V Corps (Vereinigte Staaten)

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Schulterabzeichen des V. US-Korps
Struktur des V. US-Korps

Das V Corps (U.S.); The Victory Corps ist ein Großverband der Korpsebene der US Army. Aufgestellt wurde das V. US-Korps im Amerikanischen Bürgerkrieg für die Army of the Potomac auf Seiten der Union. Im Ersten Weltkrieg wurde es im Juli 1918 erneut in Remiremont in Frankreich aufgestellt. Es nahm erfolgreich an der Meuse-Argonne-Offensive teil, kehrte 1919 in die USA zurück und wurde anschließend aufgelöst.

Die Reaktivierung erfolgte im Oktober 1941 während des Zweiten Weltkriegs im Camp Beauregard im Bundesstaat Louisiana. Nach erfolgreichen Manövern wurde das Korps im Frühjahr 1941 nach Irland verlegt. Mit der Invasion in der Normandie landete das Korps am Abschnitt Omaha Beach und nahm in der Folge an der weiteren Befreiung Frankreichs teil (u.a. Operation Cobra). Danach folgte der weitere Vormarsch zur Befreiung der Stadt Luxemburg und bekämpfte im Winter 1944/45 die deutsche Ardennenoffensive. Nach dem Einmarsch in das Deutsche Reich wurde Leipzig eingenommen und es gab ein Treffen mit sowjetischen Soldaten in Torgau. Danach folgte bis Mai 1945 die Befreiung von Plzeň (Pilsen).

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das V. Korps zur 7. US-Armee und während des Kalten Krieges wurde das V. Korps ab 1951 mit Hauptquartier im General Creighton W. Abrams Building (I.G.-Farben-Haus) in Frankfurt am Main in der Bundesrepublik Deutschland neu aufgestellt. Ab 1960 gehörte das V. Korps in der NATO-Kommandostruktur neben dem VII. US-Korps eines von zwei vorgelagerten Korps der US Army der Heeresgruppe Central Army Group (CENTAG).

Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes nahm das Korps in Saudi-Arabien, Kuwait und Irak an den Operationen Desert Shield und Desert Storm teil. 1994 erfolgte der Umzug des Hauptquartiers von Frankfurt am Main auf das Gelände der Campbell Barracks bei Heidelberg und bildete ab 1993 bis 2005 das V. (US/GE) Korps. 1995 nahmen Truppen des V. Korps an der Operation Joint Endeavour in Bosnien und Herzegowina teil. Ab 2002 erfolgte die Verlegung nach Kuwait und der Unterstellung unter CENTCOM und nahm ab 2003 an der Operation Iraqi Freedom zur Invasion des Iraks teil. Nach der Einnahme Bagdads gehörte das V. Korps ab Juni 2003 zur Combined Joint Task Force 7. Im Februar 2004 erfolgte die Rückkehr nach Heidelberg. Ab Januar 2006 löste das V. Korps das XVIII. US-Luftlandekorps im Irak ab und gehörte zum Multi-National Corps-Irak. Anfang 2007 erfolgt erneut die Rückverlegung nach Deutschland.

Aufgrund des Umbaus der US Army ab 2007 zu einer Interventionsarmee sollte das V. Korps ursprünglich 2009 aufgelöst werden. Teile des Hauptquartiers wurden ab Sommer 2009 nach Afghanistan verlegt. Ab Januar 2011 begann die Neuausrichtung und Restrukturierung des V. Korps und es erfolgte ab Juni 2011 der Umzug von Heidelberg zum Wiesbaden Army Airfield. Am 12. August 2011 wurde das Hauptquartier offiziell nach Wiesbaden verlegt[1]. Nach der Rückkehr aus Afghanistan wurde das V. Corps am 11. Juni 2013 in Wiesbaden aufgelöst[2].

Kommandierende Generale[Bearbeiten]

Das V. US-Korps hatte 58 Kommandierende Generale:[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Internetseite des V. US-Korps, 18. August 2011
  2. Peter Badenhop: Wiesbaden: Letzter Appell für das „Victory Corps“. In FAZ vom 11. Juni 2013.
  3. http://www.vcorps.army.mil/leaders/default.htm
  4. www.eucom.mil/doc/22862/brig-gen-allen-w-batschelet.pdf

Weblinks[Bearbeiten]