Valmontone

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Valmontone
Wappen
Valmontone (Italien)
Valmontone
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Rom (RM)
Koordinaten: 41° 47′ N, 12° 55′ O41.78333333333312.916666666667303Koordinaten: 41° 47′ 0″ N, 12° 55′ 0″ O
Höhe: 303 m s.l.m.
Fläche: 40 km²
Einwohner: 15.763 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 394 Einw./km²
Postleitzahl: 00038
Vorwahl: 06
ISTAT-Nummer: 058110
Volksbezeichnung: Valmontonesi
Schutzpatron: San Luigi Gonzaga
Website: http://www.comunevalmontone.it/

Valmontone ist eine Stadt in der Provinz Rom in der italienischen Region Latium mit 15.763 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013). Sie liegt 38 Kilometer östlich von Rom.

Blick über die Stadt auf die Kirche La Collegiata dell’Assunta

Geographie[Bearbeiten]

Valmontone liegt im Tal des Sacco, zwischen den Albaner Bergen und den Monti Prenestini.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort soll von Alba Longa aus gegründet worden sein und ist wahrscheinlich mit dem antiken Labicum identisch. Labicum wurde während des Zerfalls des Römischen Reichs zerstört und auf dem leichter zu verteidigenden Hügel oberhalb des Sacco neu errichtet, der ihm seinen heutigen Namen gab.

Vallis Montonis wurde urkundlich erstmals 1139 erwähnt. 1208 übergab Papst Innozenz III. den Ort seinem Bruder Riccardo Conti, Graf von Sora womit eine Blütezeit für Valmontone begann. Im 16. Jahrhundert wurde der Ort zweimal geplündert. 1634 erwarb Camillo Pamphilj, der Neffe von Innozenz X. Valmontone als Zentrum seines Fürstentums. Von seinem Plan den Ort zu einer barocken Idealstadt umzubauen wurde allerdings nicht viel mehr als der Palazzo Doria Pamphilj und die benachbarte Kirche La Collegiata verwirklicht. 1843 verlieh Gregor XVI. dem Ort das Stadtrecht.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Valmontone beim Vormarsch der Alliierten, ohne dass dafür ein militärischer Grund bestand, bombardiert und fast vollständig zerstört. Lediglich der massive Palazzo Doria Pamphilj konnte standhalten und war in den folgenden Jahren Unterkunft für fast die gesamte Ortsbevölkerung.

Bevölkerung[Bearbeiten]

1871 1901 1921 1951 1971 1991 2001
3.128 4.010 4.911 7.440 9.091 11.649 12.244

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten]

Angelo Angelucci (Margherita) wurde im Mai 2007 zum Bürgermeister gewählt. Seine Regenbogenliste (Lista Civica Arcobaleno per il Futuro) stellt auch mit 13 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der mächtige Palazzo Doria Pamphilj mit seinen 365 Zimmern beherrscht das Stadtbild schon von Weitem. Er wurde 1654–1670 von Mattia de Rossi, einem Schüler Berninis, erbaut und von zahlreichen Künstlern mit Fresken ausgestattet. Obwohl die Restaurierung noch nicht abgeschlossen ist, beherbergt er seit kurzem eine Außenstelle der Römischen Universität La Sapienza. Außerdem ist im Palast ein archäologisches Museums und eine Fotoausstellung über Valmontone im Zweiten Weltkrieg zu besichtigen.
  • Die Kirche La Collegiata dell’Assunta steht direkt neben dem Palast. Sie wurde ebenfalls von de Rossi 1685–1689 errichtet und erinnert an Sant’Agnese in Agone in Rom.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Ende Juni findet die Sagra della Lumaca, Fest der Schnecke, statt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Valmontone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.