Valeska Gert

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Valeska Gert; gebürtig Gertrud Valesca Samosch, (* 11. Januar 1892 in Berlin; † zwischen dem 15. und 18. März[1] 1978 in Kampen (Sylt)), war eine deutsche Tänzerin, die auch als Kabarettistin und Schauspielerin[2] tätig war.

Leben[Bearbeiten]

Anfänge und Zeit der Weimarer Republik[Bearbeiten]

Valeska Gert war das älteste Kind des wohlhabenden jüdischen Berliner Kaufmanns Theodor Samosch und dessen Ehefrau Augusta Rosenthal. Auf Veranlassung der Mutter erhielt sie ab ihrem siebten Lebensjahr Tanzstunden. 1915/1916 nahm sie Schauspielunterricht bei Maria Moissi und Alfred Breiderhoff. Sie debütierte im Februar 1916 als Tänzerin. Wenig später erhielt Gert ein Engagement an den Münchner Kammerspielen. Im Jahr darauf konnte sie bereits große Erfolge als Solotänzerin in Berlin und München verzeichnen. Ihre exzentrischen Tanzpantomimen, in denen sie Sujets wie Boxen, Nervosität, Kupplerin, Politiker und Prostitution analysierte und deren Vielschichtigkeit als Einheit umsetze, machten sie schließlich zum skandalumwitterten Star. So tanzte sie in Canaille eine Prostituierte inklusive „dem Krampf (Orgasmus), der dann kommt“, wie sie es 1976, als 84-Jährige dem Regisseur Volker Schlöndorff in seinem Dokumentarfilm sagt.

Ihr für eine Tänzerin unkonventionelles Aussehen nutzte sie, um so unterschiedliche Tanzthemen, wie beispielsweise Gruß aus dem Mumienkeller, Spreewälder Amme oder Opus 1, Komposition auf ausgeleiertem Klavier in großer Selbstdistanz performativ umzusetzen. Sie realisierte in den 1920er-Jahren auch radikalere Tänze wie den Tod: ein Tanz über die letzten Atemzüge eines Menschen, der beinahe aus Bewegungslosigkeit besteht und in seiner Radikalität einzigartig im Modernen Tanz oder der Performance der Zeit war. Auch stellte sie bereits in den 1920er Jahren das junge Medium Film performativ dar, indem sie Zeitraffer, Zeitlupe und auch den Filmschnitt selbst tanzte, letzteren als moderner Straßenverkehr. Nachdem sie im Vorprogramm den zweiten abstrakten Film von Walter Ruttmann uraufgeführt hatte, zeigte sie am 23. April 1923 eine revolutionäre Salome-Inszenierung in der Berliner Tribüne, bei der sie selbst die Hauptrolle zu „dem rhythmischen, brünstigen Geheul einiger Frauen hinter der Bühne“[3] tanzte. Schon 1931 forderte sie in ihrem Buch Mein Weg eine Geräuschmusik und das Cut-Up-Verfahren. Außerdem eine Vokalmusik, die nur aus Geräuschen des Kehlkopfs besteht.

Im Jahr 1925 war sie erstmals in einem Stummfilm zu sehen: In Hans Neumanns Parodie von Ein Sommernachtstraum verkörperte sie den Puck. Kurz darauf setzte Georg Wilhelm Pabst sie mit großem Gewinn in seinem während der Inflationszeit spielenden Straßenfilm Die freudlose Gasse (1925) ein, in dem sie eine schmierige Kupplerin gab. Danach sah man sie in Alraune und dem deutsch-tschechischen Filmdrama So ist das Leben. 1929 kam es erneut zu einer Zusammenarbeit mit Pabst: Er engagierte sie für Tagebuch einer Verlorenen. Hier brillierte sie als sadistische Leiterin eines Heims für gefallene Mädchen. Es sind vor allem die Szenen mit Valeska Gert, die dem Zuschauer im Gedächtnis haften bleiben: Während sie ihre leicht bekleideten Schutzbefohlenen zu Turnübungen animiert, treibt sie sich durch das Schlagen eines Gongs in eine Schrecken erregende Ekstase, die in einem veritablen Orgasmus mündet. Einen größeren Bekanntheitsgrad erlangte sie ein Jahr später mit ihrem Auftritt als Mrs. Peachum in der ebenfalls von Pabst in Szene gesetzten Dreigroschenoper. Auch bei den Künstlern jener Zeit erregte sie Aufmerksamkeit: Der Bauhaus-Schüler Wassiljef malte sie 1925 im Tod, Jeanne Mammen verewigte sie 1929 als Chansonette und Charlotte Berend-Corinth hielt sie 1920 tanzend in einer Graphik-Folge fest. Im Jahr 1932 eröffnete Valeska Gert in Berlin ihr erstes Kabarett Kohlkopp.[4]

Emigration[Bearbeiten]

Nach 1933 hatte Gert, von den Nazis als „entartet“ diffamiert, in Deutschland außer im Kulturbund Deutscher Juden keine Auftrittsmöglichkeiten mehr und hielt sich länger in Frankreich, den USA und vor allem in England auf, kehrte jedoch immer wieder nach Deutschland zurück. In London war sie an dem experimentellen Kurztonfilm Pett and Pott beteiligt. Es war für lange Zeit ihr letzter Film. Am 24. April 1936 heiratete sie in London ihren zweiten Ehemann[5], den Schriftsteller Robin Hay Anderson. Anfang 1939 emigrierte sie in die USA. Hier hatte sie es schwer, in ihrem bisherigen Beruf zu arbeiten und war kurz auch als Tellerwäscherin tätig. 1939 engagierte sie als Klavierbegleiter für Probeauftritte zeitweilig den 17-jährigen Georg Kreisler. 1941 eröffnete Gert in New York die Beggar Bar, eine Mischung aus Kabarett und Restaurant, die sie jedoch 1945 wegen behördlicher Auflagen wieder schließen musste. Dort trat u. a. Kadidja Wedekind mit Rezitationen von den Gedichten ihres Vaters Frank Wedekind auf; einer ihrer Kellner war der später als Dramatiker weltberühmt gewordene Tennessee Williams, der hier auch eigene Gedichte vortrug. An der Garderobe arbeitete die später durch das Living Theatre berühmte Judith Malina. In Provincetown, Massachusetts, eröffnete Gert 1946 für einen Sommer das Kabarett Valeska’s.

Rückkehr[Bearbeiten]

1947 kehrte Gert nach Europa zurück. Nach Zwischenaufenthalten in Paris und Zürich, wo sie das Kabarett Café Valeska und ihr Küchenpersonal eröffnete, reiste Gert 1949 in das unter Blockade stehende Berlin, wo sie zunächst das Kabarett Bei Valeska und im Folgejahr das Kabarett Hexenküche eröffnete, für die sie den jungen Klaus Kinski engagierte. Sie selbst spielte in der Hexenküche die für ihre Grausamkeit berüchtigte KZ-Kommandeuse Ilse Koch, die 1949 zu 16 Jahren Haft verurteilt wurde. Im Jahr 1951 erfolgte die Eröffnung des Nachtlokals „Ziegenstall“ in Kampen auf der Nordseeinsel Sylt. In der mit Heu dekorierten Bar sorgten wieder die Kellner[6] nicht nur für das leibliche Wohl, sondern auch für die Unterhaltung der Gäste. Valeska Gert trat hier jedoch nicht selbst auf.

Im Jahr 1965 engagierte sie der italienische Filmregisseur Federico Fellini für den Film Julia und die Geister, in dem sie, mit einer weißen Perücke versehen, die Rolle eines Faktotums übernahm. Am 28. Juni 1970 erhielt sie das Filmband in Gold für ihr langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

Im Jahr 1973 wirkte sie in R.W. Fassbinders TV-Serie Acht Stunden sind kein Tag mit und 1976 war sie in Volker Schlöndorffs Der Fangschuß als Tante Praskovia zu sehen. Schlöndorff drehte anschließend die Dokumentation Nur zum Spaß, nur zum Spiel, in der Gert über ihr Leben erzählt und einige Tänze und Performances wie die KZ-Kommandeuse Ilse Koch vorführt. Auch gibt sie eine Kostprobe ihrer Vokalmusik mit dem Kummerlied, welches nur aus Jammern, Wimmern und Heulen besteht. 1978 engagierte sie Werner Herzog, in seiner Neuverfilmung des Murnau-Klassikers Nosferatu den Häusermakler Knock zu spielen. Am 1. März unterzeichnete sie den Vertrag; doch starb sie vor Beginn der Dreharbeiten. Am 18. März 1978 machten sich Nachbarn und Bekannte Sorgen, weil Valeska Gert seit vier Tagen nicht mehr gesehen worden war. Als die Haustür in Gegenwart der Polizei gewaltsam geöffnet wurde, war Gert bereits tot. Vermutlich starb sie am 16. März 1978.

Ehrengrab der Stadt Berlin

Valeska Gert wurde in ihrer Geburts- und Lieblingsstadt Berlin beerdigt, wo sie auch nach ihrer Remigration noch lange Zeit (parallel zu Sylt) eine Wohnung hatte. Sie wurde auf dem Friedhof Ruhleben (Am Hain) in (West)-Berlin nicht wunschgemäß „in einem knallroten Sarg“ bestattet, deshalb war der Sarg mit einem roten Tuch bedeckt. Der schwarze Grabstein trägt ihren Namen als Autogramm in Pink. Die Grabstelle befindet sich im Feld XVI-175. Ihr Nachlass gelangte durch ihren Biographen an das Archiv der Akademie der Künste Berlin; bemerkenswerte Dokumente besitzen auch die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln und das Deutsche Tanzarchiv Köln.

Valeska Gert ist ein Stern auf dem Walk of Fame des Kabaretts gewidmet; „[d]ie expressiven Grotesktanzpantomimen und suggestiven, mit Körpereinsatz vorgetragenen Chansons und Gedichte des ,Mädchens aus dem Mumienkeller’ gehören zum Ungewöhnlichsten, was auf der Kabarettbühne je zu sehen gewesen ist“.[4] Im Berliner Stadtteil Friedrichshain ist eine Straße nach ihr benannt. Am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin besteht seit 2006 eine Valeska-Gert-Gastprofessur für Tanz und Performance.[7]

Werkverzeichnis der Tänze[Bearbeiten]

Ein Verzeichnis ihrer Tänze befindet sich auf den Seiten des Deutschen Tanzarchivs Köln.[8]

Filmografie[Bearbeiten]

Stummfilme[Bearbeiten]

Tonfilme[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1970: Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film

Posthume Würdigungen[Bearbeiten]

  • 1978: Ehrengrab der Stadt Berlin
  • 2004: Stern der Satire im Walk of Fame des Kabaretts, Mainz
  • 2006: Einrichtung der Valeska-Gert-Gastprofessur für Tanz und Performance an der Freien Universität Berlin
  • 2006: Benennung der Valeska-Gert-Straße in Berlin-Friedrichshain
  • 2009: Aufstellung der Valeska-Gert-Stele auf dem Kunstpfad in Kampen auf Sylt
  • 2012: Widmung des Kampener Künstlerweins, Kunstedition IV, zu Ehren Valeska Gerts (mit Porträt; ein Rioja)

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 1985: Valeska Gert. Tänzerin, Schauspielerin, Kabarettistin. Galerie 70 in Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin; kuratiert von Frank-Manuel Peter.
  • 1987: Valeska Gert – ein Portrait. Kaamp Hüs, Kampen/Sylt; kuratiert von Johanna Eglau.
  • 1992: Valeska Gert. Diagonales en noir et blanc avec quelques taches de couleurs vives. Centre G. Pompidou, Paris; auch gezeigt in Montpellier (Centre Chorégraphique National), Marseille (ancienne Salle des Ventes) und Bozen (Schloß Maretsch, 1996); kuratiert von Maité Fossen.
  • 1992: Hommage à Valeska Gert zum 100. Geburtstag. Ölbilder, Graphik, Plastiken. Atelierhaus Eglau, Kampen/Sylt; kuratiert von Johanna Eglau.
  • 1998: Ich will leben, auch wenn ich tot bin. Zum 20. Todesjahr von Valeska Gert. Galerie am Scheunenviertel, Berlin; kuratiert von Tatjana Hofmann.
  • 2010/2011: PAUSE. Valeska Gert: Bewegte Fragmente. Hamburger Bahnhof, Berlin; kuratiert von Wolfgang Müller und An Paenhuysen. Sie tritt dort erstmals in den Dialog mit Werken von Marcel Broodthaers, Valie Export, Marcel Duchamp, Hanne Darboven und anderen Künstlern, deren Kunst sich ebenfalls mit Strukturen und Phänomenen der Wahrnehmung beschäftigt.[9]
  • 2011: „Ich will leben, auch wenn ich tot bin.“ Valeska Gert. Ein bewegtes Leben in Tanz, Film und Kabarett. Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam[10]; kuratiert von Elke Vera Kotowski und Franziska Buhre.
  • 2012: Valeska Gert. „Die Katze von Kampen“. Galerie im Kaamp-Hüs, Kampen/Sylt; kuratiert von Birgit Friese nach der Potsdamer Ausstellung (von Elke Vera Kotowski und Franziska Buhre).
  • 2012: Valeska Gert. Die „Katze“ von Kampen. Sylter Heimatmuseum, Keitum/Sylt; kuratiert von Ulrich Schulte-Wülwer und Sven Lappoehn.

Literatur[Bearbeiten]

Primärliteratur, Monographien von Valeska Gert
  • Valeska Gert: Fragmente einer Avantgardistin in Tanz und Schauspiel der 1920er Jahre., transcript Verlag., Bielefeld 2006, 302 S. Google Book - Digitalisat, (auszugsweise), ISBN 3-89942-362-3
  • Valeska Gert: Mein Weg. Leipzig 1931. (2. gering veränd. Aufl. im Selbstverlag o.O.u.J., ca. 1950; Reprint: In: Wolfgang Müller: Valeska Gert. Ästhetik der Präsenzen. Schmitz, Berlin 2010, ISBN 978-3-927795-51-8.)
  • Valeska Gert: Die Bettlerbar von New York. arani-Verlagsgesellschaft, Berlin-Grunewald 1950 (2. Aufl. im Selbstverlag o.O.u.J., ca. 1958; 3. Auflage: L.S.D. im Steidl Verlag, Göttingen 2012, mit Umschlagvignette von Karl Lagerfeld, ISBN 978-3-86930-368-0).
  • Valeska Gert: Ich bin eine Hexe. Kaleidoskop meines Lebens. Schneekluth, München 1968 (div. Neuauflagen).
    • Valeska Gert: Je suis une sorcière. Kaléidoscope d'une vie dansée. Edition Complexe, Paris 2004, ISBN 2-8048-0004-0 (Übersetzung von Ich bin eine Hexe . Bemerkungen und Vorwort von Philippe Ivernel)
  • Valeska Gert: Die Katze von Kampen. Schulz, Percha u. a. 1973, ISBN 3-7962-0002-8.
  • Etwa 20 Aufsätze von Valeska Gert sind im Literaturverzeichnis von F.-M. Peter (1985) angeführt.
  • Schallplatte (Vinyl 7" EP) Absurdes Kabarett – Zu Gast bei Valeska Gert. 1962
  • Schallplatte (Vinyl 7" Single) Baby. (1969), veröffentlicht 2010.
Sekundärliteratur, Monographien über Valeska Gert
  • Fred Hildenbrandt: Die Tänzerin Valeska Gert. Hädecke, Stuttgart 1928.
  • Frank-Manuel Peter: Valeska Gert. Tänzerin, Schauspielerin und Kabarettistin. Eine dokumentarische Biographie. Mit einem Vorwort von Volker Schlöndorff. Frölich & Kaufmann, Berlin 1985, ISBN 3-88725-196-2 (2., durchgesehene Auflage. Edition Hentrich, Berlin 1987, ISBN 3-926175-31-1).
  • Susanne Foellmer: Valeska Gert. Fragmente einer Avantgardistin in Tanz und Schauspiel der 1920er Jahre (= TanzScripte. Bd. 2). transcript, Bielefeld 2006, ISBN 3-89942-362-3 (Mit CD-Rom (Tanzfilme von Gert, Mary Wigman und Niddy Impekoven).[11]
  • Wolfgang Müller: Valeska Gert. Ästhetik der Präsenzen. Schmitz, Berlin 2010, ISBN 978-3-927795-51-8.
  • Elke-Vera Kotowski: Valeska Gert. Ein Leben in Tanz, Film und Kabarett (= Jüdische Miniaturen. .Lebensbilder, Kunst, Architektur. Bd. 123). Hentrich & Hentrich, Berlin 2012, ISBN 978-3-942271-53-0.
  • Wolfgang Müller, An Paenhuysen (Hrsg.): Valeska Gert. Bewegte Fragmente. Eine Quellenedition. = Fragments in Motion. Hybriden-Verlag, Berlin 2013.
  • Hedwig Müller (Hrsg.): Valeska Gert. Tanz-Fotografien (= Theatererkundungen. Bd. 2). Wienand, Köln 2013, ISBN 978-3-86832-194-4.
  • CD: Peter Eckhart Reichel, Monika Hansen, Gerd Wameling: Solo für ein Mannequin von Grieneisen. Hommage an Valeska Gert, Hörcollage. duo-phon records, Berlin 2002, ISBN 3-937127-01-1.
Sekundärliteratur, in Monographien

Valeska Gerts Tanzstil wurde schon frühzeitig in zeitgenössischen Büchern gewürdigt. Auswahl:

  • Paul Nikolaus: Tänzerinnen. Delphin-Verlag, München 1919.
  • Ernst Blass: Das Wesen der neuen Tanzkunst. E. Lichtenstein, Weimar 1921.
  • Werner Suhr: Das Gesicht des Tanzes. R. Laurer, Egestorf Bez. Hamburg 1927.

In neueren Biographien (Auswahl):

  • Hans-Juergen Fink, Michael Seufert: Georg Kreisler. Gibt es gar nicht. Die Biographie. Scherz, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-502-15021-4, S. 96–97.

Einbettung in den wissenschaftlichen Diskurs:

  • Gabriele Brandstetter: Tanz-Lektüren. Körperbilder und Raumfiguren der Avantgarde (= 0173-5438 12396). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-596-12396-8.
  • Dianne S. Howe: Individuality and Expression. The Aesthetics of the New German Dance, 1908–1936 (= New Studies in Aesthetics. Bd. 24). Lang, New York NY u. a. 1996, ISBN 0-8204-2656-3.
  • Ramsay Burt: Alien bodies. Representations of modernity, „race“ and nation in early modern dance. Routledge, London u. a. 1998, ISBN 0-415-14594-5.
  • Christiane Kuhlmann: Bewegter Körper – Mechanischer Apparat. Zur medialen Verschränkung von Tanz und Fotografie in den 1920er Jahren. Lang, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-631-51669-X.
  • Yvonne Hardt: Politische Körper. Ausdruckstanz, Choreografien des Protests und die Arbeiterkulturbewegung in der Weimarer Republik (= Tanzwissenschaft. Bd. 1). Lit, Münster 2004, ISBN 3-8258-7995-X (Zugleich: Berlin, Universität, Dissertation, 2003).
  • Amelie Soyka: Lauter zischende kleine Raketen: Valeska Gert. In: Amelie Soyka (Hrsg.): Tanzen und tanzen und nichts als tanzen. Tänzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman. AvivA, Berlin 2004, ISBN 3-932338-22-7, S. 123–137.
Wissenschaftliche Aufsätze in Zeitschriften (Auswahl)
  • Kristen M. Hylenski: „Ich will leben, auch wenn ich tot bin“: Valeska Gert's Autobiographical Legacy. In: German Life and Letters. Bd. 66, Nr. 1, 2013, ISSN 0016-8777, S. 39–54, doi:10.1111/glal.12002.
  • Kristen M. Hylenski: „Kaleidoskop meines Lebens“: Valeska Gert's Performances of the Self. In: Colloquia Germanica. Bd. 42, Nr. 4, 2009, ISSN 0010-1338, S. 289–306.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IMDb, filmportal.de und Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films geben 15. März an, Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars sowie Ulrich Liebe (Hg.): Von Adorf bis Ziemann. Die Bibliographie der Schauspieler-Biographien 1900-2000 16. März, CineGraph 15. oder 16. März. – Sie wurde am 18. tot aufgefunden und der Totenschein vermerkt als Datum "zwischen 15. und 18.", wobei der 16. als wahrscheinlich gilt, aber nicht beweisbar ist.
  2. Vgl. Susanne Foellmer: Verschobene Körper, groteske Körper. Die Avantgardistin Valeska Gert. In: Gabriele Klein, Christa Zippich (Hrsg.): Tanz, Theorie, Text (= Tanzforschung. Bd. 12). Lit, Münster u. a. 2002, ISBN 3-8258-5901-0, S. 457–475.
  3. Valeska Gert: Mein Weg. Leipzig 1931, S. 47 f.
  4. a b Vgl. kabarettarchiv.de (PDF; 88 kB)
  5. Ihren ersten Mann, den Arzt Helmuth von Krause (1893–1980), Sohn des Juristen Paul von Krause, hatte sie am 28. März 1918 geheiratet. Die beiden ließen sich am 23. November 1935 scheiden.
  6. Hans-Juergen Fink, Michael Seuffert: Georg Kreisler. Gibt es gar nicht. Die Biographie. Scherz, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-502-15021-4.
  7. Valeska-Gert-Gastprofessur für Tanz und Performance an der FU Berlin, abgerufen am 10. Mai 2011.
  8. Verzeichnis ihrer Tänze
  9. Pause. Valeska Gert: Bewegte Fragmente. Hamburger Bahnhof, Berlin.
  10. „Ich will leben, auch wenn ich tot bin.“ Valeska Gert. Ein bewegtes Leben in Tanz, Film und Kabarett. Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam.
  11. Susanne Foellmer: Valeska Gert: Fragmente einer Avantgardistin in Tanz und Schauspiel der 1920er Jahre. auf: www.theaterforschung.de Diese Quelle liefert die ausführliche Inhaltsangabe des Buches.