VVV-Venlo

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VVV-Venlo
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Voller Name Venlose Voetbal Vereniging Venlo
Gegründet 7. Februar 1903
Stadion Seacon Stadion De Koel
Plätze 7.500
Präsident Hai Berden
Trainer Rene Trost
Homepage www.vvv-venlo.nl
Liga Eerste Divisie
2012/13 17. Platz (Eredivisie)
Heim
Auswärts
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Die VVV-Venlo (Venlose Voetbal Vereniging Venlo) ist ein Fußballverein aus der niederländischen Grenzstadt Venlo. Der Verein besteht unter diesem Namen seit dem 7. Februar 1903. VVV-Venlo ist damit einer der ältesten Profi-Fußballvereine in den Niederlanden.

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Vereinsfarben des Klubs sind Schwarz und Gelb. Dies spiegelt sich auch auf dem Spielfeld wider. Das aktuelle Heimtrikot ist vorwiegend gelb mit einigen schwarzen Akzenten. Die Hose ist komplett schwarz, während Gelb bei den Stutzen die dominante Farbe ist.

Geschichte[Bearbeiten]

1903–1952: Gründung und Entwicklung in den ersten 50 Jahren[Bearbeiten]

Der Fußballverein VVV Venlo wurde 1903 aus der Initiative mehrerer Freunde heraus gegründet. Bereits in den ersten Jahren erlebte der Klub immer wieder Namensänderungen. Erst am 7. Februar 1903 einigte man sich auf Venlose Voetbal Vereniging. Die Venloer waren einer der ersten Fußballklubs in der Stadt und zählt heute zu einem der ältesten im Land. VVV spielte zuerst in unterklassigen Ligen, ehe die Mannschaft 1911/12 in die Erste Klasse aufstieg. Nach der Spielzeit 1921/22 erfolgte der Zwangsabstieg in die zweite Liga. Dort etablierte man sich, schaffte aber so schnell den Wiederaufstieg nicht. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die erste niederländische Liga aufgestockt. Dies gab dem Venloer Team die Möglichkeit wieder erstklassig zu spielen. Dort erreichte man mehrfach gute Platzierungen, ein Titel blieb aber aus.

1953–1961: Einbindung in den Profifußball[Bearbeiten]

In den 1950er Jahren waren die Venloer regelmäßig unter den ersten Sieben in der Tabelle zu finden. Den größten Vereinserfolg konnte man 1959 mit dem Gewinn des KNVB-Pokals unter dem österreichischen Trainer Wilhelm Kment feiern. Im Finale wurde ADO Den Haag in deren Zuiderparkstadion – aufgrund der Auslosung galt es jedoch als Heimspiel für VVV – mit 4:1 besiegt. Für den Deutschen Karl-Heinz Spikofski war es das letzte Spiel im Dress der Gelb-Schwarzen, ehe er wieder nach Deutschland ging und bei Wormatia Worms anheuerte. Das Spiel begann mit einem Rückschlag für Venlo: Timmer erzielte die 1:0-Führung für Den Haag, ehe Herman Teeuwen Mitte der ersten Halbzeit ausgleichen konnte. Noch zehn Minuten vor der Pause konnte Hans Sleven die Führung für sein Team erzielen. Bald darauf hatte Den Haag die Möglichkeit auszugleichen, doch einen Elfmeter, den VVV-Torhüter Frans Swinkels verschuldete, verschoss Timmer. Besonders an diesem Strafstoß war, dass Swinkels verletzt ausfiel und Teeuwen sich das Trikot nahm und ins Tor stellte. Swinkels konnte anschließend jedoch weiterspielen. In der zweiten Halbzeit waren es dann Jan Klaassens und wieder Teeuwen, die mit zwei weiteren Treffern für den klaren Erfolg der VVV sorgten.

1953 schloss sich VVV dem Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond, dem niederländischen Fußballverband an. Bei der Einführung des Profifußballs in den Niederlanden 1954 fusionierte Sportclub Venlo '54 mit VVV-Venlo zum SC VVV-Venlo oder einfach nur VVV. Nachdem zuvor noch der Nederlands landskampioenschap (Niederländische Landesmeister) ausgespielt wurde, gab es zur Saison 1954/55 eine Reform des niederländischen Fußballsystems. Somit gingen die Vereine in die erste Profifußballsaison. Zusammen mit BVV/Caterpillar, Eendracht Brengt Ons Hoger, Excelsior Rotterdam, Hermes DVS, SV Kerkrade, SV Limburgia, NAC Breda, PSV Eindhoven, RBC Roosendaal, RKSV Sittardia, Willem II Tilburg und XerxesDZB spielte Venlo in der Eerste klasse C. Neben dieser existierten noch die Staffeln A, B und D sowie der Profiliga des Nederlandse Beroeps Voetbalbond (NBVB), einem Verband der sich 1953 bildete um die Anerkennung des Fußballs als Profisport durchzusetzen. Zur Folgesaison wurde die Eerste- durch die zweigleisige Hoofdklasse ersetzt. Es existierten zwei Gruppen. Venlo wurde in die Hoofdklasse A gesetzt. Die ersten beiden Mannschaften jeder Staffel qualifizierten sich für die Meisterschaftsspiele. Die ersten neun Teams beider Ligen schafften durch ihre Platzierung die Qualifikation zur neu geschaffenen Eredivisie für die Spielzeit 1956/57. Das Venloer Team schaffte als Tabellenfünfter die sichere Teilnahme an der neuen eingleisigen Liga. In den kommenden Jahren hielt sich der Klub souverän im Tabellenmittelfeld der Eredivisie. 1960/61 schaffte man sogar die bis heute beste Platzierung der Vereinsgeschichte, als die Mannschaft hinter Feyenoord Rotterdam und Ajax Amsterdam den dritten Rang einnahm. Dies berechtigte damals zur Teilnahme am Intertoto-Cup. Mit insgesamt 77 erzielten Toren stellte man einen Vereinsrekord auf. Der Rekord der 47 Gegentreffer wurde bis 1987 nicht unterboten. Bis zur Saison 1961/62 schaffte der Verein es, sich in der Erstklassigkeit zu behaupten. Wichtige Spieler in dieser Zeit waren Jan Klaassens, Faas Wilkes, Coy Koopal und Herman Teeuwen, zu dessen Ehren man seit 2004 das Wettspiel um den Herman Teeuwen Gedächtnispokal ausspielt.

1962–1989: Pendeln zwischen Eredivisie und Eerste Divisie[Bearbeiten]

1962 folgte der Abstieg in die Eerste Divisie. Als Tabellen-Siebzehnter ließ man nur Rapid JC Kerkrade hinter sich. Auf den fünfzehnten Rang, dem ersten Nichtabstiegsplatz, den der ADO Den Haag innehatte, fehlten dem Venloer Team nur zwei Punkte. Nach einigen Jahren dort folgte sogar der Gang in die Drittklassigkeit. Nie schaffte man es auch nur in die Nähe der Aufstiegsränge zu kommen. Beste Platzierung war 1964/65 der achte Platz. Neben den sportlichen Misserfolgen hatte der Klub in dieser Zeit auch immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen und ein Überleben des Vereins wurde zeitweise in Frage gestellt. Vor der Saison 1972/73 wurde Rob Baan als neuer Trainer eingestellt. Dieser führte die Mannschaft 1976 wieder in die Eredivisie. Zwei Jahre lang hielt man dort die Klasse, schaffte es aber 1977/78 nicht den erneuten Abstieg zu verhindern. Zwischen 1980 und 1984 versank man in der Bedeutungslosigkeit der Eersten Divisie. Beste Platzierung war Platz sieben. Das Team war zwar berechtigt, in den Jahren 1982, 1983 und 1984 an den Play-Offs zum Aufstieg in die Eredivisie teilzunehmen, verpasste in dieser aber jeweils den Sieg. Zum Ende der Spielzeit 1985 fand man sich auf dem zweiten Rang wieder und qualifizierte sich somit für den direkten Aufstieg zur Eredivisie. Mit 75 erzielten Toren stellte der Verein damals den torhungrigsten Angriff. Dabei war Peter van Velzen der beste Angreifer der Schwarz-Gelben. Er steuerte zum Aufstieg 28 Treffer bei und sicherte sich damit die Torschützenkanone für die zweite Liga. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg musste der Klub bis kurz vor Schluss um den Verbleib in der höchsten niederländischen Spielklasse zittern. Schließlich ließ die Mannschaft aber fünf weitere Teams hinter sich. Zusammen mit den Go Ahead Eagles kassierte der Verein die zweitmeisten Gegentreffer im Verlauf des Spieljahres. Besonders bitter war die 1:7-Niederlage am 6. Spieltag gegen Ajax Amsterdam. Aber auch Achtungserfolge wie ein 4:0-Sieg gegen AZ Alkmaar oder ein 3:2-Erfolg bei Feyenoord Rotterdam wurden gefeiert. In den Spielzeiten 1986/87 und 1987/88 überraschte der Klub, indem er zweimal hintereinander den fünften Platz in der höchsten niederländischen Spielklasse erreichte. 1988 hatte das Team zudem die zweitbeste Abwehr mit nur 35 Gegentreffern. Nur der spätere Meister PSV Eindhoven hatte sieben Gegentore weniger. Wichtig dabei waren die beiden Verteidiger Raymond Libregts und Stan Valckx. Entscheidende Säulen für diese Erfolge waren weitere Spieler wie Ger van Rosmalen, Remy Reynierse und Brian Boitano. Doch im Jahr darauf erfolgte wieder die Ernüchterung. Die Innenverteidigung mit Libregts und Valckx wurde gesprengt, da beide den Verein verließen. Während Valckx, zusammen mit dem Teamkollegen Frank Berghuis zum PSV Eindhoven wechselte, zog es Libregts zu Sparta Rotterdam. Angreifer John Lammers entschied sich zu einem Wechsel ins Ausland. Venlo war gezwungen einen Neuanfang zu machen. Doch diesen Aderlass verkraftete die Mannschaft nicht und es erfolgte der freie Fall. Insgesamt gelangen nur fünf Saisonsiege. 14-mal trennte man sich mit einem Unentschieden vom Gegner, was Ligahöchstwert darstellte. Am Ende blieb nur Platz siebzehn und somit der direkte Abstieg.

1990–1999: Kurzzeitige Erfolge[Bearbeiten]

Anfang der 1990er Jahre wurde VVV Venlo als Fahrstuhlmannschaft abgestempelt. 1991 stieg Venlo nach den Play-Offs in die erste Liga auf. In der Gruppenphase der Relegation ließ man erst den FC Eindhoven und den FC Dordrecht hinter sich, im entscheidenden Spiel setzte man sich dann noch gegen NAC Breda durch. Doch nur ein Jahr später folgte als Tabellen-Siebzehnter der Abstieg. Dabei hatte das Team von Beginn an einen schlechten Ligastart und galt in der Folge als „Schießbude“ der Liga. Mit 84 Gegentreffern waren die Venloer um 20 Tore schlechter als die zweitschlechteste Verteidigung der Eredivisie (SVV/Dordrecht'90). Immer wieder setzte es hohe Niederlagen. Schon nach dem dritten Spieltag zählte das Minuskonto des VVV Venlo 13 kassierte Tore. Die höchsten Niederlagen setzte es dabei am 3. und 21. Spieltag gegen den SVV/Dordrecht'90 bzw. Vitesse Arnheim, als das Team jeweils mit 1:6 unter die Räder kam. In der darauffolgenden Saison wurde VVV Meister der Zweiten Liga und schaffte somit den direkten Wiederaufstieg. Dabei gelangen dem Team so viele eigene Tore, wie noch im Vorjahr Gegentore kassiert wurden. Mit Maurice Graef, dem 29 Tore in 34 Begegnungen gelangen, stellte der Klub den besten Torjäger der Liga. Doch die Freude währte abermals nicht lange und wiederum ein Jahr später stieg der Klub ab. Zwar verlor die Mannschaft weniger Partien als fünf andere Teams, spielte aber auch elf Mal unentschieden. Das waren die meisten Punkteteilungen in der Eredivisie hinter Vize-Meister Feyenoord Rotterdam (13 Unentschieden). In Graef hatte man zudem einen zuverlässigen Torschützen (14 Tore), dem fast die Hälfte aller Venloer Tore gelangen. Nach dem erneuten Abstieg verließen bisherige Leistungsträger wie eben Graef den Verein, um erstklassig zu bleiben. In den folgenden drei Jahren spielte die Mannschaft zwar immer wieder in den Play-Offs um den Aufstieg, gelungen ist es ihr allerdings nicht. Ganz bitter war das Aus 1996/97, als man in sechs Begegnungen punktlos blieb und insgesamt 22 Gegentreffer kassierte. Am Ende des 20. Jahrhunderts fand sich der Verein in der Bedeutungslosigkeit der Liga wieder. Selten erreichte die Mannschaft noch gute Ergebnisse und die Rückkehr in die Eredivisie rückte in weite Ferne.

2000–2008: Drohender Existenzverlust[Bearbeiten]

In der Folgezeit konnte der Verein das Niveau nicht halten und man musste fast um den Fortbestand des Profifußballs in Venlo fürchten. Der Klub spielte nur mäßigen Zweitligafußball. Nach Ablauf der Spielzeit 2000/01 erspielte die Mannschaft nur Platz 18 und stand somit auf dem letzten Tabellenrang der Eerste Divisie. Mit nur 37 erzielten Treffern war die Torausbeute so schlecht wie bei keinem anderen Team. Erst zur zweiten Hälfte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts überwogen die sportlichen Erfolge wieder. 2004 bis 2007 konnte der VVV Venlo viermal in Folge die Relegationsspiele um den Aufstieg in die Eredivisie erreichen, schaffte den Aufstieg jedoch nicht. In die Saison 2005/06 startete der Verein als Titelkandidat. Venlo erreichte allerdings am Saisonende nur den zweiten Platz und verblieb in der Zweiten Liga. Nach den Relegationsspielen der Saison 2006/07 gelang dem Klub erstmals wieder seit 1993 der Aufstieg ins niederländische Oberhaus. Im entscheidenden Spiel gegen das Relegationsteam der Eredivisie, dem RKC Waalwijk, mussten drei Spiele ausgetragen werden, um die Rückkehr perfekt zu machen. Nach einem 2:0-Sieg und einer 0:1-Niederlage entschied der Klub das entscheidende Spiel mit 3:0 für sich. Bester Angreifer in der Liga war damals Dirk Jan Derksen, der den Verein aber in Richtung Fortuna Sittard verließ. Das Comeback verlief alles andere als gut. Nur sieben Partien konnte die Mannschaft für sich entscheiden und fand sich dementsprechend am Ende der Tabelle wieder. Mit 76 Gegentreffern kassierte der Klub, gemeinsam mit Sparta Rotterdam, die meisten Gegentore. Am Ende rettete sich die Mannschaft noch vor Excelsior Rotterdam auf den vorletzten Tabellenplatz. Damit sicherte man sich die Teilnahme an den Relegationsspielen gegen Teams aus der zweiten Liga. Doch bereits in der ersten Runde schieden die Venloer gegen ADO Den Haag aus und mussten den schweren Gang zurück in die Eerste Divisie antreten.

Seit 2009 - Playoffs und Abstieg[Bearbeiten]

2009 gelang der direkte Wiederaufstieg in die 1. Liga. Zur Saison 2008/09 wurde man Erster in der Eersten Divisie und konnte erstmals seit 1993 diesen Triumph feiern. Bereits zwei Spieltage vor Schluss sicherte sich die Mannschaft den ersten Platz in der Eerste Divisie.[2] Mit einem 3:3 am ersten Spieltag der Spielzeit 2009/10 gegen den PSV Eindhoven und vier weiteren Unentschieden, folgte am 6. Spieltag der erste Saisonsieg gegen Heracles Almelo. Bis zum Ende der Hinrunde sammelte Venlo wichtige Punkte zum Verbleib in der Liga. Mit nur fünf Niederlagen bis zum 16. Spieltag hatte man weniger als Vorjahresmeister AZ Alkmaar. Allerdings standen dem acht Unentschieden gegenüber, was bis dahin Ligahöchstwert war. Bis zum Ende der Spielzeit sicherte sich Venlo einen Platz im Mittelfeld und schloss als Zwölfter ab. Dabei erspielte man sich neun Punkte Vorsprung auf Sparta Rotterdam, die als Sechzehnter in die Relegationsrunde mussten. Rang zwölf bedeutete zudem die beste Platzierung seit 1988. Bemerkenswert ist dieses Ergebnis auch, da Venlo 2009/10 mit dem zweitniedrigsten Etat der Liga an den Start ging (acht Millionen €) und trotzdem die Klasse hielt. Ein wichtiger Rückhalt war Sandro Calabro, dem neun Tore gelangen, so viele wie keinem anderen VVV-Spieler. Während der Winterzeit dieser Saison kam Präsident Hai Berden auf die Idee, Spitzenspiele der Mannschaft in Stadion im benachbarten Deutschland auszutragen. Dieser Idee standen aber besonders die DFB-Verantwortlichen mit Bedenken gegenüber.[3] Nach dem guten Abschneiden in der Liga folgte wie so oft ein Einschnitt in den Kader. Mit Leistungsträgern wie Keisuke Honda (acht Tore in der Hinrunde), der die Mannschaft schon in der Winterpause in Richtung Moskau verließ, oder Torjäger Calabro (elf Saisontore), der dem Ruf des Schweizer Klubs FC St. Gallen folgte, sowie Spielern wie Ruben Schaken und Adil Auassar (beide zu Feyenoord Rotterdam) gingen wichtige Stützen des Teams. Insgesamt verließen neun Spieler den Verein im Sommer 2010. Um den Klub auch weiter zu etablieren, plant der Vorstand den Bau eines neuen Stadions, das den Namen „De Kazerne“ tragen und die kleinere Sportstätte „De Koel“ ablösen soll. Außerdem expandiert der Klub zunehmend ins benachbarte Deutschland und wirbt dort um Partner und Sponsoren. In diesem Rahmen wurde am 26. April 2010 ein erster deutsch-niederländischer Business-Abend veranstaltet, durch den Ex-Leverkusen-Manager Reiner Calmund führte.[4] In die Spielzeit 2010/11 ging Venlo mit stark verändertem Personal. Stammspieler des Vorjahres, wie Adil Auassar und Ruben Schaken, hatten den Verein verlassen und im Gegenzug verpflichtete VVV junge Nachwuchstalente aus dem In- und Ausland.[5] Nach nur drei Siegen nach siebzehn Spieltagen, wurde im Dezember 2010 Trainer Jan van Dijk entlassen. Erst einen Monat darauf wurde Willy Boessen als neuer Fußballlehrer vorgestellt. Doch auch er schaffte es nicht, die Mannschauft von den Relegationsplätzen zu führen, so dass der Klub nach Ende der Eredivisie-Saison auf Rang siebzehn abschloss. Über die Relegation galt es dann, sich auch für das kommende Jahr einen Platz in der höchsten niederländischen Liga zu sichern. Durch Siege über die Zweitligisten FC Volendam und FC Zwolle schaffte es das Team dann doch, den drohenden Abstieg in die Eerste Divisie abzuwenden. Für die neue Spielzeit wurde der ehemalige belgische Nationalspieler Glen De Boeck als neuer Trainer vorgestellt, der jedoch bereits vor Ende der Hinrunde sein Amt aufgab. Interim übernahmen die Assistenztrainer Wil Boessen und Ben van Dael.[6] Mit dem neuen Trainer Ton Lokhoff spielte das Team in der Saison 2011/12 eine schwache Hinrunde und verpasste knapp den direkten Klassenerhalt. In den Playoffs konnte durch Siege über den SC Cambuur und Helmond Sport doch noch die Klasse gehalten werden. In der nachfolgenden Saison 2012/13 musste man als Tabellen-17. wieder in die Relegation, unterlag dort den Go Ahead Eagles Deventer und stieg folglich in die Eerste Divisie ab, wo mit dem neuen Trainer Rene Trost zur Saison 2013/14 ein Neuanfang gestartet werden soll.

Sponsoren und Ausstatter[Bearbeiten]

Hauptsponsor des Vereins ist seit 2009 Seacon Logistics. Das Unternehmen ist im Besitz des aktuellen Venlo-Präsidenten Hai Berden.[7]

Zeitraum Ausrüster Sponsor
2006–2008 DeutschlandDeutschland Erima[8] Imago Groep[9][10][11]
2009– Seacon Logistics

Stadion[Bearbeiten]

Seit 1972 ist das Stadion De Koel die Heimstätte des Vereins, seit einem Umbau im Jahre 2009 hat es ein Fassungsvermögen von 7.500 Zuschauern. Das Logistikunternhemen Seacon erwarb 2004 die Namensrechte an der Sportstätte und benannte diese in Seacon Stadion De Koel um.

Um langfristig in der Eredivisie konkurrenzfähig zu bleiben soll in Venlo ein neues Stadion gebaut werden. Dies wurde im Juni 2011 vom Gemeinderat der Stadt Venlo beschlossen. 17.500 Zuschauer sollen in der Multifunktionsarena ihren Platz finden, davon 3.000 Business-Seats. Das Stadion soll über ein verschließbares Dach verfügen. Auf einem alten Kasernengelände direkt an der Maas soll zu Beginn der Saison 2013/14 die neue Heimspielstätte des VVV-Venlo eröffnet werden. Erste Entwürfe für das Gelände liegen bereits vor. Neben dem Stadion, in dem auch Kongresse, Messen und anderweitige Veranstaltungen organisiert werden sollen, ist im vorgelegten städtebaulichen Konzept unter anderem der Bau eines Casinos angedacht.

Erfolge[Bearbeiten]

  • KNVB-Pokal: 1959
  • Meister Erste Division: 1993, 2009
  • Meister Zweite Klasse Süd: 1923, 1933, 1940
  • 3. Platz Eredivision: 1961
  • Aufstieg in die Eredivisie: 1976, 1985, 1991, 1993, 2007, 2009
  • Gewinn des Herman Teeuwen Gedächtnispokal: 2006, 2008, 2009

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

(Auswahl)

Name des Spielers Zeitraum Bemerkung
NiederlandeNiederlande Dick Advocaat 1976–1979 Ehemaliger Trainer von Borussia Mönchengladbach
NigeriaNigeria Tijani Babangida 1991–1993 Ehemaliger nigerianischer Nationalspieler
NiederlandeNiederlande Bep Bakhuys 1937 Ehemaliger niederländischer Nationalspieler
BelgienBelgien Kevin Begois 2002–2006
2007–
DeutschlandDeutschland Andreas Brandts 1983–1984 Ehemaliger Spieler des SC Fortuna Köln, Alemannia Aachen u. a.
DeutschlandDeutschland Robert Böhm 2008– In der Jugend von FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach aktiv
DeutschlandDeutschland Marc Eberle 2002–2003 u. a. für Lierse SK und Roda JC Kerkrade aktiv
NiederlandeNiederlande Maurice Graef 1988–1994
1996–2002
Über 250 Ligaspiele für VVV Venlo
NiederlandeNiederlande Dennis Gentenaar 2009– In der Bundesliga für Borussia Dortmund aktiv
JapanJapan Keisuke Honda 2007–2010 Aktueller japanischer Nationalspieler
KanadaKanada Dylan Hughes 2007 Ehemaliger Spieler des 1. FC K'lautern II und SSV Jahn Regensburg
NiederlandeNiederlande Jan Klaassens 1948–1959
1964–1967
Ehemaliger Nationalspieler der Niederlande
NiederlandeNiederlande Coy Koopal 1954–1956 Ehemaliger Nationalspieler der Niederlande
NiederlandeNiederlande Edwin Linssen 1998–2003
2004–2008
Über 250 Ligaspiele für VVV Venlo
NiederlandeNiederlande Jos Luhukay 1978–1989 Ehemaliger Trainer von Borussia M'gladbach und vom FC Augsburg
NiederlandeNiederlande Jan van der Meij 1958–1960 & 1964–1965
NiederlandeNiederlande Patrick Paauwe 2009– Ehemaliger Spieler von Borussia Mönchengladbach
NiederlandeNiederlande Gerald Sibon 1994–1996 Ehemaliger Spieler des 1. FC Nürnberg
NiederlandeNiederlande Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ernest Stewart 1988–1990
2005
Ehemaliger US-Nationalspieler
NiederlandeNiederlande Herman Teeuwen 1954–1961
NiederlandeNiederlande Stan Valckx 1983–1988 Ehemaliger Nationalspieler der Niederlande
BrasilienBrasilien Vampeta 1994–1995 Ehemaliger Nationalspieler Brasiliens
NiederlandeNiederlande Faas Wilkes 1956–1958 Ehemaliger Nationalspieler der Niederlande

Venlos Trainer[Bearbeiten]

(unvollständig)

Sef Vergoossen, dreimaliger Trainer des VVV Venlo.
Jan Reker (1986–1988)
Adrie Koster (2004–2005)
Name des Trainers Zeitraum
DeutschlandDeutschland Ferdi Silz 1954–1956
OsterreichÖsterreich Wilhelm Kment 1956–1960
unbekanntunbekannt Jozef Horesj 1960–1961
DeutschlandDeutschland Ferdi Silz 1961–1963
DeutschlandDeutschland Fritz Kleinheuer 1963–1964
unbekanntunbekannt Josef Gesell 1964–1965
unbekanntunbekannt Jean Janssen 1966–1968
NiederlandeNiederlande Bas Paauwe 1968–1969
unbekanntunbekannt Theo Breukers 1969
unbekanntunbekannt Josef Gesell 1969–1972
NiederlandeNiederlande Rob Baan 1972–1978
NiederlandeNiederlande Hans Croon 1978–1979
NiederlandeNiederlande Sef Vergoossen (Interim) 1979
unbekanntunbekannt Jan Morsing 1979–1981
NiederlandeNiederlande Sef Vergoossen 1981–1986
NiederlandeNiederlande Jan Reker 1986–1988
NiederlandeNiederlande Leo van Veen 1988–1989
NiederlandeNiederlande Sef Vergoossen (Interim) 1989
unbekanntunbekannt Doeke Hulshuizen 1989–1990
unbekanntunbekannt Henk Rayer 1990–1992
NiederlandeNiederlande Frans Körver 1992–1994
NiederlandeNiederlande Remy Reynierse 1994–1995
NiederlandeNiederlande Jan Versleijen[12] 1995–1996
NiederlandeNiederlande Henk van Stee 1996–1998
NiederlandeNiederlande Hennie Spijkerman 1998–2000
NiederlandeNiederlande Jan Versleijen[13] 2000–2001
NiederlandeNiederlande Wim Dusseldorp 2001–2004
NiederlandeNiederlande Adrie Koster 2004–2005
DeutschlandDeutschland Herbert Neumann 2005–2006
NiederlandeNiederlande André Wetzel 2006–2008
NiederlandeNiederlande Jan van Dijk 2008–2010
NiederlandeNiederlande Willy Boessen 2010-2011
BelgienBelgien Glen de Boeck 2011
NiederlandeNiederlande Ton Lokhoff 2011-2013
NiederlandeNiederlande Rene Trost seit 2013

Venlos Präsidenten[Bearbeiten]

(unvollständig)

Weitere Teams[Bearbeiten]

Frauenmannschaft[Bearbeiten]

Am 10. März 2010 gründete der Verein eine Frauenfußballmannschaft. Zur Saison 2010/11 wird diese in der Eredivisie für Frauen spielen. Damit sind sie eine von insgesamt sieben Teams in der holländischen Damenprofifußballliga. Erster Trainer wurde Rick de Rooij. Der Verein bildete sich durch eine Fusion mit dem unterklassigen Verein SV Venray. Die bekanntesten Spielerinnen der ersten Stunde sind die niederländischen Nationalspielerinnen Sandra Swinkels und Kika van Es. Siehe: VVV-Venlo (Frauenfußball)

Nachwuchsmannschaften[Bearbeiten]

Venlo bildet eigene Spieler in Nachwuchsmannschaften aus. Betreut werden Teams von der F- bis zur A-Jugend. Über die U23, der Jong VVV-Venlo wird der Schritt von den Jugendteams in den Profikader vorbereitet. An der VVV-Venlo-Talentwand werden talentierte Juniorenspieler ausgehängt und geehrt. Aktueller Trainer der U23 ist Jay Driessen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Winnaar KNVB-beker auf vvv-venlo.nl (niederländisch); ADO-Aufstellung lt. Spielstatistik bei ADOstats.nl und Zeitungsbericht vom 18. Juni 1959. ADOstats nennt Wim Biere statt Cock Clavan, der wiederum im Zeitungsartikel explizit erwähnt wird. Da es unwahrscheinlich ist, dass Torhüter Biere im Feld gespielt hat, ist er hier gegen Cock Clavan ausgetauscht.
  2. Venlo schafft Aufstieg vom 25. April 2009 auf transfermarkt.de
  3. VVV-Venlo will in Deutschland spielen. vom 16. Januar 2010 auf weltfussball.de
  4. Deutsch-niederländischer Business-Abend des VVV-Venlo vom 26. April 2010 auf reinercalmund.de
  5. VVV-Venlo: Transfers 2010/2011 auf weltfussball.de
  6. Trainer Wil Boessen te gast bij De Aftrap, Homepage der VVV-Venlo vom 15. Dezember 2011
  7. Seacon Logistics – Der verlängerte Arm der Containerhäfen (PDF-Datei; 183 kB) auf businessviewmedia.com
  8. Ermia legte kräftig zu: Deutlich mehr Umsatz und 40 Mitarbeiter zusätzlichvom 23. Januar 2008 auf erima.de
  9. Heimtrikot 2006/07
  10. Auswärtstrikot 2006/07
  11. Alternativtrikot 2006/07
  12. Profil auf weltfussball.de
  13. Profil auf weltfussball.de
  14. Historie 1953–1959, Vereinshomepage VVV
  15. Jeu Sprengers, Vereinshomepage VVV