Val d’Uina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Val d’Uina
Das Val d’Uina vom Gegenhang des Inntals aus

Das Val d’Uina vom Gegenhang des Inntals aus

Lage Graubünden, Schweiz
Geographische Lage 824465 / 18750146.800810.37972000Koordinaten: 46° 48′ 2,9″ N, 10° 22′ 46,9″ O; CH1903: 824465 / 187501
Val d’Uina (Graubünden)
Val d’Uina
Höhe 2000 m
Gewässer Uina
Nutzung Beliebte MTB-Strecke bei Alpenüberquerung

Das Val d’Uina ist ein kleines Nebental des Unterengadins zwischen dem Piz S-chalambert im Nordosten und Piz Lischana im Südwesten. Es mündet bei Sur En in das Inntal.

Im Tal liegen die beiden Weiler Uina Dadaint und Uina Dadora, die über Jahrhunderte ganzjährig bewohnt waren und heute nur noch im Sommer bewirtschaftet werden. In Uina Dadaint sind noch ein Wohnhaus und ein Stall mit Scheune erhalten. In Uina Dadora, auf 1499 m, beginnt mit dem Val Curtinatsch das grösste Nebental des Val d’Uina.

In Sursass, im hinteren Teil des Tals, besitzt die Bündner Gemeinde Sent eine Alp mit 650 ha, die an die Gemeinde Mals in Südtirol verpachtet ist. Am tiefsten Punkt von Alp Sursass vereinigen sich die von Plateau da Rims, Val Cristanas und Pass da Schlingia kommenden Bäche und gruben die tiefe Schlucht Quar in das Kalkgestein. Die Schlucht war ursprünglich unbegehbar. Sursass konnte von der Engadiner Seite aus nur über La Stüra oder Val da Gliasen erreicht werden. 1910 wurde ein 600 m langer Felsenweg in die senkrechte Wand geschlagen. Die Grenze zu Italien verläuft quer durch den Talboden von Sursass, rund 500 m nordwestlich der Wasserscheide am Pass da Schlingia.

Von Wanderern und Mountainbikern wird zwischen Mals in Italien und Sur En in der Schweiz die Route durch das Schlinigtal über den Pass da Schlingia und durch das Val d’Uina verwendet. Das Tal ist Teil der Joe-Route, einer bedeutenden Alpenüberquerungs-Tour.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Val d’Uina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien