Vagen
Vagen ist ein Ortsteil der Gemeinde Feldkirchen-Westerham im Landkreis Rosenheim. Das Pfarrdorf liegt auf einer Höhe von 525,7 m ü. NN, seine Einwohnerzahl beträgt 1.792 (Stand 31. Dezember 2004). Vor der Gemeindegebietsreform 1972 war Vagen eine eigenständige Gemeinde.
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[Bearbeiten] Geschichte
Der Ortsname leitet sich von dem bayerischen Adelsgeschlecht der Fagana ab. Im Hochmittelalter gehörte Vagen zum Herrschaftsgebiet der Falkensteiner, als Graf Siboto II. von Weyarn seinen Herrschaftsmittelpunkt auf die oberhalb des Ortes gelegene Neuburg,verlegte. Nach dem Verfall der Burg wurden die Überreste als Baustoffe für die 1653 errichtete Wallfahrtskirche Weihenlinden verwendet. Von der ehemaligen Burg ist heute nichts mehr zu sehen. Lediglich ein markanter Aussichtspunkt, mit Blick weit über das Mangfalltal zeugt von der einst strategisch günstigen Position. In Vagen fand im Jahr 1717 das älteste nachweisbare Haberfeldtreiben statt.
Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Vagen und Feldkirchen zur neuen Gemeinde Feldkirchen-Westerham zusammengeschlossen.[1] Der Landkreis Bad Aibling wurde zum gleichen Zeitpunkt aufgelöst. Somit wurde die neue Gemeinde dem Landkreis Rosenheim zugeordnet.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Die Kirche Mariä Himmelfahrt [2] von Vagen war bis 1875 Kuratiekirche und ist seit 1958 Pfarrkirche. Vorher war Vagen eine Filiale von Götting und ist als solche schon 1315 in den Conradinschen Matrikel erwähnt. Der Turm ist der älteste Teil und zeugt wohl von einer romanischen Kirche. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde das Kirchenschiff erneuert und vergrößert im gotischen Stil erbaut. Zeugnis dafür ist das Portal. 1746 ließ d Kirche ie Pfarrer Stephan Mayr aus Götting im barocken Stil umgestalten, woran ein Votivbild an der Ostseite der Kirche erinnert. Der Hauptaltar der Kirche zeigt die apokalyptische Frau, den hl. Georg und den hl. Sebastian die Seitenaltäre die hl. Anna und die hl. Barbara. Die Gemälde an der Decke wurden 1936 neu gestaltet. Von Norbert Krieger aus Retzbach bekam die Kirche 1984 eine neue Orgel. Beachtenswert sind im Kirchenschiff das Kreuz mit Pieta, der Gnadenstuhl, der hl. Rasso, der hl. Valentin und gegenüber dem Eingang die Madonna mit Kind.
[Bearbeiten] Vagener Schloss
Bereits 1768 wurde in Vagen ein Schloss erbaut. Anton Vogt, der als Rheinstein-Tattenbachscher Grafschaftspfleger von Valley und Pächter der Brauerei die halbe Hofmark Vagen gekauft hatte, baute sich mit dem Schloss seinen Altersruhesitz. In dem großen Schlossgarten erschuf er mit Hilfe des Goldbaches Wasserkaskaden. In den 1870er Jahren wurde das Schloss von dem Grafen Heinrich von Boos-Waldeck erheblich erweitert. Das Schloss ist in diesem Zustand vollständig erhalten und bewohnt.
1995 erfolgte eine umfassende Renovierung durch den Besitzer Karl Michael Freiherr von Aretin. Seitdem gilt das Schloss als Sehenswürdigkeit in Vagen. Seit 2005 entstehen am Vagener Schloss die Außenaufnahmen zur Telenovela Sturm der Liebe der ARD. Aufgrund der Dreharbeiten am Außenstandort ist das Areal für die Öffentlichkeit gesperrt.
[Bearbeiten] Alte Schmiede
Bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts gab es eine urkundlich nachgewiesene Huf-, Hammer- und Waffenschmiede, die bis heute im Wesentlichen erhalten ist. Sie wurde durch die Wasserkraft des Goldbaches angetrieben.
[Bearbeiten] Einrichtungen
- Grundschule
- Trachtenverein D'Neuburgler
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Klima
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Niederschlagsdaten Vagen
Quelle: Niederschlag: „Monatliche Niederschlagssummen 1961-90, Vagen“ von http://www.dwd.de/klimadaten
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[Bearbeiten] Wirtschaft
[Bearbeiten] Weblinks
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Commons: Vagener Schloss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - http://www.vagen.de/
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 425
- ↑ Beleg bei Erzbistum München
47.87333333333311.885833333333Koordinaten: 47° 52′ N, 11° 53′ O
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