Uwe Jun

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Uwe Jun (* 11. Februar 1963 in Braunschweig) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Professor an der Universität Trier.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Studium der Germanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie in Braunschweig und Göttingen promovierte Jun 1993 an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen im Fach Politikwissenschaft zum Thema „Koalitionsbildung in den deutschen Bundesländern“. Er war zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Zentrum für Europa- und Nordamerika-Studien der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen sowie 1997/98 Weatherhead/Thyssen Research Fellow am Center for International Affairs der Harvard University in Cambridge/Ma. (USA).

Seine Habilitationsschrift „Der Wandel von Großparteien im Vergleich“ reichte er an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam im Jahr 2003 ein, an der er von 1998 bis 2004 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl „Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland“ war. 2004/2005 vertrat Jun die Professur für Vergleichende Politikwissenschaft und Systemlehre an der Philosophischen Fakultät II der Universität Würzburg.

Seit 2005 ist Uwe Jun Professor für „Regierungslehre - Westliche Regierungssysteme (Bundesrepublik Deutschland)" an der Universität Trier, seit 2011 Dekan des Fachbereichs III. Jun erhielt Rufe an die Universität Würzburg auf die Professur für Vergleichende Politikwissenschaft (2007) und an die Friedrich Schiller Universität Jena für das politische System Deutschlands (2009), nahm aber jeweils die Bleibeangebote in Trier an.

Uwe Jun ist Sprecher des Arbeitskreises „Parteienforschung“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) sowie Mitglied der DVPW, der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen (DVParl) und des European Consortium for Political Research.

Schwerpunkte[Bearbeiten]

Seine Forschungsschwerpunkte sind Parteienforschung, Vergleichende Parlamentarismusforschung, Föderalismus, Politische Kommunikation und Koalitionsforschung.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Monografien und Herausgaben[Bearbeiten]

  • Koalitionsbildung in den deutschen Bundesländern. Theoretische Betrachtungen, Dokumentation und Analyse der Koalitionsbildungen in den deutschen Bundesländern 1949 bis 1992. Leske & Budrich, Opladen 1994.
  • Transnationale Parteienbünde zwischen Partei- und Weltpolitik. (zusammen mit Ernst Kuper). Peter Lang, Frankfurt/New York 1995.
  • Das sozialdemokratische Modell. Organisationsstrukturen und Politikinhalte im Wandel. (Mit-Herausgeber, mit Jens Borchert, Lutz Golsch und Peter Lösche), Leske & Budrich, Opladen 1996.
  • Nationales Interesse und integrative Politik in transnationalen parlamentarischen Versammlungen. (Mit-Herausgeber, mit Ernst Kuper), Leske & Budrich, Opladen 1997.
  • Politische Theorie und Regierungslehre. Eine Einführung in die politikwissenschaftliche Institutionenforschung. (Mit-Herausgeber, mit Ludger Helms), Campus, Frankfurt am Main 2004.
  • Der Wandel von Parteien in der Mediendemokratie. SPD und die britische Labour Party im Vergleich. Campus, Frankfurt am Main 2004.
  • Kleine Parteien im Aufwind. Zur Veränderung der deutschen Parteienlandschaft. Campus, Frankfurt am Main 2006. (Mit-Herausgeber, mit Henry Kreikenbom und Viola Neu).
  • Economic Efficiency – Democratic Empowerment: Contested Modernisation in Britain and Germany. (Mit-Herausgeber, mit Ingolfur Blühdorn), Lexington, Lanham/Md. 2007.
  • Parteien und Parteiensysteme in den deutschen Bundesländern. (Mitherausgeber mit Melanie Haas und Oskar Niedermayer). VS Verlag, Wiesbaden 2008.
  • Übertragbarkeit des „Evidence Based Policy Approach“ auf die deutsche Politik. (zusammen mit Karsten Grabow). Bertelsmann-Stiftung, Gütersloh 2008.
  • Zukunft der Mitgliederpartei. (Mit-Herausgeber mit Oskar Niedermayer und Elmar Wiesendahl). Verlag Barbara Budrich, Opladen/Farmington Hills 2009.
  • Parteien als fragmentierte Organisationen. Erfolgsbedingungen und Veränderungsprozesse. (Mit-Herausgeber mit Benjamin Höhne). Verlag Barbara Budrich, Opladen/Farmington Hills 2010.
  • 60 Jahre Bundesrat. (Mit-Herausgeber mit Sven Leunig). Nomos, Baden-Baden 2011.
  • Parteienfamilien - Identitätsbestimmend oder nur noch Etikett. (Mit-Herausgeber mit Benjamin Höhne). Verlag Barbara Budrich, Berlin, Toronto 2012.

Neuere Beiträge 2008[Bearbeiten]

  • Informal Government in Germany: Complexity, Transparency and Accountability. In: Ingolfur Blüdorn (Hrsg.): In Search of Legitimacy. Policy Making in Europe and the Challenge of Societal Complexity. Opladen/Farmington Hills/MI.
  • Der Bundesrat vor und nach der Föderalismusreform 2008. In: Klemens H. Schrenk und Markus Soldner (Hrsg.): Die Analyse demokratischer Regierungssysteme. Festschrift für Wolfgang Ismayr, Wiesbaden: VS Verlag (i.E.).
  • The Reform Corridor: Voter Coalitions. In: William Paterson und James Sloam (Hrsg.): The German Crisis and the 2005 Election. Palgrave (i. E), Houndmills.
  • Auf dem Weg zur Großen Koalition: Regierungsbildung 2005. In: Helge Batt und Jens Tenscher (Hrsg.): 100 Tage Schonfrist. Politik in Deutschland zwischen Bundestagswahl 2005 und Landtagswahlen 2006. VS Verlag, Wiesbaden 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

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