VW Derby

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VW Derby I
VW Derby I
VW Derby II
VW Derby II
VW Derby II
VW Derby II

Der VW Derby war ein von Audi in Ingolstadt für VW entwickelter Kleinwagen auf der Basis des VW Polo, der ab Februar 1977 von Volkswagen hergestellt wurde. Die kleine Limousine war im Grunde ein VW Polo mit Stufenheck. Die technische Basis stellte das Konzernschwestermodell Audi 50. Die Stufenheckvariante hielt sich über zwei Generationen Polo (1 & 2).

Besondere Merkmale:

  • eckige statt runde (Polo) Scheinwerfer ab 1979.
  • verhältnismäßig großer Kofferraum (Platz für 8 Wasserkästen)
  • 2-Türer
  • quer eingebauter Motor
  • Frontantrieb

Nach anfänglich großem Erfolg (72.412 verkaufte Derby 1977 - mehr als Polo) gingen die Verkaufszahlen aber schon bald deutlich zurück. Nachdem 1984 nur noch 5.044 Derby verkauft wurden, wurde 1985 diese Serie, genauso wie der Stufenheckableger Santana des Passat mit dem Namen des Basismodells versehen. Der Derby wurde somit in Polo umbenannt und bekam wieder runde Scheinwerfer. Den tiefen Fall in der Gunst des Publikums konnte das allerdings auch nicht aufhalten. Die Zeit von Kleinwagen mit Stufenheck war abgelaufen. So wurde das Faceliftmodell des VW Polo II (interne Bezeichnung 2F, ab 1991) in Deutschland nicht mehr als Stufenheck angeboten, und war nur als Reimport erhältlich.

Erst der Nachfolger Polo III (6N) bekam später wieder eine Stufenheckvariante, den diesmal 4-türigen Polo Classic. Dies war jedoch mehr ein optisch auf VW getrimmter Seat Córdoba, welcher wiederum die Stufenheckvariante des Seat Ibiza war. Dieser teilte sich mit dem Polo 6N eine technische Plattform, z. B. das gleiche Armaturenbrett. Ein großer Erfolg wurde auch er allerdings nicht. Immer noch nicht entmutigt von erfolglosen "Kleinwagen-Limousinen" brachte VW anfangs auch ein Stufenheck auf Basis des aktuellen Polo 9N. Hierbei handelte es sich um einen Brasilien-Import. Obwohl optisch durchaus gelungen, blieb auch hier der rechte Erfolg aus, so dass diese Variante mit dem Facelift des Polo im Mai 2005 heimlich vom deutschen Markt verschwand. Der Stufenheck-Polo wird aber weiter produziert und im Ausland auch angeboten.

Unter dem Namen Derby entstanden bis Anfang 1985 insgesamt knapp 370.000 Exemplare.

[Bearbeiten] Quellen

  • Werner Oswald: Deutsche Autos 1945-1990, Bd. 3, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02116-1, S. 68-71 und 104-113.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
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