Völkermarkt

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Völkermarkt
Wappen von Völkermarkt
Völkermarkt (Österreich)
Völkermarkt
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Völkermarkt
Kfz-Kennzeichen: VK
Fläche: 137,44 km²
Koordinaten: 46° 40′ N, 14° 38′ O46.66222222222214.634444444444462Koordinaten: 46° 39′ 44″ N, 14° 38′ 4″ O
Höhe: 462 m ü. A.
Einwohner: 11.032 (1. Jän. 2013)
Postleitzahl: 9100
Vorwahl: 04232
Mittertrixen: 04231
Gemeindekennziffer: 2 08 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
9100 Völkermarkt
Website: www.stadtgemeinde-voelkermarkt.at
Politik
Bürgermeister: Valentin Blaschitz (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(31 Mitglieder)
14 SPÖ, 9 Freiheitliche in Völkermarkt, 7 ÖVP, 1 GRÜNE
Lage der Stadt Völkermarkt im Bezirk Völkermarkt
Bleiburg Diex Eberndorf Eisenkappel-Vellach Feistritz ob Bleiburg Gallizien Globasnitz Griffen Neuhaus Ruden Sankt Kanzian am Klopeiner See Sittersdorf Völkermarkt KärntenLage der Gemeinde Völkermarkt im Bezirk Völkermarkt (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Das Völkermarkter Rathaus, vormals Herzogburg, am Hauptplatz. Im Vordergrund die Dreifaltigkeitssäule
Das Völkermarkter Rathaus, vormals Herzogburg, am Hauptplatz. Im Vordergrund die Dreifaltigkeitssäule
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Wasserhofen, im Hintergrund die Brücke über den Völkermarkter Stausee, Völkermarkt und die Saualm
Altes Rathaus auf dem Völkermarkter Hauptplatz
Pfarrkirche St. Ruprecht
Grabplatte des Freiherrn Sonnegg am Stadtturm
Internationales Meditationszentrum Österreich in Sankt Michael ob der Gurk
Sankt Michael ob der Gurk
Schloss Töllerberg
Pfarrkirche „San Franziscii“ in Gattersdorf

Völkermarkt (slowenisch: Velikovec) ist eine Stadtgemeinde mit 11.032 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im gleichnamigen Bezirk des österreichischen Bundeslandes Kärnten.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im nördlichen Jauntal in einer Seehöhe von 462 m, direkt nördlich des Flusses Drau auf einer markanten Schotterterrasse, die nach drei Seiten steil abfällt. Auf der Südseite liegt das Flussbett der Drau, die durch das Flusskraftwerk Edling seit 1962 zu einem langen See aufgestaut wurde.

Völkermarkt liegt in Sichtweite der Karawanken im Süden und der Saualpe im Nordosten, wobei sich die Stadt selbst im Flach- und Hügelland befindet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Völkermarkt ist in folgende 26 Katastralgemeinden gegliedert (mit slowenischer Entsprechung[1]):

  • Admont-Lassein (Volmat-Lesine)
  • Bei der Drau (Pri Dravi)
  • Greuth (Rute)
  • Gurtschitschach (Gurčiče)
  • Haimburg (Vovbre)
  • Höhenbergen (Homberk)
  • Kaltenbrunn (Mrzla Voda)
  • Klein St. Veit (Mali Šentvid)
  • Korb (Korpiče)
  • Mittertrixen (Srednje Trušnje)
  • Mühlgraben (Mlinski Graben)
  • Neudenstein (Črni Grad)
  • Niedertrixen (Spodnje Trušnje)
  • Ob der Drau (Na Dravo)
  • Rakollach (Rakole)
  • Ritzing (Ricinje)
  • Ruhstatt (Ruštat)
  • St. Jakob (Šentjakob)
  • St. Peter am Wallersberg (Šentpeter na Vašinjah)
  • St. Ruprecht (Šentrupert)
  • Tainach (Tinje)
  • Töllerberg (Telenberk)
  • Völkermarkt (Velikovec)
  • Waisenberg (Važenberk)
  • Wandelitzen (Vodovnica)
  • Weinberg (Vinograd)

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 79 Ortschaften (mit slowenischer Entsprechung[2], in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[3]):

  • Admont (Volmat) (42)
  • Aich (Dobje) (113)
  • Arlsdorf (Orlača vas)(55)
  • Attendorf (Vata vas) (38)
  • Bach (Potok) (67)
  • Berg ob Attendorf (Rute nad Vato vasjo) (60)
  • Berg ob Sankt Martin (Rute nad Šmartinom) (14)
  • Bergstein (Zakamen) (55)
  • Bischofberg (Zgornja Škofljica) (1)
  • Bösenort (Hudi Kraj) (16)
  • Dobrowa (Dobrava) (86)
  • Drauhofen (Dravski Dvor) (62)
  • Dullach I (Dole pri Šentpetru) (71)
  • Dullach II (Dole pri Tinjah) (63)
  • Dürrenmoos (Suho Blato) (347)
  • Frankenberg (Brankovec) (32)
  • Führholz (Borovec) (14)
  • Gänsdorf (Gosinje) (69)
  • Gattersdorf (Štriholče) (214)
  • Gletschach (Kleče) (15)
  • Greuth (Rute) (217)
  • Gurtschitschach (Gurčiče) (46)
  • Hafendorf (Čarče) (49)
  • Haimburg (Vovbre) (353)
  • Höhenbergen (Homberk) (64)
  • Hungerrain (Lačni Breg) (48)
  • Kaltenbrunn (Mrzla Voda) (107)
  • Klein Sankt Veit (Mali Šentvid) (250)
  • Korb (Korpiče) (96)
  • Kremschitz (Grunčiče) (101)
  • Krenobitsch (Hrenovče) (74)
  • Kulm (Hom) (24)
  • Ladratschen (Tračje) (27)
  • Lassein (Lesine) (65)
  • Lasseinerbucht (31)
  • Lippendorf (Lipovo) (68)
  • Mittertrixen (Srednje Trušnje) (175)
  • Neudenstein (Črni Grad) (71)
  • Niederdorf (Dolinja vas) (4)
  • Niedertrixen (Spodnje Trušnje) (19)
  • Obersielach (Gornje Sele) (129)
  • Obertrixen (Zgornje Trušnje) (18)
  • Oschenitzen (Olšenca) (141)
  • Penk (Klopče) (20)
  • Pörtschach (Poroče) (50)
  • Rakollach (Rakole) (25)
  • Rammersdorf (Ramovča vas) (75)
  • Ratschitschach (Račiče) (83)
  • Reifnitz (Ribnica) (111)
  • Reisdorf (Rička vas) (122)
  • Ruhstatt (Ruštat) (56)
  • Ruppgegend (Pri Rupu) (13)
  • Salchendorf (Žalha vas) (109)
  • Sankt Agnes (Sveta Neža, Šentaneža) (69)
  • Sankt Georgen am Weinberg (Šentjur na Strmcu) (104)
  • Sankt Jakob (Šentjakob) (178)
  • Sankt Lorenzen (Šentlovrenc) (56)
  • Sankt Margarethen ob Töllerberg (Šmarjeta pri Velikovcu) (161)
  • Sankt Martin (Šmartin) (34)
  • Sankt Michael ob der Gurk (Slovenji Šmihel) (153)
  • Sankt Peter am Wallersberg (Šentpeter na Vašinjah) (356)
  • Sankt Stefan (Šentštefan) (34)
  • Skoflitzen (Škofljica) (9)
  • Steinkogel (Pod Pečmi) (37)
  • Tainach (Tinje) (526)
  • Tainacherfeld (Tinjsko Polje) (20)
  • Terpetzen (Trpece) (20)
  • Töllerberg (Telenberk) (24)
  • Unarach (Vinare) (19)
  • Unterbergen (Podgorje) (54)
  • Unterlinden (Podlipa) (25)
  • Völkermarkt (Velikovec) (4616)
  • Waisenberg (Važenberk) (105)
  • Wandelitzen (Vodovnica) (34)
  • Watzelsdorf (Vacelna vas) (80)
  • Weinberg (Vinogradi) (41)
  • Wernzach (Brnce) (33)
  • Winklern (Vogliče) (35)
  • Wurzen (Gorce) (10)

Geschichte[Bearbeiten]

In der weiteren Umgebung gab es seit der Römerzeit und dem Königreich Noricum zahlreiche Bergbaustätten, deren Bedeutung aber seit etwa 1960 weitgehend geschwunden ist.

Ein Fund von 237 norischen Silbermünzen (Tetradrachmen) wurde im Gebiet der Ortschaft Haimburg im Jahr 1972 gemacht. Es dürfte sich dabei nach einer Vermutung des österreichischen Numismatikers Robert Göbl[4] um ein Schatzversteck im Zuge der norisch-tauriskischen Auseinandersetzungen oder der Belagerung von Noreia durch die Boier handeln. Göbl datiert den Fund für die Zeit um 60 v. Chr., was durch neuere Forschungen allerdings in Frage gestellt wird.[5]

Seit der Besiedlung des Gebietes durch die Karantaner-Slawen im 6. Jhdt. und der Errichtung des karantanischen Staatswesens im 7. Jhdt. ist das Gebiet um Völkermarkt eng mit der slowenischen Kulturgeschichte verbunden. Der in der Gegend gesprochene slowenische historische Dialekt wird dem Jauntaler Dialekt (slow. podjunščina) zugeschrieben.

Um 1090 beauftragte Graf Engelbert von Spanheim vermutlich einen Kaufmann Volko aus Rheinfranken mit der Errichtung einer Marktsiedlung.[6] An diesem Handelsplatz, der sich im Gebiet der heutigen Vorstadt St. Ruprecht am Zusammentreffen mehrerer alter Verkehrswege befand, gründete das Erzbistum Salzburg eine Ruprechtskirche. In der Nähe dieses Marktfleckens ließ der Kärntner Herzog Bernhard von Spanheim 1217 eine Brücke über die Drau errichten und 1231 eine strategisch günstiger gelegene Siedlung anlegen, die schon im 13. Jahrhundert Stadtrechte erlangte und vor allem vom Handel mit Eisen profitierte. Der erste Markt kann für das Jahr 1309 belegt werden.

Lag Völkermarkt im Spätmittelalter unter den landesfürstlichen Städten noch regelmäßig an zweiter Stelle hinter der herzoglichen Residenz St. Veit – noch 1470 wurde hier ein innerösterreichischer Landtag abgehalten –, so verlor es im Lauf des 16. Jahrhunderts an Bedeutung. Heute ist Völkermarkt das Wirtschafts-, Schul- und Einkaufszentrum des Jauntales, während das Umland noch stark landwirtschaftlich, aber auch zunehmend touristisch geprägt ist.

Das organisierte Kulturleben der Slowenen reicht ins Jahr 1893 mit der Gründung des Vereins Ciril in Metodova podružnica za Velikovec [Zweigverein des Kyrill-und-Method-Vereins für Völkermarkt] zurück. Die bedeutendste Einrichtung dieser Zeit war die am 25. Oktober 1896 gegründete erste slowenische katholische Privatschule unter dem Namen Narodna šola (Schule des Volkes) in Sankt Ruprecht/Šentrupert. Gegründet wurde sie vom Kyrill-und-Method-Verein Družba sv. Cirila in Matoda. Am 21. Oktober 1906 wurde der slowenische Kulturverein Lipa (Linde) gegründet, der nunmehr auf eine über hundertjährige Tradition zurückblickt. Vom Mai 1919 bis Oktober 1920 war in Völkermarkt auch ein slowenisches Gymnasium eingerichtet, das jedoch trotz der Verpflichtungen aus dem Vertrag von Saint Germain nach der Volksabstimmung in Kärnten 1920 nicht weitergeführt wurde.

Im Zuge der des Balkanfeldzuges der deutschen Wehrmacht waren 1941 bereits 60.000 Slowenen aus der besetzten slowenischen/jugoslawischen Untersteiermark deportiert worden waren, im April 1942 wurden auch planmäßig Slowenen aus Kärnten u.a. aus dem Völkermarkter Raum deportiert, was in der Folge zum organisierten bewaffneten Widerstand führte, der zur militärischen Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft sowie maßgeblich zur Wiedererrichtung Österreichs beitrug.

Ein Zentrum dieses bewaffneten Widerstands (Partisanentum) war auch die Saualpe nördlich von Völkermarkt. "Zur Erinnerung an die auf der Saualpe gefallenen Partisanen – Angehörigen von acht Nationalitäten – haben die Kärntner Partisanen im Jahre 1947 in Anwesenheit von Vertretern der Alliierten ein Denkmal in St. Ruprecht bei Völkermarkt enthüllt. Das Denkmal ist ein Symbol des Kärntner und internationalen Kampfes gegen den Faschismus. Unbekannte Täter haben es in der Nacht vom 10. zum 11. September 1953 gesprengt. Die österreichischen Behörden haben das Denkmal nicht in der ursprünglichen Form wiederhergestellt, deshalb hat es der Verband der Kärntner Partisanen [7] im Jahre 1983 restauriert und vor dem Peršmanhof-Museum in Leppen (Marktgemeinde Bad Eisenkappel) errichtet.[8]

Am 18. September 1979 war das Rathaus der Stadt Völkermarkt, in dem sich eine Ausstellung über den Kärntner Abwehrkampf befand, Ziel eines Terroranschlags der jugoslawischen UDBA, bei dem die beiden slowenischen Agenten sich selbst und einen Museumsmitarbeiter schwer verletzten. Der Agent Luka Vidmar verlor ein Bein. In die Fassade des Rathauses wurde ein Loch gerissen. Die beiden UDBA-Agenten wurden 1980 zur vier Jahren Haft verurteilt, jedoch ein halbes Jahr später gegen zwei Agenten des österreichischen Abwehramtes ausgetauscht.[9] Der Anschlag von Völkermarkt war der letzte einer Serie, die 1972 begonnen hatte.[10]

Mit der Schaffung von Ortsgemeinden im Jahr 1850 wurde auch Völkermarkt als solche eingerichtet. Im Jahr 1973 wurden die Gemeinden Sankt Peter am Wallersberg, Waisenberg, Tainach und Haimburg mit der Stadt in einer Großgemeinde vereint, deren Einwohnerschaft sich durch die nunmehr knapp 80 Ortschaften etwa verdoppelte.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 hat Völkermarkt 11.373 Einwohner, davon sind 93,9 % österreichische, 1,5 % bosnische und 1,0 % kroatische Staatsbürger und 3,6% anderer Nationalität.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Sprache und Religion[Bearbeiten]

Bei der Volksabstimmung von 1920 votierte der Südosten Kärntens auch Dank der Slowenen, die für Österreich votierten, mehrheitlich für den Verbleib bei Österreich (Distrikt Völkermarkt: 8306 für Deutschösterreich, 2444 für den SHS-Staat). Heute sind 292 Einwohner (2,6 %, 2001) slowenischsprachig.

Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 89 % der Gemeindebevölkerung, zur evangelischen Kirche 3 % und zum Islam 1,5 %. Als konfessionslos bezeichnen sich 5 %.

Zweisprachig deutsch-slowenisch geführt werden im Dekanat Völkermarkt folgende katholische Pfarren und Filialkirchen: in Diex die Filialkirche St. Michael im Graben/Šmihel, die Pfarrkirche Gorentschach/Gorenče und die Filialkirche St. Radegund/Št. Radegunda, die Pfarrkirche Greutschach/Krčanje, die Pfarrkirche Haimburg/Vovbre, die Pfarrkirche Ruden/Ruda samt Filialkirchen Lind/Lipa und Lippitzbach-Schlosskapelle/Lipica-grajska kapela, in Töllerberg die Filialkirchen St. Franzisci/Želinje und St. Katharina am Kulm/Sv. Katarina na Homu, die Pfarrkirche St. Peter am Wallersberg/Št. Peter na Vašinjah samt der Filialkirchen Lisnaberg/Lisna gora, St. Lorenzen/Šentovrenc und St. Martin/Šmartno, die Pfarrkirche St. Ruprecht bei Völkermarkt/Št. Rupert pri Velikovcu samt der Filialkirchen St. Agnes/Sv. Neža und St. Ulrich/Št. Urh, in Stift Griffen die Alte Pfarrkirche/Stara farna cerkev samt der Filialkirchen Dürrenmoos/Suha Blato, Gletschach/Kleče, St. Michael in Unternberg/Šmihel v Podgori und Wallersberg/Vašinje sowie im Dekanat Tainach/Tinje die Pfarrkirche Tainach/Tinje samt den Filialkirchen Wabelsdorf/Vabnja vas und Eiersdorf/Virna vas.[11]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Völkermarkt

Das „Bezirksheimat- und Stadtmuseum“ gibt einen Einblick in die Geschichte, Kultur und das Brauchtum des Bezirkes Völkermarkt sowie in die Geschehnisse des Kärntner Abwehrkampfes und der Volksabstimmung in den Jahren 1918 bis 1920.

Zwei Galerien, das Heunburg Theater und regelmäßige Veranstaltungen runden die Kulturszene im Stadtzentrum ab. Neben dem Bürgerlustpark und Platzkonzerten ist noch der große Wochenmarkt zu erwähnen. Die Umgebung bietet bemerkenswerte Kirchen, Burgen und andere Kulturdenkmäler, zum Beispiel die Burgruine Haimburg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Marktwesen[Bearbeiten]

Der Handel ist für die Stadt traditionell der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Die „Stadtentwicklungsoffensive“ und die Wirtschaftskammer hat ab 2005 neben dem Mittwoch-Markt auch einen Frischemarkt am Freitag und einen „EU-Nationenmarkt“ etabliert, auch spezielle Märkte zu Ostern, für die Alpen-Adria-Themen und ein Fischmarkt finden statt.

Gegenwärtig werden folgende Märkte in der Stadt regelmäßig abgehalten:

  • Wochenmarkt – der traditionelle Wochenmarkt findet jeden Mittwoch statt.
  • Nikolomarkt – der traditionelle Nikolomarkt findet jedes Jahr am ersten Montag vor Nikolaus im Dezember statt.
  • Trödler Markt – im Rahmen der Stadtentwicklungsoffensive gegründeter Markt für gebrauchte Artikel. Er findet seit 30. April 2005 jeden letzten Samstag im Monat statt.
  • Christkindlmarkt – der Christkindlmarkt findet im Dezember am unteren Hauptplatz statt.
  • Völker Markt – ein Frischemarkt, erstmals am 30. September 2005 präsentiert.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus ist ein wichtiges Standbein der Völkermarkter Wirtschaft. Die Stadt beherbergt jährlich über 20.000 Gäste. Bedeutsam sind hierfür sind die (nicht mehr auf dem Gemeindegebiet liegenden) Badeseen Klopeiner See und Turnersee südwestlich von Völkermarkt.

Die möglichen Sport- und Freizeitaktivitäten für Gäste umfassen u. a. Angeln am Völkermarkter Stausee, Baden im Erlebnisschwimmbad Völkermarkt und andere Arten von Wassersport, Radfahren (der 366 km langen Drauradweg führt am Stadtrand vorbei) und Wandern. Im weiteren Umkreis von Völkermarkt befindet sich auch ein Skigebiet auf der Petzen (2126 m).

Verkehr[Bearbeiten]

Die Südautobahn (A 2) zwischen Grafenstein und Völkermarkt Ost

Am Nordrand des Jaunfeldes liegt die Stadt Völkermarkt an zwei sich kreuzenden Verkehrswegen, die seit dem Mittelalter bestehen:

Heute liegt Völkermarkt an der Südautobahn mit den Anschlussstellen Völkermarkt West und Völkermarkt Ost. Bis 2013 soll an der Kreuzung mit der Seeberg Straße B 82 ein neuer Anschluss Völkermarkt Mitte entstehen.[12] Eine stark befahrene Straße ist die Packer Straße B 70. Im April 2010 wurde die Umfahrung Völkermarkt fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben.

Die Drautalbahn (ehemals Franzensfeste/Fortezza (Südtirol) – Lienz – Spittal – Villach – Klagenfurt – Bleiburg – Maribor/Marburg) verläuft hingegen fünf Kilometer südlich von Völkermarkt in der Gemeinde Eberndorf. Der Bahnhof heißt zwar Völkermarkt-Kühnsdorf, doch kann dieser nicht als direkter Eisenbahnanschluss bezeichnet werden. Völkermarkt ist somit die einzige Bezirksstadt Österreichs, die niemals einen Eisenbahnanschluss besessen hat. Ursprünglich war bei der Planung der Eisenbahn in den 1860er Jahren sehr wohl daran gedacht, Völkermarkt direkt zu erschließen, doch wehrte sich damals eine starke Fuhrwerkerlobby gegen den Bau.

Die Bedeutung der Bahnlinie Maribor-Klagenfurt ist, obwohl immer noch Hauptbahnlinie, durch die Gebietsabtretungen 1918 an Jugoslawien stark gesunken; 1964 wurde als Ersatz die Jauntalbahn fertiggestellt. In den nächsten Jahren soll mit Hilfe der Koralmbahn eine weitere wirtschaftliche Belebung der Region stattfinden.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Stadtrat (Stadtregierung) von Völkermarkt hat sieben Mitglieder. Direkt gewählter Bürgermeister ist Valentin Blaschitz (SPÖ). Die beiden Vizebürgermeister sind Paul Wernig (SPÖ) und Gerald Grebenjak (Freiheitliche). Die weiteren Mitglieder: Edeltraud Gomernik (SPÖ), Markus Lakounigg (SPÖ), Hans Steinacher (Freiheitliche) und Karl Kräuter (ÖVP).[13] [14]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2009
 %
60
50
40
30
20
10
0
43,06 %
(-12,88 %p)
30,23 %
(n. k.)
21,48 %
(-1,48 %p)
3,36 %
(n. k.)
1,88 %
(-14,10 %p)
keine
(-5,12 %p)
2003

2009


Der Gemeinderat hat 31 Mitglieder und setzt sich seit der letzten Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:[15]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at voelkermarkt.png

Das Wappen von Völkermarkt hat folgende Blasonierung: „In Rot hinter einem fünffachen grünen Wogenkamm drei silberne bezinnte Türme mit Kegeldächern wachsend.“ Die Fahne ist Rot-Weiß-Grün mit eingearbeitetem Wappen.

Das älteste Stadtsiegel hat einen Durchmesser von 60 mm und ist an einer Urkunde vom 1. Juli 1267 erhalten. Sowohl Schildfuß, dessen Wogenkamm wohl eher das Drauufer als die hügelige Umgebung andeutet, als auch die drei Türme, die die beiden Stadttürme im Westen und Osten darstellen, dazwischen wohl die landesfürstliche Burg, wiesen in der Folge starke Abweichungen auf. Bei der Wappenbescheinigung 1974 griff man jedoch auf die älteste Darstellung von 1267 zurück.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • K. Wit: Völkermarkt, Chronik der Großgemeinde- Eigenverlag der Stadt Völkermarkt, 1980, ohne ISBN
  • Günther Körner (Hrsg.): 750 Jahre Stadt Völkermarkt. Eigenverlag der Stadt Völkermarkt, 2001. ISBN 3-85391-190-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Völkermarkt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. nach Paul Zdovc, Slovenska krajevna imena na avstrijskem Koroškem, razširjena izdaja. Sie slowenischen Ortsnamen in Kärnten, Ljubljana 2010.
  2. nach Paul Zdovc, Slovenska krajevna imena na avstrijskem Koroškem, razširjena izdaja. Sie slowenischen Ortsnamen in Kärnten, Ljubljana 2010.
  3. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  4. Robert Göbl: Der norische Tetradrachmenfund 1972 aus Haimburg in Kärnten: Versuch einer Gesamtrekonstruktion. Wien, 1989.
  5. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 719.
  6. Geschichtliche Entwicklung der Stadt Völkermarkt. Webauftritt der Stadtgemeinde Völkermarkt. Abgerufen am 18. Mai 2008.
  7. http://www.slo.at/zso/partisanen_de.php
  8. "Text entnommen der Inschrift am Denkmal am Peršmanhof, vgl. auch: http://www.bad-eisenkappel.info/248-0-perman-museum.html und http://www.persman.at/default2.asp?lang=de&index=101
  9. Das Ziel hieß: Kärnten spalten. Kleine Zeitung, 14. August 2009
  10. ORF Kärnten: Bombenanschlag jährt sich zum 30. Mal. 17. September 2009.
  11. Vgl. Liste der Pfarren im Dekanat Völkermarkt/Velikovec auf Wikipedia
  12. BMVIT, abgerufen 12. November 2010.
  13. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 18. März 2009.
  14. http://www.kleinezeitung.at/kaernten/voelkermarkt/voelkermarkt/2473852/karl-kollitsch-zieht-sich-dem-stadtrat-zurueck.story
  15. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 18. März 2009.