Vale (Unternehmen)

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Vale S.A.
Vale-Logo.svg
Rechtsform Sociedade Anônima
Aktiengesellschaft (Brasilien)
ISIN BRVALEACNOR0
Gründung 1. Juni 1942

privatisiert 1997

Sitz Rio de Janeiro

Leitung

  • Roger Agnelli (CEO)
  • Sérgio Ricardo Silva Rosa (Chairman)
Mitarbeiter 57.043 (2007)
Umsatz 32,24 Mrd. USD (2007)
Branche Rohstoffe
Website www.vale.com

Die Vale S.A., ehemals Companhia Vale do Rio Doce (CVRD), mit Sitz in Rio de Janeiro, ist neben der Rio Tinto Group und BHP Billiton eines der drei größten Bergbauunternehmen der Welt.

Aktie[Bearbeiten]

Die Aktie wird an der Madrider Börse, der Frankfurter Börse, der NYSE und der Bovespa in São Paulo gehandelt. Das Unternehmen ist im Bovespa-Index gelistet.

Geschichte[Bearbeiten]

Vale wurde 1942 als staatseigener Betrieb Companhia Vale do Rio Doce (CVRD) in Itabira gegründet. Vor einigen Jahren wurde das Unternehmen privatisiert. Durch die Übernahme des brasilianischen Bergbauunternehmens Caemi (am 31. März 2006) und des kanadischen Unternehmens Inco (am 24. Oktober 2006) stieg CVRD zum zweitgrößten Bergbauunternehmen der Welt auf. Am 29. November 2007 nannte sich CVRD in Vale um und dessen kanadische Tochtergesellschaft CVRD Inco in Vale Inco.[1] Im März 2008 scheiterte die Übernahme des schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns Xstrata am Einfluss des Xstrata-Großaktionärs Glencore.

Eisenerz[Bearbeiten]

Vale ist mit einem Marktanteil von 35 Prozent der größte Eisenerz-Exporteur der Welt. Durch diese beherrschende Marktstellung hat Vale einen großen Einfluss auf den Weltmarktpreis für Eisenerz. Da das meiste Erz in Brasilien gefördert wird, hat Vale einen doppelten Wettbewerbsvorteil: Zum einen sind die Lohnkosten in Brasilien sehr niedrig, zum anderen erhebt der brasilianische Staat nur wenig Steuern. Etwa 55 % seines Gewinns erwirtschaftet Vale mit Eisenerz.[2]

Transport[Bearbeiten]

Lokomotive des Vale-Konzerns

Vale ist auch einer der größten Transportkonzerne Brasiliens.

Der Konzern betreibt

Vale zählt deshalb auch zu einem der führenden Logistikunternehmen Brasiliens.

Weitere Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Nickel ist seit der Übernahme des kanadischen Unternehmens Inco am 24. Oktober 2006 mit einem Anteil am Gewinn von etwa 35 % das zweite Hauptstandbein des Unternehmens. Daneben fördert Vale auch Kupfer, Platin, Gold, Silber, Kohle und Bauxit.

Außerdem hielt Vale bis 2010 mehr als 50 % Anteil am größten brasilianischen Aluminiumproduzenten Alunorte, der im Staate Pará eine eigene Verladeanlage in Vila do Conde bei Belém betreibt.[6] Im Mai 2010 verkaufte Vale sein Aluminiumgeschäft an den norwegischen Konkurrenten Norsk Hydro.[7]

Vale ist mit 27 % am Stahlwerk ThyssenKrupp CSA beteiligt.[8]

Kritik[Bearbeiten]

Vale wurden öfters Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung vorgeworfen.[9][10][11][12][13][14] Im Jahr 2012 wurde dem Konzern der Negativpreis Public Eye Award,[15][16] verliehen, da Vale den Belo-Monte-Damm bauen will. Dazu wurden 40.000 Menschen, die im Amazonasgebiet lebten, umgesiedelt. Wenn der Damm gebaut wird, würde ein Großteil des Urwaldes überflutet werden.[17]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vale: Global Brand Unification vom 29. November 2007.
  2. Godmode-Trader: Compania Vale do Rio Doce: Nicht nur Samba und Karneval vom 31. Oktober 2007.
  3. http://www.transportes.gov.br/Modal/Ferroviario/Anuario2001/EFVM.htm
  4. http://www.transportes.gov.br/Modal/Ferroviario/Anuario2001/EFC.htm
  5. http://www.transportes.gov.br/Modal/Ferroviario/Anuario2001/FNS.htm
  6. Acionistas – Aktionäre der Alunorte
  7. reuters.com, 3. Mai 2010.
  8. Einweihungsfeier bei ThyssenKrupp CSA
  9. http://www.justicanostrilhos.org/nota/888
  10. http://www.fidh.org/How-much-are-human-rights-worth-in
  11. http://www.fidh.org/IMG/pdf/resume_Bresil_UK-LD2-2.pdf (englische Zusammenfassung)
  12. http://www.fidh.org/IMG/pdf/rapport_bresil-port-LD-3.pdf (Gesamtbericht, bras. portugiesisch)
  13. http://www.crocodyl.org/wiki/cvrd_vale
  14. http://www.minesandcommunities.org/article.php?a=10075
  15. http://www.publiceye.ch/de/vote/vale/
  16. http://www.business-humanrights.org/Links/Repository/1010601/jump
  17. [1]