Valérie Boyer

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Valérie Boyer

Valérie Boyer (* 11. Juni 1962 in Bourges, Département Cher) ist eine französische Politikerin und Abgeordnete der französischen Nationalversammlung, wo sie für die Partei UMP (Union pour un mouvement populaire) das Départment Bouches-du-Rhône vertritt.

Leben[Bearbeiten]

Sie ist die Tochter des in Algerien geborenen Gabriel Boyer und der in Tunesien geborenen Lucienne Borg. Valérie Boyer ist geschieden und Mutter von drei Kindern. Nachdem sie die Lycée Marcelin-Berthelot in Saint-Maur-des-Fossés besuchte, erhielt sie ein Diplom im Fach Öffentliche Verwaltung am Institut d'études politiques d'Aix-en-Provence.

Politische Karriere[Bearbeiten]

2001 stieß sie zu dem Team um Jean-Claude Gaudin, Bürgermeister von Marseille, wobei sie in den Stadtrat des 13. und 14. Arrondissement von Marseille gewählt wurde. 2007 wurde sie als Abgeordnete des 8. Bezirks von Bouches-du-Rhone gewählt.

Im Jahr 2008 reichte sie ein Gesetzesentwurf ein, der die Darstellung von extrem dünnen Models in Modewerbung (als Straftatbestand „Anstiftung zur Magersucht“) mit einer Geldstrafe von bis zu 30.000 Euro ahnden soll.[1]

Nachdem sie 2011 den Gesetzesentwurf für eine Bestrafung der Leugnung des Völkermords an den Armeniern vorgelegt hatte, wurde ihre Webseite von türkischen Hackern attackiert; diese hinterließen eine Nachricht auf Englisch und Türkisch, in der Franzosen und Armenier angegriffen wurden. Darüber hinaus erhielt sie für den Gesetzesentwurf auch zahlreiche Morddrohungen, woraufhin sie Anzeige gegen Unbekannt erstattete.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. French fight anorexia on the fashion pages The Guardian, 15. April 2008
  2. Hacker legen Website französischer Abgeordneter lahm Spiegel Online, 26. Dezember 2011
  3. Umstrittenes Armenien-Gesetz: Vergiftete Beziehungen Quantara.de, 29. Dezember 2011