Valentin von Rätien

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Der hl. Valentin von Rätien (* vor 435; † um 475 in Mais, dem heutigen Meran) war einer der ersten Bischöfe von Passau.

Leben[Bearbeiten]

Valentin lebte zur Zeit der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert. Von niederländischer Herkunft kam er um 435 nach Passau. Durch Papst Leo den Großen wurde er zum Bischof geweiht und als Bischof von Rätien eingesetzt, einem Gebiet zwischen Passau, St. Gotthard, Regensburg, Chur und Brixen. Er bemühte sich um die Mission der dortigen Bevölkerung, die zwar schon christlich war, jedoch durch die Umstände der Zeit sich wieder mit dem Heidentum vermischt oder der arianischen Lehre anhingen. Mit seinen Bemühungen hatte er jedoch keinen Erfolg. Er wurde schließlich aus Passau verjagt und führte daraufhin ein Leben als Wandermissionar. Valentin starb um 475 als Einsiedler auf der Zenoburg in Mais.

Dargestellt wird Valentin von Rätien als Bischof mit einem zu seinen Füßen liegenden kranken Kind (Patronat gegen Epilepsie).

Im Auktionssaal des alten Merkantilgebäudes von Bozen befindet sich seit 2003 das vom Akademiemaler Eugen Blaas 1863 ursprünglich für die St. Valentinskirche in Obermais bei Meran gemalte große Ölbild Der heilige Valentin predigt den Rätern. Das im Auftrag der Gräfin Esterházy von Weißenwolf geschaffene überdimensionale Werk (8,24 : 3,60 m) stellt in historistischer Weise den Heiligen bei der Bekehrung der rätischen Urbevölkerung Tirols dar.

Gedenktag[Bearbeiten]

Valentin gilt als Schutzpatron des Bistums Passau sowie gegen Epilepsie, Krämpfe, Gicht und Viehseuchen. Das Patronat gegen Epilepsie teilt er sich mit Valentin von Terni.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]