Vader (Band)

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Vader
Vader logo.svg
Vader Band 2005.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Death Metal
Gründung 1983
Website http://www.vader.pl/
Gründungsmitglieder
Piotr „Peter“ Wiwczarek
Jacek „Jackie“ Kalisz (bis 1993)
Aktuelle Besetzung
Gesang, E-Gitarre
Piotr „Peter“ Wiwczarek
E-Gitarre
Marek „Spider“ Pająk (seit 2010)
E-Bass
Tomasz „Hal“ Halicki (seit 2011)
Schlagzeug
James Stewart (seit 2011)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
„Czarny“ (1986–1988)
E-Gitarre
Zbigniew „Vika“ Wróblewski (1986–1986)
E-Gitarre
Jarosław „China“ Łabieniec (1993–1997)
Bass
Astaroth (1986)
Bass
Robert „Rob“ Sobczewski (?–?)
Bass
Leszek „Shambo“ Rakowski (1993–2002)
Bass
Konrad „Simon“ Karchut (2002–2003)
Schlagzeug
Belial (1986–1987)
Schlagzeug
Krzysztof „Docent“ Raczkowski († 2005)
Bass
Marcin „Novy“ Nowak (2003-2008)
E-Gitarre
Maurycy „Mauser“ Stefanowicz (1997-2008)
Schlagzeug
Dariusz „Daray“ Brzozowski (2005-2008)
E-Gitarre
Waclaw „Vogg“ Kieltyka (2008-2009)
Bass
Tomasz „Reyash“ Rejek (2008-2011)
Schlagzeug
Pawel „Paul“ Jaroszewicz (2008-2011)
Gastmusiker
Gesang
Adam „Nergal“ Darski (Whisper auf Revelations)
E-Gitarre
Grzegorz Skawiński (auf Sothis)
E-Gitarre
Jacek Hiro (Angel of Death auf Blood)
Schlagzeug
Marcin „Ząbek“ Golebiewski (auf der Tour 2001)
Keyboard
Jerzy „U.reck“ Głód (Revelations of Black Moses auf Revelations und Angel of Death auf Blood)
Keyboard
Siegmar (Para Bellum und Banners on the Wind auf The Art of War)

Vader ist eine polnische Death-Metal-Band und wurde 1983 in Allenstein von Piotr Wiwczarek gegründet. Er ist das einzig verbliebene Mitglied der Originalbesetzung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bandgeschichte

Vader waren die erste Band aus dem ehemaligen Ostblock, die einen Plattenvertrag bei dem westlichen Label Earache Records bekam, bei dem das Album The Ultimate Incantation erschien. Über die Jahre hat sich die Band in zahllosen Konzerten und mit zwei Live-CDs einen Ruf als exzellente Live-Band erspielt. Zudem gehört ihre Demo Morbid Reich mit über 10.000 verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Metaldemos überhaupt.

Die Demos Morbid Reich und Necrolust wurden 1993 auf ihrem ersten Album The Ultimate Incantation wiederveröffentlicht. Auf der MCD Sothis ersetzte Leszek „Shambo“ Rakowski Jacek „Jackie“ Kalisz am Bass. Die Alben De Profundis, Future of the Past und Black to the Blind erschienen unter dem Impact Records Label. In diesen drei Jahren spielten sie rund 350 Konzerte. Unter dem Hammerheart Records-Label erschien Reborn in Chaos, welches die Titel der Demos Morbid Reich und Necrolust neu abgemischt ebenfalls beinhaltet. Mit Black to the Blind übernahm Maurycy „Mauser“ Stefanowicz die zweite Gitarre von Jarosław „China“ Łabieniec. Ende 1998 unterschrieb Vader dann bei Metal Blade Records.

2002 übernahm Konrad „Simon“ Karchut für ein Jahr die Position Shambos am Bass, die er 2003 an Marcin „Novy“ Nowak, den ehemaligen Bassisten der Black-/Death-Metal-Band Behemoth, abgab.

Der größte Auftritt für die Band war 2004 die Eröffnung des Konzertes für die Bands Metallica und Slipknot vor 50.000 bis 60.000 Menschen. Beim Album The Beast (2004) spielte Dariusz „Daray“ Brzozowski, ebenfalls Schlagzeuger bei Vesania, als Ersatz für Drummer Krzysztof „Doc“ Raczkowski Schlagzeug, da dieser sich während der Studioarbeit bei einem Sturz verletzte. Über 170 Auftritte waren schon vor Veröffentlichung geplant. Im März 2005 wurde Doc auf Grund von Alkohol- und Medikamentenproblemen aus der Band geworfen. Daray wurde vollständiges Mitglied von Vader.

Am 20. August 2005 verstarb Raczkowski im Alter von 35 Jahren. Die Mini-CD The Art of War (2005) wurde ihm gewidmet.

2008 verließ Mauser die Band, da er wegen seines eigenen Projekts UnSun nicht mehr die Zeit für Vader aufbringen konnte. Daray wechselte zur norwegischen Dark-Metal-Band Dimmu Borgir, wovon er schon vor seinem Einstieg bei Vader geträumt hatte. Er verabschiedete sich jedoch nicht von Wiwczarek und Vader, sondern „schob […] angebliche Meinungsverschiedenheiten in der Band vor“. Wiwczarek erfuhr erst später aus dem Internet von Darays Wechsel zu Dimmu Borgir und erst kurz vor dem Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen der Band, dass seine gesamte Besetzung aussteigen würde. Um die Atmosphäre nicht zu beeinträchtigen, wurden die Fans vor dem Auftritt nicht darüber informiert.[1]

Mit einer neuen Besetzung veröffentlichte Wiwczarek 2009 das Album Necropolis.

2011 verließ Bassist Thomas „Reyash“ Rejek aus persönlichen Gründen die Band und wurde durch Tomasz „Hal“ Halicki ersetzt, der bereits auf dem Best of Album XXV für das Terrorizer Cover Fear of Napalm den Bass beisteuerte. Bereits 2009 verließ Waclaw „Vogg“ Kieltyka Vader, um sich wieder voll auf seine Hauptband Decapitated konzentrieren zu können, die mit dem Album Carnival is Forever 2011 wiederbelebt wurde. Während ein Ersatz für ihn gesucht wurde übernahm Marco Martell von Malevolent Creation die 2. Gitarre. Schließlich wurde 2010 mit Marek „Spider“ Pająk von der Technical Death Metal Band Esqarial ein würdiger Nachfolger gefunden.

Für August 2011 ist ein neues Album mit dem Titel Welcome to the Morbid Reich angekündigt. In den Studioberichten, die auf der Homepage von Vader regelmäßig veröffentlicht wurden, ist zu erkennen das Marek „Spider“ Pająk ebenfalls massiv am Songwriting beteiligt war. Eine weitere Neuheit sind high-pitched Growls. Im Juli wurde das Lied Come and See My Sacrifice als Gratis-Download veröffentlicht.[2]

Nach den Aufnahmen zum neuen Album und einer anschließenden Tour verließ Schlagzeuger Pawel „Paul“ Jaroszewicz die Band aus familiären Gründen. Ein neuer Schlagzeuger konnte schnell in dem 21-jährigen Engländer James Stewart von Divine Chaos gefunden werden. Er soll ab August 2011 hinter dem Schlagzeug sitzen.

Vader auf der "The Sign of Hell Tour 2011" in Rostock
Piotr Wiwczarek

[Bearbeiten] Stil

Vader gehören nach einstimmiger Pressemeinung zur „Speerspitze“ des Death Metal, obwohl sie in ihrer stark christlich geprägten Heimat aufgrund ihrer negativen Meinungen über Religionen einen schweren Stand haben. Außerdem sind alle Mitglieder bis auf den derzeitigen Bassisten Atheisten. Auch Thrash-Metal-Elemente lassen sich in ihrer Musik finden. Ihre Texte selbst behandeln Themen wie Religion, die Vanitas, den Krieg und oftmals auch die Werke des amerikanischen Schriftstellers Howard Phillips Lovecraft oder auch Friedrich Nietzsche (Helleluyah).

[Bearbeiten] Bemerkenswertes

Im Gegensatz zu konventionellen Merchandise-Artikeln anderer Death-Metal-Bands, bot Vader Mitte der 1990er Jahre Bettwäsche im Sortiment des offiziellen Band-Shops an. Diese wurde von der Fan-Gemeinde euphorisch aufgenommen. Zahlreiche andere Metal-Bands folgten der neuen Idee und boten fortan Bettwäsche und andere Schlafutensilien in ihren Shops an. Nach eigenen Angaben verkauften Vader 37.000 Exemplare.[3]

[Bearbeiten] Diskografie

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung
Erklärung der Daten
Alben
Revelations
  PL 22 17.06.2002 (1 Wo.) [4]
The Beast
  PL 8 40/2004 (5 Wo.) [5]
Impressions in Blood
  PL 8 37/2006 (5 Wo.) [5]
Necropolis
  DE 64 04.09.2009 (1 Wo.) [6]
  PL 5 36/2009 (5 Wo.) [5]
Welcome To The Morbid Reich
  DE 73 26.08.2011 (… Wo.) [6]
  CH 94 28.08.2011 (… Wo.)
EPs
Reign Forever World
  PL 45 12.02.2001 (1 Wo.) [7]
Blood
  PL 44 42/2003 (2 Wo.) [5]

[6]

[5]

[Bearbeiten] Alben

[Bearbeiten] Demos und EPs

  • 1986: Tyrani Piekieł (Demo)
  • 1986: Live in Decay (Demo)
  • 1989: Necrolust (Demo)
  • 1990: Morbid Reich (Demo)
  • 1994: Sothis (MCD)
  • 1995: An Act of Darkness/I.F.Y. (EP)
  • 1997: Carnal/Black to the Blind (Single)
  • 1998: Kingdom (EP)
  • 2000: Xeper/North (2000, Single)
  • 2001: Reign Forever World (MCD)
  • 2002: Angel of Death (Single)
  • 2003: Blood (MCD)
  • 2004: Beware the Beast (nur in Polen erschienene MCD)
  • 2005: The Art of War (MCD)
  • 2008: Lead Us (EP)

[Bearbeiten] Livealben und Kompilationen

  • 1993: The Darkest Age (Live)
  • 1998: Vision and Voice (VHS)
  • 1998: Reborn in Chaos (Kompilation)
  • 1998: Live in Japan
  • 2002: More Vision and the Voice (DVD)
  • 2002: Armageddon (Kompilation)
  • 2004: Night of the Apocalypse (DVD)
  • 2007: And Blood Was Shed in Warsaw (DVD)
  • 2008: XXV (Kompilation, Best of mit komplett neu aufgenommenen Tracks)
  • 2009: Necropolis (DVD)

[Bearbeiten] Videos

  • 2005: This Is The War
  • 2007: Sword of the Witcher für das Rollenspiel The Witcher
  • 2007: Hellelujah (God is Dead)
  • 2009: Never Say My Name

[Bearbeiten] Samplerbeiträge

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Vader – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Frank Albrecht: VADER. Geburtstag mit Hindernissen. In: Rock Hard, Nr. 267, August 2009, S. 57.
  2. Vader - Gratis-Download, 8. Juli 2011.
  3. Biography.
  4. olis.onyx.pl: Official Retail Sales Chart für 17. Juni 2002
  5. a b c d e acharts.de: Chartübersicht für Vader
  6. a b c musicline.de: Vader in den deutschen Albumcharts
  7. olis.onyx.pl: Official Retail Sales Chart für 12. Februar 2001
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