Uwe Hück

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Uwe Hück (2005)

Uwe Hück (* wahrscheinlich 22. Mai 1962 in Stuttgart) ist Betriebsratsvorsitzender und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG in Stuttgart.

Leben[Bearbeiten]

Uwe Hück wuchs in einem Kinderheim auf.[1] Von 1977 bis 1981 erlernte er den Beruf des Autolackierers. Bis 1985 war er professioneller Thaiboxer und wurde zweifacher Europameister.

Am 1. April 1985 begann er als gelernter Lackierer bei der Porsche AG. Im Jahr 1987 wurde er zum Vertrauensmann gewählt und wurde 1994 Leiter des Vertrauenskörpers. Seit 1990 ist Uwe Hück Mitglied des Betriebsrates; ab 1994 wurde er dafür freigestellt.

Er qualifizierte sich weiter über Arbeits-, Tarif- und Sozialrecht und wurde 1997 als Nachfolger des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Franz Steinbeck neuer Betriebsratsvorsitzender der Standorte Zuffenhausen/Ludwigsburg. Seit 2002 ist er Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Porsche AG, seit 2003 Vorsitzender des Konzernbetriebsrats. 2008 wurde er stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Porsche Automobil Holding SE. Seit 1998 ist Hück Mitglied im Aufsichtsrat. Im Jahr 2007 wurde er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Porsche Automobil Holding SE, seit 2010 ist er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG.

Er ist Mitglied des Ortsvorstandes der IG Metall Stuttgart und der großen Tarifkommission der IG Metall Baden-Württemberg.

Als SPD-Mitglied, welches er schon 1982 wurde, unterstützte er im Jahr 2005 die Wahlkampagne seines SPD-Parteifreundes Gerhard Schröder und dessen Reformpolitik.[2]

Uwe Hück ist mit der Vietnamesin Ming Chung verheiratet und Vater von zwei Adoptivsöhnen und einem leiblichen Sohn. Ehrenamtlich ist er Vorsitzender des FSV Buckenberg 1921 e. V., einem Sportverein aus Pforzheim mit über 500 Mitgliedern, und trainiert dort in seiner Freizeit jugendliche Thaiboxer.

Am 4. September 2012 erschien seine Autobiografie "Volle Drehzahl", in welcher Hück u.a. über seine Zeit im Kinderheim und ein Gespräch mit Gott berichtet.[3]

Uwe Hück engagiert sich als Botschafter der Initiative Respekt! gegen Diskriminierung von Personengruppen wie Homosexuelle oder Ausländer.

Er ist Vorstandsmitglied in der Wiedeking Stiftung, die unter anderen das Jugendhilfezentrum Sperlingshof unterstützt,[4] in dem Hück aufgewachsen ist, und das Seehaus Leonberg[5], eine Einrichtung für straffällige Jugendliche.

Am 16. November 2013 stieg er unter dem Motto „Blaue Flecke für soziale Zwecke“[6] zu einem Charity-Boxkampf gegen den ehemaligen Profiboxer Luan Krasniqi in der MHP-Arena in Ludwigsburg in den Ring. Die Erlöse der Veranstaltung kommen der Lern-Stiftung Hück zugute, die sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen helfen soll sowie einem von Luan Krasniqi unterstützten SOS-Kinderdorf in Priština.[7]

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ralf Spiller und Georg Weishaupt: Leaders at the Top – Wirtschaftsführer im Porträt. Redline Wirtschaft, ISBN 3-636-01341-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.taz.de/Porsche-Betriebsrat-ueber-Gott-und-Politik/!134207/
  2. Kai Doering: Uwe Hück. Der Disziplinator. Vorwärts, 7. April 2011, abgerufen am 10. November 2013.
  3. In der "Hölle" Kinderheim mit Gott gesprochen - Der Porsche-Betriebsratschef dachte an Selbstmord, IdeaSpektrum 36.2012, S. 7
  4. [1] Wiedeking und Hück zu Besuch im Sperlingshof
  5. [2] Wiedeking Stiftung unterstützt das Seehaus Leonberg
  6. Blaue Flecke für soziale Zwecke. Michaelis.tv 2013, abgerufen am 10. November 2013.
  7. Fausthiebe und Promi-Schaulaufen für guten Zweck in Ludwigsburg. Stuttgarter Zeitung, 17. November 2013, abgerufen am 17. November 2013.