Uwe Ochsenknecht

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Uwe Ochsenknecht (2009)

Uwe Adam Ochsenknecht (* 7. Januar 1956 in Biblis) ist ein deutscher Schauspieler und Sänger. Bekannt wurde Ochsenknecht 1981 durch den Film Das Boot und 1985 mit der Komödie Männer.

Leben[Bearbeiten]

Uwe Ochsenknecht bei einem Konzert am Mannheimer Wasserturm 2004

Ochsenknecht wuchs in Mannheim auf, wo er unter anderem das Ludwig-Frank-Gymnasium besuchte und früh seine Liebe zum Schauspiel entdeckte. In seiner Jugend wurde Ochsenknecht als Komparse am Mannheimer Nationaltheater engagiert. Der Schule war er weniger zugetan, mit 15 wurde er des Gymnasiums verwiesen, nachdem er zum dritten Mal die Versetzung verfehlte.[1] Dafür bestand er mit Bravour die Aufnahme an der Schauspielschule Bochum, die er erfolgreich abschloss.

Erste Theaterengagements folgten, ab 1977 auch Film- und Fernsehrollen. Bereits 1978 spielt er eine Minirolle in einem Hollywoodfilm.

Ochsenknecht gelang der Durchbruch mit der Rolle eines Bootsmannes im Film Das Boot (1981) von Wolfgang Petersen. Schon vier Jahre später stellte sich der nächste Erfolg ein: Männer (1985) von Doris Dörrie mit Heiner Lauterbach. Ebenfalls ein großer Erfolg Ochsenknechts war die Hauptrolle des Fälschers Fritz Knobel in der oscarnominierten Satire Schtonk! (1992) von Helmut Dietl, die in nicht allzu detailgetreuer Weise die Affäre um die gefälschten Hitlertagebücher aufs Korn nahm. Für seine Rolle als Hans Pollak in Fußball ist unser Leben wurde ihm 1999 der Bayerische Filmpreis und im Jahr 2000 der Deutsche Filmpreis zuerkannt. Im Jahr 2001 wurde er zudem für die Nebenrolle des Johann "Hans" Ferbach in dem Fernsehfilm Vera Brühne mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Darüber hinaus wirkte Ochsenknecht in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen mit. Seine erfolgreiche Karriere erklärt sich Ochsenknecht zum Teil dadurch, dass er schon als Jugendlicher die Schauspielerei zum Beruf machen wollte: "Ich wusste ziemlich früh – mit 14 oder 15: 'Ich will Schauspieler werden.' Das war mir zu 150 Prozent klar."[2]

Anfang der 1990er-Jahre verschaffte er sich ein zweites Standbein mit der Musik; er hat seither mehrere Alben veröffentlicht.

Seit 2003 wirbt der bekennende Käseliebhaber Ochsenknecht im Schweizer Fernsehen für Appenzeller Käse. Einen Teil seiner Gage erhält er auf eigenen Wunsch in Form von Käse.[3]

Im Mai 2011 nahm Ochsenknecht an dem Sat.1-Format Der Bastelkönig teil. 2011 wirkten Ochsenknecht und sein Sohn Wilson Gonzalez in dem Musikvideo zu "House on Fire", der Berliner Band Beatsteaks mit.

2011 trat Ochsenknecht als Hansi Haller auf, der nach langer Zeit ein Comeback als Schlagersänger startet. In seiner Rolle trat er mit seinem eigenen Bühnenprogramm in mehreren deutschen Städten auf und veröffentlichte eine Download-Single mit dem Titel Oh-La-La-Larissa.[4] Nebenzu hat er noch das Projekt The Screen. Er ist Sänger, Mick Rogers (Manfred Mann’s Earth Band) und Thomas Blug sind Gitarristen. Die beiden Ex-Musiker von Gary Moores Band Pete Rees (Bass) und Graham Walker (Schlagzeug) sind ebenfalls vertreten.

Familie[Bearbeiten]

Familie Ochsenknecht bei der Filmpremiere von "Sommer" in München (v.l.): Wilson Gonzalez, Uwe, Cheyenne Savannah, Jimi Blue und Natascha (2008).

Uwe Ochsenknecht war bis Ende Juli 2012 mit dem Modemodell Natascha Ochsenknecht verheiratet.[5] Er hat mit ihr drei Kinder: die Söhne Wilson Gonzalez und Jimi Blue, die selbst als Schauspieler tätig sind, sowie eine Tochter, Cheyenne Savannah Ochsenknecht. Zudem ist er aus einer früheren Beziehung Vater eines älteren Sohnes, Rocco Stark, der ebenfalls Schauspieler ist. Im Oktober 2009 gab Natascha Ochsenknecht bekannt, dass sich das Paar getrennt habe.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Wirken[Bearbeiten]

Uwe Ochsenknecht (rechts) und Michaela Galli (links) in Rotlicht! von Urs Odermatt (1986)
Uwe Ochsenknecht steht Journalisten am Set von „Lauf um Dein Leben - Vom Junkie zum Ironman“ (2007) Rede und Antwort

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • 1992: Ochsenknecht
  • 1994: Girls Crossing
  • 1997 bis 2000: O-Ton
  • 2001: Singer
  • 2008: MatchPoint

Theater[Bearbeiten]

Biographie[Bearbeiten]

Was bisher geschah. Bastei Lübbe, Oktober 2013, ISBN 978-3785724859.[8]

Trivia[Bearbeiten]

In einigen Filmproduktionen wird sein im Englischen schwer auszusprechender Nachname auch „Oxenknecht“ geschrieben.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uwe Ochsenknecht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview Zeit Online
  2. Paul Katzenberger: "Berühmtsein ist doch toll" bei Süddeutsche.de, 16. März 2012.
  3. Käsetourist Ochsenknecht. In: Tagblatt, 14. Oktober 2009, abgerufen am 20. September 2010
  4. http://www.emimusic.de/release/378458,5099972999653/haller-hansi-oh-la-la-larissa
  5. „Er hat das bekommen, was er verdient!“
  6. Uwe Ochsenknecht und seine Frau trennen sich. In: Spiegel online, 27. Oktober 2009, abgerufen am 20. September 2010
  7. RSH-Gold Verleihung 1993
  8. Blick ins Buch
  9. „Warning: Football Can Damage Your Health“, Berlinale Review von Elke de Wit zu Fußball ist unser Leben