Västerås

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Dieser Artikel behandelt den Ort Västerås; für die schwedische Gemeinde Västerås siehe Västerås (Gemeinde).
Västerås
Wappen von Västerås
Västerås (Schweden)
Västerås
Västerås
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Västmanlands län
Historische Provinz (landskap): Västmanland
Gemeinde (kommun): Västerås
Koordinaten: 59° 37′ N, 16° 33′ O59.61111111111116.545833333333Koordinaten: 59° 37′ N, 16° 33′ O
Einwohner: 110.877 (31. Dezember 2010)[1]
Fläche: 52,94 km²
Bevölkerungsdichte: 2.094 Einwohner je km²
Postleitzahl: 721 00 - 728 20
Luftbild von Västerås
Västerås (Ansicht vom Mälaren)
Der Vasaparken

Västerås [vɛstərˈoːs] ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Västmanlands län und der historischen Provinz Västmanland. Sie ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Västerås liegt an einer Bucht des Mälaren, ungefähr 100 km westlich von Stockholm.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits zur Wikingerzeit wurde ein Handelsplatz namens Aros gegründet. Im Jahr 1120 wurde Västerås Bischofssitz.

Mehrere Reichstage wurden in Västerås abgehalten, von denen diejenigen von 1527 und 1544 am bedeutendsten waren. 1527 beendete Gustav I. Wasa die Macht der Hierarchie und führte die protestantische Lehre in Schweden ein, 1544 machte er die Krone in seiner Familie erblich.

Am 29. April 1521 siegten die Dalekarlier unter Gustav I. Wasa über Dänemark. Im Jahr 1885 hatte Västerås 6659 Einwohner. 1990 feierte Västerås sein tausendjähriges Bestehen.

Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im autofreien Zentrum ist der alte Stadtkern Kyrkbacken, der im Kontrast zum modernen Stadthaus mit seinem Turm steht. Südlich davon befindet sich der Dom zu Västerås, in dem König Erik XIV. begraben liegt. Als man in den 1970ern den Sarg des Königs öffnete, fand man seine Beine abgesägt neben dem Torso liegen. Wissenschaftler begründen das damit, dass der edle Steinsarg zu kurz geraten und ein Umbau unmöglich war. Das Schloss der Stadt ist heute Sitz der Regionalregierung.

Neben der bedeutenden prähistorischen Grabstätte Anundshög ist auch das Freilichtmuseum im Stadtteil Vallby lohnend.

Jazzens Museum ist Europas erstes Jazzmuseum.

Außer dem Stadtschloss gibt es in der nahen Umgebung mehrere Schlösser, die besichtigt werden können, darunter Schloss Ängsö und Schloss Tidö.

Die Umgebung von Västerås ist bei Fahrradfahrern und Wanderern beliebt. Das Netz der Fahrradwege ist sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadt hervorragend ausgebaut. Das Gräberfeld von Årby liegt westlich von Västerås.

Power Big Meet ist eine Veranstaltung für amerikanische Automobile, in den letzten Jahren waren mehr als 14000 Fahrzeuge an den 3 Tagen zu sehen. Bei Besitzern und Freunden historischer amerikanischer Automobile ist Västerås international bekannt für das weltgrößte Autofestival mit amerikanischen Autos. Das Treffen ist immer in der ersten Juliwoche von Donnerstag bis Samstag. Highlights sind unter anderem das Cruising durch die Stadt am Freitag und Samstagabend.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Västerås ist als Industriestadt der Entstehungsort und ursprüngliche Standort des Unternehmens ASEA, das in den 1980er Jahren mit Brown, Boveri & Cie. fusionierte und seither ABB heißt. Die wirtschaftliche Abhängigkeit der Stadt von diesem Unternehmen löst sich allmählich durch die Entwicklung zur Hochschulstadt. Die zentrale Lage der Stadt macht sie zu einem Verkehrsknotenpunkt. 1947 wurde in Västerås das Unternehmen H&M, die inzwischen in Stockholm angesiedelte Modekette, eröffnet.

Die wichtigsten Arbeitgeber der Stadt Västerås (September 2005):

  • ABB AB
  • Daimler Chrysler Rail Systems (Sweden) AB
  • Westinghouse Atom AB
  • ICA Handlarnas AB (Supermarktkette)
  • KF Svenska Detaljhandelsaktiebolaget
  • Flextronics International Sweden AB
  • Posten Sverige AB (Die Schwedische Post)
  • Mälardalens högskola (Hochschule)
  • Rikspolisstyrelsen (Reichspolizeileitung)
  • Samhall Vasa AB
  • Alstom Power Generation AB
  • Mälarenergi AB
  • Peab Mellersta AB
  • Bombardier Transportation
  • Västerås Technology Park

Västerås ist mit der ca. 100 km östlich gelegenen schwedischen Hauptstadt Stockholm über eine direkte Bahnlinie sowie über die Autobahn E18 verbunden. Am östlichen Stadtrand von Västerås liegt der Flughafen mit dem Namen Stockholm - Västerås Airport, von dem sowohl Charter- als auch Linienflüge abgehen.

Kultur[Bearbeiten]

Nicht nur der international bekannte Schriftsteller Lars Gustafsson wurde hier geboren, auch der schwedische Dichter Tomas Tranströmer ist seit 1965 Bürger der Stadt. Zu seinen Ehren hat man sich 1997 entschlossen, einen nach ihm benannten Tranströmer-Preis für Literatur auszuloben.

Religion[Bearbeiten]

Västerås ist seit dem 12. Jahrhundert Bischofssitz der Schwedischen Kirche.

Siehe auch: Liste der Bischöfe von Västerås

Sport[Bearbeiten]

Bandyarena von Västerås SK

In der inneren Stadt befindet sich ein Rocklunda genanntes Areal, auf dem sich zahlreiche Sportanlagen befinden. So etwa eine Reithalle, eine Mehrzweckhalle, eine Eishockey- und Innebandyhalle und eine Motorrennstrecke. Auch das Fußballstadion Swedbank Park, in dem die Fußballer vom Västerås SK ihre Heimspiele austragen, liegt auf Rocklunda. Die Bandyabteilung des Vereins ist mit 17 Meistertiteln schwedischer Rekordmeister in dieser Sportart.

Darüber hinaus befinden sich im Stadtgebiet Wanderwege und Skilanglaufstrecken. Mit seinem direkt am Zentrum gelegenen Yachthafen bietet die Stadt auch Seglern gute Bedingungen. Über den Mälarsee lässt sich Stockholm erreichen. Das Leichtathletikstadion Arosvallen liegt nahe der Hochschule. Im Jahr 2006 fanden hier die Weltmeisterschaften im Gummistiefelweitwurf statt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Västerås ist eine Partnerstadt der Orte[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Västerås – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Västerås – Reiseführer

Quellen[Bearbeiten]

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare beim Statistiska centralbyrån.
  2. Vänortsamarbete - Västerås stad, Städtepartnerschaften, abgerufen am 17. Juni 2013