VSM Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
VSM . Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken Aktiengesellschaft
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft seit 1898[1]
ISIN DE0007637001
Gründung 1864
Sitz Hannover, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 642 (2010)[2]
Umsatz 112,7 Mio. EUR (2010)[2]
Branche Chemie
Website www.vsmag.de
Stand: 31. Dezember 2010 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2010

Die VSM . Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken Aktiengesellschaft ist ein international etablierter Hersteller von flexiblen Schleifmitteln mit Sitz in Hannover-Hainholz. VSM entwickelt und produziert Schleifmittel auf Unterlage für Schleifoperationen an Metall-, Holz- und anderen Werkstoffen. Dabei kommen über 1500 verschiedene Schleifprodukte zum Einsatz. Der Fokus liegt dabei auf individueller Kundenberatung und anwendungsorientierter Optimierung von Schleifprozessen.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die VSM AG exportiert in ca. 70 Länder. Zum VSM-Konzern gehören sieben Tochtergesellschaften mit 100 % Anteilsbesitz (USA, Kanada, England, Ungarn, Spanien, Frankreich) sowie Beteiligungen an vier Gesellschaften in Polen, Schweden, Mexiko und der Schweiz. Die ca. 60 Exportpartner sind auf allen Kontinenten mit Schwerpunkt in Europa und Südostasien vertreten. Mehrheitsgesellschafter ist die Starcke GmbH & Co. KG in Melle.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

VSM Verwaltungsgebäude, Hannover-Hainholz

Mit einer Historie, die weit ins 19. Jahrhundert zurück reicht, ist die VSM einer der ältesten europäische Schleifmittelhersteller. Das Unternehmen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Siegmund Oppenheim und Siegmund Seeligmann gegründet und produzierte damals noch in Handarbeit Glaspapier in einer Scheune in Hannover-Hainholz. Die handelsgerichtliche Eintragung erfolgte 1864. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann das Unternehmen zusätzlich zu der Produktion von Schleifmitteln mit dem Aufbau einer Maschinenfabrik. Zunächst wurden Schleifmaschinen zur Verwendung von Schleifscheiben konstruiert, später kamen Form- und Gießereimaschinen hinzu. 1898, also knapp 35 Jahre später, fusionierte S. Oppenheim & Co. Hainholz mit Schlesinger & Co. Harburg und dem englischen Tochterwerk zur Vereinigten Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG.

Während des Ersten Weltkriegs wurde das Tochterwerk in London enteignet. Infolge der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre wurden 1930 die Maschinenfabrikation und 1931 das Werk in Harburg stillgelegt. Das Unternehmen spezialisierte sich auf Schleifmittel auf flexibler Unterlage mit Hannover-Hainholz als Hauptproduktionsstandort.

Obwohl ein Großteil der Produktionsanlagen in Hannover gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört wurden, konnten sie mit eigenen Mitteln aus Gewinnrücklagen wieder aufgebaut werden und bereits im Oktober 1945 konnte die erste Produktionsanlage erneut in Betrieb genommen werden.

In den folgenden Jahren vergrößerte sich das Unternehmen durch die Gründung mehrerer Tochtergesellschaften, angefangen 1955 mit der VSM Abrasives Ltd. in Großbritannien und durch Joint Ventures. Auch die Gebäude wurden weiträumig erweitert (z. B. mit Laboratorien, Versuchsanlagen, Lagerhallen, Produktionsstraßen) und ein eigenes schleiftechnisches Schulungszentrum eingerichtet. In den vergangenen zehn Jahren investierte die VSM unter anderem in eine neue Kornherstellung sowie den weiteren Ausbau des Unternehmens. Dazu wurde auch ein modernes Trainingscenter zur Weiterbildung von Mitarbeitern und Kunden eröffnet.

Produkte[Bearbeiten]

Die Produkte der VSM AG sind in zwei Seriengruppen unterteilt. Die High-Tech-Serien sind selbstschärfend und umfassen Schleifmittel aus Keramikkorn, Compactkorn und Zirkonkorund. VSM ist einer von drei Herstellern weltweit, der in der Lage ist, Keramikkorn herzustellen, Markenname VSM®Ceramics. Die High-Quality-Serien umfassen Schleifmittel aus Aluminiumoxid, Siliziumkarbid und Vlies.

Am Ende der Grundproduktion entstehen die Schleifmittel in Form von zu Rollen gewickelten Schleifbahnen. Diese werden zu Schleifbändern, Schleifscheiben sowie Rollen- und Blattware konfektioniert. Diese Produkte kommen dann in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen zum Einsatz, z. B. bei der Oberflächenbearbeitung von Biege-, Stanz- und Blechteilen, Turbinenschaufeln, Sanitärarmaturen, Werkzeugen, Rohren, Blechen und Behältern, im allgemeinen Maschinenbau, in der Medizintechnik, in der Automobilindustrie sowie in der industriellen Holz- und Glasbearbeitung. Bearbeitet werden unlegierte Stähle, Edelstähle, hochlegierte, warmfeste Stähle, Titan-, Aluminium- und Messinglegierungen, Holz und holzähnliche Werkstoffe wie MDF und HDF.

Marken[Bearbeiten]

  • VSM®
  • VITEX®
  • VSM®CERAMICS

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amtsgericht Hannover, HRB 3342
  2. a b Geschäftsbericht 2010 (PDF; 1,1 MB)
  3. Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 13. Oktober 2012, S.11

52.39679.7158Koordinaten: 52° 23′ 48,1″ N, 9° 42′ 56,9″ O