Valentina Cervi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Valentina Cervi bei den 69. Filmfestspielen von Venedig (2012)

Valentina Cervi (* 13. April 1976 in Rom, Italien) ist eine italienische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Valentina Cervi ist die Tochter des Regisseurs Tonino Cervi und der Produzentin Marina Gefter. Ihr Großvater war der italienische Schauspieler Gino Cervi, der im deutschsprachigen Raum vor allem wegen seiner Rolle als kommunistischer Bürgermeister Peppone in den Verfilmungen der 1950er und 1960er Jahre von Don Camillo und Peppone bekannt ist.

Obschon die kleine Valentina ihren Vater oft ans Set begleiten durfte, hatte sie zunächst keine Ambitionen, ins Filmgeschäft einzusteigen. Sie fühlte sich vielmehr von den Mysterien der Kirche angezogen und sah ihre Zukunft eher hinter den Mauern eines Klosters. Im Alter von zehn Jahren hatte sie ihren ersten Auftritt in Carlo Cottis Portami la luna. Ihre Ansichten über den Film änderten sich jedoch schlagartig, als sie im Alter von 17 Jahren als Produktionsassistentin zu arbeiten begann, um für sich etwas Geld zu verdienen. Sie studierte dabei die Regiemethode von Konstantin Sergejewitsch Stanislawski. Mit 20 Jahren begann sie sich mit dem Werk ihres Großvaters zu befassen.

Sie hat mit zahlreichen internationalen Regisseuren gearbeitet, so etwa mit Jane Campion (Portrait of a Lady), Mike Figgis (Hotel) und Peter Greenaway (The Tulse Luper Suitcases). Ihren bisher wohl größten Erfolg verzeichnete sie in der Titelrolle des Films Artemisia unter der Regie von Agnès Merlet. Der Film basiert auf der Lebensgeschichte der Renaissancemalerin Artemisia Gentileschi. 2005 war sie mit dem Film Provincia Meccanica bei der Berlinale zu sehen.[1] 2006 war Sie bei der Berlinale Mitglied der Jury[2] für den besten Erstlingsfilm.[3] Im ZDF-Vierteiler Krieg und Frieden nach dem Roman von Leo Tolstoi, der im Januar 2008 ausgestrahlt wurde,[4] spielte Valentina Cervi die Rolle der Prinzessin Marja Bolkonskaja. 2012 war Cervi in der HBO-Serie True Blood zu sehen, in der sie die Hauptrolle der Salome verkörperte.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1988: Mignon è partita
  • 1994: Oasi
  • 1994: La notte e il momento
  • 1996: Portrait of a Lady
  • 1996: Escoriandoli
  • 1997: Artemisia
  • 1998: Figli di Annibale
  • 1999: Branchie
  • 1999: La via degli angeli
  • 1999: Rien sur Robert
  • 2001: Hotel
  • 2001: James Dean
  • 2002: L’anima gemella
  • 2002: Passato prossimo
  • 2003: The Tulse Luper Suitcases (Teil 1)
  • 2003: The Tulse Luper Suitcases (Teil 2)
  • 2004: The Tulse Luper Suitcases (Teil 3)
  • 2004: Der Venedig Code (Tempesta)
  • 2005: Mundo civilizado
  • 2005: Provincia meccanica
  • 2005: Gilgamesh
  • 2007: Fuori dalle corde
  • 2007: Krieg und Frieden
  • 2007: Fine pena mai
  • 2008: Il resto della notte
  • 2008: Sleepless
  • 2008: Buffalo Soldiers 44 – Das Wunder von St. Anna
  • 2012: True Blood (Fernsehserie, 11 Folgen)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. berlinale.de
  2. berlinale.de
  3. berlinale.de
  4. kriegundfrieden.zdf.de