Vebeg GmbH

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VEBEG GmbH
Unternehmenslogo der VEBEG GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1951
Sitz Frankfurt am Main, Deutschland
Leitung Johannes Pornschlegel, Oliver Jasper
Mitarbeiter 59(2012)
Umsatz 88,8 Mio. € Treuhandumsatz (2012)

6,5 Mio. € Eigenumsatz (2012)

Website www.vebeg.de

Die VEBEG GmbH ist die 1951 gegründete bundeseigene Treuhandgesellschaft zur Verwertung von ausgemustertem Eigentum des Bundes und anderer öffentlicher Auftraggeber. Der Name stand ursprünglich für „Verwertungsgesellschaft für Besatzungsgüter“. Heute ist „VEBEG GmbH“ der Firmenname ohne weitere Zusatzbezeichnungen oder Bedeutungen.

Alleinige Gesellschafterin des in Frankfurt am Main ansässigen Unternehmens ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen.

VEBEG erzielte mit 59 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2012 einen Treuhand-Erlös von 88,8 Millionen Euro aus der Veräußerung beweglicher Güter.[1] Insgesamt wurde seit Gründung der Gesellschaft ein Treuhandumsatz von über 2,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Aufgaben[Bearbeiten]

Die Dienstleistungen der VEBEG umfassen alle mit der erlösbringenden Verwertung von gebrauchten Gütern verbundenen Aufgaben und richten sich nach der Bundeshaushaltsordnung. Die VEBEG verkauft vornehmlich ausgesondertes Material der Bundeswehr (ca. 65 % der Treuhanderlöse im Jahr 2010).[2] Sie ist darüber hinaus für eine Vielzahl weiterer öffentlicher Auftraggeber tätig (z. B. Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden, Straßenbauverwaltungen, Katastrophenschutz und ausländische Streitkräfte). Die VEBEG ist bundesweit für insgesamt rund 12.000 Dienststellen tätig und entlastet diese hierdurch von fachfremden Aufgaben (Bewertung, Werbung, Mahnwesen, Inkasso).

Die Verkaufspalette der VEBEG ist praktisch unbegrenzt und umfasst u. a. Fahrzeuge (rd. 10.600 Stück 2010), Flugzeuge/Hubschrauber und Schiffe,[3] Bekleidung, Ausrüstung, technisches Material, Rohstoffe, Reifen, Straßendienstgerät, Münzschrott[4] und Regierungsgeschenke.[5]

Kriegswaffen sind nicht erhältlich.

Der Verkauf erfolgt in der Regel durch Zuschlag nach verdecktem Online-Gebot; VEBEG betreibt auch eine Auktionsplattform.[6] Das Material wird einzeln (z. B. Fahrzeuge) oder in größeren Mengen (z. B. Bekleidung) zum Kauf angeboten. Der Verkauf erfolgt ab Lagerort der abgebenden Dienststelle mit Gewährleistungsausschluss (Ausnahme: Privatkunden bei Online-Auktionen). Die VEBEG wickelt den gesamten Verkauf für den Treugeber ab und sorgt für die Vertragserfüllung durch die Käufer sowie die Beachtung der gesetzlichen Vorschriften einschließlich der außenwirtschaftlichen Bestimmungen.

Der Käuferkreis der VEBEG setzt sich aus nationalen und internationalen Handelsunternehmen und Endverbrauchern zusammen. Rund 25 % der Waren gehen in den Export.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jens Castner: Steinbrücks Ebay. Über die Verwertungsgesellschaft Vebeg versteigert der Staat ausrangierte Gegenstände aus Behördenbesitz. In: Euro am Sonntag, Nr. 50/2006, S. 72–73, online verfügbar als PDF.
  • Hans-Joachim von Przychowski: Die VEBEG-Verwertungsgesellschaft m. b. H.: Porträt eines bundeseigenen Unternehmens. In: Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen (ISSN 0344-9777), Bd. 3 (1980), S. 122–127.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahresabschluss 2012 der VEBEG GmbH, via unternehmensregister.de.
  2. vgl. Castner, S. 73, der einen Umfang von „zwei Drittel“ angibt.
  3. o. V.: Behördenfahrzeuge kaufen: Die bieten was, in: Auto Bild, 13. Juni 2003, S. 44.
  4. Ito Ingrid Lins: Der D-Mark-Berg will nicht kleiner werden, in: Die SparkassenZeitung vom 19. Oktober 2007, S. 5.
  5. vgl. o. V.: Regierungsgeschenke: Begrenzter Geldsegen, in: WirtschaftsWoche 33/2002, S. 13.
  6. Castner, S. 72.