Vík í Mýrdal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strand von Vík í Mýrdal
Strand aus schwarzer Lava
Die Kirche mit den Reynisdrangar

Vík í Mýrdal (dt. „Bucht am sumpfigen Tal“) ist der südlichste Ort auf dem Festland Islands und liegt in der isländischen Gemeinde Mýrdalur.

Am 1. Januar 2014 hatte der Ort 296 Einwohner. Vík stellt für die Bewohner rund um den Mýrdalsjökull ein wichtiges Dienstleistungs- und Versorgungszentrum dar.

Geografie[Bearbeiten]

Vík í Mýrdal liegt südlich des Sees Heiðarvatn an der Südküste Islands. Nordwestlich des Ortes liegt der Berg Reynisfjall, ein guter Beobachtungsort für Ornithologen. Dort findet man im Juni und Juli zahlreiche Papageitaucher und Eissturmvögel. Die vulkanische Halbinsel Dyrhólaey liegt südlich des Dyrhólaós und befindet sich rund 6 km westlich des Ortes. Durch Vík fließt der Fluss Víkurá in den Atlantik. Weiter östlich befindet sich der Fluss Uxafótarlækur.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Nähe von Vík startete im August 1964 und im Sommer 1965 die französische Raumfahrtbehörde CNES je zwei französische Höhenforschungsraketen des Typs Dragon 1 von einer mobilen Abschussrampe.[1] Die Raketen erreichten eine Höhe zwischen 420 km und 451 km.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der Ort hat einen berühmten Strand aufzuweisen. Dieser besteht aus schwarzer Lava. Das Meer davor ist häufig wild und aufgewühlt. 1991 wurde der Strand vom „Islands Magazine“ zu einem der 10 schönsten Strände der Welt gewählt.
  • Am Strand gibt es schwarze Felsnadeln, Dykes, die Reynisdrangar, „Skessudrangur“, „Landdrangur“ und „Langsamur“. Die Legende berichtet, dass Trolle ein Schiff ans Land bringen wollten und dabei versteinert worden seien.
  • Am Strand befindet sich die nördliche Statue "Der Reisende" - geschaffen von der isländischen Bildhauerin Steinunn Thorarinsdottir. Ein identisches zweites Exemplar - die südliche Statue - befindet sich am Strand der britischen Stadt Hull. Beide Figuren bilden somit eine imaginäre Brücke zwischen den beiden Inselstaaten.[3]
  • Der Gedenkstein Islandfischerei, der an vor Island umgekommene deutsche Hochseefischer und isländische Helfer erinnert, befindet sich ebenfalls am Strand.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Vík í Mýrdal ist einer der wenigen Küstenorte Islands, die keinen Hafen haben. Die Entfernung zur isländischen Hauptstadt Reykjavík beträgt 187 Straßenkilometer. Der Ort liegt an Islands bedeutendster Straße, dem Hringvegur.

Vík verfügt neben Versorgungsinfrastruktur über eine Jugendherberge, zwei Hotels, einen Campingplatz mit Schwimmbad und eine Wollfabrik mit Lagerverkauf, sowohl von Kleidern als auch von Souvenirs.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Université de Perpignan (französisch); Zugriff: 29. Juni 2011
  2. Mark Wade: Vik. In: Encyclopedia Astronautica. Abgerufen am 14. September 2011 (englisch).
  3. Bild der isländischen Statue

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vík í Mýrdal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

63.419444444444-19.009722222222Koordinaten: 63° 25′ N, 19° 1′ W