Bambi.

Siehe auch: Kabinett Stoltenberg II, Kabinett Stoltenberg III, Kabinett Barschel I und Kabinett Barschel II

Die Affäre[Bearbeiten]

Hauptartikel: Barschel-Affäre

Am Samstag vor der Landtagswahl, dem 13. September 1987, wurde bekannt, dass Der Spiegel in seiner am Montag nach der Wahl erscheinenden Ausgabe über eine Verleumdungskampagne gegen Barschels Herausforderer Björn Engholm berichten werde, die Barschel initiiert habe. Der Spiegel stützte sich dabei auf Informationen des wegen Verleumdung vorbestraften Medienreferenten Reiner Pfeiffer, der Ende 1986 vom Axel-Springer-Verlag als Medienreferent an die Kieler Landesregierung vermittelt worden war. Am Tag darauf verlor die CDU, die 1983 noch 49,0 Prozent erreicht hatte, bei der Wahl ihre absolute Mehrheit und wurde mit 42,6 Prozent der Stimmen nur noch zweitstärkste Kraft hinter der SPD, die 45,2 Prozent der Stimmen erzielen konnte.

Der sich nun entwickelnde Skandal erlangte als Barschel- bzw. Barschel-Pfeiffer-Affäre oder Waterkantgate Bekanntheit. In einer Stellungnahme vier Tage nach der Wahl erklärte Barschel:

„Über diese Ihnen gleich vorzulegenden eidesstattlichen Versicherungen hinaus gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Schleswig-Holsteins und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! – dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.“

Uwe Barschel: Pressekonferenz am 18. September 1987

Wegen der ungeklärten Affäre wurden die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP zu Sondierungsgesprächen herabgestuft. Die FDP betonte, „mit der CDU zu verhandeln“, nicht mit Uwe Barschel. Auf Grund zunehmenden Drucks aus seiner Partei trat Barschel schließlich am 2. Oktober 1987 als Ministerpräsident zurück. Die Landesregierung wurde daraufhin kommissarisch von seinem bisherigen Stellvertreter Henning Schwarz geleitet. Zur Aufklärung der Affäre wurde vom Landtag Schleswig-Holstein ein Untersuchungsausschuss eingesetzt, der in monatelanger Arbeit die Vorgänge des Jahres 1987 aufarbeitete. Allerdings konnte eine vollständige Aufklärung durch den Ausschuss nicht erreicht werden.

Björn Engholm wurde einige Jahre später im Zusammenhang mit der Schubladenaffäre selbst der Unwahrheit überführt und musste zurücktreten. Ihm wurde angelastet, dass er früher als zugegeben von Kontakten zwischen Vertretern der SPD mit Reiner Pfeiffer wusste. Diese zweite Affäre wurde von einem zweiten Untersuchungsausschuss untersucht, der die Ergebnisse des ersten in großen Teilen revidierte. So wurde unter anderem die Glaubwürdigkeit des Kronzeugen Pfeiffer sowohl von Seiten der Staatsanwaltschaft als auch von Seiten des Untersuchungsausschusses grundsätzlich in Zweifel gezogen. Im Ergebnis stellte der zweite Untersuchungsausschuss fest, dass eine Verstrickung des Ministerpräsidenten nicht zu beweisen sei. Es sei nicht nachweisbar, dass Uwe Barschel selbst von den Aktivitäten seines Referenten wusste, sie billigte oder gar initiierte. Er habe jedoch zu seiner Verteidigung Mitarbeiter zu falschen, auch eidesstattlichen, Aussagen gedrängt.[5]

Todesumstände[Bearbeiten]

Am 11. Oktober 1987, einen Tag bevor Barschel vor dem Untersuchungsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtages aussagen sollte, wurde Uwe Barschel um 12:43 Uhr vom Stern-Reporter Sebastian Knauer, der Barschel zusammen mit dem Fotografen Hanns-Jörg Anders aufsuchen wollte, tot und vollständig bekleidet in der Badewanne seines Zimmers 317 im Hotel Beau-Rivage in Genf aufgefunden.[6] Nach den offiziellen Ermittlungen und Bekanntmachungen in der Schweiz und in Deutschland soll Barschel durch Suizid zu Tode gekommen sein. Einige Todesumstände (Verabreichung von Medikamenten) und Begleitumstände (Gegenstände im Zimmer 317) blieben jedoch offiziell ungeklärt, weshalb dieses Ermittlungsergebnis heute umstritten ist. Dies gilt besonders nach dem Erscheinen eines Aufsatzes des Schweizer Toxikologen Hans Brandenberger in der Welt am Sonntag am 21. November 2010, in dem dieser nach eingehenden chemisch-toxischen Untersuchungen der Obduktionsbefunde zu der Feststellung kommt, dass Barschel durch Fremdeinwirken zu Tode gekommen sei (s. unten).[w-g 1]

Am 8. Oktober fragte Barschel in einer Ferienanlage auf Gran Canaria nach einem Flug nach Zürich, da er dort jemanden treffen wolle. Als ihm gesagt wurde, dass dieser Flug ausgebucht sei, verlangte er einen Flug zu einem beliebigen anderen Ziel und nannte als Beispiele Madrid und Genf.[r-1 1] Die Angestellte buchte daraufhin für Barschel einen Flug nach Genf, wo er am 10. Oktober eintraf.[r-1 1] Generalstaatsanwalt Erhard Rex schlussfolgert, dass sich ein Treffen mit einem Informanten zwar nicht ausschließen lasse, es aber ebenso möglich sei, dass Barschel bereits seinen Suizid plante und dafür einen anonymen Ort suchte, da er von Gran Canaria aus keine unbekannten Telefonnummern anrief sowie ein beliebiges Flugziel wählte.[r-1 1] In einem Interview mit dem Journalisten Karsten Kammholz von der Zeitung Die Welt vom 17. August 2007 sagt die Witwe Uwe Barschels, Freya Barschel, auf die Frage, was Barschel bewogen habe, nach Genf zu reisen, „wir waren schon auf der Hinreise über Genf geflogen. Sein Informant wollte ihn dann dort treffen. Mein Mann sollte von ihm Entlastungsmaterial erhalten. Wichtige Fotos. Der Informant nannte sich Roloff. Er hatte schon vorher mehrmals meinen Mann angerufen. […] Wir waren schon auf Gran Canaria, als er [Barschel] dort angerufen wurde. Woher der Informant unsere Nummer dort hatte, weiß ich nicht.“[w-w 1] Im Hinblick auf die Selbstmordthese und die Umstände der Todesnacht sagte Freya Barschel im selben Interview „er wollte die Vorwürfe widerlegen, er sei der Hauptschuldige in der Bespitzelungsaffäre gegen Björn Engholm. Er wollte sich unbedingt entlasten. […] Er rief mich aus Genf vom Hotel aus an. […] Er sagte mir, dass er Roloff am Flughafen getroffen hatte und er sich für 20 Uhr noch einmal mit ihm verabredet hätte. Er klang sehr frohgemut. Er hat so sehr auf das Entlastungsmaterial gehofft.“[w-w 1]

Bei der Autopsie des Leichnams von Barschel, der seit 1980 in zunehmend stärkeren Dosen das Beruhigungsmittel Tavor zu sich nahm,[7] wurden insgesamt acht Medikamente gefunden, darunter Cyclobarbital (Barbiturat), Pyrithyldion (Schlafmittel Persedon), Diphenhydramin (stark sedierendes Antihistaminikum), Perazin (schlafinduzierendes Beruhigungsmittel) und Diazepam (Valium), also eine Mischung aus hochwirksamen Sedativa, einem Antiemetikum und einem Neuroleptikum. Die Genfer Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass Barschel alle diese Mittel selbst eingenommen hat, sich bekleidet in die gefüllte Badewanne gelegt hat, dort eingeschlafen und schließlich, nach mehreren Stunden, an den stark überdosierten Schlafmitteln gestorben ist. Diese Suizidmethode entspricht einer Anleitung zum Suizid, die von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben herausgegeben worden war.[r-1 1] Diese Deutung wird jedoch von verschiedenen Experten stark angezweifelt.

Laut Gutachten[8][9][w-g 1] des Zürcher Toxikologen Hans Brandenberger stellt die unterschiedliche Konzentrationsverteilung der Substanzen im Magen, Blut und Urin Barschels einen Beweis für Fremdeinwirken dar. Seine Untersuchung ergab, dass sich das Cyclobarbital noch in der Anflutungsphase befand, während die anderen Beruhigungsmittel bereits ihre Wirkung entfaltet hatten. Barschel sei aufgrund der Zusammenstellung und Dosierung der Sedativa physisch nicht mehr in der Lage gewesen, nach der Einnahme dieser stark sedierenden Substanzen nachträglich selbst das tödliche Cyclobarbital zu sich zu nehmen. Da die genannten Präparate synergistisch wirken, müssten ihre Wirkungen in den verabreichten Dosen mindestens addiert werden. Das mache es sehr unwahrscheinlich, dass Barschel bei der Zufuhr von Cyclobarbital noch handlungsfähig war. Daher geht Brandenberger davon aus, dass das tödliche Cyclobarbital Barschel im Zustand der Bewusstlosigkeit von einer anderen Person verabreicht wurde.[10][w-g 1] Alle anderen Gutachter kamen jedoch „zu dem Ergebnis, dass die Reihenfolge der Einnahme der verschiedenen Medikamente nicht mehr exakt feststellbar sei und selbst dann, wenn Zyklobarbital zuletzt eingenommen worden sei, sich nicht feststellen ließe, dass Dr. Barschel zu diesem Zeitpunkt handlungsunfähig gewesen sei“ – dass Barschel also durchaus das Cyclobarbital auch selbst als letztes Medikament eingenommen haben könne.[r-1 2] Hans Brandenberger schrieb in einem Beitrag für die Welt am Sonntag (21. November 2010), dass zudem der Abgleich der chemischen Analysedaten seines 1994 erstellten Gutachtens mit den Angaben zum Ablauf des Barscheltodes, wie ihn der ehemalige Mossad-Agent Victor Ostrovsky in seinem Buch Geheimakte Mossad[11] (s. unten) schildert, bis in Details hinein übereinstimmt.[12]

Der Münchner Toxikologe Ludwig von Meyer fand bei einer Nachuntersuchung den Wirkstoff Methyprylon, ein Mittel, das mitunter auch als K.-o.-Tropfen bezeichnet wird. Von Meyer räumt ein, der Befund sei „grundsätzlich geeignet“, die Mordtheorie zu stützen.[13]

Der ehemalige Vorsitzende der Gesellschaft für Humanes Sterben hat darauf hingewiesen, dass das Cyclobarbital als Mordwaffe ungeeignet sei. Außerdem hätte ein Mörder mit hoher Wahrscheinlichkeit den Kopf des Wehrlosen unter Wasser gleiten lassen, damit das Opfer ertrinkt (und nicht mehr gerettet werden kann). Das aber ist eindeutig nicht geschehen.[r-1 3]

Das Schlafmittel Pyrithyldion war seit 1983 in Deutschland nicht mehr zugelassen und soll 1987 in Westdeutschland, der Schweiz und Gran Canaria nicht mehr erhältlich gewesen sein, wohl aber in Dänemark (also nicht weit vom Amtssitz Barschels)[r-1 2] und der DDR, in die Barschel des Öfteren gereist war.[14] Die Hintergründe dieser Reisen sind bis heute nicht vollständig geklärt.

Die Schweizer Polizei stellte im Hotelzimmer Verpackungen von Medikamenten sicher. Dabei handelte es sich aber weder um die in Barschels Körper gefundenen Medikamente noch um Medikamente, die er sonst einnahm.[r-1 1] Der genaue Verbleib der Packungen ist ungeklärt, vermutlich wurden sie durch die Schweizer Polizei entsorgt.[r-1 1] Dies ist nicht die einzige Ermittlungspanne. Die polizeiliche Kamera, mit der der Tatort fotografiert wurde, stellte sich im Nachhinein als defekt heraus, so dass alle Bilder unscharf waren und die einzigen verwertbaren Fotos von dessen ursprünglichem Zustand die der Stern-Reporter sind.[r-1 4]

Die Zweifel an der Suizidthese stützen sich auf folgende Unklarheiten in der Spurenlage am Tatort:[15]

  • Barschel bestellte beim Zimmerservice eine Flasche 1985er Beaujolais Le Chat-Botté, die gegen 18:30 Uhr mit zwei Gläsern – wie in diesem Hotel üblich – auf das Zimmer geliefert wurde. Barschel hatte die Flasche im Beisein des Kellners geöffnet und den Wein probiert, nach seinem Tod war die Flasche nicht auffindbar.[r-1 1] Generalstaatsanwalt Rex hält es sowohl für möglich, dass ein Zimmerkellner die Flasche entfernt hat, ohne ins Badezimmer zu schauen, als auch, dass Barschel die Flasche selbst entsorgt hat.[r-1 1] Auch ein Mörder hätte die Flasche entsorgt haben können, eine unbemerkte Einnahme der Medikamente über den Wein wäre Rex zufolge jedoch nicht möglich gewesen.[r-1 1] Eines der Gläser blieb unbenutzt, das andere wurde zerbrochen im Mülleimer des Badezimmers gefunden. Auf dem zerbrochenen Glas wurde nur ein Fingerabdruck Barschels sichergestellt, dies kann sowohl dadurch erklärt werden, dass das Glas abgewischt wurde als auch dadurch, dass Barschel das Glas so hielt, dass er keine weiteren Abdrücke hinterließ.[r-1 1]
  • Nach Aussage des deutschen Oberstaatsanwalts Heinrich Wille war ein aus der Minibar des Hotelzimmers stammendes Whiskyfläschchen ausgespült worden. Zudem wurde nachgewiesen, dass die Flasche Spuren von Diphenhydramin enthalten hatte.[16] Nach Gutachter-Aussagen lässt sich dies dadurch erklären, dass Barschel aus der Flasche trank, nachdem er das Diphenhydramin bereits eingenommen hatte, und so über Lippenkontakt und Speichelrückfluss Diphenhydramin-Spuren in die Flasche gelangten.[r-1 1] Die in der Whiskyflasche enthaltene Flüssigkeit hatte einen Alkoholgehalt von nur 0,035 %. Rex erklärt dies damit, dass Barschel, der sonst keinen Whisky trank, die entleerte Flasche mit Wasser füllte und trank.[r-1 1]
  • Im Flur des Hotelzimmers wurde ein ausgerissener Hemdknopf gefunden, mit sämtlichem Garn in allen vier Knopflöchern. Der Knopf stammte aus dem zweiten Knopfloch von oben, Barschels Krawatte war ordnungsgemäß gebunden.[r-1 1] Rex erklärt den ausgerissenen Knopf mit unkontrollierten und unkoordinierten Handlungen, die unter dem Einfluss von starken Schlafmitteln, wie sie bei Barschel nachgewiesen wurden, auftreten können.[r-1 1]
  • Die Lage der Schuhe Barschels war ungewöhnlich. Der rechte Schuh lag gebunden im Flur des Hotelzimmers vor der Zwischentür zum Zimmer, der andere nass und geöffnet vor der Badewanne. Im vorderen Bereich des im Badezimmer aufgefundenen Schuhs wurde Dimethylsulfoxid nachgewiesen. Der Badewannenvorleger wies einen großen Fleck auf, der von Abfärbungen dieses Schuhs verursacht worden war. Für Rex deutet die Lage der Schuhe „auf unplanmäßiges Handeln eines bereits bewusstseinsgetrübten zum Suizid Entschlossenen hin.“[r-1 1] Ein planvoll vorgehender Mörder hätte hingegen darauf geachtet, die Schuhe unauffällig anzuordnen.[r-1 1]
  • Auch ein vorgefundenes Handtuch war mit Dimethylsulfoxid verunreinigt – einem Mittel, das unter anderem ermöglicht, eine beliebige andere Substanz durch die Haut aufzunehmen. Das Tuch lag in der Kofferablege-Nische neben dem Koffer an der Eingangstür und nicht im Badezimmer. Oberstaatsanwalt Wille ist der Meinung, dass dieses Handtuch dort von einem Täter hingeworfen wurde, der sonst im Hotelflur mit einem Handtuch sofort aufgefallen wäre. Da auf dem Handtuch Farbanhaftungen von Barschels Schuh gefunden wurden, schließt Rex hingegen, dass Barschel mit dem Handtuch seinen Schuh, auf den eine Flüssigkeit gelangt war, abgewischt hat.[r-1 1] Aufgrund der auffälligen Platzierung und der Tatsache, dass nicht etwa leichter zu entsorgendes Toilettenpapier benutzt wurde, deutet auch das Handtuch Rex zufolge auf „irrationales Handeln“ eines Suizidenten hin.[r-1 1]
  • Auf der Badewannenvorlegematte fand sich eine Spur, die als nicht von Barschel stammender Abdruck eines Schuhs interpretiert wird.[17] Rex zufolge ist es möglich, dass falls es sich bei der Spur um einen Schuhabdruck handelt, dieser von den Stern-Reportern oder den Schweizer Polizisten, die den Tatort nur oberflächlich sicherten, stammt.[r-1 1] Die von den Stern-Reportern gemachten Fotos können hier nicht zur Klärung beitragen, da die Matte nur unklar zu erkennen ist.[r-1 1]
  • Bei der Obduktion der Leiche wurde ein Hämatom auf der rechten Stirnseite festgestellt, das eventuell durch Gewaltanwendung entstanden sein könnte. Ein Schweizer Gutachter hielt dazu fest, dass das sehr oberflächliche Hämatom „beim Stoß des Kopfes gegen die Badewanne bei einem Krampf während des Komas entstanden sein konnte. Das Koma kann Krämpfe entstehen lassen. Ich bringe in Erinnerung, dass genau an der Stelle der Kopf gegen die Badewanne gelehnt war.“[r-1 1]

Befürworter der Suizidthese verwiesen auf die Möglichkeit, dass Barschel – möglicherweise mit Helfern – gezielt falsche Spuren gelegt haben könnte.[18]

Im Juli 2012 wurde in der Welt am Sonntag bekannt, dass Spezialisten des Kieler Landeskriminalamts DNS-Rückstände einer fremden Person an den in der Todesnacht von Uwe Barschel getragenen Kleidern – namentlich den Socken, der Krawatte und seiner Strickjacke – sowie an einem Hotelhandtuch festgestellt haben. Dies lässt den Schluss zu, dass Uwe Barschel in der betreffenden Nacht in dem Hotelzimmer nicht allein und zudem in offenkundig physischem Kontakt mit einer weiteren Person gewesen sein muss.[19]

Gutachten von Hans Brandenberger[Bearbeiten]

Am Sonntag, dem 21. November 2010 erschienen in der Welt am Sonntag mehrere Artikel[w-z 1] und ein Aufsatz[w-g 1] über neue wissenschaftliche (insbesondere toxikologische) Erkenntnisse über Uwe Barschels Todesursache und -umstände. Der Zürcher Toxikologe Hans Brandenberger, Gerichtsmediziner und ehemaliger Leiter der chemischen Abteilung am Gerichtsmedizinischen Institut der Universität Zürich und Professor für chemische Toxologie, erhärtet darin die These, dass die chemischen Untersuchungen der in Barschels Leichnam gefundenen Pharmazeutika (tödliche Dosis des Schlafmittels Cyclobarbital, wirkungsverstärkt durch die offenkundig etwas früher eingenommenen, ebenfalls toxisch dosierten drei weiteren Pharmaka Pyrithyldion, Diphenhydramin und Perazin)[w-g 1] – insbesondere jedoch deren chemisch nachvollziehbare, zeitlich versetzte und im Hinblick auf eine Todeswirkung strategische Verabreichung – durch seine Feststellung von Pharmaka-Abbauprodukten (Metabolite) eindeutig auf einen Mord schließen lassen.[w-g 1] In seinem Befund stellt er fest, dass

  • die narkotisierenden, sedierenden Substanzen Pyrithyldion, Diphenhydramin und Perazin zuerst verabreicht und dann die tödliche Dosis Cyclobarbital nachgereicht wurde, sehr wahrscheinlich im Zustand der Handlungsunfähigkeit;
  • das starke Hypnotikum Noludar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kurz vor Todeseintritt rektal verabreicht wurde, was mit der Hypothese eines Selbstmordes mit fremder Hilfe („humanes Sterben“) unvereinbar ist;
  • aufgrund der Komplexität des Mordgeschehens davon ausgegangen werden muss, dass ein Profiteam am Werk war, nicht eine Einzelperson.[w-g 1]

In seinem Aufsatz für die Welt am Sonntag beschreibt Brandenberger auch, welche wissenschaftlichen Mängel und Nachlässigkeiten es in den forensischen und toxikologischen Untersuchungen und Stellungnahmen gab, namentlich durch die Genfer Gerichtschemie und -pathologie (die sogar nach Auskunft des verantwortlichen Pathologen wesentliche Asservate weggeworfen hat), die Hamburger Gerichtsmedizin (Nachuntersuchung der Organe Barschels) und das Institut für Rechtsmedizin der Universität München, das vom Lübecker Oberstaatsanwalt Heinrich Wille mit einem stellungnehmenden Gutachten beauftragt wurde. Er bemängelt insbesondere, dass der Nachweis von Metaboliten nicht, sowie von Methyprylon (Wirkstoff von Noludar) nicht ausführlich und eindeutig erbracht wurde, die beide Rückschlüsse auf das Fremdeinwirken im Zusammenhang der Todesursache erhärten.[w-g 1]

Ermittlungsverfahren in Deutschland[Bearbeiten]

Die in Deutschland zuständige Staatsanwaltschaft Lübeck überließ das Ermittlungsverfahren zunächst den Schweizer Behörden. Ab 1993/94 eröffnete auf Betreiben der Barschel-Familie der Lübecker Oberstaatsanwalt Heinrich Wille, dem der Bundesgerichtshof den Fall zugewiesen hatte, ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Verdachts des Mordes an Dr. Dr. Uwe Barschel.[r-1 5] Da dieses nach drei Jahren weitgehend ergebnislos geblieben war, plädierte der damalige Generalstaatsanwalt Heribert Ostendorf 1997 für die Einstellung des Verfahrens. Der damalige Landesjustizminister Gerd Walter wies Wille jedoch an, seine Ermittlungen fortzusetzen, worauf Ostendorf zurücktrat.

Die Ermittlungen wurden 1998 laut Gerd Walter und Generalstaatsanwalt Erhard Rex „vom Ermittlungsführer“ abgeschlossen, mit der Begründung: „…Erfolgversprechende Ermittlungsansätze wurden nicht mehr gesehen.“[r-1 6] Heinrich Wille, Leiter der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Lübeck, bejahte allerdings weiterhin den Anfangsverdacht für Mord.

Der Anwalt der Familie Barschel, Justus Warburg, vermutet die deutsche „Staatsräson“, also die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel, als Grund für die Zurückhaltung der deutschen Behörden.[20]

Im Juni 2011 verlautbarte, dass auf Beschluss der Staatsanwaltschaft Lübeck im Benehmen mit der Generalstaatsanwaltschaft die Kleidung Barschels nach modernsten Methoden auf DNA-Spuren untersucht werden soll. Erst nach Abschluss dieser Voruntersuchung werde entschieden, ob das Ermittlungsverfahren wieder eröffnet werde.[21]

Am 23. Juni 2011 wurde bekannt, dass sich unter den in Lübeck gelagerten Beweismitteln auch ein Haar befindet, das auf dem Bett des Hotelzimmers sichergestellt wurde und zweifelsfrei nicht von Barschel stammt.[22] Dieses Haar wurde am 27. September 2011 als unter ungeklärten Umständen verschwunden gemeldet.[23]

Im Juli 2012 berichtete die Welt am Sonntag, dass die DNA-Spur eines Unbekannten auf der damals sichergestellten Kleidung Uwe Barschels gefunden wurde. Experten des Kieler Landeskriminalamts haben laut der Zeitung auf den Socken, der Krawatte und der Strickjacke von Barschel sowie auf einem Handtuch Rückstände sichergestellt, die zweifelsfrei nicht von Uwe Barschel stammen, bestätigte der frühere schleswig-holsteinische CDU-Landtagsabgeordnete Werner Kalinka. Über das Geschlecht der festgestellten Person sind offenbar keine Angaben mehr möglich, denn nach der langen Zeit seien die Genspuren nicht mehr detailliert genug, um sie in Kriminaldatenbanken wie etwa der BKA-Datei für genetische Fingerabdrücke einspeisen und abgleichen zu können. Allerdings sei das Material immerhin noch ausreichend gut erhalten, um es mit Daten möglicher Verdächtiger vergleichen zu können. Bei den festgestellten Spuren handelt es sich um sogenannte „Mischspuren“, also um Daten, die von mindestens zwei Personen stammen – eine dieser beiden Personen ist nach Erkenntnis der Spezialisten Uwe Barschel selbst, sodass mindestens eine weitere Person übrig bleibt.[19] Der DNA-Fund stützt die Theorie, dass Barschel zum Zeitpunkt seines Todes nicht, wie bisher von vielen, meist offiziellen Seiten angenommen, allein in seinem Hotelzimmer und zudem in offenkundig physischem Kontakt mit mindestens einer weiteren Person war.[24]

Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat jedoch mitgeteilt, diese neue Spur nicht weiter verfolgen zu wollen. „Die Untersuchungsergebnisse bieten keine zureichenden Anhaltspunkte, die es erlaubten, eine Linie zu eventuell tatverdächtigen Personen zu ziehen“, teilte der jetzige Leitende Oberstaatsanwalt Thomas-Michael Hoffmann mit.[19]

Mordtheorien[Bearbeiten]

Barschel reiste mehrfach in die DDR und die Tschechoslowakei. Dies wurde als Hinweis auf verschiedene Verstrickungen im Ost-West-Konflikt gedeutet. Dass Barschel eine besonders intensive Beziehung zur DDR hatte, ist mittlerweile belegt. In der Filmdokumentation „Der Tod des Uwe Barschel. Skandal ohne Ende“ des NDR[25] wird durch persönliche Stellungnahmen von Günter Bohnsack, ehemaliger Oberst im Ministerium für Staatssicherheit der DDR, nachgewiesen, dass Uwe Barschel einen guten Kontakt zur damaligen Staatssicherheit der DDR genoss und häufige Autoreisen (bestätigt durch seine ehemaligen Fahrer Horst Rissmann und Karl-Heinz Prosch) in die DDR, insbesondere nach Rostock und Warnemünde, unternahm. Dort hielt er sich oft im Warnemünder Hotel Neptun auf, das von der DDR-Staatssicherheit als Treffobjekt genutzt wurde.[26] Die Lübecker Ermittler hatten Hinweise, wonach dort auch Waffen- und Embargogeschäfte eingefädelt worden sind,[w-z 1] namentlich mit der Imes Import-Export GmbH, einer dem Ministerium für Außenhandel der DDR (Unterabteilung Kommerzielle Koordinierung) unterstehenden Firma für die Vermittlung und Durchführung von internationalen Handelsgeschäften, insbesondere mit militärischen Gütern. In der genannten Filmdokumentation streitet der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl rückblickend eine Kenntnis über die DDR-Reisen von Uwe Barschel ab.[25]

In einem Interview vom 17. August 2007 mit dem Journalisten Karsten Kammholz von der Zeitung Die Welt sagt die Witwe Uwe Barschels, Freya Barschel, im Hinblick auf ein Mordmotiv „er sprach sehr allgemein von Waffen und von Entscheidungen, die vor seiner Amtszeit getroffen und die ihm nicht berichtet worden waren. Er hat mir nur gesagt, dass es Dinge gab, die ihm nach seiner Amtsübernahme 1982 nie gesagt worden waren. Er wollte ja auch im Kieler Untersuchungsausschuss einiges offen legen“.[w-w 1] Und auf die Frage, was Uwe Barschel bewegt hat, nach Genf zu reisen, sagt Freya Barschel im selben Interview „wir waren schon auf der Hinreise über Genf geflogen. Sein Informant wollte ihn dann dort treffen. Mein Mann sollte von ihm Entlastungsmaterial erhalten. Wichtige Fotos. Der Informant nannte sich Roloff. Er hatte schon vorher mehrmals meinen Mann angerufen. […] Wir waren schon auf Gran Canaria, als er [Barschel] dort angerufen wurde. Woher der Informant unsere Nummer dort hatte, weiß ich nicht. In Genf wollte sich mein Mann eigentlich ein günstiges Hotel suchen. Vom „Beau Rivage“, wo er später tot aufgefunden wurde, war nie die Rede. Das Hotel kannte er gar nicht. Es fand sich im Nachhinein ja auch nie ein Taxifahrer, der ihn dorthin gefahren hatte“.[w-w 1]

Victor Ostrovsky, ein in den USA lebender ehemaliger Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad, behauptete in seinem Buch Geheimakte Mossad,[27] Barschel sei Opfer eines Mossad-Tötungskommandos gewesen, weil er sich 1987 der Abwicklung geheimer Waffengeschäfte zwischen Israel und dem Iran im Transit über Schleswig-Holstein widersetzt habe und mit seinem Wissen über die Angelegenheit an die Öffentlichkeit zu gehen drohte. Ostrovsky wurde zwar schon 1986, also geraume Zeit vor Barschels Tod, aus den Diensten des Mossad entlassen, pflegte jedoch weiterhin Kontakte beim Mossad. Auch Abū l-Hasan Banīsadr, bis zu seiner Absetzung 1981 Staatspräsident des Iran, ist davon überzeugt, dass Barschel „eine wichtige Rolle im Waffenhandel mit dem Iran gespielt“ hat; er behauptet, dass der schleswig-holsteinische Ministerpräsident in Waffengeschäfte mit Ahmad Chomeini, dem jüngeren Sohn von Ajatollah Ruhollah Chomeini, verwickelt gewesen sei. Barschel habe Waffenverkäufe nach Teheran organisiert und regelmäßig an Treffen in der Schweiz teilgenommen. „Nach seinem Tod“, sagte Banisadr, „haben wir dann erfahren, dass er versucht hat, die Gegenseite zu erpressen.“[13] Der südafrikanische Waffenhändler Dirk Stoffberg gab 1994 in einem Entwurf einer eidesstattlichen Versicherung an, Barschel sei vom späteren CIA-Direktor und späteren amerikanischen Verteidigungsminister Robert Gates nach Genf bestellt worden. Barschel habe mit Enthüllungen gedroht, die mehrere Regierungen und Waffenhändler in Verlegenheit gebracht hätten. Ein psychologisches Gutachten kam zu dem Urteil, dass Stoffberg glaubwürdig sei. Seine eidesstattliche Erklärung konnte er allerdings nicht mehr abgeben. Er starb kurz davor, im Juni 1994. Offizielle Todesursache: Er und seine Freundin begingen Doppelselbstmord. Für den Verdacht, wonach der damalige CIA-Mann Gates am fraglichen Wochenende in Genf war, spricht noch eine andere Passage in der Ermittlungsakte. Dort heißt es, dass im Flugzeug, mit dem Barschel am 10. Oktober 1987 von Frankfurt nach Genf flog, auch ein Mister Gates gesessen habe. Sein Ticket erhielten die Lübecker Ermittler vom Kapitän der betreffenden Lufthansa-Maschine. Der inzwischen pensionierte Pilot will sich zu dem Thema nicht mehr äußern. Seine Frau sagte der Zeitung Die Welt, sie und ihr Mann seien bedroht worden.[w-z 1]

Auch eine Verwicklung des Bundesnachrichtendienstes in den Todesfall Barschels ist bekannt.[w-z 1] So schreibt der Autor Udo Ulfkotte in seinem Buch Verschlusssache BND[28], dass sich nach Angaben eines ranghohen Bonner Beamten in der Todesnacht mindestens ein BND-Mitarbeiter der Abteilung I (operative Aufklärung) im Hotel „Beau-Rivage“ aufgehalten habe. Der ehemalige deutsche Top-Agent Werner Mauss, der als Unterhändler für die Bundesregierung bei Geiselnahmen verhandelte, hielt sich zum Zeitpunkt von Barschels Tod im Genfer Hotel Richmond (in unmittelbarer Nähe vom Beau-Rivage) auf;[25] er sagte jedoch aus, dass sein Genf-Aufenthalt ausschließlich seiner Vermittlerfunktion bei einer Geiselbefreiungsaktion im Libanon diente.[w-z 1] Offenkundiger ist in diesem Zusammenhang die Zeugenaussage des Schweizer Privatdetektivs Jean-Jacques Griessen, der laut Lübecker Akte 1987 für Werner Mauss arbeitete. Laut dieser Zeugenaussage telefonierte Griessen am Vormittag nach Barschels Tod mit Werner Mauss. Der Agent forderte ihn auf, sich bereitzuhalten, da „etwas passiert sei“. Griessen soll angegeben haben, dass er im Auftrag von Mauss Zimmer im „Beau-Rivage“ mit Wanzen und Kameras präpariert habe.[w-z 1] Im Gesamtbericht der Lübecker Ermittlungsakte heißt es: „Griessen konnte nicht mehr befragt werden, da er am 9. November 1992 in Zürich während eines Aufenthaltes bei einer Prostituierten an einem Herzversagen gestorben ist.“ Griessen hatte sich am selben Tag mit einem BKA-Mann und einem Mossad-Agenten treffen wollen.[w-z 1]

Gegendarstellung[Bearbeiten]

Schleswig-Holsteins Generalstaatsanwalt Erhard Rex nahm im Oktober 2007 in einem 63-seitigen Bericht zu den Thesen und Indizien der Befürworter der Mordthese Stellung und kam hingegen seinerseits zu dem Ergebnis, dass die meisten Mordtheorien sich bei den Ermittlungen als haltlos herausgestellt hätten und ein Suizid nach wie vor eine recht wahrscheinliche Erklärung des Todes von Uwe Barschel sei, sich jedoch letztlich die tatsächlichen Umstände, die zum Tode Barschels führten, nicht mehr klären ließen. Die Spuren im Körper von Dr. Barschel seien allerdings eindeutig, er sei infolge einer Medikamentenvergiftung von insgesamt acht verschiedenen Medikamenten verstorben. Für die mehrfach aufgestellte These, wonach Barschel in Waffengeschäfte verstrickt und in diesem Zusammenhang ermordet worden sei, gebe es seinerseits keinerlei verwertbare Indizien. Rex wörtlich:

„Wie eine rote Linie zieht sich durch die gesamten Ermittlungen in all diesen Spuren (etwa 15 an der Zahl), dass nicht ein einziger Zeuge konkret eine Waffengeschäftsverstrickung von Dr. Barschel aus eigener Anschauung bezeugt hat. Vielmehr berief sich jeweils ein Hinweisgeber auf einen anderen Zeugen, der wiederum ein Zeuge vom Hörensagen war, der sich wiederum auf einen anderen Zeugen berief, der entweder eine Beteiligung bestritt oder aber sich wiederum auf einen weiteren Zeugen vom Hörensagen berief.“[r-1 7]

In der Einleitung zu diesem Bericht äußerte sich Rex zum Hintergrund der Mordtheorien wie folgt:

„Selbstmord ist ‚langweilig‘ und Mord ist ‚interessant‘. Wer Geld verdienen will, tut gut daran, Mordthesen nach vorn zu stellen und einen Suizid herunterzuspielen oder auszublenden. Ein interessantes Verbrechen steigert die Auflage, erhöht die Fernsehquote, ein einfacher Selbstmord wirkt nicht verkaufsfördernd für die Auflagenhöhe eines Buches.“[r-1 8]

Als im November 2010 aufgrund eines Aufsatzes des Zürcher Toxikologen Hans Brandenberger in der Welt am Sonntag[w-g 1] die Mordthese neue wissenschaftliche Untermauerung erhielt, äußerte sich Rex in derselben Zeitung wie folgt:

„Es ist eine bekannte bedauerliche Tatsache, dass die Gerüchteküche immer dann brodelt, wenn ein Prominenter unter ungeklärten Umständen stirbt. […] In diesem Sinne betätigten sich nach dem durch die Weltpresse gegangenen mysteriösen Tod von Dr. Uwe Barschel Glücksritter, Geschichtenerzähler, Abenteurer, Aufschneider und Wichtigtuer.“[w-z 1]

Weitere Medienberichte[Bearbeiten]

Im November 2013 verweigerte der BND einem Reporter der Bild-Zeitung Einsicht in dessen Ermittlungsakten zum Fall Barschel. Eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht auf Akteneinsicht blieb erfolglos. Das Gericht entschied, die Schutzfrist von 30 Jahren gemäß Bundesarchivgesetz sei einzuhalten. Auch Artikel 5 des Grundgesetzes zur Informations-, Forschungs- und Pressefreiheit stehe dem nicht entgegen.[29]

Das „Barschel-Buch“ von Heinrich Wille[Bearbeiten]

In Zusammenarbeit mit dem Spiegel wollte der ermittelnde Lübecker Oberstaatsanwalt Heinrich Wille ein Buch über den Fall schreiben. Den Antrag für eine genehmigungspflichtige Nebentätigkeit lehnte Generalstaatsanwalt Erhard Rex jedoch ab mit der Begründung, es sei nicht angemessen, dass Staatsanwälte dienstlich erworbenes Wissen zu ihrem finanziellen Vorteil privat vermarkteten. Wille fasste sein Wissen trotzdem in einem Buch zusammen, doch auf den Markt bringen durfte er es vorerst nicht.[30] Wille sah bei diesem Thema ein öffentliches Interesse an einer Veröffentlichung und verwies auf Klaus Pflieger, den Generalstaatsanwalt in Stuttgart, der zur RAF und zur Schleyer-Entführung publizieren durfte.[31] Er reichte Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein. Einen Antrag Willes auf Erlass einer einstweiligen Anordnung, das Buch vor einer Entscheidung im Hauptverfahren erscheinen zu lassen, lehnte das Bundesverfassungsgericht ab.[32] Gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Schleswig, dass das Buch Willes erscheinen dürfe, hat Generalstaatsanwalt Erhard Rex Berufung eingelegt.[33]

Nachdem Erhard Rex als auch Heinrich Wille in den Ruhestand getreten sind,[34] wurde das Buch unter dem Titel Ein Mord, der keiner sein durfte: Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaates im Schweizer Rotpunktverlag veröffentlicht.[35] Darin berichtet Heinrich Wille von gezielten Indiskretionen, „Verfahrenstricks“ und Schikanen seitens der vorgesetzten Justizbehörden. „Durch diese Vorkommnisse wurde es unmöglich gemacht, in denkbare Täterkreise einzudringen und Erfolg versprechende Ermittlungen zu führen“, heißt es in dem Buch; zwar hätten die deutschen Geheimdienste Anfragen der Lübecker Staatsanwaltschaft beantwortet, „aber die Qualität der Antworten schien zunehmend zweifelhaft“.[19][35]

Am 7. Oktober 2011 wurde bekannt, dass Heinrich Wille ein Buch Barschels (Gesammelte Erzählungen von Jean-Paul Sartre), das sich bei den Asservaten der Staatsanwaltschaft befand, im Einverständnis mit der Witwe Barschels an sich genommen hatte[36], jedoch am genannten Tag der Bekanntwerdung wieder an die Lübecker Staatsanwaltschaft zurückgegeben hat.[37]

Lieder über Uwe Barschel[Bearbeiten]

Uwe Barschel wird in verschiedenen deutschsprachigen Liedern erwähnt:

  • Mit Gott von Herbert Grönemeyer, das sich auf die CDU bezieht und auf dem Album Ö veröffentlicht wurde, thematisiert seinen Tod in der Badewanne in folgenden Textzeilen: „Einer ging leider baden, doch wir warfen ihn noch rechtzeitig über Bord“ und kritisiert die CDU („das C strahlt über uns riesengroß“) im Allgemeinen.[38][39]
  • Norbert und die Feiglinge sprechen die Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Barschelaffäre an, indem sie in Uwe Barschel lebt mittels Absprache mit einem Stern-Fotografen fingierten Tod in der Badewanne vorgeben. Dies wird aber durch das immer wieder an „Uwe Barschel lebt“ nachfolgende „Ja wirklich, Ehrenwort“, das sich auf das gebrochene Ehrenwort Uwe Barschels bezieht, als Lüge offenbart.
  • Hinzu ist das gesangsfreie Lied Barschel der deutschen Band Goethes Erben eine Anspielung auf Uwe Barschel. In dem Lied hört man Wasser laufen sowie Geplätscher.
  • Ein Musikvideo zum Lied Suicide Commando des Interpreten DJ Hell bezieht sich auf die mysteriösen Todesumstände von Uwe Barschel. Im Video ist eine Frau zu sehen, die in eine Weinflasche ein Mittel gibt. Sie zieht Barschel nach seinem Tod in die Badewanne und begrüßt dann ihren Geliebten, den wahrscheinlichen Auftraggeber des Mordes, der in dem Video auch zu sehen ist. Das Video spielt bis auf Barschel aber nicht auf wirklich existierende Personen an.
  • Des Weiteren wird das Leben und die Affäre rund um Uwe Barschel im Musikvideo Abteilungsleiter der Liebe der Deutschrapgruppe K.I.Z. parodiert. Kritisch äußert sich die Gruppe über den Versuch Barschels, die eindeutigen Beweise über die persönliche Ebene zu lösen. Im Video wird sein Leben von den Vorwürfen bis hin zum Selbstmord thematisiert.

Literatur[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uwe Barschel – Sammlung von Bildern

Belege[Bearbeiten]

Hans Brandenberger
Das Gutachten im Fall Barschel vom 21. Februar 2010 auf Welt am Sonntag, abgerufen 12. Februar 2011

  1. a b c d e f g h i Das Gutachten im Fall Barschel

Karsten Kammholz
Warum seine Witwe an einen Mord glaubt vom 17. Juni 2007 auf Welt am Sonntag, abgerufen 12. Februar 2011

  1. a b c d Warum seine Witwe an einen Mord glaubt

D. Banse und L. Wiegelmann
Uwe Barschel, der Tote in Zimmer 317 vom 21. November 2010 auf Welt am Sonntag, abgerufen 12. Februar 2011

  1. a b c d e f g h Uwe Barschel, der Tote in Zimmer 317

Beitrag von Generalstaatsanwalt Erhard Rex
Der Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten (PDF-Datei; 177 kB), Dr. Dr. Uwe Barschel, am 11. Oktober 1987 in Genf vom 25. Oktober 2007, abgerufen am 13. Februar 2011

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u Der Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten
  2. a b Der Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten, S. 44f
  3. Der Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten, S. 53f
  4. Der Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten, Kap. 4, S. 9
  5. Der Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten,Kap. 12, S. 61ff
  6. Der Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten, Kap. 12, S. 62
  7. Der Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten, Kap. 7.1, S. 12
  8. Der Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten, Kap. 1, S. 3–5

Weitere Belege

  1. Die Dönitz-Affäre, Beitrag zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2010/2011 (pdf; 2,2 MB), sowie Flensburger Tageblatt, 7. Dezember 2013: Die Toleranz gegenüber den Nazis war besonders groß. Schleswig-Holstein und seine Affären: Der Historiker Frank Bösch erklärt, warum es das Image des Skandallandes hat: 1963 ... hat vor Ort dies (sc. den Dönitz-Vortrag) kaum jemand kritisiert. Die Lokalpresse hatte den Auftritt des Großadmirals noch über alle Maßen gelobt. Erst die Hamburger Großstadtjournalisten, besonders Die Zeit, skandalisierte dies erfolgreich.
  2. Netzeitung: Bis heute ein Staatsgeheimnis: Der Barschel-Mord, Interview mit Wolfram Baentsch, 2. Oktober 2006
  3. Lübecker Nachrichten: Flugzeugbrand auf dem Flugplatz Lübeck-Blankensee, 2. Juni 1987
  4. 31. Mai 1987 – Uwe Barschel überlebt einen Flugzeugabsturz: Unfall oder Attentat?, Stichtag, WDR, 31. Mai 2012
  5. Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses (PDF-Datei; 68 MB), abgerufen am 13. Februar 2011
  6.  Ich habe daran zu knapsen. Wie der Journalist Sebastian Knauer den toten Uwe Barschel in der Badewanne fand. In: Der Spiegel. Nr. 43, 1987 (19. Oktober 1987, online).
  7. Stern: Uwe Barschel: Deal mit Todesfolge, Nr. 38/2007
  8. Brandenberger-Gutachten von 1994 (PDF; 2,1 MB)
  9. Brandenberger-Gutachten von 1997 (PDF; 547 kB)
  10. Wolfram Baentsch: Der Doppelmord an Uwe Barschel. 3. Auflage. Herbig, München 2007, ISBN 978-3-7766-2523-3
  11. Victor Ostrovsky, Geheimakte Mossad. Die schmutzigen Geschäfte des israelischen Geheimdienstes. Bertelsmann, München 1994, ISBN 3-570-12174-7
  12. Dirk Banse und Lucas Wiegelmann: Im Fall Barschel führt eine neue Spur zum Mossad vom 20. November 2010 auf Welt am Sonntag, abgerufen 12. Februar 2011
  13. a b  Markus Dettmer, Sven Röbel, Britta Sandberg: Was macht so einer hier? Das seltsame Doppelleben und der merkwürdige Tod des Dr. Uwe Barschel (Teil II). In: Der Spiegel. Nr. 42, 2007, S. 52–63 (15. Oktober 2007, online).
  14. Die Welt: Uwe Barschel und das Rätsel um Zimmer 317, 6. Oktober 2007
  15. Stern: Infografik: Tod in der Badewanne
  16. Die Welt: Ex-Ermittler sieht Mordverdacht erhärtet, 15. September 2007
  17. Spiegel TV Magazin: „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.“ Schwerpunktsendung zum Aufstieg und Fall des Uwe Barschel, 7. Oktober 2007; Der Spiegel, Nr. 40, 8. Oktober 2007, S. 46f.; R-Archiv: „Daneben war auf dem Duschvorleger aber auch noch das Fragment des Abdruckes eines weiteren Schuhs abgefärbt. Ein Schuh der nicht Dr. Barschel gehörte – ein Schuh mit ovaler Spitze. Es ist daher zwingend davon auszugehen, dass außer dem Verstorbenen eine weitere Person in der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober 1987 auf dem Zimmer 317 des Hotels Beau-Rivage (Genf) war.“ (Uwe Barschel. Das Ermittlungsverfahren – Teil IV)
  18. Der Tod des Uwe Barschel. Skandal ohne Ende, Dokumentation des NDR von Patrik Baab, Andreas Kirsch und Stephan Lamby, Erstausstrahlung 17. September 2007 in der ARD
  19. a b c d Die Spuren eines Fremden in Uwe Barschels Zimmer, Welt am Sonntag vom 28. Juli 2012
  20. Die Welt: CDU-Politiker will neue Ermittlungen im Fall Barschel, 21. November 2010
  21. Lübecker Nachrichten vom 15. Juni 2012
  22. Genetische Spurensuche: Rätsel um das fremde Haar in Barschels Hotelbett Die Welt, 23. Juni 2011
  23. Zeitung: Beweisstück im Fall Barschel verschwunden PR-Sozial Das Presseportal, 27. September 2011
  24. Ermittler finden nach 25 Jahren neue DNA-Spur, Welt am Sonntag vom 28. Juli 2012
  25. a b c Dokumentation des NDR von Patrik Baab, Andreas Kirsch und Stephan Lamby, ausgestrahlt am 17. September 2007 in der ARD und am 2. Oktober 2007 im NDR Fernsehen
  26. [1]
  27. Geheimakte Mossad. Die schmutzigen Geschäfte des israelischen Geheimdienstes. Bertelsmann, München 1994, ISBN 3-570-12174-7
  28. Verschlusssache BND, Heyne Verlag, aktualisierte und erweiterte Auflage Okt. 1998, ISBN 978-3-453-14143-8
  29. Barschel-Akten bleiben unter Verschluss, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. November 2013. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  30. Barschel-Buch bleibt zunächst unveröffentlicht, Der Tagesspiegel, 15. Juli 2008
  31. Staatsanwälte streiten im Fall Barschel, Der Tagesspiegel, 24. Juni 2007
  32. Es war Mord. Der Barschel-Ermittler nennt Details, Pressemitteilung von Report München, 7. September 2007
  33. Rechtsstreit um Barschel-Buch geht weiter, dpa-Meldung vom 14. Juni 2008
  34. Der Fall Barschel beschäftigt wieder die Ermittler, Die Welt vom 19. Juni 2011
  35. a b Heinrich Wille: Ein Mord, der keiner sein durfte: Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaates, Zürich 2011, ISBN 3-85869-462-2
  36. Das „Souvenir“ aus Barschels Todeszimmer, ln-online vom 7. Oktober 2011
  37. [2]
  38. www.cd-kritik.de: Biografie Grönemeyer
  39. Zeitungsjahrbuch 87/88, S. 396, Online