Völker und Gruppierungen im Babylon-5-Universum

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Dieser Artikel beschreibt wichtige Völker und Gruppierungen aus dem Universum der Science-Fiction-Fernsehserie Babylon 5.

Die großen Völker[Bearbeiten]

Menschen[Bearbeiten]

Heimatplanet: Erde

Die Menschen haben in der Mitte des 23. Jahrhunderts, in welchem die Serie spielt, verschiedene Kolonien auf fremden Planeten errichtet sowie unter anderem die Raumstation Babylon 5.

Minbari[Bearbeiten]

Heimatplanet: Minbar

Die Minbari haben eine menschenähnliche Statur, sind jedoch kahlköpfig und haben einen stark verknöcherten Hinterkopf, dessen Form sich je nach Geschlecht und Kastenzugehörigkeit unterscheidet. Minbari sind robuster und besitzen höhere Regenerationsfähigkeiten als Menschen.

Das Volk der Minbari gliedert sich in eine Arbeiter-, eine Krieger- und eine religiöse Kaste. Jede Kaste ist wiederum in Clans untergliedert. Die Kastenzugehörigkeit ist durch Geburt festgelegt. Jedoch sind unter bestimmten Bedingungen Wechsel von einer Kaste zur anderen möglich. Es sind auch Ehen zwischen Angehörigen verschiedener Kasten gestattet.

Die Minbari beherrschen die Hyperraumreisen seit mehr als 1000 Jahren und sind den Menschen damit technologisch weit überlegen.

Oberste Regierungsgewalt der Minbari ist der Graue Rat. Er besteht aus je drei Mitgliedern jeder Kaste. Der Vorsitzende wird durch Abstimmung innerhalb des grauen Rates bestimmt. Ursprünglich von Valen gegründet, agiert der Graue Rat stets von Bord eines schweren Minbari-Kreuzers aus.

Kurz vor Beginn des Schattenkrieges wird der Graue Rat von Delenn aufgelöst und später von ihr wieder eingesetzt, dann jedoch mit fünf Mitgliedern der Arbeiterkaste und je zwei Mitgliedern der Krieger- und religiösen Kaste.

Zwischen Menschen und Minbari kommt es zehn Jahre vor dem Start des Babylon-Projektes zu einem verlustreichen Krieg. Ein tragisches Missverständnis beim ersten Kontakt der beiden Rassen führt zum Tod des Minbari-Führers Dukat. Daraufhin erklärten die Minbari den Menschen den Krieg und planen die Vernichtung der gesamten Menschheit.

Die Menschen sind den technisch sehr viel höher entwickelten Minbari hoffnungslos unterlegen und kämpfen einen verlustreichen Rückzugs- und Hinhaltekrieg. Kurz vor der Vernichtung der Erde erkennen die Minbari einen wichtigen Zusammenhang zwischen Menschen und Minbari. Um Schaden von ihrem eigenen Volk durch die Vernichtung der Menschheit abzuwenden, ergeben sich die Minbari kurz vor ihrem eigentlich sicheren Sieg.

Erst zehn Jahre später werden die wahren Gründe der Minbari-Kapitulation enthüllt: Die Minbari glauben erkannt zu haben, dass die Seelen der Minbari zunehmend nicht nur in Minbari der nächsten Generation, sondern vielmehr auch in Menschen wiedergeboren würden. Viele Minbari, insbesondere Angehörige der Kriegerkaste, haben den Menschen gegenüber auch nach dem Krieg noch große Vorbehalte.

Centauri[Bearbeiten]

Heimatplanet: Centauri Prime

Die Centauri sind äußerlich sehr menschenähnlich, verfügen jedoch über einige anatomische Unterschiede, etwa über Geschlechtsorgane in Form von Tentakeln.

Obwohl die Centauri über eine weit fortgeschrittene Technologie verfügen, ist ihre Gesellschaft feudalistisch und strikt hierarchisch. An ihrer Spitze steht der Imperator der Centauri-Republik, der sich seine Macht mit einer Versammlung von Adligen, dem Centaurum, teilt. Sie verehren eine Vielzahl von Göttern verschiedenster Bereiche.

Auffälligstes Merkmal männlicher Centauri ist ihre steil aufgerichtete Haartracht. Die Höhe der Frisur deutet auf den gesellschaftlichen Status des Centauri hin. Weibliche Centauri tragen in der Regel nur einen Zopf am Hinterkopf.

Die Centauri verfolgen seit Jahrhunderten eine expansive interstellare Politik. Sie waren die erste außerirdische Spezies, die mit den Menschen in Kontakt trat.

Narn[Bearbeiten]

Heimatplanet: Narn

Die Narn sind von Größe und Statur den Menschen ähnlich, jedoch unbehaart und haben eine stark pigmentierte, lederartige Haut. Narn sind sehr muskulös und im Vergleich zu anderen Spezies überdurchschnittlich kräftig.

Die Narn sind tief religiös. Sie verehren verschiedene geistige Führer ihrer Geschichte, beispielsweise G’Quan und G’Lan, im späteren Verlauf der Serie jedoch auch den gewandelten Botschafter G’Kar. Die Narn werden von einer Ratsversammlung namens Kha’ri regiert, in der die Macht auf möglichst viele verteilt wird.

Die Centauri besetzten den Heimatplaneten der Narn für ein Jahrhundert, beuteten die natürlichen Ressourcen des Planeten aus und versklavten die Narn. Diese wurden dadurch aggressiv und kriegerisch.

Im Laufe der Zeit übernahmen sie umfangreiche Technologien der Centauri, entwickelten die interstellare Raumfahrt und trieben Handel mit anderen Völkern. Insbesondere der Waffenhandel erwies sich für die Narn als sehr lukrativ.

Der Kha’ri ist das Parlament des Volkes der Narn. Die Mitglieder dieses Parlamentes haben sich ihren Platz im Kha’ri durch besondere Verdienste um ihre Heimatwelt bzw. durch Geburtsrechte erworben. „Normalsterbliche“ wie beispielsweise G’Kar können höchstens bis zum „dritten Kreis des Kha’ri“ aufsteigen. 2259 wird nach einem kurzen und heftigen Krieg zwischen Centauri und Narn deren Heimatwelt durch die Centauri besetzt. Die Centauri lösen den Kha’ri auf, verhaften alle Mitglieder des Kha’ri und verurteilen einige von ihnen zum Tode. Nach dem Rückzug der Centauri vom Planeten Narn wird der Kha’ri wieder eingesetzt, nachdem G’Kar den ihm angebotenen Posten eines Alleinherrschers entschlossen ablehnte.

Der Heimatplanet der Narn war einhundert Jahre durch die Centauri besetzt, was zu einem langen Guerilla-Krieg führte, der von beiden Seiten mit äußerster Grausamkeit geführt wurde.

Etwa 50 Jahre vor Beginn des Babylon-Projektes zogen sich die Centauri von Narn zurück. Die Narn können jedoch die Schmach der Unterjochung nicht vergessen. Sie studieren zurückgelassene Centauri-Kriegstechnologie, um den Centauri ebenbürtig zu werden und sich an ihnen zu rächen.

Aus anfänglichen Grenzscharmützeln entsteht im Verlauf der Serie ein neuer Krieg. Dieser endet mit der totalen Kapitulation des Narn-Regimes, nachdem die Centauri den Heimatplaneten der Narn tagelang mit Massenvernichtungswaffen beschießen. Die Centauri werden hierbei insgeheim von den Schatten unterstützt.

Narn wird erneut besetzt und zur Vermeidung eines zweiten Guerilla-Krieges werden Aufständische konsequent hingerichtet. Zur Demoralisierung der Bevölkerung gibt es auch willkürliche Hinrichtungen. Der gefangene Narn-Botschafter G’Kar hilft Londo Mollari, den größenwahnsinnigen Centauri-Imperator zu stürzen. Als Mollari darauf hin zum Premierminister ernannt wird, revanchiert er sich bei G’Kar durch den Abzug der Besatzungstruppen von Narn.

Liga der blockfreien Welten[Bearbeiten]

Besteht aus den kleineren, nicht-alliierten Völkern im Babylon-5-Universum. Der Liga gehören unter anderem die Völker der Brakiri, Drazi, Gaim, Hyach, Lumati, Markab (2259 ausgestorben), Pak’ma’ra und Vree an. Nach der Fertigstellung von Babylon 5 wählte die Liga diesen Ort als Treffpunkt für ihre Ratssitzungen. Jedes Volk entsendet zwei Vertreter als Repräsentanten in die Ratssitzungen. Die Moderation bei den Ratssitzungen führen je ein Vertreter der fünf Völker, welche den Bau von Babylon 5 unterstützten und finanzierten (Centauri, Menschen, Minbari, Narn und Vorlonen).

Drazi[Bearbeiten]

Heimatplanet: Zhabar

Die Drazi sind eine menschenähnliche Spezies, ihre Haut ist bedeckt mit farbigen Hornplatten.

Die Regierung der Drazi bildet eine von zwei Parteien. Die Zugehörigkeit zu einer Partei wird durch Zufall bestimmt. Alle fünf Drazi-Jahre wird die Parteienzugehörigkeit neu ausgelost. Durch Kampf der beiden Parteien gegeneinander wird die regierende Partei bestimmt.

Die Sprache der Drazi ist beschreibend aufgebaut, da sie es für umständlich halten, jedem Gegenstand einen Namen zu geben. Aus diesem Grund gestaltet sich die Kommunikation gelegentlich schwierig. Drazi sind zwar fähig, die Sprachen anderer Völker zu erlernen, doch wenden sie auch dann ihre eigenen Sprachgewohnheiten an.

Brakiri[Bearbeiten]

Heimatplanet: Brakir

Die Brakiri sind den Menschen äußerlich sehr ähnlich. Auffälligstes Merkmal ist lediglich die breitere Nasenpartie und ausgeprägtere Wangenknochen.

Die Raumfahrt der Brakiri ist hoch entwickelt. Sie zeigen großes Interesse an Wissenschaft und Fortschritt. Sie gehörten zeitweise den Verbündeten der Schatten an, verließen diese Allianz jedoch nach kurzer Zeit wieder. Nach dem Ende des Schattenkrieges traten die Brakiri der neu geschaffenen "Interstellaren Allianz" bei und waren auch Ziel von Angriffen der Centauri auf die Allianzwelten.

Hyach[Bearbeiten]

Heimatplanet: Shri-Shraba

Die Hyach sind eine humanoide Spezies. Ihre Gesellschaftform ist eine Gerontokratie. Politisch traten die Hyach nie besonders stark in Erscheinung, sind jedoch in der Liga der blockfreien Welten und später der Interstellaren Allianz vertreten.

Die Hyach sind verantwortlich für einen Genozid an den Hyach-Do, einer Subspezies der Hyach. Über lange Zeit kam es zwischen den beiden Rassen immer wieder zu Mischehen, bis diese zunächst für unmoralisch und dann für illegal erklärt wurden. Schließlich wurden die letzten Hyach-Do vollständig ausgelöscht. Der Völkermord an den Hyach-Do ist ein streng gehütetes Geheimnis, da er eine große Schande für die Hyach darstellt. Es wurde versucht, dies aus der Geschichtsschreibung zu entfernen. Durch die Ausrottung der Hyach-Do schadeten sich die Hyach allerdings selbst. Ein genetischer Mangel, der einst durch die Vermischung mit den Hyach-Do ausgeglichen wurde, führt zum langsamen Aussterben der Hyach.

Markab[Bearbeiten]

Heimatplanet: Markab

Die Markab sind eine humanoide Spezies. Unter ihnen grassiert die hochinfektiöse und tödlich verlaufende Seuche Drafa. Im Verlauf der Serie stirbt das gesamte Volk der Markab infolge dieser Krankheit aus.

Vree[Bearbeiten]

Heimatplanet: Vreetan

Die Vree gehören zu den ersten Spezies, die Kontakt mit den Menschen aufnahmen. Sie besitzen Ähnlichkeit mit den hypothetischen Greys. Sie zeigten schon seit 1940er Jahren Interesse für die Menschen und besuchten die Erde um die Menschen zu beobachten und einige für medizinische Experimente zu entführen. Ihre scheibenförmigen Raumschiffe spielten eine wichtige Rolle in der Schlacht bei Coriana 6.

Pak'ma'ra[Bearbeiten]

Heimatplanet: Pak'ma

Sie sind von menschenähnlicher Größe, unterscheiden sich jedoch sehr stark von Menschen. Besondere Merkmale sind ein auffällig großer Buckel und Tentakel in der Mund-Nasen-Region. Mit anderen Spezies kommunizieren sie mithilfe von Übersetzungsgeräten.

Pak'ma'ra ernähren sich bevorzugt von Aas. Lediglich Fische sind für die Pak'ma'ra unverdaulich.

Abbai[Bearbeiten]

Gaim[Bearbeiten]

Grome[Bearbeiten]

Hurr[Bearbeiten]

Imphili[Bearbeiten]

Llort[Bearbeiten]

Lumati[Bearbeiten]

Die Allerersten[Bearbeiten]

Schatten[Bearbeiten]

Heimatplanet: Z'ha'dum

Die Schatten sind eine insektenartige Spezies, mit tiefschwarzer Körperoberfläche. Sie gehören zu den Allerersten, den ältesten Zivilisationen der Galaxis.

Schatten-Wesen verfügen über die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen. Der Name, den sich dieses Volk selbst gegeben hat, gilt für andere Spezies als unaussprechlich.

Die Schatten führten immer wieder Kriege mit den anderen Allerersten. Im letzten Krieg, etwa 1000 Jahre vor Beginn der Serie, wurden die Schatten von den Vorlonen und anderen Allerersten, angeführt von den Minbari, besiegt. Seitdem warten sie auf eine Gelegenheit ihre alte Stärke wiederzuerlangen.

Die Verbündeten der Schatten sind verschiedene geheimnisvolle, jüngere Völker. Sie haben sich unter die Führung der Schatten begeben, dienen ihnen und erhalten im Gegenzug Vergünstigungen in Kriegszeiten. Zu ihnen gehören unter anderem die Völker der Drakh und der Streib. Zeitweise schließen sich auch andere Völker wie zum Beispiel Brakiri und Centauri den Schatten an bzw. werden durch Infiltration dazu getrieben.

Als die Schatten sich nach der Schlacht um Corianna 6 aus der Galaxie zurückziehen, bleiben die Verbündeten der Schatten allein auf deren Heimatwelt Z'Ha'Dum zurück und können wichtige Kriegstechnologien der Schatten adaptieren.

Vorlonen[Bearbeiten]

Heimatplanet: Vorlon

Die Vorlonen sind die einzigen Allerersten, die zu Beginn der Serie in ständigem Kontakt zu den jüngeren Völkern stehen.

Vorlonen verfügen über keine feste Körperliche Gestalt und sind abgesehen vom Einfluss massiver körperlicher Gewalt praktisch unsterblich. Sie halten sich anderen Spezies gegenüber meist durch Tragen von Schutzanzügen bedeckt. Erblickt dennoch jemand einen Vorlonen, so sieht er diesen meist in Gestalt einer Figur aus der eigenen Vorstellung.

Die Vorlonen manipulierten das Genom vieler anderer Spezies. Ziel war die Erschaffung telepathischer Waffen sowie die genetische Verankerung von Sympathie gegenüber den Vorlonen.

Die Vorlonen verfügen über sehr hoch entwickelte Technologie und Wissenschaft. Ihre Raumschiffe basieren auf organischer Technologie, sie sind zu Empfindungen und Telepathie fähig und den jüngeren Völkern waffentechnisch weit überlegen. Im Laufe der Serie gelingt es jüngeren Völkern jedoch, teils mit Unterstützung der Vorlonen, einige dieser Technologien zu übernehmen.

Schatten und Vorlonen pflegen einen jahrtausendelangen Konflikt untereinander, dessen Grundlage unterschiedliche Philosophien sind, wie man den jüngeren Völkern in ihrer Entwicklung helfen könne. Die Schatten glauben daran, dass nur durch den Konflikt und das Überleben des Stärksten Fortschritt möglich ist (weshalb sie Konflikte fördern und erschaffen), die Vorlonen dagegen daran, dass absolute Disziplin und Unterordnung unter ein höheres Ziel (und ihre Befehle) nötig sind, um in die nächste Stufe der Entwicklung zu treten. Es bekämpfen sich also die Prinzipien von absolutem Chaos und absoluter Ordnung. Während die Vorlonen eine permanente Präsenz unter den jüngeren Völkern zeigen, halten sich die Schatten lange Zeit bedeckt. Beide Völker beziehen jüngere Völker in ihren Konflikt mit ein.

Während die Vorlonen ihre Verbündeten weit gestreut in den verschiedenen bekannten Völkern (wie auch den Menschen) haben, bleiben die Verbündeten der Schatten großteils schwer durchschaubar und im Verborgenen.

Im Verlauf der Serie entwickelt sich der stille Konflikt zwischen Schatten und Vorlonen zu einem offenen Krieg. Beide Seiten verfügen über ausreichend starkes Kriegsgerät um ganze Planeten zu vernichten. Schließlich gipfelt der Krieg in dem Vorhaben, den jeweiligen Gegner einschließlich dessen Verbündeter und Stützpunkte vollständig zu vernichten.

Während der Entscheidungsschlacht um Corianna 6 gelingt Sheridan und Delenn mit Hilfe des Allerersten Lorien eine Schlichtung des Konfliktes.

Sonstige Völker[Bearbeiten]

Dilgar[Bearbeiten]

Heimatplanet: Omelos

Die Dilgar sind eine weitgehend menschenähnliche Spezies. Hauptmerkmal sind die gelben, katzenartigen Augen sowie eine auffällige Gesichtspigmentierung. Sie waren eine sehr kriegerische und expansive Rasse, welche um 2230 zahlreiche Fremdwelten unterwarf. Die zu der Zeit noch neue Erdallianz führte gegen die Dilgar ihren ersten interstellaren Krieg und drängte sie weitestgehend zurück.

Durch die Explosion ihrer Heimatsonne in einer Supernova starben die Dilgar nahezu vollständig aus. Die letzte bekannte Vertreterin ihrer Art war Jha'Dur, auch bekannt als "Todesbringerin".

Drakh[Bearbeiten]

Heimatplanet: Z'ha'dum, später Centauri Prime

Die Drakh sind Verbündete der Schatten. Sie lebten gemeinsam mit den Schatten auf Z'ha'dum. Nach dem Rückzug der Schatten und der Zerstörung von Z’ha’dum zogen sich die Drakh nach einiger Zeit auf Centauri Prime zurück und übten insgeheim Kontrolle auf die dort ansässige Regierung aus. Sie nutzten das militärische Arsenal der Centauri und adaptierte Schatten-Technologie. Schließlich werden sie von Centauri Prime vertrieben.

Im Film Babylon 5: Waffenbrüder und der daran anknüpfenden Spin-off-Serie Crusade spielen die Drakh eine wichtige Rolle, in der sie für die Freisetzung eines tödlichen Virus auf der Erde verantwortlich sind.

Seelenjäger[Bearbeiten]

Heimatplanet: Unbekannt

Die Seelenjäger sind eine menschenähnliche Spezies. Besondere äußere Merkmale sind der im Vergleich zu Menschen größere Schädelbereich. Sie sammeln mittels technischer Hilfen die Seelen bedeutender Persönlichkeiten bei deren Tod. Dies bringt sie oftmals in Konflikt mit den Religionen anderer Völker.

Sie besitzen die Fähigkeit, den nahenden Tod anderer Wesen vorauszusehen.

Fen[Bearbeiten]

Hand[Bearbeiten]

Moradi[Bearbeiten]

Streib[Bearbeiten]

Tikar[Bearbeiten]

Tokati[Bearbeiten]

Tuchanq[Bearbeiten]

Vendrizi[Bearbeiten]

Xon[Bearbeiten]

Yolu[Bearbeiten]

Wichtige Gruppierungen und Allianzen[Bearbeiten]

Erdallianz[Bearbeiten]

Die Erdallianz setzt sich zusammen aus den meisten von Menschen bewohnten Planeten.

Sie wird geführt von der Erdregierung. Diese bildet außerdem die oberste Regierungsinstanz auf der Erde. Die Erdregierung ging einst aus den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union hervor. Dem Bündnis traten später mit Russland, China, Indien und Australien weitere bedeutende Nationen bei. Kleinere Nationalstaaten folgten in dem anschließenden internationalen Konsolidierungsprozess.

Im Laufe der Serie kommt es zum Bürgerkrieg innerhalb der Erdallianz, nachdem Präsident Clark das Kriegsrecht verhängt hatte, worauf sich Proxima 3 und Babylon 5 für unabhängig erklärten. Infolgedessen tritt die Erdallianz 2261 der Interstellaren Allianz bei und der Mars erhält seine Unabhängigkeit.

Interstellare Allianz[Bearbeiten]

Die Interstellare Allianz wird 2261 von G'Kar, Londo, Delenn und einigen Botschaftern der aufgelösten Liga der blockfreien Welten gegründet. Ihr treten bei ihrer Gründung die Centauri, Minbari, Narn und die Völker der Liga der blockfreien Welten bei. Wenig später folgt auch die Erdallianz. Erster Präsident der Interstellaren Allianz wird John Sheridan.

2262 treten die Centauri wieder aus der Interstellaren Allianz aus, nachdem sie wegen der Einflussnahme der Drakh über die Regierung der Centauri einen Angriffskrieg gegen die anderen Völker der Interstellaren Allianz geführt haben. Die Interstellare Allianz verhängt daraufhin eine Blockade über Centauri Prime.

PSI-Corps[Bearbeiten]

Eine Organisation mit dem Auftrag, die Menschen mit telepathischen Fähigkeiten zu registrieren, zu unterrichten und trainieren sowie Konflikte mit Nicht-Telepathen zu verhindern. Das Hauptquartier des PSI-Corps befindet sich auf der Erde, unterhält aber auch geheime Einrichtungen auf dem Planeten Mars.

Mit der Zeit wird das PSI-Corps zunehmend selbstbewusster. Seine Angehörigen fühlen sich normalen Menschen überlegen. Zudem beginnt es im Verborgenen, eigene Streitkräfte aufzubauen und geht mit äußerster Brutalität gegen alle Abtrünnigen Telepathen vor, die dem PSI-Corps nicht beitreten wollen. Hier kommen vor allem die Bluthundeinheiten zum Einsatz.

Zwischen Telepathen und Nicht-Telepathen entwickelt sich zunehmend eine feindselige Stimmung. Der Konflikt gipfelt im Telepathenkrieg, der in der Zeitspanne zwischen Babylon 5 und der Spin-Off-Serie Crusade stattfindet, und in dessen Verlauf das PSI-Corps zerschlagen und von einer liberaleren Nachfolgeorganisation ersetzt wird.

Rangers/Anla'Shok[Bearbeiten]

Die Rangers – oder auch „Anla'Shok“ in der Sprache der Minbari – wurden ursprünglich vom Minbari-Führer Valen gegründet. Sie sollten nach den Schatten Ausschau halten und in dem vorhergesagten Krieg gegen die Schatten den jüngeren Völkern helfen.

Die Ranger werden geführt vom so genannten „Ranger Eins“, bzw. „Entil'zha“. Ranger Eins bestimmt selbst über seinen Nachfolger. Gründer der Rangers und erster „Ranger Eins“ - ist der frühere Commander von Babylon 5 Jefferey Sinclair welcher durch eine Zeitreise in die Vergangenheit gelangt und dort durch genetische Umwandlung zum Minbari Valen wird.

Zwischen ihrer Gründung und dem letzten großen Schattenkrieg führen die „Anla'Shok“ in der Kultur der Minbari ein Nischendasein.

Ursprünglich gehörten lediglich Minbari den Rangers an. Nach dem Ende des Menschen-Minbari-Krieges werden auch Menschen aufgenommen. Später, nach Gründung der Interstellaren Allianz, stoßen Angehörige weiterer Spezies hinzu.

Ministerium für Frieden und Nightwatch[Bearbeiten]

Von Präsident Clark neu gegründetes Ministerium (kurz: Minipax, eine Anspielung auf das gleichnamige Kriegsministerium aus George Orwells „1984“). Seine Aufgabe ist unter anderem das Aufspüren, Verhaften und „Neuorientieren“ politischer Dissidenten und somit die Unterdrückung jeglicher Opposition.

Nightwatch ist eine Geheimdienstorganisation der Erdallianz, gegründet von Präsident Clark während seiner Regierungszeit. Nightwatch schürt Feindseligkeiten der Menschen gegen Außerirdische und ermuntert sie zur Bespitzelung und Denunziation ihrer Mitmenschen. Nightwatch bezahlt auch einige Mitglieder des Sicherheitsdienstes, unter anderem auf Babylon 5, für Spionagetätigkeiten und Denunziation gegenüber Außerirdischen sowie Regimekritikern. Nightwatch ist dem Ministerium für Frieden unterstellt.

Raiders[Bearbeiten]

Die Raiders sind interstellare Piraten, die vor allem in der ersten Staffel auftauchen und von J. Michael Straczynski als „Nullbedrohung“ beschrieben wurden. Mit kleinen Kurzstreckenjägern überfallen sie Frachtschiffe und erbeuten ihre Ladung. Da sie keine eigene Verarbeitung besitzen, verkaufen oder tauschen sie Beutegut auf verschiedenen Märkten, darunter auch Babylon 5. Im Laufe der Zeit erwerben die Raiders ein Mutterschiff mit Hyperraum-Sprungantrieb und können somit neue Gebiete für ihre Beutezüge erschließen, bis dieses von einem Schattenschiff zerstört wird.

Technomagier[Bearbeiten]

Ein kleiner Orden von Wissenschaftlern verschiedenster Rassen, welche sich in einer Art Religion oder Sekte zusammengefunden haben.

Technomagier benutzen moderne Technologien, um optische Effekte zu erzeugen oder durch technische Tricks Vorteile bei Geschäften aller Art zu erlangen. Sie haben dabei jedoch immer das Wohl der Allgemeinheit im Auge.

Zu Beginn des Schattenkrieges verbergen sich die meisten Technomagier an einem geheimen Ort außerhalb des Kriegsgebietes, um zu verhindern, dass ihr Wissen und ihre Erfahrungen in die Hände der bösen Mächte gelangen. Nach dem Ende des Schattenkrieges kehren nur einige wenige Technomagier zurück, um das gemeinnützige Werk fortzusetzen.

Literatur[Bearbeiten]

  • David Bassom: Stories Fakten Hintergründe. Nach der Fernsehserie von J. Michael Straczinsky. vgs Verlagsgesellschaft, Köln 1. Auflage 1996. ISBN 3-8025-2414-4.
  • David Bassom: Babylon 5. The A to Z Guide. Random House Inc., New York London, 1997. ISBN 0-440-22385-7.
  • Andy Lane: The Babylon File. Virgin Books, London 1997. ISBN 0-7535-0049-3.
  • Andy Lane: The Babylon File (Vol.2). The Definitive Unauthorised Guide to J Michael Stracsynski’s Babylon 5. Virgin Books, London 1999. ISBN 0-7535-0233-X.

Siehe auch[Bearbeiten]