Uwe Brandner

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Uwe Brandner (* 23. Mai 1941 in Reichenberg) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent, Filmkomponist, Schauspieler und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Nach Ablegen des Abiturs war Brandner zunächst als Journalist und Jazzmusiker tätig. Im Jahr 1962 begann er in München ein Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Philosophie, das er ohne Abschluss beendete.

1962 und 1964 arbeitete Brandner an den Kurzfilmen Herakles und Spiel im Sand von Werner Herzog mit. Daran schlossen sich weitere Kurzfilme an. Der erste Spielfilm entstand im Jahr 1971 mit Ich liebe dich, ich töte dich mit Rolf Becker in der Hauptrolle. Uwe Brandner betätigte sich hier als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Komponist. Es folgten einige Fernsehproduktionen und 1977 der Spielfilm Halbe–Halbe mit Hans Peter Hallwachs, Bernd Tauber und Ivan Desny.[1] Brandner schrieb für diesen Film das Drehbuch und führte Regie. Im Jahr 1988 war er auch als Darsteller in dem internationalen Fernseh-Vierteiler Hemingway[2] von Bernhard Sinkel zu sehen.

Seine Karriere als Schriftsteller begann Uwe Brandner 1968 mit dem Erstlingswerk Innerungen,[3] dem sich in den Jahren 1970 und 1971 die Werke Drei Uhr Angst und Mutanten-Milieu anschlossen.

Brandner war Mitinitiator der Internationalen Hofer Filmtage. 1971 gründete er u.a. mit Hark Bohm, Wim Wenders, Volker Vogeler und Hans W. Geissendörfer den Filmverleih Filmverlag der Autoren. Er erhielt 1991 den Hofer Filmpreis anlässlich der 25. Hofer Filmtage[4] und am 8. Dezember 2012 den erstmals vergebenen Friedrich-Baur-Preis für Film und Medien von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.[5] Zudem ist er Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.[6]

Im Jahr 2008 wirkte Uwe Brandner in der Dokumentation Gegenschuss – Aufbruch der Filmemacher mit. Der Film feierte am 11. Februar 2008 in der Sektion „Berlinale Special“[7] Premiere auf der Berlinale 2008.[8][9]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Regie[Bearbeiten]

  • 1969: Der Dichter und seine Stadt (Fernsehfilm) – F.M. Dostojewskij und Petersburg – Reise in eine Fiktion
  • 1969: Blinker
  • 1971: Ich liebe dich, ich töte dich
  • 1973: Im Zeichen der Kälte (Fernsehfilm)
  • 1973: Kopf oder Zahl (Fernsehfilm)
  • 1977: Halbe–Halbe

Drehbuch[Bearbeiten]

  • 1969: Blinker
  • 1970: Ein großer graublauer Vogel
  • 1971: Ich liebe dich, ich töte dich
  • 1973: Im Zeichen der Kälte (Fernsehfilm)
  • 1973: Kopf oder Zahl (Fernsehfilm)
  • 1977: Halbe–Halbe

Komponist[Bearbeiten]

  • 1962: Herakles
  • 1964: Spiel im Sand
  • 1971: Ich liebe dich, ich töte dich

Darsteller[Bearbeiten]

  • 1968: Emigration
  • 1988: Hemingway (Fernseh-Mehrteiler)
  • 2008: Gegenschuss – Aufbruch der Filmemacher

Produzent[Bearbeiten]

  • 1971: Ich liebe dich, ich töte dich
  • 1973: Kopf oder Zahl (Fernsehfilm)

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

erschienen im Carl Hanser Verlag, München

  • 1968: Innerungen
  • 1970: Drei Uhr Angst
  • 1971: Mutanten-Milieu

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Holba, Günter Knorr, Peter Spiegel: Reclams deutsches Filmlexikon. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1984, ISBN 3-15-010330-4, S. 45–46.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutscher Film vom heute und hier In: Der Spiegel 38/1977, auf: Spiegel Online (Anm.: In der Meldung wird der Titel noch mit Schmetterlinge im Bauch angegeben); abgerufen am 16. April 2013
  2. Dieses Mannsbild macht mir angst In: Der Spiegel 47/1987 auf Spiegel Online; abgerufen am 15. Mai 2013
  3. Neu in Deutschland In: Der Spiegel 2/1968 auf Spiegel Online; abgerufen am 29. Juni 2013
  4. Filmpreis der Stadt Hof. Liste der Laureaten auf hofer-filmtage.com; abgerufen am 15. März 2013
  5. Friedrich-Baur-Preis 2012 an Benno Hurt. Literaturportal Bayern, 6. November 2012; abgerufen am 15. März 2013
  6. Mitgliederverzeichnis auf Pen-Zentrum Deutschland online; abgerufen am 17. April 2013
  7. Offizielles Programm Berlinale 2008 (PDF; 65 kB) auf Seite 5; abgerufen am 25. Januar 2011
  8. Webseite der Kinowelt Filmproduktion; abgerufen am 24. Januar 2011
  9. Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher auf arte.tv; abgerufen am 24. Januar 2011