Volkswagen AG

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Dieser Artikel befasst sich mit der Volkswagen Aktiengesellschaft; zur Marke Volkswagen siehe Volkswagen.
Volkswagen Aktiengesellschaft
Logo der Volkswagen Aktiengesellschaft
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007664005 (Stämme)
DE0007664039 (Vorzüge)
Gründung 28. Mai 1937, Berlin
Sitz Wolfsburg, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 570.000 (30. September 2013)[1]
Umsatz 197,007 Mrd. EUR (2013)[2]
Gewinn 21,884 Mrd. EUR (2012)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Bilanzsumme 309,644 Mrd. EUR (2012)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Automobile, Finanz- und Logistikdienstleistungen
Website volkswagenag.com

Die Volkswagen Aktiengesellschaft (abgekürzt VW AG) mit Sitz in Wolfsburg ist der größte europäische Automobilhersteller und nach Toyota der zweitgrößte weltweit.[3] Die VW AG agiert als Muttergesellschaft der Fahrzeugmarken Volkswagen Pkw, Audi, Seat und Škoda sowie der Premiummarken Bentley, Bugatti, Ducati (Motorräder), Lamborghini und Porsche.[4] 2007 bis 2011 erweiterte der Konzern auch seine Nutzfahrzeugsparte (Lkw und Busse) mit der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge um die Unternehmen MAN und Scania.

Das operative Geschäft der VW AG gliedert sich in die drei industriellen Segmente Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse sowie Power Engineering (Großdieselmotoren, Turbomaschinen, Spezialgetriebe, Komponenten der Antriebstechnik und Prüfsysteme). Im Segment Finanzdienstleistungen sind die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, die Versicherungen und das Flottengeschäft zusammengefasst.

Die VW AG meldete für das erste Halbjahr 2013 einen Gewinn von rund 4,8 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 98,7 Milliarden Euro. Letzteres ist ein Plus von 3,5 Prozent.[5][6]

Ursprung des Konzerns[Bearbeiten]

Ursprung des heutigen Konzerns ist die Entwicklung eines Volkswagens durch Ferdinand Porsche. Zur Produktion des Autos wurde von der nationalsozialistischen OrganisationKraft durch Freude“ am 28. Mai 1937 in Berlin die Gesellschaft zur Vorbereitung des Volkswagens mbH (Gezuvor) gegründet. Anfang 1938 begann zunächst der Bau des „Vorwerkes“ Braunschweig; gefolgt vom eigentlichen Volkswagenwerk bei Fallersleben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen von der Militärverwaltung der Britischen Besatzungszone unter dem Namen Wolfsburg Motor Works weiterbetrieben.

Am 22. August 1960 wurde die Volkswagenwerk G.m.b.H., die sich nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Besitz des Landes Niedersachsen befand, in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Auf Beschluss der Hauptversammlung 1985 ist der Name des Unternehmens seither Volkswagen AG. Neben dem Automobil- und Motorradsektor gehören auch Finanz- und Logistikdienstleistungen sowie eine kleine Lebensmittelsparte zum Volkswagen-Konzern. Der Konzern wird vom VW-Verwaltungshochhaus in Wolfsburg aus geleitet.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Am 8. März 1934 forderte Adolf Hitler bei der Eröffnung der 24. Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung (IAMA) in Berlin den Bau eines Wagens für breite Schichten der Bevölkerung.[7] Es schwebte ihm die Konstruktion eines Autos vor, das als „autobahnfest“ eine Dauergeschwindigkeit von 100 km/h halten kann, mit vier Sitzen für Familien geeignet ist, sparsam im Verbrauch ist und vor allem unter 1000 Reichsmark kostet.

KdF-Wagen auf einer Reichsautobahn, Januar 1943

Ferdinand Porsche, der in Stuttgart ein eigenes Konstruktionsbüro betrieb, erhielt am 22. Juni 1934 vom Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie den Entwicklungsauftrag zum Bau eines Prototyps. Die um die Beurteilung der Machbarkeit befragten deutschen Automobilfirmen bezweifelten, dass der Volkswagen zu Hitlers Wunschpreis von weniger als 1000 RM zu realisieren sei. Schon andere Fahrzeugkonzepte zuvor, die bereits den Begriff Volkswagen nutzten, konnten aufgrund zu hoher Materialkosten und – mangels rationeller Fertigungsmethoden – zu hoher Produktionskosten nicht zu einem „volkstümlichen“ Preis angeboten werden. So hatte auf der oben erwähnten Automobilausstellung auch Josef Ganz einen Volkswagen mit dem Namen Maikäfer präsentiert.

Da die Automobilindustrie an einer Subventionierung des Volkswagens kein Interesse hatte, beauftragte Hitler die Deutsche Arbeitsfront (DAF) mit dem Bau der größten Automobilfabrik Europas. Am 28. Mai 1937 wurde unter der Aufsicht des Leiters der DAF Robert Ley die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH (GeZuVor) mit Sitz in Berlin-Grunewald, Taubertstrasse 4, gegründet. Ihr erstes und einziges Produkt sollte der „KdF-Wagen(KdF = Kraft durch Freude) werden. Sie finanzierte den Aufbau des Volkswagenwerkes vor allem aus dem Verkauf des 1933 beschlagnahmten Gewerkschaftsvermögens. Die spätere Produktion wurde nach einem von der DAF entwickelten Konzept vorfinanziert, dem zufolge die künftigen Käufer des Volkswagens Vorauszahlungen zu leisten hatten.

Der Kaufpreis von 990 RM wurde in Raten von 5 RM angespart und mit Sparmarken auf einer Sparkarte quittiert. Allerdings ergaben 1939 die kalkulierten Kosten einen Verlust von 1080 RM für jedes auszuliefernde Fahrzeug.[8]

26. Mai 1938: Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes durch Reichskanzler Adolf Hitler. Vorne rechts Ferdinand Porsche.

Nach einer Bereisung durch den Geschäftsführer Bodo Lafferentz wurde der Standort des Werkes mehr oder weniger zufällig im ländlich geprägten und dünn besiedelten Gebiet bei der Gemeinde Fallersleben nahe dem Schloss Wolfsburg mit dem dortigen Gutshof gefunden. Die ersten Planskizzen mit Angaben der ungefähren Größe der Produktionshallen und der technischen Grundausstattung fertigte der Diplomingenieur Fritz Kuntze im Sommer 1937. Als Vorbild der Werksplanung diente das damals modernste Automobilwerk River-Rouge der Ford Motor Company in Dearborn.[9] Mit der Planung und Bauleitung der Werksanlagen wurden die Architekten Emil Rudolf Mewes und Karl Kohlbecker sowie die Architektengemeinschaft Fritz Schupp und Martin Kremmer gemeinschaftlich beauftragt.[10] Die 1938 neu gegründete „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ (ab 1945 Wolfsburg) wurde von dem Architekten Peter Koller geplant. Der Standort im Urstromtal der Aller in der geografischen Mitte des Reiches bot verkehrsgünstige Anbindungen durch

Von besonderer Bedeutung für die Standortwahl war zusätzlich die Tatsache, dass das gesamte ausgewählte Gelände dem Grafen von der Schulenburg, Schlossherr von Wolfsburg, gehörte. Dadurch wurde der Landerwerb bedeutend einfacher.

Allerdings musste der Autobahnanschluss erst gebaut und eine Verbindung zur Hauptstrecke der Berlin-Lehrter Eisenbahn geschaffen werden. Daneben war eine ausreichende Infrastruktur zur Elektrizitäts- und Wasserversorgung sowie Telekommunikation zu errichten.

Da Ferdinand Porsche seinen Volkswagen in einer komplett neu erbauten Fabrik produzieren konnte, war es ihm möglich, das Produkt und seine Produktionsanlagen optimal aufeinander abzustimmen. So wurde die Zahl der zu pressenden Blechteile durch eine optimierte Formgebung (möglichst große Einzelbleche) reduziert. Die konsequente Fließbandfertigung orientierte sich an Beispielen von Ford in Detroit, deren Produktionsmethoden Porsche auf einer USA-Reise studierte.

Die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH wurde 1938 in Volkswagenwerk G.m.b.H. umbenannt. Der Firmensitz war jetzt im Haus der Deutschen Arbeitsfront in der Knesebeckstraße 48/49, Berlin W15 (Charlottenburg).[11] Ferdinand Porsche wurde Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Aufsichtsrats der neuen GmbH. Dem Aufbau des Werkes bei Fallersleben als modernste Automobilfabrik Europas galt in den folgenden Jahren sein ganzes Engagement.

Der im Zweiten Weltkrieg hauptsächlich produzierte Kübelwagen

Im Herbst 1939 war der Rohbau der Produktionshallen fertig. Zu einer planmäßigen Produktion des KdF-Wagens (geplant waren 150.000/Jahr) kam es aber nicht mehr, denn es fehlten Spezialwerkzeugmaschinen, weil sich die Wirtschaft auf den Krieg vorbereiten musste. Der für die Produktion benötigte Stahl sollte größtenteils aus der „Stadt der Hermann-Göring-Werke“ (Salzgitter) geliefert werden. KdF-Wagen, auf die viele Menschen gespart hatten, wurden nie ausgeliefert, sondern die Technik, die Porsche mitentwickelt hatte, wurde im Kübelwagen und Schwimmwagen für die Wehrmacht verwendet.

Zweiter Weltkrieg, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit[Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Volkswagenwerk auf die Produktion von Rüstungsgütern, unter anderem auch die Vergeltungswaffe V1, umgestellt. Dies organisierte vor allem Porsches Schwiegersohn Anton Piëch, der ab 1941 Werksleiter und einer der drei Hauptgeschäftsführer war. Von 1940 bis 1945 mussten dazu etwa 20.000 Menschen im Volkswagen-Werk Zwangsarbeit leisten, darunter Kriegsgefangene und Insassen von Konzentrationslagern. 1942 wurde eigens das KZ Arbeitsdorf angelegt, das allerdings Ende des Jahres wieder geschlossen wurde.

Am 10. April 1945 begab sich Anton Piëch mit 10 Millionen RM unter dem Vorwand der Verlegung der Konzernleitung über Neudek nach Zell am See, wo die Familie Porsche ein Anwesen besaß. Das Geld sollte für die Auslagerung eines Betriebsteils des Volkswagenwerkes von Neudek in das Allgäu verwendet werden, was aber nicht mehr möglich war. Die Gelder dienten der Finanzierung der Porsche KG. Bis November 1945 handelte Anton Piëch als Geschäftsführer der Volkswagenwerk G.m.b.H. und beglich Rechnungen der Porsche KG.[12] Anton Piëch war Vater des heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch. Die FAZ schrieb am 12. November 2006: „Porsche-Piëch und VW, das ist eine uralte Beziehungskiste. Der Einstieg des kleinen Sportwagenbauers Porsche beim größten Autohersteller auf dem europäischen Kontinent war in gewisser Weise der materielle Vollzug einer Verbindung, die schon immer da war.“[13]

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Die Konzernzentrale in Wolfsburg (links)

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ging die Zuständigkeit für das Volkswagenwerk auf die Militärregierung der britischen Besatzungszone über, die nach der Umbenennung der Stadt des Kdf-Wagens bei Fallersleben am 26. Mai 1945 in Wolfsburg das Werk ab Mitte Juni 1945 als „Wolfsburg Motor Works“ weiter betrieben. 20 Prozent der Werksbauten waren zerstört, 93 Prozent der Maschinenausrüstung befand sich noch in verwendungsfähigem Zustand.[14]

1945 wurde der erste Käfer produziert, aber in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zukunft des Werkes sowie des „Käfers“ ungewiss. Erst danach erhielten das Unternehmen und seine Produkte offiziell die Bezeichnung „Volkswagen“. Sowohl eine Demontage des Werkes als auch eine Weiterführung der Käferproduktion in anderen Ländern waren mögliche Optionen. Unter anderem waren die britische Firma Humber sowie Ford am VW-Werk interessiert. Aufgrund falscher Markteinschätzung, der Nähe zur sowjetischen Besatzungszone sowie einer vernichtenden technischen Bewertung des VW-Käfers durch einen britischen Untersuchungsbericht gaben alle Interessenten jedoch ihre Absichten zum Kauf des VW-Werkes auf.

In besagtem Untersuchungsbericht wurde der Käfer als eine nicht nachahmungswürdige Konstruktion beurteilt, die angeblich nicht den Anforderungen genügte, die man zur damaligen Zeit an Kleinwagen stellen musste.

Sehr großen Einfluss auf die Entwicklung des Volkswagenwerkes in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der britische Major Ivan Hirst, der zusammen mit dem deutschen Management dafür sorgte, dass die Produktion anlief. Die deutsche Werksleitung bestand unter anderem aus dem Berliner Industrieanwalt Hermann Münch, der zunächst als Treuhänder mit dem Wiederaufbau des Werkes beauftragt war und nach der Ablösung von Rudolf Brörmann am 17. Juni 1946 zum Generaldirektor sowie zum Haupttreuhänder berufen wurde. Anfangs wurde nur die Nachfrage der Besatzungsverwaltung nach Dienstfahrzeugen gedeckt. Ab 1946 konnte der VW mit Bezugsschein zum Preis von 5000 Reichsmark auch privat gekauft werden.[15] Auf Initiative von Hirst wurde ein Kundendienst- und Vertriebssystem – auch im Ausland – aufgebaut sowie Qualität und Produktionskapazitäten gesteigert. Hirst empfahl schließlich Heinrich Nordhoff, bis Kriegsende Leiter des Opelwerks Brandenburg, als Nachfolger Münchs einzusetzen. 1948 wurde Nordhoff Generaldirektor.

1949 übergab die britische Militärregierung das Unternehmen in die Treuhandschaft des Landes Niedersachsen; verbunden mit der Auflage, die Eigentümerrechte gemeinsam mit dem Bund auszuüben und den anderen Bundesländern sowie den Gewerkschaften großen Einfluss einzuräumen.[16] Das Unternehmen wurde von da an als Volkswagenwerk G.m.b.H. geführt.

Das Volkswagenwerk in Wolfsburg sollte zur größten Automobilfabrik der Welt werden. Die Werksfläche nimmt heute eine Fläche vergleichbar mit der von Gibraltar ein. Allein die überdachte Hallenfläche ist ungefähr so groß wie das Fürstentum Monaco.

1955 wurde in Wolfsburg die Fertigstellung des einmillionsten Volkswagens gefeiert.

Unter Denkmalschutz:[17] Altes Kraftwerk mit neuem „Lollipop“ Volkswagenwerk Wolfsburg

Der Deutsche Bundestag beschloss am 17. März 1960 das in staatlicher Hand befindliche Unternehmen überwiegend zu privatisieren. Die Volkswagenwerk G.m.b.H. wurde in der Folge am 22. August 1960 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, teilprivatisiert und hieß nunmehr mit neuem Namen „Volkswagenwerk Aktiengesellschaft“. 60 Prozent des VW-Stammkapitals wurden in Form von sogenannten Volksaktien im Gesamtnennwert von 360 Millionen DM an Privatpersonen ausgegeben mit einem Erlös von umgerechnet circa 500 Millionen Euro. Je 20 Prozent der Anteile behielten die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen. Mit dem Verkaufserlös und den Gewinnansprüchen aus den verbliebenen 40 Prozent Aktien der öffentlichen Hand wurde nach langjährigem Tauziehen zwischen Bund und Niedersachsen zur Förderung der Wissenschaft 1961 als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts die Stiftung Volkswagenwerk mit Sitz in Hannover gegründet. Eine Besonderheit dabei ist das sogenannte VW-Gesetz vom 21. Juli 1960, das nicht nur die Privatisierung regelte, sondern auch trotz Minderheitenposition der öffentlichen Hand deren entscheidenden Einfluss weitersichern soll. Es besagt, dass kein Anteilseigner mehr als 20 Prozent an Stimmrechten ausüben darf. Damit werden feindliche Übernahmen oder Sperrminoritäten verhindert.

1962 beschäftigte der Gesamtkonzern 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 6,4 Milliarden DM. 1962 kam es zu einem Streik italienischer Arbeiter, einem der ersten Streiks von Arbeitsmigranten in der Bundesrepublik.[18][19]

Im Oktober 1964 übernahm die Volkswagenwerk AG die Auto Union GmbH von Daimler-Benz. Das Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt sicherte den Wolfsburgern neue Technologien, wie die Wasserkühlung im Motorenbau und den Frontantrieb. Unter dem Markennamen Audi hatte Volkswagen erstmals eine zweite Konzernmarke im Angebot, in die 1969 das Unternehmen NSU integriert wurde.

Nach dem Tode von Heinrich Nordhoff im April 1968 wurde Kurt Lotz Vorstandsvorsitzender von VW.

1970er-Jahre[Bearbeiten]

Mit dem von NSU entwickelten K 70 brachte Volkswagen 1970 erstmals ein Fahrzeug mit Frontmotor, Frontantrieb und Wasserkühlung auf den Markt und markierte damit einen Umbruch in der VW-Geschichte.

Rudolf Leiding, von 1971 bis 1975 VW-Vorstandsvorsitzender

Im September 1971 trat Lotz zurück und Rudolf Leiding wurde VW-Vorstandsvorsitzender.

1972 waren 192.100 Mitarbeiter bei Volkswagen beschäftigt und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 16 Milliarden DM.

Volkswagen wurde 1972 Produktionsweltmeister: Mit 15.007.034 montierten Wagen löste der VW Käfer den bis dato gültigen Produktionsrekord des Anfang des 20. Jahrhunderts von der Ford Motor Company gebauten T-Modells ab. Im Jahre 2002 verwies der VW Golf mit 21,5 Millionen gebauten Einheiten den Käfer auf Platz drei in der Rangfolge der am meisten produzierten Automobile. Produktionsweltmeister blieb der Toyota Corolla, gefolgt vom VW Golf. Das T-Modell von Ford belegte den vierten Platz. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass sowohl der Käfer als auch das T-Modell nahezu unverändert produziert wurden, während bei Corolla und Golf mehrere Modelle unter demselben Namen laufen.

Der Passat B1 (1973) in der damals noch nicht sehr weit verbreiteten Variant-Version

VW war Anfang der 1970er-Jahre in wirtschaftliche Probleme geraten: Die Käfer-Nachfrage ging stetig zurück und die auf dem gleichen Konzept basierenden größeren Modelle VW 1500/1600 und VW 411/412 konnten keinen Ausgleich mehr bieten. Als Retter erwies sich die Mitte der 1960er Jahre von Daimler-Benz an VW verkaufte Auto Union GmbH in Ingolstadt (ab 1969 Audi NSU Auto Union AG): Mit Verwendung von Motor- und Fahrwerkskomponenten der Tochterfirma gelang es in kürzester Zeit, ein modernes, attraktives Modellprogramm anzubieten. Von der bereits 1970 vorgestellten NSU-Entwicklung VW K 70 abgesehen, war erster Vertreter der wassergekühlten Frontantriebs-Modelle der mit dem 1972 eingeführten Audi 80 fast identische Passat, welcher im Mai 1973 in Produktion ging. Im Frühjahr 1974 erschien der Scirocco und im Sommer 1974 folgte der Golf, der sich schnell zum umsatzstärksten VW-Modell entwickelte. 1975 erschien der Polo, der äußerlich mit dem bereits 1974 eingeführten Audi 50 identisch war.

Gefertigt wurde nach dem Baukastenprinzip, das durch in verschiedenen Modellen einsetzbare Bauteile erhebliche Einsparpotenziale freisetzte. Nachteilig war, dass sich nun VW- und Audi-Modelle sehr ähnelten. Um Kapazitäten für das gut laufende Modell Passat freizubekommen, wurde 1978 die Produktion des „Käfers“ vom Werk Emden in das Werk Puebla (Mexiko) verlagert, wo das Symbol des westdeutschen „Wirtschaftswunders“ noch bis 2003 gebaut wurde. Der Übergang vom VW Käfer zum VW Golf ist ein Standardbeispiel für ein nicht durchgeführtes Lebenszyklusmanagement (Lifecycle-Management) eines Produktes und die daraus resultierenden Folgen für ein Unternehmen.

Toni Schmücker leitete den VW-Konzern von 1975 bis 1982

Am 10. Februar 1975 trat Toni Schmücker den Posten des VW-Vorstandsvorsitzenden an. Unter Schmücker wurden Pläne zur Ausweitung des Konzerns durch Hereinnahme neuer Marken und der Erschließung neuer Marktsegmente geschmiedet. Kauf oder Beteiligung an einem Nutzfahrzeughersteller standen im Raum. Auch die Hinzunahme weiterer Pkw-Marken wurde nicht ausgeschlossen. Die Überlegungen forderten eine neue Konzernstruktur, mit einer Holding an der Spitze und nachgelagerten Marken bzw. Tochterunternehmen.

In den firmeninternen Debatten konkurrierte das „Ford-Modell“ mit dem „GM-Modell“. Ford hatte eine starke Marke, die zugleich als Konzernspitze diente. Darunter lagen eher schwächere Marken wie Lincoln und Mercury. General Motors hatte eine pure Konzernspitze, mit daruntergelagerten Fahrzeugmarken wie Buick, Cadillac, Chevrolet, GMC, Holden, Opel, Pontiac, und Vauxhall. Dies ließ weitere Freiheiten für markenübergreifende Unternehmen, wie GM Performance Parts, GM Goodwrench, GM Powertrain, GMAC Financial Services und später GM OnStar zu.

Das konsequentere GM-Modell wurde bei Volkswagen zunächst favorisiert. Es wurde nach Namen für die Holding gesucht, wobei auch Auto Union Gegenstand der Überlegungen war. Letztlich wollte sich die Führungsspitze doch nicht von dem VW-Logo über dem Wolfsburger Verwaltungshochhaus trennen. Es wurde beschlossen, zunächst die gemeinsame Volkswagen- und Audi-Vertriebsorganisation (fusioniert seit Anfang der 1970er-Jahre) unter einen neuen Namen zu stellen. Tochterunternehmen wie Bank oder Leasing sollten denselben Namen bekommen.

Logo der Vertriebsorganisation für Audi und VW in den 1970/80er-Jahren. Design: Wolff Olins, London

Im Jahre 1978 schuf man unter dem Namen V.A.G – aus Symmetriegründen mit nur zwei Punkten, als Wortmarke auch V·A·G – eine gemeinsame Vertriebsplattform für die beiden Marken Audi und Volkswagen. Die Händlerbetriebe bekamen in Form eines umlaufenden blauen Bandes ein einheitliches Erscheinungsbild. Die VW Kredit Bank wurde im gleichen Jahr in V.A.G Kredit Bank umbenannt. Die Leasing-Tochter änderte ihren Namen in V.A.G Leasing.

Die Bedeutung der drei Buchstaben wurde nie von Volkswagen aufgelöst.[20] Gängige Deutungen waren „Volkswagen-Audi-Gemeinschaft“ oder „Volkswagen Audi-Gruppe“ – was auch den Sinn der Firmierung widerspiegelt. Andere Meinungen gehen von „Volkswagen AG“ aus. Der gesamte Konzern firmierte zu dieser Zeit jedoch noch als Volkswagenwerk AG (bis 1985).

Die Intention der neuen V.A.G-Vertriebsorganisation ging von großen „Fahrenhäusern“ aus, in denen viele Automarken und Dienstleistungen im Bereich Mobilität angeboten werden sollten. Die Vision nahm die Auto Malls, die sich in den USA in den 1990er-Jahren und später auch in Europa entwickelten, vorweg. Die Begrifflichkeit „V.A.G-Partner“ setzte sich in der Öffentlichkeit nicht durch und verschwand um 1992 wieder. An V.A.G erinnern heute noch die Sonderwerkzeuge und Testgeräte, wie das VAG 1551.

Nach der IAA 1975 hob VW im September 1975 einen bis dahin bestehenden Einstellungsstop auf und bot nun 2.750 neue Arbeitsplätze an.[21]

Im Jahr 1977 kam es zu einem bemerkenswerten Handel mit dem „VE Außenhandel Transportmaschinen Export und Import“ in der DDR. Volkswagen lieferte 10.000 Golf in die DDR. Am 13. Januar 1978 rollte der erste Zug mit 200 Autos über die innerdeutsche Grenze. Im Gegenzug lieferte die DDR Pressen, Werkzeugmaschinen und einen Projektor von Carl Zeiss Jena für das Planetarium Wolfsburg, den VW der Stadt Wolfsburg zum vierzigsten Jahrestag der Stadtgründung 1978 schenkte.[22]

In den USA eröffnete VW als erster ausländischer Kraftfahrzeugproduzent am 10. April 1978 in Westmoreland (Pennsylvania) ein Autowerk. Dort wurde die US-Version des VW Golf unter dem Namen „Rabbit“ im CKD-Verfahren aus zugelieferten Teilen montiert.

1980er-Jahre[Bearbeiten]

Ab 1982 leitete Carl H. Hahn die Gesellschaft. Der Sohn von Carl Hahn senior, einer der Mitbegründer der Auto Union, war von 1958 bis 1965 Jahren Präsident von Volkswagen of America (VoA) und baute dort das Überseegeschäft auf. Nachdem Hahn jun. zehn Jahre als Vorstandsvorsitzender der Continental AG tätig war, übernahm er 1982 den Vorsitz der VW-AG. Unter seiner Führung wurde VW zum „Global Player“ im wahrsten Sinn. 1986 übernahm die Volkswagen AG die Mehrheit von Seat, 1991 wurde Škoda Auto dazugekauft und Škoda Auto Deutschland als Vertretung dieser Marke in Deutschland gegründet.

Globaler Stratege: Carl Horst Hahn, von 1982 bis 1993 VW-Vorstandsvorsitzender

In der Volksrepublik China, heute größter Automarkt[23] und größter Autoproduzent der Welt, bewies Hahn früh Weitblick. Im Oktober 1984 wurde mit der Shanghai Tractor Automobile Corporation (STAC), Vorläufer der SAIC-Gruppe, mit der China National Automotive Industry Corporation (CNAIC) und der Bank of China ein Vertrag über die Produktion des VW Santana in der VR China unterzeichnet. Die erste Montagestraße lief im Oktober 1985 an.[24] Heute ist China der größte Absatzmarkt des Unternehmens.[25]

Die Einführung des VW Golf II brachte den Beginn neuer Fertigungsmethoden mit sich (z. B. der Einsatz von Industrierobotern). Bekannt wurde das neue Fertigungsverfahren unter dem Begriff „Halle 54“, bezogen auf eine Produktionshalle am Standort Wolfsburg, die nach neuesten Gesichtspunkten des Computer-integrated manufacturing (CIM) ausgerüstet war. Im Nachhinein wurde das Verfahren jedoch in vielen Punkten wieder eingestellt, da sich zeigte, dass eine menschenleere Produktion nicht funktionierte. Unter anderem machten der Instandhaltungsaufwand und die Ausfallzeiten die Einsparungen durch weniger Personal zunichte.

Die Hauptversammlung beschloss 1985 die Umfirmierung von Volkswagenwerk AG in Volkswagen AG.

1986 fiel das Unternehmen einem groß angelegten Devisenschwindel zum Opfer. Volkswagens Chefdevisenhändler Burkhard Junger veruntreute zusammen mit dem Frankfurter Devisenhändler Hans-Joachim Schmidt 480 Millionen Mark.[26] Beide wurden zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Weitere Mitarbeiter der Devisenabteilung gingen ebenfalls ins Gefängnis.

Am 24. März 1988 begann die Bundesregierung (Kabinett Kohl III) über ein Konsortium von Banken, ihren restlichen 16-Prozent-Anteil an der Volkswagen AG zu verkaufen.

Aufgrund des Vorstandsentscheids vom November 1987 wurde das US-Werk in Westmoreland (Pennsylvania) im Juli 1988 geschlossen. Die Kapazitätsauslastung überzeugte nicht mehr und ein Auflaufen weiterer Verluste sollte gestoppt werden. Die Baulichkeiten übernahm im Oktober 1990 der Bundesstaat Pennsylvania.[27]

1990er-Jahre[Bearbeiten]

Retro-Erfolg: Der New Beetle
Porsches Erbe: Ferdinand Karl Piëch, von 1993 bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

1992 wurde das gemeinsame Vertriebsnetz von Volkswagen und Audi, welches seit 1978 unter der Bezeichnung V.A.G. bekannt war, wieder aufgeteilt, um den beiden Marken ein profilierteres und eigenständigeres Image zu verleihen. Seither werden Volkswagen- und Audi-Fahrzeuge getrennt vertrieben.

Am 1. Januar 1993 übernahm Ferdinand Piëch, ein Enkel von Ferdinand Porsche, den Vorsitz im Vorstand der Volkswagen AG.

Kurz nach seinem Amtsantritt holte Piëch im April 1993 José Ignacio López und sieben seiner Mitarbeiter, u. a. den jetzigen Konzernvorstand Beschaffung, Francisco Javier Garcia Sanz,[28] von General Motors nach Wolfsburg. Lopéz übernahm den neuen Vorstandsbereich „Produktionsoptimierung und Beschaffung.“ Zusammen mit Lopez wurde die Fertigung auf Just-in-time-Produktion umgestellt und die sogenannte „Fertigungstiefe“ verringert. Das Ziel war, die Investitionen für Produktivitätszuwächse vor allem den Zulieferern aufzubürden. Im Mai 1993 wurde Lopéz von seinem ehemaligen Arbeitgeber Industriespionage vorgeworfen.[29] Opel und General Motors erstatteten Strafanzeige gegen die neuen VW-Mitarbeiter. Parallel wurde in den USA eine Klage erhoben auf Grundlage des RICO-Acts, einem ursprünglich zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens geschaffenen Gesetz, wovon auch Piëch betroffen war. Nach dreieinhalb Jahren wurde im Dezember 1996 die Anklageschrift veröffentlicht. López trat Ende 1996 auf Piëchs Drängen zurück, bekam aber von VW das bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit 1998 fällige Gehalt von insgesamt 4 Mio. DM.[30] Die Klage von GM wurde unter Vermittlung von Bundeskanzler Helmut Kohl und US-Präsident Bill Clinton mit einem am 9. Januar 1997 geschlossenen Vergleich zurückgezogen. VW zahlte 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz an GM und bezog für eine Milliarde US-$ Bauteile von GM.[31][32] Der „López-Effekt“ sorgte für eine schmerzhafte Konzentration in der Zulieferindustrie und machte durch geringere Teilequalität dem Konzern noch lange mit hohen Gewährleistungskosten zu schaffen.

Der 1995 vorgestellte VW Sharan war der erste erfolgreiche Versuch von VW, sich auch im Markt der Nischenfahrzeuge zu etablieren und am damals boomenden Markt der Vans zu partizipieren. Der Sharan wird mit kleinen Änderungen auch als Alhambra von Seat angeboten. Für die Entwicklung und Produktion wurde eine strategische Allianz mit Ford geschlossen, wo der Wagen als Ford Galaxy auf den Markt kam. Für den Bau der drei Modelle wurde Anfang der 1990er Jahre von Ford und VW als Joint Venture in Palmela (Portugal) die Gesellschaft Autoeuropa – Automóveis Ltda. gegründet, die seit Anfang 1999 als VW Autoeuropa im Alleinbesitz von VW ist. Aus Portugal kommen auch der Scirocco III und der Eos. Bis Februar 2006 baute VW den Galaxy im Auftrag von Ford in Palmela, seitdem produziert Ford den Galaxy in Belgien .

Im Jahre 1998 präsentierte VW in den USA den VW New Beetle. Das als sogenanntes „Fun-Car“ positionierte Fahrzeug wurde mit seiner markanten Karosserie im Retrodesign vor allem auf dem US-Markt ein Erfolg.

Mit Einführung der Vier-Tage-Woche für die Beschäftigten von Volkswagen beschritten Vorstand (u. a. Peter Hartz), Betriebsrat und IG Metall 1994 einen neuen Weg zur Standort- und Beschäftigungssicherung.

Markenrecht verhindert Übernahme: Logo von Rolls-Royce

Nach dem Übernahmepoker zwischen der Volkswagen AG und BMW um den britischen Luxuswagenhersteller Rolls-Royce entschieden sich die Aktionäre des Mutterkonzerns Vickers am 5. Juni 1998 für das Angebot des VW-Konzerns in Höhe von 1,3 Milliarden DM. Dabei wurde entweder übersehen oder ignoriert, dass die Markenrechte von Rolls-Royce im Fall einer Übernahme an den Markeninhaber, den Turbinenhersteller Rolls-Royce Plc. zurückgingen. Rolls-Royce Plc. kooperierte im Turbinensektor mit BMW.[33] Im Jahr 2002 gab VW Rolls-Royce an BMW ab, um sich auf die Produktion der anderen Luxusmarke Bentley zu konzentrieren.

Im Jahre 1999 brachte VW mit dem Lupo 3L TDI das erste Dreiliterauto auf den Markt. Dafür erhielt VW von den Umweltverbänden viel Anerkennung, das Auto hatte aber keinen nennenswerten Markterfolg. In Dresden legte Volkswagen im gleichen Jahr den Grundstein für die Gläserne Manufaktur, in der der Phaeton endmontiert wird.

2000er-Jahre[Bearbeiten]

Der Volkswagen-Konzern eröffnete 2000 die in Wolfsburg erbaute „Autostadt“, ein Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum kombiniert mit einem Freizeitpark. In der Autostadt können Kunden ihren Neuwagen abholen, ein Automobilmuseum besuchen und sich über die Produktpalette des Konzerns in verschiedenen Markenpavillons informieren.

Das 2002 vorgestellte „Ein-Liter-Auto“ erhob Anspruch auf die Technologieführerschaft der Volkswagen AG bei sparsamen Fahrzeugen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde die Konzeptstudie aber in der vorgestellten Form nicht umgesetzt.

Bernd Pischetsrieder übernahm 2002 von Ferdinand Piëch den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Pischetsrieder war während der Rolls-Royce-Übernahme Piëchs Widersacher bei BMW. Er verließ BMW 1999 und wechselte als Seat-Chef zum Volkswagen-Konzern.

2004 geriet Volkswagen unter wirtschaftlichen Druck. Der Konzern erlitt im Geschäftsjahr 2003 einen Gewinneinbruch von über 50 Prozent. Der Vorstand kündigte eine umfassende Restrukturierung des Unternehmens an, um in Zusammenarbeit mit der Belegschaft die Kosten zu senken und die deutschen Produktionsstandorte wettbewerbsfähiger zu machen.

Als Gründe für die Unternehmenskrise galten vor allem die hohen Löhne und Produktionskosten bei VW. Nach eigenen Angaben hatte VW elf Prozent höhere Personalkosten als der Durchschnitt der anderen deutschen Automobilproduzenten. Dies führte zu vergleichsweise hohen Produktionskosten für die Fahrzeuge des Konzerns. Kritiker nannten zudem die hohen Dividendenausschüttungen von circa 336 Millionen Euro jährlich (durch 320,3 Millionen Stammaktien zu je einer Dividende von 1,05 Euro) an die Stammaktionäre, zu hohe Managergehälter und Abfindungen als Gründe für die hohen Kosten.

Die 2003 vorgestellte fünfte Generation des Golf hatte 2004 mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Der im Vergleich zum Golf IV identische Einstiegspreis passte nicht zur schlechten Konjunktursituation und der damit verbundenen Kaufzurückhaltung in Deutschland. Zudem verstärkte sich 2004 der Preiskampf in der Automobilbranche weiter. Um den Absatz zu steigern, entschied sich der Konzern für eine in der VW-Modellgeschichte einzigartige Rabattaktion, die „Jubiläumsaktion 30 Jahre Golf“ genannt wurde. Alle Golf-V-Käufer erhielten bis zum September 2004 die Klimaanlage gratis dazu.

Im gleichen Jahr enttäuschten die Verkaufszahlen des Modells Phaeton. Daraufhin wurden 2005 und 2006 freie Kapazitäten in der Gläsernen Manufaktur mit der Produktion des britischen Bentley Continental Flying Spur ausgelastet.

Im Herbst 2005 wurde Porsche mit einem Anteil von 20 % größter Aktionär bei VW. Die Übernahme der Anteile kostete Porsche rund 3 Milliarden Euro, die aus dem Betriebsvermögen stammen. Als Hauptgrund für den Einstieg wird die Verhinderung einer feindlichen Übernahme von VW benannt, die dann die Zusammenarbeit mit VW beeinträchtigen könne. Der von Porsche an VW gehaltene Aktienbesitz stieg über 30 %, so dass Porsche allen VW-Aktienbesitzern ein Übernahmeangebot unterbreiten musste. Das geschah am 28. März 2007, jedoch wurden pro Stammaktie nur 100,92 Euro geboten, was weit unter dem damals aktuellen Aktienkurs von circa 112 Euro lag. Damals ließ Porsche verlauten, keine industrielle Führerschaft bei VW anzustreben. Ab diesem Zeitpunkt waren jedoch keine weiteren Formalien wie Pflichtübernahmeangebote oder Ähnliches mehr vonnöten, wenn Porsche noch weitere Anteile an VW kaufen sollte.

Im Frühjahr 2005 wurde die neue Generation des Passat, des zweitwichtigsten Modells der Marke VW, vorgestellt. Die zweite wichtige Neuerscheinung in diesem Jahr war der VW Fox, der den Lupo ablöste und in Brasilien gebaut wird. Die Verkaufszahlen des Passat entsprachen den Erwartungen. Bei einigen Modellen zeigten sich Qualitätsprobleme, ausgelöst auch durch den weitverbreiteten Einbau empfindlicher Elektronik.

Im Sommer 2005 erschütterte eine Korruptionsaffäre den Konzern. Interne Verfehlungen einzelner Mitarbeiter (Luxusreisen und Bordellbesuche der Betriebsräte auf Firmenkosten usw.) machten Schlagzeilen. Das Modell des Zusammenwirkens von Betriebsrat, Gewerkschaften, Vorstand und Landesregierung im Aufsichtsrat des Konzerns geriet daraufhin in öffentliche Kritik. Das Rücktrittsgesuch des VW-Personalchefs Peter Hartz, auch als Namensgeber der Arbeitsmarktreform der rot-grünen Bundesregierung bekannt, in dessen Verantwortungsbereich die Verfehlungen fielen, wurde vom VW-Management angenommen.

Auch im Sommer 2006 sorgte Volkswagen für ein nationales Medieninteresse. Durch die geplante Rekonstruierung strich der Konzern seinen Arbeitnehmern die viertägige 28,8-Stunden-Woche und verlängerte diese auf 35 Stunden ohne Erhöhung der Löhne und Gehälter. Im gleichen Zuge wurde aufgrund konzernweiter Streiks die Vertrauensgleitzeit eingeführt, zudem wurden nach Verhandlungen mit der IG Metall betriebsbedingte Kündigungen bis 2011 ausgeschlossen.[34][35]

Im Oktober 2006 legte Volkswagen den Grundstein für ein neues Automobilwerk Russland, in dem ein auf den russischen Markt zugeschnittenes Modell gefertigt werden soll.

Martin Winterkorn auf Elektro-Scooter-Prototyp, Auto Shanghai 2011

Im November 2006 wurde überraschend ein Wechsel an der Konzernspitze angekündigt. Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats vom 17. November 2006 trat Martin Winterkorn am 1. Januar 2007 die Nachfolge von VW-Chef Bernd Pischetsrieder als Vorstandschef von VW an. Winterkorn war unter Piëch Entwicklungsvorstand bei Volkswagen und führte seit 2003 die Erfolgsserie der VW-Tochter Audi fort. Winterkorns erste Aufgabe war, die Kernmarke VW wieder profitabel zu machen und sie insbesondere auf dem Heimatmarkt Europa wieder in die Gewinnzone zurückzuführen sowie den gesamten Konzern im globalen Wettbewerb zu stärken. Als treibende Kraft für die Ablösung Pischetsrieders wird der Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Vorstandsvorsitzende Ferdinand Piëch vermutet.

Ebenfalls im November 2006 erhöhte die Porsche AG ihren Anteil an VW auf 27,4 Prozent und hat diesen Anteil am 26. März 2007 auf 30,9 Prozent ausgebaut.[36] Damit wurde Porsche mit Abstand größter Anteilseigner vor dem Land Niedersachsen mit 20,20 Prozent. Porsche sprach sich zudem gegen das VW-Gesetz aus und beanspruchte entsprechend seinen Anteilen Sitze im Aufsichtsrat. Am 23. Oktober 2007 wurde mit Urteil des Europäischen Gerichtshofs das VW-Gesetz für europarechtswidrig erklärt.

Im Juli 2008 verkündete Volkswagen die Eröffnung eines Werkes in Chattanooga, im US-Bundesstaat Tennessee. Mit dem Bau wurde 2009 begonnen. Das Werk, in dem der Konzern mit rund 2.000 Arbeitern jährlich 150.000 Fahrzeuge vom Typ Passat produzieren will, wurde am 24. Mai 2011 von Martin Winterkorn eröffnet.[37] Damit errichtet Volkswagen zum ersten Mal in den U.S.A. eine Produktionsstätte, nachdem im Juli 1988 das US-Werk in Westmoreland geschlossen worden war. Die neue Produktionsstätte mit einem Investitionsvolumen von einer Milliarde US-Dollar liegt im Enterprise South Industrial Park, rund 20 km nordöstlich von Chattanoogas Innenstadt.

Im August 2008 verkündete die Volkswagen AG, dass das Unternehmen zum ersten Mal „in die Top Drei der weltweit größten Automobilhersteller“ aufgestiegen ist.[38] Das Unternehmen berichtete: „Mit 3,31 Millionen Fahrzeugen, die im ersten Halbjahr 2008 ausgeliefert wurden, steigerte der Volkswagen Konzern seinen Absatz im ersten Halbjahr 2008 um 7,2 Prozent. Damit stiegen die Wolfsburger im weltweiten Absatzranking um einen Platz an die dritte Stelle, vorbei an Konkurrent Ford, der im Berechnungszeitraum nach eigenen Angaben 3,22 Millionen Fahrzeuge verkaufte.“

Am 16. September 2008 verkündete die Porsche Automobil Holding SE die Erhöhung des Anteils an der Volkswagen AG auf 35,14 %.[39] Somit ist die Volkswagen AG nun nach § 2 Abs. 6 WpÜG ein Tochterunternehmen.[40]

Da sich Porsche teilweise auch über Optionen 74,1 % der VW-Aktien gesichert hatte[41] und 20 % vom Land Niedersachsen gehalten werden, kam es zu einer starken Verknappung von VW-Aktien, so dass Spekulanten, die umfangreiche Leerverkäufe von VW-Aktien getätigt hatten, in eine Klemme gerieten (sogenannte short squeeze).[42] Zeitweise überschritt die VW-Aktie am 28. Oktober 2008 die 1000-Euro-Marke, wodurch die Volkswagen AG nach dem Aktienwert kurzzeitig das teuerste Unternehmen der Welt war.[43]

Am 5. Januar 2009 gab Porsche bekannt, nun 50,76 % der Volkswagen Stammaktien zu halten und damit Mehrheitseigner der Volkswagen AG zu sein. Am 6. Mai 2009 folgte die Pressemitteilung der Porsche Automobil Holding SE, die Schaffung eines integrierten Automobilkonzerns mit der Volkswagen AG anzustreben.[44] Finanzierungsprobleme bei den Bankkrediten zwangen Porsche – Medienberichten zufolge – die geplante Übernahme aufzugeben.[45]

Am 9. Dezember 2009 vereinbarten die Volkswagen AG und die Suzuki Motor Corp. eine Allianz. Am 15. Januar 2010 zahlte Volkswagen 2,4 Milliarden $ für eine 19,9-Prozent-Beteiligung an Suzuki. Suzuki kaufte für eine Milliarde US Dollar Aktien der Volkswagen AG und erhielt damit 1,5 % der Anteile. Suzuki Vorstandsvorsitzender Osamo Suzuki schloss weitergehende Beteiligungen vorerst aus.[46] Im September 2011 ließ der Suzuki-Konzern jedoch verlauten, dass er an einer engeren Zusammenarbeit nicht mehr interessiert sei und forderte VW auf, seine Suzuki-Anteile zu verkaufen.[47]

2010er-Jahre[Bearbeiten]

Am 25. Mai 2010 übernahm die Volkswagen AG Giorgio Giugiaros Italdesign. 90,1 Prozent der Aktien wurden von der Audi AG Tochter Lamborghini Holding S.p.A. übernommen.[48] Giugiaro entwarf bereits die Karosserien der ersten Generation von Golf, Scirocco, Passat und Audi 80.

Bei der Präsentation des Serienfahrzeugs VW up! auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt im September 2011 kritisierte Greenpeace die Modellpolitik des Konzerns. Greenpeace beanstandete den Kraftstoffverbrauch des Kleinstwagens als zu hoch im Vergleich zu den BlueMotionmodellen Polo und Golf; VW habe als größter europäischer Automobilhersteller eine Vorbildfunktion beim Klimaschutz.[49]

Im Jahr 2011 erwarb der VW-Konzern die Mehrheit an MAN und 2012 über die Konzerntochter Audi die Motorradmarke Ducati.[50] Zum 1. August 2012 übernahm die Volkswagen AG die restlichen Anteile an der Porsche AG von der Porsche Automobil Holding. Dieser Schritt wurde nötig, da die geplante Fusion mit der Porsche Automobil Holding Ende 2011 für gescheitert erklärt wurde. Die Porsche Automobil Holding erhielt 4,46 Milliarden Euro sowie eine Volkswagen Stammaktie. Dieses Verfahren gilt im Steuerrecht als interne Umstrukturierung.[51]

Firmenlogo (2012)

Seit 2012 tritt das Unternehmen mit überarbeitetem Firmenlogo auf.[52]

Historische und soziale Verantwortung[Bearbeiten]

Durch die Gründung in der Zeit des Nationalsozialismus, die Beschäftigung von Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg und durch den Großaktionär Niedersachsen nimmt das Unternehmen Volkswagen eine Sonderstellung im deutschen Automobilbau ein, die sich vor allem im Umgang mit der eigenen Vergangenheit und im sozialen Engagement niederschlägt.[53]

Entschädigungsfonds[Bearbeiten]

Da bei Volkswagen während der Zeit des Nationalsozialismus auch Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, richtete Volkswagen am 7. Juli 1998 einen privaten humanitären Fonds in Höhe von 20 Millionen DM ein, aus dem bis Ende 2001 über 2.000 Menschen in 26 Staaten eine Entschädigung erhielten. Volkswagen war damit einer der Vorreiter in der deutschen Wirtschaft.

Im Werk Wolfsburg befindet sich eine „Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerkes“.

Wolfsburg AG[Bearbeiten]

Als 1998 die Arbeitslosigkeit rapide anstieg, legte VW der Stadt Wolfsburg ein Konzept vor, das eine Zukunftsperspektive für den Wirtschaftsstandort Wolfsburg aufzeigte. Das 1999 von der Stadt Wolfsburg und VW gegründete Gemeinschaftsunternehmen Wolfsburg AG, eine Public Private Partnership, setzt das Konzept um. Ihr Ziel ist es, die Arbeitslosigkeit von etwa 18 Prozent (Stand 1997) in der Region zu halbieren und neue Wirtschaftsfelder zu erschließen.

Auto 5000 GmbH[Bearbeiten]

Die Auto 5000 GmbH wurde im August 2001 gegründet und baute als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG den Kompakt-Van Touran sowie den Kompakt-SUV Tiguan. Die Gesellschaft wurde gegründet, um den Standort Deutschland als Produktionsstätte zu erhalten und Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. 3500 direkte Mitarbeiter waren bei der Auto 5000 GmbH beschäftigt. Seit dem 1. Januar 2009 wurden ein Großteil der Auto-5000-Mitarbeiter in ein Arbeitsverhältnis der Volkswagen AG übernommen. Der Produktionsbereich der Auto 5000 GmbH wird nunmehr Fertigungsbereich 2 genannt. Derzeitiger Geschäftsführer ist Siegfried Fiebig (Werksleiter Wolfsburg).

Volkswagen und die Politik[Bearbeiten]

VW verpflichtete 1998 auf Empfehlung von Peter Hartz den ehemaligen saarländischen Wirtschaftsminister und Juristen Reinhold Kopp als „Beauftragten des Vorstandes für Regierungsbeziehungen“. Zwei Jahre später wurde er zum Generalbevollmächtigten ernannt und leitete in dieser Funktion die Außenbeziehungen des Konzerns. Der Ex-VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder hatte angekündigt, dass der Automobilkonzern im Januar 2005 eine Liste von Mandatsträgern vorlegen will, die europaweit für Volkswagen tätig geworden sind. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl, sowie zwei niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete legten Lobbyarbeit für den Konzern offen, darunter der damalige Wolfsburger Bürgermeister Ingolf Viereck.

Struktur, Marken, Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

Der Volkswagenkonzern teilt sich in die Bereiche Automobile und Finanzdienstleistungen auf. Hinzu kommen weitere Unternehmensbereiche und Beteiligungen.

 
 
 
 
 
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50,73 %
 
Porsche GmbH

2,37 %
 
Land Niedersachsen
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20,00 %
 
Emirat Katar
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17,00 %
 
Streubesitz

9,90 %
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Nutzfahrzeuge
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Volkswagen Trucks and Buses
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Automobile[Bearbeiten]

Marken und Tochtergesellschaften der Volkswagen AG[Bearbeiten]

Marke VW-Anteil[54] ausgelieferte Einheiten 2011 (2010)
Volkswagen (Pkw) 100 % (Marke der Volkswagen AG) 5,09 Mio. (4,50 Mio.)
Audi 99,55 % an Audi AG 1,30 Mio. (1,09 Mio.)
Škoda Auto 100 % an Škoda Auto, a.s. 879.200 (762.600)
Seat 100 % an Seat S.A. 350.000 (339.500)
Bentley 100 % an Bentley Motors, Ltd. 7.000 (4.150)
Lamborghini 100 % an Automobil Lamborghini Holding S.p.A. (durch Audi AG) ca. 1.500
Bugatti 100 % an Bugatti Automobiles S.A.S. ca. 50
Volkswagen Nutzfahrzeuge 100 % (Marke der Volkswagen AG) 528.800 (435.700)
Scania (Lkw und Busse) 99,57 % des Kapitals, 99,66% der Stimmrechte an Scania AB[55] ca. 50.000
MAN (Lkw und Busse) 75,03 % an MAN SE (seit Juli 2011)
Ducati (Motorräder) 100 % an Ducati Motor Holding S.p.A. (durch Audi AG) 42.000 (kein Konzernbeitrag)[56][57]
Porsche 100 % an Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (seit August 2012)

Automobilbeteiligungen[Bearbeiten]

  • Suzuki – Beteiligung zu 19,9 %

Zeitleiste der Konzernmarken[Bearbeiten]

Zeitleiste der Volkswagen-AG-Fahrzeugmarken von 1935 bis heute
Firma 1930er 1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er Marke
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2
Volkswagen Volkswagen Volkswagen
Volkswagen Volkswagen Nutzfahrzeuge
Seat Seat
Škoda Škoda
Bentley an Vickers Bentley
Bugatti Bugatti
Porsche Porsche
Suzuki Suzuki
Auto Union DKW , Wanderer, Horch, Audi
(Auto Union)
DKW
(Auto Union GmbH)
DKW / Auto-Union
an Daimler-Benz
Audi Audi[A 1] Audi Audi
NSU NSU[A 1]
Lamborghini (Sportwagen) an Chrysler an Megatech an Audi Lamborghini
(Traktoren) an Same Lamborghini
Ducati an Audi Ducati
Scania Scania-Vabis Scania an Saab unabh. Scania
MAN M.A.N. MAN MAN
Volkswagen Caminhões Simca an Chrysler Dodge Volkswagen an MAN Volkswagen Trucks and Buses
  •  Marke einer eigenständigen Unternehmung vor Beteiligung oder Übernahme durch Volkswagen, ggf. vorher schon in anderen Bereichen tätig
  •  Marke einer Unternehmung, die teilweise zu Volkswagen gehört
  •  Marke einer Unternehmung, die mehrheitlich zu Volkswagen gehört
  •  Marke von Volkswagen oder einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft


  1. a b 1969 Fusion zur Audi NSU Auto Union AG

Zeitleisten der Modelle der einzelnen Marken[Bearbeiten]

Finanzdienstleistungen[Bearbeiten]

Weitere Unternehmensbereiche und Beteiligungen[Bearbeiten]

Design

  • Italdesign Giugiaro – 90,1 % Beteiligung an der bekannten Designschmiede über die Audi-Tochter Lamborghini, am 25. Mai 2010 bekanntgegeben.

Entwicklungs-Dienstleistungen

  • IAV GmbH (VW-Tochtergesellschaft 50 %)

Aus- und Weiterbildung

Motoren

Energieversorgung

Dienstleistungen

Elektronikentwicklung

  • Carmeq GmbH (VW-Tochtergesellschaft 100 % über AutoVision GmbH, seit 30. Juli 2002)[58]

Profisport

  • VfL Wolfsburg-Fußball GmbH (zunächst 90 % Beteiligung. Seit 28. November 2007 100 % Beteiligung nach dem Kauf der Anteile des VfL Wolfsburg e.V.)

Konzernlogistik

Die in Baunatal als Hauptsitz niedergelassene Volkswagen Original Teile Logistik ist der Ersatzteilvertrieb, welcher die Original Teile Center als europaweit größte Ersatzteilelager untereinander mit Großkunden aus über 170 Ländern vernetzt. Außerdem übernimmt die Konzerntochter Volkswagen Air Service Lufttransportdienstleistungen.

Vertrieb und Verkauf[Bearbeiten]

Im Zuge der geplanten Fusion von Volkswagen und der Porsche Automobil Holding SE vereinbarten die Familien Porsche und Piëch am 13. August 2009 den Verkauf der Holding an die Volkswagen AG. Am 1. März 2011 erwarb die Volkswagen AG die Porsche Holding GmbH für 3,3 Mrd. Euro.

Im Mai 2012 bündelte die Volkswagen AG ihre eigenen Automobilhandelsgesellschaften in der VGRD GmbH (außer die Seat Niederlassungen und übertrug diese auf die Porsche Holding Gesellschaft mbH, Salzburg).

Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg[59]

Die Porsche Holding GmbH ist Europas größtes Autohandelsunternehmen mit Sitz in Salzburg

VGRD GmbH[60]

Zusammenschluss der Autohäuser in Deutschland.

  • MAHAG (München)[61]

Im Jahr 2009 übernahm die Volkswagen AG, 100 % der Anteile an der MAHAG Gruppe und rettete diese vor einer möglichen Insolvenz. MAHAG gehört zu den größten Autohandelsunternehmen in Deutschland und vertreibt alle Pkw Marken des Volkswagen Konzerns.

  • Volkswagen Automobile (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Leipzig, Chemnitz, Rhein-Neckar, Hannover) GmbH
  • Audi Zentrum (Berlin, Frankfurt, Leipzig, Hannover, Hamburg, Stuttgart, München) GmbH
  • Held & Ströhle (Ulm)

Die Held & Ströhle GmbH mit Sitz in Ulm vertreibt wie die MAHAG alle Pkw Marken, sowie Nutzfahrzeuge der Volkswagen AG

  • Auto & Service (München und Oberbayern)
  • Schwaba (Augsburg)
  • Seat Deutschland Niederlassung GmbH

Die Seat Deutschland Niederlassung GmbH ist eine 100 prozentige Seat Tochter und betreibt vier Hauptniederlassungen in Deutschland (Frankfurt, Berlin, Hamburg, Stuttgart).[62]

Lebensmittel[Bearbeiten]

Currywurst und Ketchup von Volkswagen

Mit der VW-Currywurst ist Volkswagen auch ein großer Wursthersteller. Die Currywurst ist das meistproduzierte Konzernprodukt, 2011 waren es 4,8 Millionen Stück. Für die Bilanz von untergeordneter Bedeutung, steuert sie doch ein wenig zum Konzerngewinn bei.[63]

Geschäftsführung[Bearbeiten]

Vorstand[Bearbeiten]

Geschäftsbereich Mitglied seit vorheriges Wirken
Martin Winterkorn (Vorstandsvorsitzender) Konzern Forschung und Entwicklung 1. Januar 2007 Vorstandsvorsitzender der AUDI AG
Francisco Javier Garcia Sanz Beschaffung 1. Juli 2001 Bereichsleitung Konzernbeschaffung Elektrik/ Elektronik
Jochem Heizmann Konzern China 1. Oktober 2010 Geschäftsbereich Konzern Produktion
Christian Klingler Vertrieb und Marketing 1. Januar 2010 Markenvorstand Volkswagen
Thomas Ulbrich (kommissarisch) Konzern Produktion 1. April 2014 Produktionsvorstand Volkswagen
Horst Neumann Personal und Organisation 1. Dezember 2005 Mitglied des Vorstands der AUDI AG
Leif Östling Konzern Nutzfahrzeuge 1. September 2012 Vorstandsvorsitzender der Scania
Hans Dieter Pötsch Finanzen und Controlling 5. September 2003 Vorstandsvorsitzender der Dürr AG
Rupert Stadler Vorstandsvorsitzender der AUDI AG 1. Januar 2010 Kaufmännischer Geschäftsführer bei Volkswagen-Audi España

Vorstandsvorsitzende:

Aufsichtsrat[Bearbeiten]

Person Funktion
Mitglieder des Präsidiums
Ferdinand Piëch Vorsitzender
Berthold Huber Stv. Vorsitzender
Bernd Osterloh Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG
Wolfgang Porsche Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche Automobil Holding SE
Stephan Weil Niedersächsischer Ministerpräsident
Stephan Wolf Stv. Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG
Mitglieder des Vermittlungsausschusses gemäß §27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz
Ferdinand Piëch Vorsitzender
Berthold Huber Stv. Vorsitzender
Bernd Osterloh Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG
Stephan Weil Niedersächsischer Ministerpräsident
Mitglieder des Prüfungsausschusses
Ferdinand Oliver Porsche Vorstand der Familie Porsche AG Beteiligungsgesellschaft
Peter Mosch Stv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der AUDI AG
Annika Falkengren Präsidentin und Vorstandsvorsitzende Skandinaviska Enskilda Banken
Babette Fröhlich IG Metall, Ressortleiterin Strategische Planung
Mitglieder des Nominierungsausschusses
Ferdinand Piëch Vorsitzender
Wolfgang Porsche Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche Automobil Holding SE
Stephan Weil Niedersächsischer Ministerpräsident

Aufsichtsratsvorsitzende:

Wirtschaftszahlen[Bearbeiten]

Volkswagen zählt offiziell als aktuell zweitgrößter Autohersteller der Welt, gemäß der gültigen OICA-Rangreihe von 2011. Laut dieser führte die GM Gruppe im Jahre 2011 mit 9,14 Millionen Einheiten. Toyota verlor zwei Plätze zu 2010 und rutscht auf Platz 3 mit 7,9 Millionen Einheiten ab. Volkswagen nahm mit 8,2 Millionen Einheiten den zweiten Platz ein.[64]

Neben organischem Wachstum werden mitunter auch weiterhin Hersteller zugekauft, wie zuletzt der Nutzfahrzeughersteller MAN oder die Motorradmarke Ducati.

Offizielle OICA-Jahresrangreihen werden jeweils im Sommer des Folgejahres veröffentlicht. Während der US-Automesse in Detroit gab Konzernchef Martin Winterkorn für 2012 bekannt, dass sein Konzern im Vergleich zum Vorjahr 11,2 Prozent mehr Automobile absetzen konnte. Nachdem es 2012 mit GM erstmals einem Automobilkonzern gelang, mehr als 9 Mio Wagen auszuliefern, zog der VW Konzern 2012 mit 9,07 Millionen Fahrzeugen nach.[65] Die VW AG verfolgt das strategische Ziel, bis spätestens 2018 weltgrößter Automobilhersteller zu sein.

Die Geschäftszahlen des Volkswagen-Konzerns beziehen sich auf den Konzernabschluss nach den IFRS. Die Geschäftszahlen der Volkswagen Aktiengesellschaft umfassen den Jahresüberschuss sowie den Dividendenabschlag und verzeichnen den Jahresabschluss nach dem HGB.

Jahr Umsatzerlöse
in Mio. Euro
Ergebnis
nach Steuern
in Mio. Euro
Auslieferungen
in Mio. Stück
Belegschaft
(Jahresdurchschnitt)
in Tsd.
1972 8.180 (15.999 Mio. DM) k.A. k.A. 192
1990 34.800 (68.063 Mio. DM) k.A. k.A. 261
1997 57.800 (113.047 Mio. DM) k.A. k.A. 280
2000 81.840 (160.065 Mio. DM) 2.610 5,165 322
2001 87.300 (170.744 Mio. DM) 2.930 5,107 324
2002 85.293 2.597 4,984 324
2003 84.813 1.003 5,016 335
2004 88.963 697 5,079 343
2005 93.996 1.120 5,243 345
2006 104.875 2.750 5,734 324,9
2007 108.897 4.122 6,192 329,3 (+1,4 %)
2008 113.808 4.688 6,272 369,9 (+12,3 %)
2009 105.187 911 6,310 368,5 (-0,4 %)
2010 126.875 7.226 7,203 399,4 (+8,4 %)
2011 159.337 15.799 8,265 502 (+25,7 %)
Mengendaten 2006 2005  %
Absatz (Automobile) 5.720.096 5.192.576 + 10,2
Produktion (Automobile) 5.659.578 5.219.478 + 8,4
Belegschaft am 31.12. 324.875 344.902 − 5,8
Finanzdaten nach IFRS in Mio. € 2006 2005(a) %
Umsatzerlöse 104.875 93.996 + 11,6
Operatives Ergebnis
vor Sondereinflüssen
4.383 2.889 + 51,7
Sondereinflüsse 2.374 351 x
Operatives Ergebnis 2.009 2.538 − 20,8
Ergebnis vor Steuern
aus fortgeführten Aktivitäten
1.793 1.621 + 10,6
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 1.955 1.050 + 86,2
Ergebnis aus nicht fortgeführten
Aktivitäten
795 70 x
Ergebnis nach Steuern 2.750 1.120 + 145,4
Cashflow laufendes Geschäft 14.470 10.709 + 35,1
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft 11.911 10.365 + 14,9
Konzernbereich Automobile (b)
Cashflow laufendes Geschäft 11.475 8.112 + 44,8
Investitionstätigkeit
laufendes Geschäft
6.114 5.721 + 6,9
davon: Sachinvestitionen 3.644 4.316 − 15,6
in % vom Umsatz 3,8 5,0
Entwicklungskosten
(aktiviert)
1.478 1.432 + 3,2
in % vom Umsatz 1,5 1,7
Netto-Cashflow 5.631 2.391 135,5
Netto-Liquidität am 31.12 7.133 706 x
Renditen in % 2006 2005^1
Umsatzrendite vor Steuern
(fortgeführte Aktivitäten)
1,7 1,7
Kapitalrendite nach Steuern
(Automobilbereich)
2,0 2,4
Eigenkapitalrendite vor Steuern
(Finanzdienstleistungsbereich)
16,9 18,2
(a) angepasst
(b) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zw. Auto und Finanzdienstl. (aus VW-Navigator 2007)

Im Geschäftsjahr 2006 lieferte der Volkswagen-Konzern 1.108.055 Fahrzeuge in Deutschland aus, was einem Marktanteil von 32,6 Prozent entspricht. Auf dem Weltmarkt konnte sich VW 2004 mit einem Anteil von 9,7 Prozent behaupten.

Bekannt gegeben wurde von einem Volkswagensprecher im 3. Quartal des Jahres 2007 jedoch, dass VW mehrere Milliarden Euro ausgeben wird, und zwar für neue Modelle, Produktionsstellen besonders in Indien und Russland, sowie neue Arbeitsplätze.

Der Volkswagen-Konzern beschäftigt insgesamt über 8.000 Auszubildende – an 44 Fertigungsstätten in 12 Ländern Europas und in 6 Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas. Am Tag werden ungefähr 24.500 Fahrzeuge gebaut. In mehr als 150 Staaten bietet Volkswagen seine Fahrzeuge an. Im Januar 2013 lieferte der Volkswagen Konzern 749.900 Fahrzeuge aus.[66]

Durch eine Wandelanleihe mit Laufzeit bis zum 9. November 2015 will sich der Konzern 2,5 Mrd. € frisches Kapital verschaffen.[67]

Beschäftigtenzahlen[Bearbeiten]

Unternehmen Standorte Zahl der Beschäftigten
(Stand 31. Dezember 2004)
Europa
Flag of Germany.svg Deutschland Audi AG Neckarsulm
Ingolstadt
ca. 47.976 Beschäftigte (2011)
Volkswagen AG Wolfsburg
Hannover
Baunatal (VW-Werk Kassel)
Braunschweig
Emden
Salzgitter
ca. 97.691 Beschäftigte (2011)
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG Stuttgart-Zuffenhausen
Leipzig
ca. 15.307 Beschäftigte (2011)
Volkswagen Sachsen GmbH Chemnitz
Zwickau
ca. 8.941 Beschäftigte (2011)
Volkswagen Osnabrück GmbH Osnabrück ca. 1.792 Beschäftigte (2011)
Autostadt GmbH Wolfsburg ca. 950 Beschäftigte
Automobilmanufaktur Dresden GmbH Dresden 421 Beschäftigte
Volkswagen Financial Services AG Braunschweig ca. 5.500 Beschäftigte
Sitech GmbH Wolfsburg
Emden
Hannover
ca. 2.002 Beschäftigte (2011)
MAN SE München
Augsburg
Nürnberg
Salzgitter
Plauen
Oberhausen
Hannover
Rheine
ca. 30.187 Beschäftigte (2011)
Flag of Belgium.svg Belgien Audi Bruxelles S.A.
(früher Volkswagen-Werk)
Brüssel ca. 2.400 Beschäftigte
Flag of Bosnia and Herzegovina.svg Bosnien-Herzegowina Volkswagen Sarajevo Sarajevo ca. 300 Beschäftigte
Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich Bentley Motors Ltd. Crewe ca. 3.500 Beschäftigte
Flag of Italy.svg Italien Automobili Lamborghini Holding S.p.A. Sant’Agata Bolognese 58 Beschäftigte
Automobili Lamborghini S.p.A. Sant’Agata Bolognese ca. 830 Beschäftigte
Lamborghini Artimarca S.p.A. Sant’Agata Bolognese 5 Beschäftigte
Ducati Motor Holding S.p.A. Bologna ca. 1.134 Beschäftigte
Flag of Poland.svg Polen Volkswagen Poznań Sp. z o. o. Posen ca. 5.000 Beschäftigte
Volkswagen MOTOR POLSKA Sp. z o. o. Polkowice ca. 1.150 Beschäftigte
Sitech Sp. z o. o. Polkowice ca. 1.400 Beschäftigte
Flag of Portugal.svg Portugal AutoEuropa Automóveis, Lda. Palmela ca. 3.200 Beschäftigte
Flag of Spain.svg Spanien Seat, S. A. Barcelona
Martorell
ca. 16.300 Beschäftigte
Gearbox del Prat, S.A. El Prat de Llobregat ca. 1.250 Beschäftigte
Volkswagen Navarra, S.A. Pamplona ca. 4.800 Beschäftigte
Flag of Slovakia.svg Slowakei Volkswagen Slovakia, a.s. Bratislava
Martin
ca. 7.000 Beschäftigte
Flag of the Czech Republic.svg Tschechien ŠKODA AUTO a.s. Kvasiny
Mladá Boleslav
Vrchlabí
ca. 23.300 Beschäftigte
Flag of Ukraine.svg Ukraine OOO Eurocar Solomonowo ca. 850 Beschäftigte
Flag of Hungary.svg Ungarn Audi Hungária Motor Kft. Győr ca. 6.140 Beschäftigte
Flag of Russia.svg Russland OOO Volkswagen Group Rus Kaluga ca. 3.100 Beschäftigte
Nordamerika
Flag of Mexico.svg Mexiko Volkswagen de México S.A. de C.V. Puebla
Silao
ca. 15.000 Beschäftigte
Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten Volkswagen Group of America Chattanooga Operations L.L.C. Chattanooga (Tennessee) ca. 2.000 Beschäftigte
Südamerika
Flag of Argentina.svg Argentinien Volkswagen Argentina S.A. Córdoba
Pacheco
ca. 7.000 Mitarbeiter
Flag of Brazil.svg Brasilien Volkswagen do Brasil Ltda. Resende
São Bernardo do Campo (Anchieta)
São Carlos
Taubaté
ca. 23.200 Beschäftigte
Audi Senna Ltda. São José dos Pinhais, Curitiba ca. 3.600 Beschäftigte
MAN Latin America São Paulo, Resende ca. 1.915 Beschäftigte
Afrika
Flag of Angola.svg Angola Volkswagen do Angola SARL Luanda unbekannt
Flag of South Africa.svg Südafrika Volkswagen of South Africa Ltd. Uitenhage ca. 5.630 Beschäftigte
Flag of Kenya.svg Kenia CMC Motors Group Ltd. Nairobi ca. 6.200 Beschäftigte
Asien
Flag of India.svg Indien ŠkodaAuto India Pvt. Ltd. Aurangabad ca. 950 Beschäftigte
Flag of India.svg Indien Volkswagen India Pvt. Ltd. Chakan ca. 3.500 Beschäftigte
Flag of Israel.svg Israel Dead Sea Magnesium Ltd. S'dom ca. 300 Beschäftigte
Flag of the People's Republic of China.svg China Shanghai Volkswagen Automotive Company Ltd. Shanghai ca. 22.100 Beschäftigte
FAW-Volkswagen Automotive Company Ltd. Changchun ca. 15.600 Beschäftigte
Volkswagen Transmission Company Ltd. Shanghai ca. 260 Beschäftigte
Flag of Indonesia.svg Indonesien PT. Garuda Matraman Motor Jakarta unbekannt
Flag of Malaysia.svg Malaysia HICOM Automotive Manufacturers (Malaysia) Sdn. Bhd. Pekan unbekannt
Flag of Kazakhstan.svg Kasachstan Azia Avto OAG Öskemen
Flag of Vietnam.svg Vietnam Công ty Trách nhiệm hữu hạn Liên-A quốc tế Ho-Chi-Minh-Stadt unbekannt
Công ty ô tô Thế giới Ho-Chi-Minh-Stadt unbekannt
Flag of Japan.svg Japan Audi Motor Assembly K.K. Tokio 800 (ehemaliges Werk)

Bei Audi Ingolstadt arbeiteten 2007 200 Leiharbeiter, die gleich viel verdienen wie die fest Beschäftigten. Ende 2008 wurden 16.500 Leiharbeiter beschäftigt, davon 4.500 in Deutschland.

Volkswagen AG: Staaten mit VW-Werken

Eigentumsverhältnisse[Bearbeiten]

Volkswagen ist eine Aktiengesellschaft, die ihre Anteile in Stamm- und Vorzugsaktien ausgibt. Die Vorzugsaktien befinden sich komplett im Streubesitz.

Aktionärsstruktur der Stammaktien der Volkswagen AG

Anteil (am Grundkapital) Anteilseigner[68]
32,20 % Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart
15,60 % Qatar Holding LLC, Doha
12,70 % Land Niedersachsen über Hannoversche Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover
39,50 % Streubesitz

Stand: 31. Dezember 2013

Durch die Novellierung des VW-Gesetzes ist die Begrenzung der Stimmrechte eines einzelnen Aktionärs auf 20 Prozent abgeschafft.

Die General Capital Group besaß bis 2005 4,90 Prozent.

Die Aktie ist in den Indizes EURO STOXX 50, DAX, HDAX, CDAX, Prime All Share, Prime Automobile und Nisax20 vertreten und wird an allen deutschen und den weltweit wichtigen Börsen, einschließlich New York, London und Luxemburg gehandelt. Sie ist ebenfalls in vielen Automobil-Indizes von Standard & Poor's und Dow Jones vertreten.

Aktienkurs von VW rund um den 26. Oktober 2008

Am 26. Oktober 2008 erklärte Großaktionär Porsche, den Anteil an Volkswagen auf 42,6 Prozent erhöht zu haben. Zusätzlich verfüge man über 31,5 Prozent in Form von Optionen zur Kurssicherung auf VW-Stammaktien. Zusammengenommen käme Porsche damit auf 74,1 Prozent an Volkswagen, was den Abschluss eines Beherrschungsvertrages erlaubt.[69] Das Land Niedersachsen besitzt etwa 20 Prozent, damit wären nur noch rund sechs Prozent der VW-Stammaktien frei handelbar.[70] Diese Situation führte dazu, dass der Kurs der Aktie binnen einer Woche um 289,29 Prozent anstieg und am 28. Oktober 2008 im elektronischen Handel XETRA nach einem Eröffnungskurs von 500 Euro innerhalb eines Tages den Spitzenwert von 1.005,01 Euro erreichte. Volkswagen war damit kurzzeitig das teuerste Unternehmen der Welt.

Am 18. Dezember 2009 stockte das Emirat Katar seine Beteiligung auf 17 % auf. Dadurch sank der Anteil der im Streubesitz befindlichen Stammaktien unter die Zehn-Prozent-Grenze, wodurch die VW-Stammaktie im DAX durch die VW-Vorzugsaktie ersetzt wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hedwig Richter, Ralf Richter: Die Gastarbeiter-Welt. Leben zwischen Palermo und Wolfsburg. Schöningh, 2012, ISBN 978-3-506-77373-9.
  • Paul Schilperoord: Die wahre Geschichte des VW-Käfers. Wie die Nazis Josef Ganz die VW-Patente stahlen. Huber, Wien u. a. 2011, ISBN 978-3-7193-1565-8.
  • Martin Posth: 1000 Days in Shanghai. Singapore 2008, ISBN 978-0-470-82388-0.
  • Manfred Grieger, Ulrike Gutzmann, Dirk Schlinkert (Hrsg.): Volkswagen Chronik (= Historische Notate. Band 7). 2. Auflage. Wolfsburg 2005, ISBN 3-935112-10-6.
  • Markus Lupa: Das Werk der Briten. Volkswagenwerk und Besatzungsmacht 1945–1949 (= Historische Notate. Band 2). 2. Auflage. Wolfsburg 2005, ISBN 3-935112-00-9.
  • Hans-Joachim Selenz: Schwarzbuch VW. Frankfurt 2005, ISBN 3-8218-5612-2.
  • Ralf Richter: Ivan Hirst. Britischer Offizier und Manager des Volkswagenaufbaus. Volkswagen AG, Wolfsburg 2003, ISBN 3-935112-12-2.
  • Hans Mommsen, Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich. Econ Verlag, Düsseldorf 1996, ISBN 3-430-16785-X.
  • Volkmar Köhler: Die Volkswagenwerke in Wolfsburg und Hannover (= Kleine Kunstführer für Niedersachsen. Heft 20). Göttingen 1958.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikinews: Portal:VW – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Volkswagen AG: Geschäftsbericht 2012. Abgerufen am 14. März 2013 (PDF; 17,0 MB).
  2. Volkswagen AG: Wesentliche Zahlen. Abgerufen am 15. August 2014 (website).
  3. VW ist zweitgrößter Autobauer der Welt auf ndr.de
  4. Die Modellpalette des Volkswagen Konzerns – Ein Überblick und Links zu den internationalen Websites der Marken. Abgerufen am 15. Juni 2011.
  5. FAZ: Der VW-Gewinn sinkt (30. Juli 2013)
  6. www.volkswagenag.com
  7. Jürgen Lewandowski: VW Typen und Geschichte, Steiger Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-89652-126-8, S. 8.
  8. Hans Mommsen, Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich. S. 198.
  9. Hans Mommsen, Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich. S. 251.
  10. Hans Mommsen, Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich. S. 253.
  11. Bernd Wiersch: Die Käfer-Chronik, Die Geschichte einer Autolegende. 2. Auflage. Delius Klasing, Bielefeld, ISBN 978-3-7688-1695-3.
  12. Hans Mommsen; Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich. Econ Verlag, Düsseldorf 1996, S. 927.
  13. Winand von Petersdorff: Die Mission des Ferdinand Piëch. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. November 2006.
  14. Hans Mommsen, Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich. S. 954.
  15. Rüdiger Etzold: Der Käfer – Eine Dokumentation. Band 1, Motorbuch Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-7168-1582-9, S. 8.
  16. H. Leyendecker, K. Ott: Geschichte "mangelhaft". Süddeutsche Zeitung GmbH, 13. Juni 2009, abgerufen am 13. Juni 2009.
  17. Arne Stuhr: Warum der Porsche-Chef einen Knick braucht, in Manager Magazin, 23. August 2002.
  18. Hedwig Richter/Ralf Richter: Zum Streik der italienischen Arbeitsmigranten im Volkswagenwerk 1962, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft I/2008.
  19. books.google.de
  20. siehe hierzu die archivierte Diskussion zu V.A.G
  21. Das Jahr 1975 im Bild, Carlsen Hamburg 1975, S. 94.
  22. Der Spiegel 50/1977, S. 128.
  23. Slowdown in auto sales expected in China, 30. Januar 2010.
  24. Martin Posth: 1000 Days in Shanghai. Singapore 2008, ISBN 978-0-470-82388-0.
  25. Gregor Haake: Produktion vor Ort: Volkswagen kämpft mit Milliarden um China. (Version vom 29. April 2010 im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland, 26. April 2010.
  26.  Gefälligkeit erwiesen. In: Der Spiegel. Nr. 39, 1987 (online).
  27. Volkswagen Chronik
  28. Der Konzern-Organe
  29. Die López-Affäre steht vor einem neuem Höhepunkt: In Deutschland droht eine Anklage wegen Industriespionage auf zeit.de
  30. Der Spiegel 49/1996
  31. Verdächtige bei Opel, Oracle und Ferrari, Die Welt, 12. Mai 2007.
  32. López hat VW mehr gebracht als geschadet, Die Zeit, 17. Januar 1997.
  33. Call in the Cavalry: IP Issues in Business Transactions
  34. VW will 28,8-Stunden-Woche kippen auf spiegel.de
  35. Zurück zur 35-Stunden-Woche auf stern.de
  36. Veröffentlichung der Stimmrechtsanteile vom 28. März 2007
  37. Rückkehr nach 23 Jahren: Volkswagen eröffnet neues Werk in den USA auf spiegel.de, Meldung vom 24. Mai 2011.
  38. Volkswagen Konzern auf der Überholspur: Der Wolfsburger Autobauer im Absatzranking jetzt weltweit auf Platz drei, 28. August 2008.
  39. Porsche erhöht Beteiligung bei VW auf mehr als 35 %
  40. Porsche bringt Volkswagen unter seine Kontrolle auf reuter.de, 16. September 2008.
  41. Oliver Stock im Handelsblatt vom 29. Oktober 2008.
  42. Short Squeeze – Porsche hält VW-Spekulanten zum Narren (Version vom 3. August 2012 im Webarchiv Archive.today), in Financial Times Deutschland, 28. Oktober 2008.
  43. VW zeitweise teuerstes Unternehmen der Welt, in Der Tagesspiegel, 28. Oktober 2008.
  44. Pressemitteilung der Porsche Automobil Holding SE vom 6. Mai 2009
  45. Fusion statt Übernahme – Wiedeking scheitert mit Angriff auf Volkswagen in Spiegel Online, 6. Mai 2009.
  46. Suzuki: may reject if Volkswagen eyes bigger stake, 21. Januar 2010.
  47. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSuzuki hat keine Lust mehr auf VW. NDR.de, 12. September 2011, abgerufen am 12. September 2011.
  48. Volkswagen Konzern übernimmt Mehrheit an Italdesign Giugiaro
  49. Greenpeace e.V., Presseportal.de vom 15. September 2011, abgerufen am 21. Januar 2012.
  50. AUDI AG übernimmt Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. audi.de, 18. April 2012, abgerufen am 18. April 2012.
  51. VW übernimmt Porsche ohne große Steuerlast. ndr.de, 5. Juli 2012, abgerufen am 5. Juli 2012.
  52. Volkswagen bei auto motor und sport
  53. Entschädigungsfonds. 7500 Euro je KZ-Sklavenarbeiter. In: www.wiwo.de, 27. September 2010. (abgerufen am 4. Dezember 2011)
  54. PDF bei www.volkswagenag.com
  55. [http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/content/de/investor_relations.bin.html/superteaser/tabs/tab_0/teaserlists/teaserlist_0/teasers/talksandpresentation_0/file/2014-06-12+Pressemitteilung_DE.pdf Pressemeldung Nr. 244/2014.] 12. Juni 2014, abgerufen am 3. August 2014.
  56. AUDI AG übernimmt Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. audi.de, 18. April 2012, abgerufen am 18. April 2012.
  57. spiegel.de:Audi kauft Ducati
  58. Daten und Fakten aus der Website der Carmeq, abgerufen am 21. November 2012.
  59. http://kurier.at/wirtschaft/unternehmen/4498598-neue-aufgaben-fuer-porsche-holding-salzburg.php Artikel zur Übertragung der Geschäfte auf die Porsche Holding
  60. volkswagen-automobile.de
  61. tz.de: Mahag wird an VW verkauft, abgerufen am 20. März 2014.
  62. http://www.seat.de/content/de/brand/de/company/seat-deutschland/niederlassungen.html Seat.de - Übersicht der Niederlassungen
  63. Die Meister der Currywurst. In: Metallzeitung 2/2009 (PDF; 646 kB)
  64. WORLD RANKING OF MANUFACTURERS Year 2011. OICA, 2011, abgerufen am 12. Februar 2013 (PDF; 21 kB).
  65. Neun-Millionen-Marke: VW verkauft so viele Autos wie nie zuvor. Spiegel online, 14. Januar 2013, abgerufen am 22. Oktober 2013.
  66. Volkswagen aktuell Abgerufen am 25. Februar 2013.
  67. Volkswagen: 2,5 Milliarden Euro dank Wandelanleihe
  68. Aktionärsstruktur
  69. DER SPIEGEL 20/2010: Die eigene Haut retten
  70. Heute-Nachrichten ZDF: Porsche will VW beherrschen