Völkerkundemuseum der Universität Zürich

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Eingang
Gebäude des Völkerkundemuseums auf dem Areal des Botanischen Gartens «zur Katz»
Exponat: Buddhistische Gläubige in Tibet verneigen sich vor zwei Statuen des «Manipe» (Bodhisattva Avalokiteshvara). Stich aus China Illustrata von Athanasius Kircher (1667).

Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich ist das drittälteste ethnologische Museum der Schweiz und wurde 1889 im Kuppelraum des ehemaligen Börsengebäudes als «Ethnographisches Museum» eröffnet.

Seinen heutigen Namen erhielt das Museum 1971, als die «Sammlung für Völkerkunde» vom Universitätsareal auf das Gelände des (alten) Botanischen Gartens «zur Katz» verlegt wurde.

Lage[Bearbeiten]

Das Völkerkundemuseum befindet sich in Zürich (Quartier City, Kreis 1) auf dem Gelände des alten Botanischen Gartens «zur Katz».

Direktorat[Bearbeiten]

Sammlung[Bearbeiten]

Die in Form von Einzelausstellungen zugänglich gemachte Sammlung umfasst derzeit mehr als 30'000 Objekte aus den Sachgebieten Kultische Kunst, Magie, Ritualistik, Symbolik und Schamanistik. Weitere Schwerpunkte bilden die Ergologie [1] mit Betonung der Holzschnitzerei, Textilkunst, Metallgiesserei und Keramik sowie die Ikonografie des Hinduismus, des Buddhismus, des frühen Christentums und verschiedener ethnischer Religionen in Asien, Afrika, Indonesien, Ozeanien, Australien und Amerika. Sammlungsschwerpunkte sind

Das Museum beherbergt eine Sammlung für visuelle Anthropologie mit rund 40'000 historischen Fotografien sowie ein Video- und Filmarchiv.

Bibliothek[Bearbeiten]

In der ethnographischen Fachbibliothek mit Bildarchiv können derzeit über 30'000 Werke, mehrere Dutzend Fachzeitschriften und Nachschlagewerke eingesehen werden: Die Titel sind frei zugänglich und online abrufbar oder im Lesesaal mit 20 Arbeitsplätzen für Studierende.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Gerber u. Katharina Haslwanter u. Andreas Isler: Gesichter eines Museums. 125 Jahre Ethnographische Sammlung Zürich. Völkerkundemuseum der Universität Zürich 2014.
  • Karl Henking: Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich: Geschichte und Ausblick. Zürich 1980.
  • Verena Münzer: Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich 1889-1989. In: Geographica Helvetica Jg. 44, Nr. 3 1989.
  • Miklós Szalay, u.a.: Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich: Eine Uebersicht. Völkerkundemuseum der Universität Zürich 1972.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Völkerkundemuseum Zürich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergologie – von griechisch ergos (Werk) und logos (Lehre) – oder auch Ethnoergologie ist die Lehre von der Form und der Anwendung von Produkten, die mittels der spezifischen Technologie einer Gesellschaft erstellt worden sind.
  2. Webzugriff für Abfragen in der Bibliothek des Völkerkundemuseums

47.370818.534324Koordinaten: 47° 22′ 15″ N, 8° 32′ 4″ O; CH1903: 682756 / 247241