Valašské Meziříčí

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Valašské Meziříčí
Wappen von Valašské Meziříčí
Valašské Meziříčí (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Zlínský kraj
Bezirk: Vsetín
Fläche: 3544 ha
Geographische Lage: 49° 28′ N, 17° 58′ O49.47111111111117.973333333333294Koordinaten: 49° 28′ 16″ N, 17° 58′ 24″ O
Höhe: 294 m n.m.
Einwohner: 22.733 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 757 01
Verkehr
Bahnanschluss: Hranice na Moravě–Vsetín
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 7
Verwaltung
Bürgermeister: Jiří Částečka (Stand: 2006)
Adresse: Náměstí 7
757 01 Valašské Meziříčí
Gemeindenummer: 545058
Website: www.valasskemezirici.cz

Valašské Meziříčí [ˈvalaʃskɛ: ˈmɛzɪr̝i:tʃi:] (deutsch Walachisch Meseritsch) ist eine Stadt der Mährischen Walachei im Okres Vsetín.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt befindet sich am Zusammenfluss der Vsetínská Bečva und Rožnovská Bečva zur Bečva. Sie liegt zu Füßen der Hosteiner Berge, Wsetiner Berge und der Mährisch-Schlesischen Beskiden.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich bestand Valašské Meziříčí aus zwei Orten: Krásno nad Bečvou und Meziříčí, am rechten beziehungsweise linken Ufer der Rožnovská Bečva.

Indikationsskizze (1834)

Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde Meziříčí 1297, nicht ganz 100 Jahre später wurde ihm Stadtrechte verliehen. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts gehörte Meziříčí zur bischöflichen Lehnsherrschaft Arnoltovice und wurde danach zum Sitz dieser Herrschaft. Bis in das 18. Jahrhundert wurde Meziříčí noch ohne den Zusatz Valašské verwendet. Zwischenzeitlich wurde aber auch Meziříčí nad Bečvou oder Meziříčí pod Rožnovem verwendet. 1924 schlossen sich Krásno und Meziříčí zusammen.

Im Jahr 1942 wurden die rund 150 Juden von Valašské Meziříčí über Theresienstadt in die Konzentrationslager von Auschwitz und Treblinka deportiert. Die Gemeinde weihte zum Gedenken daran im Jahr 2004 ein Holocaust-Mahnmal ein.

Nach 1945 entwickelte sich Valašské Meziříčí zu einem Zentrum der chemischen sowie Glasindustrie. International spielt heute aber nur noch die chemische Industrie eine Rolle, die durch Gobelin vertreten wird. Schott Solar betreibt hier seit 2009 eine 40-MW-Produktionslinie für Solarmodule.[2]

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Valašské Meziříčí besteht aus den Ortsteilen Bynina (Binina), Hrachovec (Hrachowetz), Juřinka (Jurschinka), Krásno nad Bečvou (Krasna), Lhota (Lhota bei Chorin), Podlesí und Valašské Meziříčí (Walachisch Meseritsch) sowie den Ortschaften Brňov (Bernau) und Křivé (Kriwy).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  2. schott.com: SCHOTT startet Flachglasfertigung in Tschechien. Abgerufen am 17. Februar 2013.