Uwe Krupp

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DeutschlandDeutschland Uwe Krupp Eishockeyspieler
Uwe Krupp
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 24. Juni 1965
Geburtsort Köln, Deutschland
Größe 198 cm
Gewicht 107 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1983, 11. Runde, 214. Position
Buffalo Sabres
Spielerkarriere
1982–1986 Kölner EC
1986–1991 Buffalo Sabres
1991–1994 New York Islanders
1994–1995 EV Landshut
Québec Nordiques
1995–1998 Colorado Avalanche
1998–1999 Detroit Red Wings
2002 Detroit Red Wings
Atlanta Thrashers

Uwe G. Krupp (* 24. Juni 1965 in Köln) ist ein ehemaliger deutscher Eishockeyspieler und ehemaliger[1] Cheftrainer der deutschen Eishockeynationalmannschaft. Seit 2011 ist er Trainer und Sportmanager des deutschen Erstligisten Kölner Haie. Zuvor trainierte er bereits die U18- und U20-Nachwuchsabteilungen des Deutschen Eishockey-Bundes. Er war als Spieler der erste deutsche Stanley-Cup Sieger.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Uwe Krupp nach Gewinn des Stanley Cups (2002)
Krupp im Trikot der Colorado Avalanche (1997)

Krupp begann seine Karriere in der Eishockey-Bundesliga bei den Kölner Haien 1982. 1986 wurde er hier ins All-Star Game und zum besten Verteidiger gewählt. 1986 und 1990 nahm er an den Eishockey-Weltmeisterschaften teil. Bei der WM 1990 war sein Dopingtest positiv auf Ephedrin, das er mit einem Hustenmittel eingenommen hatte.[2] Er wurde international für 18 Monate gesperrt.[3]

Nach vier Jahren in seiner Geburtsstadt zog es ihn nach Nordamerika. Beim NHL Entry Draft 1983 hatten ihn die Buffalo Sabres in der 11. Runde an insgesamt 214. Stelle ausgewählt. Krupp erfuhr das aber erst, als ein Sportjournalist ihn eine Woche nach dem Draft darauf ansprach. Beim Farmteam der Sabres, dem AHL-Club Rochester Americans absolvierte er 1986/87 42 Partien (u.a. gewann er den Calder Cup), bevor er in die NHL nach Buffalo ging, wo er noch in derselben Spielzeit 26 Partien spielte. Er blieb bis 1992 bei den Sabres und wurde in dieser Zeit Buffalos „Unsung Hero“ (1990) und in das NHL All-Star Game 1991 gewählt. Die nächsten Stationen waren die New York Islanders und die Québec Nordiques, der späteren Colorado Avalanche. Die Lockout-Season 1994/95 begann der Rechtsschütze beim EV Landshut in der DEL. Danach erlebte er die größten Erfolge seiner Karriere bei der Colorado Avalanche. In der ersten Saison der Mannschaft in Denver, Colorado 1995/96 gewann er den Stanley Cup und erzielte den 1:0-Siegtreffer in der dritten Verlängerung des vierten Finalspiels gegen die Florida Panthers. Ebenfalls 1996 nahm er für Deutschland am World Cup of Hockey, 1998 an den Olympischen Spielen teil. Zur Saison 1998/99 wechselte er zu den Detroit Red Wings.

Auch in dieser Saison wurde Krupp wieder ins All-Star Game gewählt, konnte aber verletzungsbedingt nicht teilnehmen. 2002 gewann der gebürtige Kölner erneut den Stanley Cup, allerdings ist sein Name nicht auf dem Pokal eingraviert, da er in dieser Serie nur sechs Spiele machte und in den Finalspielen gegen die Carolina Hurricanes nicht auflief. In seiner letzten Saison als Profi war er 2002/03 bei den Atlanta Thrashers beschäftigt. Mit insgesamt 810 NHL-Spielen (310 Scorerpunkte), war er über lange Zeit der Deutsche mit den meisten Einsatzen in der NHL. In der Saison 2009/2010 wurde er durch Marco Sturm in dieser Kategorie abgelöst.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Atlanta war 2002/03 Krupps erste Station als Trainer, wo er u.a. seinen Sohn Björn coachte. Beim DEB engagierte er sich dann einige Jahre für die Jugendarbeit und war dort auch als Coach (U18, U20) tätig. Bereits 2004 wurde er als Nachfolger von Hans Zach als Bundestrainer gehandelt. Am 22. Mai 2005 gab der DEB zunächst bekannt, dass Krupp ab sofort gemeinsam mit dessen Vorgänger Greg Poss und einem neuen Torwarttrainer das Trainergespann der A-Nationalmannschaft bilden wird. Nach Gesprächen im Juli wurde aber beschlossen, dass Greg Poss Bundestrainer bleibt und Uwe Krupp zusammen mit Klaus Merk (Torwarttrainer) seine Assistenten sein werden. Nachdem Poss am 14. Dezember 2005 seinen Vertrag auflöste, wurde Krupp einen Tag später als neuer Bundestrainer bekannt gegeben.

Im November 2010 wurde bekannt, dass Krupp seinen Vertrag als Bundestrainer nicht mehr verlängern würde. Zur Saison 2011/12 kehrte er als Trainer und Sportmanager zu seinem Heimatverein, den Kölner Haien, zurück.

Erfolge & Auszeichnungen[Bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten]

Als Trainer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.deb-online.de/index.php/deb-news/items/jakob-koebi-koelliker-wird-neuer-eishockey-bundestrainer.html
  2. Claus Vetter: Klubs sichern sich jetzt gegen Dopingsünder ab, Der Tagesspiegel 2. September 2007
  3. Da wird alles geschluckt, Der Spiegel 30. April 1990, S. 212