Völkerverständigung

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Unter Völkerverständigung versteht man eine tief greifende Kommunikation zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Kulturkreisen oder anderen vergleichbaren großen Gruppen auf allen Ebenen. Dabei gilt als Ziel, dass durch die Verständigung, Begegnung und interkulturelles Lernen Vorurteile und Grenzen zwischen den verschiedenen Gruppen abgebaut und ein kultureller (und auch wissenschaftlicher) Austausch ermöglicht wird. Dieses Ziel wird von Privatpersonen, Vereinen (UEA) oder auch staatlichen und internationalen Institutionen (UNESCO) verfolgt.

Die Völkerverständigung wird auch als Lösungsansatz für lang andauernde Konflikte verschiedener Ethnien oder religiöser Gruppen gesehen, so zum Beispiel im Bosnien-Herzegowina-Konflikt oder in verschiedenen afrikanischen Konflikten. In solchen Regionen erhofft man sich durch den Abbau des Konfliktpotentials eine stabilisierende Wirkung, die auf Dauer ein friedliches Zusammenleben der unterschiedlichen Gruppen ermöglicht. Dabei werden der Völkerverständigung dienende Projekte meist aus dem Ausland gefördert und unterstützt.

In Deutschland ist die Förderung des Gedankens der Völkerverständigung ein anerkannter gemeinnütziger Zweck (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 13 AO), was auch steuerliche Bedeutung hat.

Als gegen die Völkerverständigung gerichtet fasst man demnach Organisationen und Institutionen auf, die ein friedliches Zusammenleben mit meist gewalttätigen Mitteln zu verhindern versuchen. Dazu zählen vor allem als terroristisch eingestufte Organisationen.

Quelle: Archiv der Stadtgemeinde Klosterneuburg

Stadt der Völkerverständigung[Bearbeiten]

Das Generalkapitel der Generalpräfekten Europas vom Internationalen Orden Pro Concordatia Populorum (PCO)[1] hat bei seiner Sitzung am 21. Oktober 1989 in Schwyz (Schweiz) einstimmig beschlossen, der Stadtgemeinde Klosterneuburg (Österreich), als erste Stadt Europas, den Titel Stadt der Völkerverständigung zu verleihen. Gegeben in Schwyz am 21. Oktober 1989. Die Urkunde wird im Stadtarchiv von Klosterneuburg aufbewahrt.

Nach der Verleihung des Titels wurde in Klosterneuburg 1990 die Österreichische Gesellschaft für Völkerverständigung gegründet. Die Österreichische Gesellschaft für Völkerverständigung sieht ihre Aufgabe darin, mit ihren Aktivitäten durch die Förderung des wechselseitigen Verstehens verschiedener Völker und Weltanschauungen einen Beitrag zum Verständnis von politischen Positionen anderer zu leisten. Dies soll gleichzeitig auch dazu dienen, dass alle Ziele – auch bei unterschiedlichen Auffassungen und Interessen – mit friedlichen Mitteln und zum Wohle aller erreicht werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Völkerverständigung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. PCO International, PCO-Deutschland