Valbert
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[Bearbeiten] Der Ort
Valbert ist seit 1969 ein Stadtteil von Meinerzhagen, es war als Freigericht Valbert Teil der Grafschaft Mark und hat circa 1900 Einwohner. Bis 1975 bildeten die Gemeinde Valbert und die Stadt Meinerzhagen das Amt Meinerzhagen.
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[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Der Name
Der Name Valbert ist wahrscheinlich aus der Zusammensetzung der lateinischen Worte vallis und berta "Tal der Berta" entstanden. In alten Überlieferungen und Urkunden wird Valbert unter verschiedenen Namen geführt: Wallebrecht, Valbricht, Fahlbrecht, Vallebert und Vahlbert. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung fand im Jahre 1077 im Zusammenhang mit dem Kloster Grafschaft (Schmallenberg) statt, als damals der Kölner Erzbischof Anno II. die Privilegien und Besitzungen des Klosters bestimmte.
[Bearbeiten] Kirche
Im 11.Jahrhundert bekam Valbert auch seine erste Kirche. Sie war eine Gründung der Kölner Erzbischöfe und stand auf dem heutigen Denkmalsplatz.
[Bearbeiten] Schützen
Durch die Lage Valberts, Jahrhunderte lang direkt an der Grenze zu dem kurkölnischen (bzw. kurzzeitig hessisch-darmstädtischen) Herzogtum Westfalen, kam es des Öfteren zu Streitigkeiten, die an Brisanz noch dadurch gewannen, dass es kurkölnischen Besitz auf dem Gebiet der Mark und auch umgekehrt gab. Da diese Streitigkeiten oft auf dem Rücken der Bauern ausgetragen wurden, schlossen diese sich zu einer Schützengilde zusammen und unterstützten die Grafen von der Mark, welche als Dank dafür den Valbertern das freie Fischerei- und Jagdrecht zugestanden (Der Jäger im Valberter Wappen stellt dies heute noch dar) . Die Tradition der Valberter Schützen hat sich bis heute gehalten und findet im Schützenfest seinen jährlichen Höhepunkt.
[Bearbeiten] Bergbau
Im 12. Jahrhundert begann in Valbert bereits der Bergwerksbetrieb, während der Beginn der heimischen Industrie in den Tälern, mit Osemund-, Stabeisen- und Stahlhämmern erst im 16. Jahrhundert begann, aber nach kurzer Zeit wegen schlechter Verkehrsverhältnisse wieder eingingen.
[Bearbeiten] Krieg & Krankheiten
In den folgenden Jahrhunderten wurde Valbert von den Kriegswirren immer wieder heftig durchgeschüttelt und in allen Kriegen brachten die Valberter ihre Opfer. Davon legt die Germania auf dem Denkmalsplatz ein beredtes Zeugnis ab. Auch Brände, Pest und Hagelschlag suchten die Valberter heim, aber durch ihren Fleiß, Sparsamkeit und Zähigkeit brachte die Bevölkerung es immer wieder zu einem gewissen Wohlstand.
[Bearbeiten] Tourismus & Steinindustrie
Durch den Bau der Listertalsperre 1909-1912 wurde der Fremdenverkehr gefördert, was eine zusätzliche Einnahmequelle für das Valberter Gebiet brachte. Die Bahnstrecke Meinerzhagen–Krummenerl, gebaut 1912-1927, beeinflusste die Steinindustrie positiv.
[Bearbeiten] Kommunale Neugliederung
Am 1. Januar 1969 verlor Valbert durch die kommunale Neugliederung Nordrhein-Westfalens seine Eigenständigkeit und ist seitdem ein Teil Meinerzhagens.
[Bearbeiten] Pilgerstein
Valbert liegt an dem Jahrhunderte alten Pilgerweg Heidenstraße von Leipzig nach Köln, im Mittelalter auch ein Pilgerweg nach Santiago de Compostela, der von Händlern, Pilgern und vielen Anderen genutzt wurde. An dieser Straße lag ein großer Teil der Valberter Hütten und Hammerwerke sowie die romanische St. Nikolaus-Pfarrkirche und die Gerichtsplätze des Wibbel-, Buyr- und Femegerichts. Am 18. Mai 2008 wurde der Pilgerstein als Wegweiser und zum Gedenken an diese Straße und ihre Geschichte auf dem Denkmalsplatz in Valbert an der Position der ehemaligen St. Nikolaus-Pfarrkirche gesetzt. Die Inschrift der Gedenktafel auf dem Pilgerstein lautet: Heidenstraße, jahrhundertealter Heer- und Handelsweg von Leipzig nach Köln. Im Mittelalter auch Pilgerweg nach Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. An dieser Straße lag ein großer Teil der Valberter Hütten und Hammerwerke. Hier war mit der romanischen St. Nikolaus-Pfarrkirche, ursprünglich auch Maria Magdalena geweiht, der Mittelpunkt des Kirchspiels Valbert. In unmittelbarer Nähe befanden sich die Gerichtsplätze des Wibbel-, Buyr- und Femegerichtes. Nikolaus und Maria Magdalena - Wegbegleiter an der Heidenstraße.
[Bearbeiten] Heute
Valbert ist heute ein Kleinod des westlichen Sauerlandes. Im Sommer bieten sich die Berge und Wälder zum Wandern an, die Talsperren bieten viele Möglichkeiten des Wassersportes, im Winter kommen die Wintersportler mit vielfältigen Möglichkeiten(z.b. Skilanglauf) zum Zuge.
[Bearbeiten] Wetter
Laut Deutschem Wetterdienst ist Valbert mit durchschnittlichen Niederschlägen von 1509,2 mm pro Jahr der regenreichste Ort NRWs. Im gesamten norddeutschen Raum belegt Valbert, nach drei Messstationen im Harz, den vierten Rang. Es gibt aber auch längere Schönwetterperioden die den Ort zu einem ansprechendem Ausflugsziel werden lassen.
[Bearbeiten] Tourismus
Touristische Anziehungspunkte sind die Listertalsperre und die Wanderwege rund um den Berg Nordhelle im Ebbegebirge. Der Ortsteil Grotewiese mit der katholischen Magdalenenkapelle ist eine gern besuchte Wallfahrtsstätte und Ziel mancher Pilger. Auch der Valberter Karneval der seit vielen Jahren gefeiert wird, zieht viele Menschen nach Valbert und Umgebung.
[Bearbeiten] Quellen
- Website der Stadt Meinerzhagen - Ehemalige Gemeinde Valbert
- Schützenverein Valbert gegr. vor 1582 e.V.
51.1205555555567.7530555555556Koordinaten: 51° 7′ N, 7° 45′ O


