Verband der Debattierclubs an Hochschulen

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Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V.
(VDCH)
Zweck: Förderung der Kultur, internationaler Gesinnung und des Völkerverständigungs-gedankens
Vorsitz: Florian Umscheid (Präsident), Tobias Kube, Jennifer Holm, Alexander Labinsky
Gründungsdatum: 2001
Mitgliederzahl: 71 Institutionen
rund 4000 Einzelmitglieder
Stand: März 2011
Sitz: Berlin-Charlottenburg
Website: www.vdch.de

Der Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH) ist der im Jahr 2001 gegründete Dachverband für universitäre Debattierclubs in Ländern und Regionen Europas, in denen deutsch gesprochen wird. Dem VDCH gehören 71 Vereine und etwa 4.000 Mitgliedern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und den Niederlanden an.[1] Der Verband hat seinen Sitz in mit Sitz in Berlin-Charlottenburg.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der VDCH unterstützt seine Mitgliedsvereine und neue Initiativen zur Gründung von Debattierclubs und setzt sich für die Anerkennung des Debattierens im Allgemeinen ein. Er veranstaltet die Turniere der renommierten ZEIT Debatten-Serie. Der Verband ist Mittler zwischen den Debattierclubs, der Öffentlichkeit, Sponsoren und Unterstützern.

Der Präsident des Verbands vertritt diesen bei der europäischen European Universities Debating Championship und der internationalen World Universities Debating Championship.[2]

Gemeinsam mit der Deutschen Debattiergesellschaft ist der VDCH Herausgeber der Achten Minute, einem mehrsprachigen Magazin der europäischen Debattierszene.[3]

Turniere[Bearbeiten]

In Kooperation mit der Wochenzeitung Die Zeit veranstaltet der Verband jedes Jahr bundesweite Turniere im Debattieren, von denen eines als Saisonhöhepunkt die Deutschsprachige Debattiermeisterschaft (DDM) ist. Neben den ZEIT Debatten vergibt der VDCH auch die Regionalmeisterschaften im Debattieren.

Die Turniere des VDCH werden fast ausschließlich in den Formaten Offene Parlamentarische Debatte (OPD) und British Parliamentary Style (BPS) ausgerichtet. Das Format der DDM alterniert jedes Jahr zwischen diesen beiden. Die Regionalmeisterschaften orientieren sich an diesem Rhythmus.[4]

Die Sieger der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaften[Bearbeiten]

  • 2001: Münster (Trinh Le und Kira Heyden)
  • 2002: Berlin (Christian Blum und Frederik von Rumohr)
  • 2003: Mainz (Simon Herrmann, Christian Rauda und Hanna Kaspar)
  • 2004: Heidelberg Debating (Christian Gollner und Jan Lemnitzer)
  • 2005: Freiburg (Eike Hosemann, Marco Ragni und Manfred Kröber)
  • 2006: Jena (Mark Hauptmann und Maika Spilke)
  • 2007: Mainz (Marcel Giersdorf, Marietta Gädeke und Gudrun Lux)
  • 2008: Halle (Marcus Ewald und Torsten Rössing)
  • 2009: Magdeburg (Miriam Hauft, Jonas Werner und Hauke Blume)
  • 2010: Tübingen (Peter Croonenbroeck, Philipp Stiel)
  • 2011: Jena (Clemens Lechner, Moritz Niehaus, Severin Weingarten)[5]
  • 2012: München (Marco Witzmann, Valerio Morelli)[6]
  • 2013: Heidelberg (Wiebke Nadler, Tom-Michael Hesse, Sven Hirschfeld)[7]
  • 2014: Berlin (Christina Dexel, Philip Schröder)[8]

Präsidenten[Bearbeiten]

Dem Präsidenten stehen drei Stellvertreter zur Seite, die zusammen das ehrenamtlich tätige Präsidium bilden.[9]

Die bisherigen Präsidenten waren:

  • 2001 – 2003: Christian Blum, Berlin
  • 2003 – 2004: Melanie Amann, Berlin/München
  • 2004 – 2005: Florian Wichelmann, Berlin
  • 2005 – 2006: Isabelle Loewe, Bonn
  • 2006 – 2007: Simon Hermann, Mainz
  • 2007 – 2008: Daniel Grotzky, München
  • 2008 – 2010: Tim Richter, Bonn/Köln
  • 2010 – 2011: Jan Lüken, Heidelberg/Ingolstadt
  • 2011 – 2012: Benedikt Nufer, Hamburg
  • 2012 – 2013: Philipp Stiel, Tübingen/Berlin
  • Seit 2013: Florian Umscheid, Bamberg/Berlin

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Tim-C. Bartsch, Michael Hoppmann, Bernd Rex (Hrsg.): Handbuch der Offenen Parlamentarischen Debatte – Streitkultur e.V., 4te Auflage, Cuvillier Verlag, Göttingen 2006.
  • Tim-C. Bartsch, Michael Hoppmann, Bernd Rex: Was ist Debatte?, 1te Auflage , Cuvillier Verlag, Göttingen 2005.
  • Tim-C. Bartsch, Michael Hoppmann, Bernd Rex, Markus Vergeest: Trainingsbuch Rhetorik, 1te Auflage, UTB-Verlag, Oktober 2005.
  • Christian Blum: Debattieren – die Königsform der Rhetorik erlernen. München 2007.
  • Christian Rauda, Hanna Kaspar, Patrick Proner: Pro Contra. Das Handbuch des Debattierens. 2007.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitglieder des VDCH – Debattieren vor Ort. In: www.vdch.de. VDCH, archiviert vom Original am 6. März 2012, abgerufen am 30. Juli 2013.
  2. Der Verband. In: www.vdch.de. VDCH, archiviert vom Original am 6. September 2008, abgerufen am 30. Juli 2013.
  3. In eigener Sache: Die Achte Minute hat ein neues Logo und eine neue Co-Herausgeberin. In: vdch.de. 6. Juli 2010, abgerufen am 7. Juli 2014.
  4. Die Regeln einer Debatte. In: www.vdch.de. VDCH, abgerufen am 30. Juli 2013.
  5. Debating Club Heidelberg: Nachlese der DDM 2011
  6. Achte Minute: Marco Witzmann und Valerio Morelli sind Meister im Deutschsprachigen Debattieren
  7. Verband der Debattierclubs an Hochschulen: [1]
  8. Berliner sind Deutschsprachiger Debattiermeister 2014, Achte Minute vom 9. Juni 2014, abgerufen 16. Juni 2014
  9. VDCH: Geschichte des VDCH