VHH PVG Unternehmensgruppe

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Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG
Logo der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG
Basisinformationen
Unternehmenssitz Hamburg
Bezugsjahr 1954
Eigentümer  ?
Verkehrsverbund HVV
Anzahl Fahrzeuge
Omnibusse ca. 380
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 9
Pinneberger Verkehrsgesellschaft mbH
PVG Logo.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Schenefeld
Bezugsjahr 1971
Eigentümer Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein AG
Verkehrsverbund HVV
Linien
Bus 38
Anzahl Fahrzeuge
Omnibusse ca. 180
Statistik
Fahrgäste 46.5Miodep1
Fahrleistung 12,36 Mio. km pro Jahr
Länge Liniennetz
Buslinien 600 km
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 2

Die VHH PVG Unternehmensgruppe (VHH PVG) ist ein Gleichordnungskonzern der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH) und der Pinneberger Verkehrsgesellschaft mbH (PVG). Die Unternehmensgruppe ist – nach der Hamburger Hochbahn (HHA) – zweitgrößtes Busunternehmen in Norddeutschland, beschäftigt insgesamt rund 1600 Mitarbeiter und beförderte 2009 mit einem Fuhrpark von ca. 570 Omnibussen knapp 108 Millionen Fahrgäste. Sie ist Mitglied des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV). Sie ist ein kommunales Unternehmen des Landes Hamburg. Der Kostendeckungsgrad lag 2009 bei fast 93 %.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG

Die VHH entstand 1954 durch Fusion der 1928 gegründeten Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn (VKSt), die bis 1952 die Südstormarnsche Kreisbahn betrieben hatten, und der 1906 eröffneten Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn (BGE). 1956 wurde der Eisenbahnbetrieb an die AKN abgegeben, 1994 der Reisebusverkehr an die Firma Gröhnwold. 1956 übernahmen die VHH den Busbetrieb in Neumünster von der Fa. Glau und Habild. 1957 wurde der Omnibusbetrieb Heinrich Prahl in Bad Bramstedt übernommen, 1962 der Busbetrieb der Firma Paul Mullikas in Quickborn und der Stadtverkehr in Geesthacht. 1970 wurde der Busbetrieb Meister in Lauenburg und 1972 der Busbetrieb Hansa-Kiel GmbH übernommen.

Die VHH waren Gründungsmitglied des 1965 entstandenen Hamburger Verkehrsverbundes (HVV). Im Zusammenhang mit der Integration in den Verbund wurde die bisherige Buslinie 1 (Hamburg – Geesthacht – Lauenburg) in eine Regional-Schnellbuslinie umgewandelt. Die neue Linie 21 verkehrte zum 1.-Klasse-/Schnellbus-Tarif des HVV (heute Linie 31). Ende Juli 1968 erfolgte eine weitgehende Umstellung der Liniennummern im HVV. Stadt- und Regionalbuslinien erhielten nun dreistellige Nummern, damit gab es keine Doppelbezeichnungen mehr. Einige regional verkehrende Linien wurden in das Hamburger Stadtnetz integriert, beispielsweise die Linie 364 Wandsbek Markt – RahlstedtTrittau.

1973 wurde eine Linie von Lauenburg zur Grenzübergangsstelle Horst für den kleinen Grenzverkehr mit der DDR eröffnet. Für diese Linie 20 (außerhalb des HVV) durften keine Busse mit Werbung oder UKW-Funkgeräten eingesetzt werden.

[Bearbeiten] Eingesetzte Fahrzeuge

In den 1960er Jahren wurden hauptsächlich Busse von Büssing (Senator und Präsident), Daimler-Benz (O 317) und Magirus-Deutz (Saturn II bzw. 150 S und 150 LS) beschafft. Ab 1968 wurden VÖV-Standard-Linienbusse von Büssing (Präfekt 13 und 14 Standard) und Daimler-Benz (Mercedes-Benz O 305) als 11-m-Stadtbus und bis 1971 auch in der 11,3-m-Überland-Ausführung beschafft. In den 1970er Jahren wurden neben O 305 und O 307 von Daimler-Benz auch drei Serien vom ungarischen VÖV-Bus Ikarus 190 beschafft. Danach gab es, bis auf wenige Ausnahmen, nur Busse von Daimler-Benz. Seit Ende der 1990er Jahre werden auch Gelenkbusse beschafft, zunächst gebrauchte O 305 G und O 405 G, seit einigen Jahren neue Citaro G in dreitüriger Ausführung.

Bis einschließlich 1968 hatten die VHH-Busse eine Lackierung in Dunkelrot mit einem schwarzem Fensterband und Dach (das allerdings oben weiß war) und schwarzen Stoßstangen. Ausnahme waren einige Magirus-Deutz Saturn-150-S-Busse, die im vertraglich geregelten Auftragsverkehr (als Ausgleichsmaßnahme für die verkürzten VHH-Buslinien wegen des U-Bahn-Baus) auf für die Hamburger Hochbahn (HHA) konzessionierten Linien liefen, die wie die HHA-Busse rot/creme lackiert waren. Ab 1969 erhielten neue Fahrzeuge, wie bei den anderen VÖV-Verkehrsbetrieben im HVV, die Lackierung in Weiß mit breitem roten Band unterhalb der Fenster und schwarzer Stoßstange. Ab 1996 wurde wieder die alte dunkelrot/schwarze Lackierung eingeführt, später wurde ein etwas helleres Rot benutzt. Mit der VHH-PVG-Unternehmensgruppe wurde eine neue Lackierung in Silbergrau eingeführt, hier steht oft der Name „VHH“ in großen roten Lettern auf den hinteren Karosserie-Seiten.

[Bearbeiten] Pinneberger Verkehrsgesellschaft mbH

Das Unternehmen geht auf einen 1925 in Marne (Holstein) gegründeten Autobusbetrieb von August Reimers zurück, der ab 1932 die Buslinie Marne–ElmshornAltona betrieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die A. u. H. Reimers Autobus KG Betreiber von Überlandlinien im Kreis Pinneberg und Stadtverkehren in Pinneberg und Wedel. Im Jahr 1965 wurden folgende Linien bedient (eigener Tarif):

  • Linie 2: Bahnhof PinnebergRellingenEidelstedt
  • Linie 3: Bahnhof Pinneberg – Quellental – Waldenau
  • Linie 4: Bahnhof Pinneberg – Kummerfeld
  • Linie 5: Elmshorn – Horst – ItzehoeBrokdorf
  • Linie 6: Stadtverkehr Wedel
  • Linie 7: S-Bahnhof Wedel – Holm – Hetlingen – Haseldorf und S-Bahnhof Wedel – Appen – Etz – Bf. Pinneberg)
  • Linie 8: Eidelstedt Markt – Lohkampstraße – Burbekstraße

Zum 1. Juli 1971 übernahmen die Hamburger Hochbahn AG (HHA) und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein 70 % der Anteile dieses Unternehmens. Der Firmenname war in Pinneberger Verkehrsgesellschaft mbH (PVG) geändert worden.

Am 1. Oktober 1972 wurden die PVG-Buslinien (außer Linien 5 und 7, die weiter außerhalb des HVV betrieben wurden) in den Hamburger Verkehrsverbund integriert. 1975 eröffnete die PVG in Schenefeld (Kreis Pinneberg) einen neuen Betriebshof, der den Betriebshof von 1949 in Rellingen ersetzte. 1982 beschaffte sie zum letzten Male Stadtbusse mit Schaltgetriebe.

Im August 1987 mussten die Mitarbeiter der PVG der Presse entnehmen, dass die PVG verkauft werden sollte. Dies war das Ergebnis aus Koalitionsverhandlungen der Hamburger SPD und FDP. Zusammen mit anderen Verkehrsunternehmen in Hamburger Staatsbesitz, wie den Fahrzeugwerkstätten Falkenried (FFG) oder der Travers Omnibusgesellschaft (TOG), sollte die PVG privatisiert werden. Der Verkauf der PVG konnte gestoppt werden, lediglich die Reisesparte wurde abgegeben.

1990 wurden die Linienkonzessionen zahlreicher Buslinien im Westen Hamburgs von der HHA übernommen. Dazu gehörte auch die Blankeneser Ringlinie 48 samt dazugehörender Kleinbusse. Diese wurden „Bergziegen“ genannt, da in den engen und kurvenreichen Straßen keine normalen Linienbusse fahren können. Die PVG führte als Linienverkehrsbetrieb verschiedene Neuerungen ein, z.B. das Aussteigen zwischen den Haltestellen und den Zeitungsverkauf beim Fahrer. 1995 erhielt die PVG als erstes öffentliches Verkehrsunternehmen das Zertifikat für die ISO-Norm 9001 (Qualitätsmanagementsysteme).

1996 entschied der Hamburgische Senat, die PVG aus dem Konzern der Hamburger Hochbahn AG herauszulösen.

[Bearbeiten] Eingesetzte Fahrzeuge

In den 1960er Jahren wurden bei Reimers (PVG) Stadtbusse eingesetzt, die eine orange-farbene Lackierung hatten, darunter Büssing Senator und Präfekt 13 Standard mit Voith Diwabus-Getriebe, die bis Anfang der 1970er Jahre insbesondere auf den Pinneberger Linien eingesetzt wurden. Nach 1972 wurden (fast ausnahmslos) wie bei der Hamburger Hochbahn und der VHH Standardbusse von Daimler-Benz (Mercedes-Benz O 305) beschafft, die die damals übliche Lackierung bei Hamburger Linienbussen in Weiß (bzw. Hellcreme) mit einem breiten roten Band unterhalb der Fenster um das gesamte Fahrzeug und einer schwarzen Stoßstange aufwiesen. Ab Mitte der 1990er Jahre, nach Trennung von der HHA, benutzte die PVG eine andere Lackierung für neue Busse, hier in den neuen Unternehmensfarben Weiß und Blau mit den drei Buchstaben „PVG“ in großen roten Lettern auf den Seiten des hinteren Teiles (von der Unterkante der Karosserie bis über die Fenster), um sich von der HHA auch optisch abzusetzen. Nach Einführung der VHH-PVG-Unternehmensgruppe wurde bei neuen Fahrzeugen die neue Lackierung in Silbergrau (wie bei der VHH) eingeführt, bei den meisten Fahrzeugen wieder mit den roten Lettern „PVG“ auf den hinteren Seitenflächen. Eingesetzt werden hauptsächlich Mercedes-Benz Citaro in der Ausführung als 12-m-Bus (2- und 3-türig), 15-m-Bus (3-türig) und Gelenkbusse (4-türig), außerdem gibt es MAN Buszüge mit Anhänger von Göppel für den Einsatz auf Linien mit Schülerverkehr im Raum Barmstedt bzw. Fahrrad-Transport am Wochenende in der Haseldorfer Marsch (im Auftragsverkehr für die KViP).

[Bearbeiten] VHH PVG Unternehmensgruppe

Logo der VHH PVG Unternehmensgruppe

Im Jahre 2000 schlossen sich die VHH und die PVG durch eine gemeinsame Geschäftsführung der beiden eigenständigen Verkehrsunternehmen zusammen. Die VHH erhöhten zum 1. Januar 2006 ihre Anteile an der PVG von 5 % auf 94,9 %, die restlichen 5,1 % hält die KViP (Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH). Damit traten die VHH als größter Anteilseigner an die Stelle der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsverwaltung mbH (HGV). Die HGV ist Holding-Gesellschaft vieler öffentlicher Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg.

[Bearbeiten] Aktueller Betrieb

VHH-Bus am AKN-Bahnhof Henstedt-Ulzburg
Betriebshof der VHH in Hamburg-Rahlstedt

Die VHH betreiben mit ca. 380 Bussen Buslinien im Norden, Nordosten und Osten Hamburgs, hier insbesondere auch die Linien im Bezirk Bergedorf. Dazu gehören auch die Stadt- und Ortsverkehre von Norderstedt, Ahrensburg, Reinbek, Geesthacht, Lauenburg, Quickborn, Henstedt-Ulzburg und, zusammen mit der PVG, Pinneberg innerhalb des HVV. Außerdem betreiben sie vom Zentral-Omnibusbahnhof (ZOB) Hamburg die Zubringer-Expressbuslinie A20 zum Flughafen Lübeck-Blankensee.

Busse der VHH bedienen im nordöstlichen Hamburg (besonders Raum Rahlstedt/Farmsen) einige Linien im Auftrag der Hamburger Hochbahn AG (HHA), außerdem wird der Stadtverkehr von Neumünster im Auftrag der Stadtwerke Neumünster (außerhalb des HVV) betrieben. Betriebshöfe gibt es in Bergedorf, Glinde, Geesthacht, Lauenburg, Billbrook, Quickborn, Rahlstedt, Ahrensburg und Neumünster.

Die PVG bedient mit ca. 180 Bussen 38 Linien auf über 600 km Streckennetz. Die Leistung beträgt 12.360.000 km/Jahr. Pro Jahr werden 46 Millionen Fahrgäste befördert. Sie betreibt Linien im Westen Hamburgs und im Kreis Pinneberg, hier u.a. die Stadtverkehre von Wedel, Schenefeld und, zusammen mit der VHH, den Stadtverkehr von Pinneberg. Außerdem betreibt die VHH/PVG eine Buslinie im Hamburger Hafen (Linie 256). Hier fuhr bis März 2009 ein Kleinbus, der in der Hauptverkehrszeit einen Busanhänger zog; inzwischen verkehrt dort wieder ein normaler Bus.

Im Raum Barmstedt bedient die PVG im Auftrag der KViP insbesondere den Schülerverkehr. Hierzu wurden Busanhängerzüge vom Typ Göppel „MaxiTrains“ angeschafft, sodass außerhalb der Spitzenzeiten die dann nicht benötigten Anhänger abgestellt werden können. Diese Buszüge werden an den Wochenenden der Sommermonate in der Haseldorfer Marsch auf der Linie 589 eingesetzt, hier dient der Anhänger der Mitnahme von Fahrrädern für den Ausflugsverkehr.

[Bearbeiten] Daten

Im Jahr 2009 waren 1615 Mitarbeiter bei der Unternehmensgruppe beschäftigt. Rund 563 Busse beförderten 107,92 Millionen Fahrgäste auf über 160 Linien, die Absatzleistung betrug 34,049 Millionen km. Der Umsatzerlös lag 2009 bei 95,797 Millionen Euro.[1]

[Bearbeiten] Beteiligungen

Die VHH und die PVG sind unter anderem beteiligt:

  • an der ORD Orthmanns Reisedienst GmbH mit 95 % (VHH)
  • an der Reisering Hamburg RRH GmbH mit 92 % (VHH)
  • an der RMVB Ratzeburg-Möllner Verkehrsbetriebe GmbH mit 76 % (VHH)
  • an der KViP Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH mit 48 % (VHH und PVG)
  • an der abg Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft mbH mit 58 % (VHH)
  • an der GLOBUS 24 Gesellschaft für Leistungen zur Omnimobilität mit Bus und Schiene mbH zu 100 % (PVG). Mit Wirkung zum 1. Juli 2009 wurde die GLOBUS 24 GmbH aufgelöst und vollständig in die PVG eingegliedert
  • an der Zentral-Omnibus-Bahnhof „ZOB“ Hamburg GmbH mit 11,54 % (VHH und PVG)
  • an der Mobilitätszentrale Nord GmbH Uetersen mit 45 % (VHH und PVG)
  • an der NBB Norddeutsche Bus-Beteiligungsgesellschaft mbH Hamburg mit 17,43 % (VHH und PVG)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Jahresbericht 2009 der VHH-PVG-Unternehmensgruppe

[Bearbeiten] Weblinks

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