Valamir

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Valamir (* um 420; † um 465) war König des ostgotischen Reichs in Pannonien von 447 n. Chr. bis zu seinem Tod.

Valamir war der Sohn des Vandalarius und stammte aus der Familie der Amaler. Sein Vorgänger Thorismund war sein Onkel, den er nach seinem Tode beerbte. Darüber hinaus war er der Onkel des späteren Königs Theoderich. Als Vasall der Hunnen unterstützte Valamir deren König Attila, die weströmischen Provinzen an der Donau 447 zu überfallen. Vier Jahre später befehligte er das ostgotische Kontingent im hunnischen Heer, das damals die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern ausfocht. Jedoch gelang es ihnen nicht, die Römer unter Aetius in dieser Schlacht zu bezwingen. Nach dem Tod Attilas 453 wechselte Valamir die Seiten und kämpfte zwischen 456 und 457 erfolgreich gegen die Hunnen, um die Unabhängigkeit seines Reiches zu erreichen.

Doch Valamir geriet auch bald mit den Römern in Konflikt: Sein Stamm durfte auf dem Boden des oströmischen Reiches siedeln, was vertraglich vereinbart war. Beide Seiten waren demnach verpflichtet, die andere Partei zu unterstützen. Allerdings war der Ostgotenkönig mit der Einhaltung der römischen Abgaben nicht zufrieden, was ihn bewegte, sein Heer 459 gegen Konstantinopel zu führen, zunächst ohne Erfolg. Der damalige Kaiser Leo I. war schließlich mit der Forderung, den Ostgoten eine jährliche Abgabe an Gold zu liefern, einverstanden, womit der Konflikt beendet war.

Während eines skirischen Raubüberfalls fiel Valamir vom Pferd und verletzte sich tödlich.

Literatur[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Thorismund König der Ostgoten
447–465
Thiudimir