Uwe Kockisch

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Uwe Kockisch (* 31. Januar 1944 in Cottbus) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Uwe Kockisch erlernte den Beruf eines Tagebaumaschinisten[1]. Als Jugendlicher versuchte Kockisch, zusammen mit Freunden, 1961 mittels eines Kutters über die Ostsee aus der DDR zu fliehen[2]. Dabei wurde die Gruppe jedoch vorher verhaftet; Kockisch saß daraufhin mehr als sechs Monate in Haft.[3]

Seine Ausbildung zum Schauspieler absolvierte Uwe Kockisch an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Kockisch nahm Engagements in Cottbus und Karl-Marx-Stadt an. Er spielte über 20 Jahre am Maxim-Gorki-Theater und später zwei Jahre an der Schaubühne in Berlin.

Ab 1972 wurde Uwe Kockisch für den Film tätig. 1981 spielte er die Hauptrolle in Dein unbekannter Bruder von Ulrich Weiß. Kockisch trat unter anderem in den Krimi-Reihen Tatort, Polizeiruf 110 und Der Staatsanwalt hat das Wort auf und war als Kommissar in der TV-Serie Zappek zu sehen. Seit 2003 verkörpert er den Commissario Guido Brunetti in der Krimireihe Donna Leon. 2010 spielte er eine der Hauptrollen in der sechsteiligen Fernsehserie Weissensee als Stasi-Offizier Hans Kupfer.

Kockisch lebt mit seiner Frau Christine Gautier in Madrid und hat zwei Söhne.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2008: Adolf-Grimme-Preis als Hauptdarsteller in der Kategorie „Fiktion“ für den Film Eine Stadt wird erpresst von Dominik Graf
  • 2011: Deutscher Fernsehpreis Beste Serie für Weissensee, stellvertretend für das Schauspielensemble
  • 2013: Filmfest Türkei/Deutschland als Bester Hauptdarsteller in Die Besucher

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Donna-Leon-Reihe[Bearbeiten]

Als Guido Brunetti war Kockisch unter der Regie von Sigi Rothemund in den folgenden Fernsehfilmen der Krimiserie Donna Leon zu sehen:

  • 2003: Venezianisches Finale
  • 2003: Feine Freunde
  • 2003: Acqua alta
  • 2004: Sanft entschlafen
  • 2005: Beweise, dass es böse ist
  • 2005: Verschwiegene Kanäle
  • 2006: Endstation Venedig
  • 2006: Das Gesetz der Lagune
  • 2008: Die dunkle Stunde der Serenissima
  • 2008: Blutige Steine
  • 2009: Wie durch ein dunkles Glas
  • 2010: Lasset die Kinder zu mir kommen
  • 2011: Das Mädchen seiner Träume
  • 2012: Schöner Schein
  • 2013: Auf Treu und Glauben

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCommissario Brunetti wird 70. MDR, 4. Februar 2014, abgerufen am 2. März 2014.
  2. Der Tagesspiegel: Porträt 'Schauspielerei ist Denken', aufgerufen am 31. August 2013
  3. Hinweis in: BILD vom 9. Oktober 2013