Völkershausen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Wartburgkreis | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Vacha | |
| Höhe: | 330 m ü. NN | |
| Fläche: | 14,19 km² | |
| Einwohner: |
1.171 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 83 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 36404 | |
| Vorwahl: | 036962 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WAK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 63 083 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Wölferbütter Straße 1 36404 Völkershausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jochem Meyer | |
| Lage der Gemeinde Völkershausen im Wartburgkreis | ||
Völkershausen ist eine Gemeinde im Wartburgkreis in Thüringen, am Fuße des Öchsenberges in der thüringischen Rhön. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Vacha.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde setzt sich aus dem Hauptort Völkershausen sowie den Ortsteilen Willmanns (86 Einwohner), Rodenberg (20 Einwohner) und Busengraben (32 Einwohner) zusammen. Zum Gemeindegebiet gehören zusätzlich die Gehöfte Furthmühle, Sauermühle, Luttershof, Hedwigshof und Kohlgraben. In Klammern sind die jeweiligen Einwohnerzahlen am 30. Juni 2009 angefügt.[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Das älteste Bodendenkmal im Gebiet ist die 1,5 km vom Ort entfernt gelegene La-Tène-Zeitliche Wallanlage Oechsen, auf einem 636 m hohen Kegelberg. Die erstmalige Erwähnung des Ortes als Wulfricheshusen wird auf das Jahr 827 datiert. Abweichende Aussagen gibt es für die Jahreszahlen 776 und 786. Die erste urkundliche Erwähnung als Völkershausen datiert aus dem 13. Jahrhundert (1214).[3] In den Geschichtsaufzeichnungen nach 1200 spielt das Geschlecht derer von Völkershausen immer wieder eine Rolle. Zwischen der ersten Erwähnung und der Existenz von Völkershausen als Gericht (ab ca. 1300) liegt der Bau der Burg, auf deren Grundmauern das spätere Schloss entstand (ca. 1800).
Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es in Völkershausen auf Initiative des Arztes Dr. Greff eine Art Kurbetrieb auf dem Gelände des Schlosses, das ihm damals gehörte. Die so genannte Wandelhalle (inzwischen Bürgerhaus) stammt aus dieser Zeit. 1912 wird eine neue Schule gebaut, die nach umfangreichen An- und Ausbauarbeiten bis 2006 als Regelschule genutzt wurde.
Am 13. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen kampflos den Ort, sie wurden am 14. Juli durch die Rote Armee abgelöst. 1960 erfolgte die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft. Von 1961 bis 1972 war das zu dieser Zeit zum Kreis Bad Salzungen gehörende Völkershausen in das Grenz-Sperrgebiet einbezogen.
Wesentlichstes Ereignis der Neuzeit war der Gebirgsschlag am 13. März 1989, 14:02 Uhr. Beim Zusammenbruch eines größeren Feldes im Schacht des Kali-Bergbaus „Ernst Thälmann“ während einer Sprengung entstand an der Oberfläche ein Erdbeben der Stärke 5,6 auf der Richterskala. Dabei wurden sechs Menschen verletzt und fast 80 % der Ortsbebauung beschädigt. Praktisch alle historischen Gebäude, das Schloss mit seinen Nebengebäuden, die Kirche und eine Reihe von Privathäusern mussten abgerissen werden. Damit erinnert im heutigen Ortsbild nichts mehr an die lange und wechselvolle Geschichte des Ortes. Noch in einem Umkreis von 12 km mussten beschädigte Gebäude abgetragen werden. Das Beben wurde deutschlandweit registriert. Es war in seiner Stärke dem bis dahin gewaltigsten bergbauinduzierten Beben in Witwatersrand in Südafrika 1977 gleichzusetzen.[4]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl:
[Bearbeiten] Politik[Bearbeiten] GemeinderatDer Gemeinderat von Völkershausen setzt sich aus 12 Gemeinderatsmitgliedern zusammen.
(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[5] [Bearbeiten] BürgermeisterDer ehrenamtliche Bürgermeister Jochem Meyer (FWG Völkershausen) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[6] [Bearbeiten] WappenDas Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet. [Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten] Industrie und LandwirtschaftDie landwirtschaftliche Produktion spielte in der Rhön auf Grund der kargen Böden noch nie eine große Rolle. Allenfalls zu nennen wäre die Viehzucht (Rhönschafe). Die Region war daher in der Vergangenheit ein sehr armes Land. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gingen deshalb viele Männer des Dorfes z. B. nach Westfalen zur Arbeit. Die Gründung der Basalt-Steinbrüche auf dem Oechsenberg und dem Dietrichsberg und die Eröffnung verschiedener Kali-Gruben in der Umgebung um die Jahrhundertwende brachten einen gewissen Wohlstand in die Region. [Bearbeiten] VerkehrDie Gemeinde Völkershausen liegt an der Landesstraße 2601, welche von Vacha nach Oechsen führt. Völkershausen ist mit zwei Buslinien der Verkehrsgesellschaft Wartburgkreis mbH (VGW) an das ÖPNV-Netz angeschlossen. Diese verkehren zwischen 5 Uhr und 20 Uhr:
Der nächstgelegene Anschluss an den Bahnverkehr besteht seit der Stilllegung der Bahnstrecke Bad Salzungen–Vacha in der Kreisstadt Bad Salzungen. [Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] WeblinksStädte und Gemeinden im Wartburgkreis
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