Uwe Unterwalder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Uwe Unterwalder 1976

Uwe Unterwalder (* 15. Juli 1950 in Berlin) ist ein ehemaliger Radrennfahrer aus der Deutsche Demokratische Republik. Bei drei Olympiastarts gewann er zwei Silbermedaillen und belegte einmal den vierten Platz.

Unterwalder kam 1966 zum TSC Berlin, wo er unter dem Silbermedaillengewinner von 1960 Siegfried Köhler trainierte. 1971 gewann Unterwalder bei den Radweltmeisterschaften in der Mannschaftsverfolgung die Silbermedaille zusammen mit Thomas Huschke, Heinz Richter und Herbert Richter hinter dem italienischen Vierer. Im Jahr darauf gewann der DDR-Vierer in der gleichen Besetzung bei den Olympischen Spielen in München die Silbermedaille hinter dem Vierer aus der Bundesrepublik Deutschland. 1974 gewannen Herbert Richter, Huschke und Unterwalder zusammen mit Klaus-Jürgen Grünke erneut Weltmeisterschafts-Silber hinter dem westdeutschen Vierer. 1975 erkämpften Grünke, Huschke, Unterwalder und Norbert Dürpisch Bronze bei den Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Spielen in Montreal belegten Dürpisch, Huschke, Unterwalder und Matthias Wiegand den vierten Platz.

Unterwalder gewann von 1974 bis 1977 viermal hintereinander mit der Mannschaft des TSC Berlin den DDR-Meistertitel. Bei den Weltmeisterschaften 1977 gewann Unterwalder seine erste Medaille in der Einerverfolgung, als er erst im Finale gegen Norbert Dürpisch verlor. Die DDR-Mannschaft gewann 1977 erstmals Gold, allerdings ohne Unterwalder. Ein Jahr später gelang den Fahrern aus der DDR bei den Weltmeisterschaften in München der größte Erfolg: Im Einer gewann Detlef Macha vor Dürpisch und Unterwalder. Nur Unterwalder startete von diesen drei Fahrern auch in der Mannschaft, er gewann den Weltmeistertitel zusammen mit Matthias Wiegand, Volker Winkler und Gerald Mortag. Nachdem 1979 der DDR-Vierer ohne Unterwalder den dritten WM-Titel in Folge gewann, waren die Verfolger aus der DDR auch Favoriten für die Olympischen Spiele 1980. In Moskau gewann aber die Mannschaft aus der Sowjetunion; Mortag, Unterwalder, Wiegand und Winkler erhielten die Silbermedaille.

Für seine sportlichen Erfolge bei den Olympischen Sommerspielen 1972 und 1980 erhielt er in diesen Jahren jeweils den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze.

Unterwalder war gelernter Offsetdrucker, arbeitete aber nach seiner Karriere als Kellner in Berlin. Nach der Wende wurde er Mitinhaber eines Betriebes für die Pflege von Kraftfahrzeugen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]