Valdas Ivanauskas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Valdas Ivanauskas
Spielerinformationen
Geburtstag 31. Juli 1966
Geburtsort KaunasLitauische SSR, Sowjetunion
Größe 187 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
bis 1983 Vėtra Vilnius
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1984
1985–1986
1986–1990
1990
1990–1993
1993–1997
1997–1999
1999–2001
2001–2002
Žalgiris Vilnius
ZSKA Moskau
Žalgiris Vilnius
Lokomotive Moskau
FK Austria Wien
Hamburger SV
SV Austria Salzburg
SV Wilhelmshaven
BV Cloppenburg
12 0(1)
32 0(2)
83 (19)
16 0(7)
78 (28)
91 (13)
35 0(7)
50 (16)
21 0(8)
Nationalmannschaft
1988–1990
1990–2000
UdSSR
Litauen
5 0(0)
28 0(8)
Stationen als Trainer
2003–2004
2004–2005
2005–2006
2006–2007
2007
2008
2008–2009
2009–2010
2010
2013
Litauen (Co-Trainer)
FBK Kaunas
Heart of Midlothian (Co-Trainer)
Heart of Midlothian
FC Carl Zeiss Jena
Banga Gargždai
Litauen U-18
Standard Sumqayıt
FK Šiauliai
FC Dila Gori
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Valdas Ivanauskas (* 31. Juli 1966 in Kaunas) ist ein litauischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Ivanauskas' erster Verein war Vėtra Vilnius aus Rūdiškės, wo er in der Jugend spielte. Über Žalgiris Vilnius, damals in der höchsten sowjetischen Liga spielend, kam er nach Moskau und spielte dort beim ZSKA Moskau. Danach ging er wieder zurück in seine Heimat und spielte vier Jahre bei seinem ehemaligen Verein Žalgiris Vilnius, mit denen er 1990 die Baltic League gewann, wechselte dann aber wieder nach Moskau zum Stadtverein Lokomotive. 1991, als die Sowjetunion endgültig zerfallen war, ging er nach Österreich zum FK Austria Wien. Er gewann zwischen 1991 und 1993 mit Austria dreimal die österreichische Meisterschaft, sowie 1992 den Pokal. Ivanauskas wurde zweimal vereinsinterner Torschützenkönig, 1993 wurde einer seiner Treffer zum „Tor des Jahres“ in Österreich gewählt.

Von 1993 bis 1997 bestritt er 91 Bundesligaspiele für den Hamburger SV, in denen er 13 Tore erzielte und war der erste Spieler aus Litauen im deutschen Profifußball. Wegen seiner hitzigen, aufbrausenden Art erhielt er in der Bundesliga den Spitznamen „Ivan, der Schreckliche“. Ein Wechsel zum VfL Wolfsburg scheiterte 1997 am Einspruch seiner Ehefrau Beatrix, die sich nicht vorstellen konnte, in Wolfsburg zu leben.[1] Es folgte ein Wechsel zurück nach Österreich, zum SV Austria Salzburg. Von 1999 bis 2001 spielte er wieder in Deutschland beim SV Wilhelmshaven, mit dem er von der Regionalliga Nord in die Oberliga abstieg. Er beendete seine Karriere als aktiver Spieler beim BV Cloppenburg nach einer Saison als Libero des damaligen Oberligisten.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Er gab sein Länderspieldebüt 1988 für die Nationalelf der UdSSR, für die er fünf Spiele bestritt. Nach der Wiedererlangung der litauischen Unabhängigkeit absolvierte er 28 Länderspiele (8 Tore) für Litauens A-Nationalmannschaft.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Ivanauskas erwarb 2002 seinen Trainerschein an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitete 2003 als Co-Trainer der litauischen Nationalmannschaft während der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal.

Als Vereinstrainer arbeitete Ivanauskas in der Saison 2004/05 beim FBK Kaunas in Litauen und wurde anschließend Co-Trainer in Schottland bei Heart of Midlothian. Der schottische Verein hat einen litauischen Präsidenten und damit enge Kontakte in das Heimatland von Ivanauskas. Nach einjähriger Tätigkeit als Trainerassistent von Graham Rix wurde er im März 2006 zunächst zum Interims-Cheftrainer. Nach dem Gewinn des nationalen Pokals und dem zweiten Tabellenplatz in der Liga zweifelte aber keiner mehr an seinen Fähigkeiten und Ivanauskas wurde endgültig zum Cheftrainer. Dieses Amt musste er aufgrund anhaltender gesundheitlicher Probleme allerdings im März 2007 niederlegen.[2]

Am 21. September 2007 übernahm der den thüringischen Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena.[3] Ivanauskas konnte die an ihn gestellten Erwartungen allerdings nicht erfüllen und wurde deshalb bereits am 22. Dezember desselben Jahres wieder entlassen.[4] Nach einem kurzen Engagement beim litauischen Klub Banga Gargždai übernahm er am 14. November 2008 als Interimstrainer die U-18-Nationalmannschaft Litauens. Weitere Trainerämter bekleidete er bei Standard Sumqayıt in Aserbaidschan, beim FK Šiauliai in Litauen und beim FC Dila Gori in Georgien.

Erfolge[Bearbeiten]

als Spieler

als Trainer

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Experiment unter Wölfen (www.berliner-zeitung.de, Januar 2007)
  2. Valdas Ivanauskas tritt bei Heart of Midlothian zurück (www.boerse-express.com, 20. März 2007)
  3. Valdas Ivanauskas ist neuer Trainer bei Jena (www.tagesspiegel.de)
  4. Jena schasst Trainer Ivanauskas (www.sueddeutsche.de, 22. Dezember 2007)