Uwe Leifeld

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Uwe Leifeld
Spielerinformationen
Geburtstag 24. Juli 1966
Geburtsort MünsterDeutschland
Größe 178 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1971–1983
1983–1986
DJK Borussia Münster
Preußen Münster
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1986–1991
1991–1993
1993–1996
VfL Bochum
FC Schalke 04
Preußen Münster
149 (46)
30 0(2)
[1]57 (16)
Nationalmannschaft
1986–1987 Deutschland U-21 4 0(2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Uwe Leifeld (* 24. Juli 1966 in Münster) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Biografie[Bearbeiten]

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Uwe Leifeld wuchs in Münster als Sohn eines Metzgermeisters auf. Als Fünfjähriger begann er 1971 bei Borussia Münster mit dem Fußballspielen. 1983 entdeckte Ernst Mareczek, damals Trainer der Oberliga-Mannschaft von Preußen Münster, das junge Stürmertalent. Nebenher machte er nach dem Hauptschulabschluss eine Bäckerlehre, nach eigener Aussage jedoch nur, „damit ich nachmittags Zeit zum Fußballspielen hatte“.

1984 stand er schließlich zum ersten Mal in der ersten Mannschaft der Preußen und entwickelte sich in der folgenden Saison zum gefährlichen Torjäger. Im Sommer 1985 wechselte Leifeld mit 18 Jahren zum VfL Bochum. An der Seite des damaligen Torjägers Stefan Kuntz erzielte der Neuling in seiner ersten Bundesligasaison zwar nur zwei Tore, dafür sollte der neunte Platz in der Abschlusstabelle schon die beste Platzierung seiner Profikarriere bleiben.

In den folgenden Jahren trug Leifeld mit seinen Toren immer wieder dazu bei, dass der stets abstiegsgefährdete VfL die Klasse hielt. Seinen „Kult“-Status beim VfL verdankt er aber vor allem zwei entscheidenden Spielen: Am 28. Mai 1988 stand der VfL Bochum gegen Eintracht Frankfurt zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder im Finale des DFB-Pokals. Leifeld erzielte gegen Torhüter Uli Stein ein reguläres Tor, das der Schiedsrichter aber wegen angeblicher Abseitsposition nicht anerkannte. Bochum verlor mit 0:1. Zwei Jahre später, am 27. Mai 1990, erzielte Leifeld im zweiten Relegationsspiel gegen den 1. FC Saarbrücken kurz vor Schluss das Ausgleichstor zum 1:1. Bochum blieb in der Bundesliga.

Trotz attraktiver Angebote aus Köln und Lyon blieb der bodenständige Leifeld dem VfL treu. In der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 1990 wurde auch Teamchef Franz Beckenbauer auf den Stürmer aufmerksam. Mehr als ein einmaliger Platz auf der Bank der Nationalmannschaft war ihm aber nicht vergönnt: Kurz vor der WM zog sich Leifeld eine schwere Knieverletzung zu und verpasste das Turnier. Statt seiner fuhr Frank Mill mit nach Italien und wurde (wenn auch ohne eigenen Einsatz) Weltmeister.

Nach sechs Spielzeiten in Bochum wechselte Leifeld 1991 zum FC Schalke 04. Da er aber noch immer an seiner Knieverletzung laborierte, konnte er dort an seine Glanzzeiten nicht anknüpfen und kam über die Rolle des Jokers nie hinaus. Mit nicht einmal 27 Jahren musste er seine Profikarriere schließlich 1993 beenden. Leifeld kehrte in seine Heimatstadt zurück und spielte noch drei Jahre bei Preußen Münster in der Regionalliga, bevor er die Fußballschuhe 1996 endgültig an den Nagel hing.

Uwe Leifeld hat zwei Töchter. Zwischen 1994 und 2008 führte er in Münsters Innenstadt ein Zeitschriftengeschäft mit Lotto-/Toto-Annahmestelle, in dem er auch Fußball-Fanartikel verkaufte. Seine kurze Karriere als Jugendtrainer der Preußen musste er aus Zeitmangel beenden. Leifelds Plan, in Münster eine Fußballhalle zu eröffnen, scheiterte.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des VfL Bochum am 27. August 2007 wurde Leifeld als neuer Mitarbeiter in der Geschäftsstelle vorgestellt. Heute leitet er den Bereich Scouting beim VfL.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Angabe ohne OL-Saison 93/94