Valtopina

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Valtopina
Kein Wappen vorhanden.
Valtopina (Italien)
Valtopina
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Perugia (PG)
Koordinaten: 43° 4′ N, 12° 45′ O43.06666666666712.75360Koordinaten: 43° 4′ 0″ N, 12° 45′ 0″ O
Höhe: 360 m s.l.m.
Fläche: 40,51 km²
Einwohner: 1.458 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einw./km²
Postleitzahl: 06030
Vorwahl: 0742
ISTAT-Nummer: 054059
Volksbezeichnung: Valtopinesi
Schutzpatron: San Bernardino da Siena (20. Mai)[2]
Website: Gemeinde Valtopina

Valtopina ist eine Gemeinde mit 1458 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Perugia in der Region Umbrien in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Die Lage von Valtopina in der Provinz Perugia
Das Rathaus von Valtopina
Die Burg Castello di Poggio im Ortsteil Poggio, ehemaliger Hauptort
Die Kirche Chiesa di Santa Cristiana

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 40 km². Sie liegt ca. 30 km östlich von Perugia. Sie liegt am Monte Subasio, am Fluss Topino und an der Via Flaminia.

Zu den Ortsteilen zählen Balciano, Capranica, Casatommaso, Collebudino, Franchillo, Fondia, Gallano, Giove, Pasano, Poggio, Ponte Rio, Santa Cristina, Sasso und Vallemare.

Die Nachbargemeinden sind Assisi, Foligno, Nocera Umbra und Spello.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes beginnt mit dem Bau der Via Flaminia im 3. Jahrhundert v. Chr., als erste Siedlungen am Berg Monte Subasio entstanden. Um 1235 war das Gemeindegebiet ungefähr doppelt so groß wie heute und unterstand Spoleto, wenn auch mit gewisser Autonomie. Damaliger Hauptort war das Castello del Poggio im heutigen Ortsteil Poggio, von wo aus die um das 10. Jahrhundert entstandenen Burgengemeinschaft des Gebietes, Universitas Vallis Tupini et Villae Balciani genannt, bis 1867 regiert wurde. Danach wurde der ehemals Cerqua genannte heutige Hauptort durch die Errichtung der Eisenbahnlinie von Romnach Ancona Sitz der Gemeindeverwaltung[3] und der Ort nahm den neuen, auf den Fluss bezogenen, Namen an. 1282 unterwarf sich der Ort Assisi, um Schutz vor Foligno zu suchen, wurde aber 1300 auf Bestreben von Papst Bonifatius VIII. wieder unabhängig. 1383 wurde der Burggraf des Topinotals von Corrado Trinci aus Foligno abgesetzt, der den Ort bis zu seiner eigenen Absetzung 1439 regierte. Unter ihm entstanden 1434 die Statuten des Ortes, die bis 1816 gültig waren. Von 1927 bis 1947 wurde Valtopina Ortsteil von Foligno, danach selbständige Gemeinde[4].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Castello di Gallano, im 12. Jahrhundert erbaute Burg im Ortsteil Gallano.
  • Castello di Poggio, im 11. Jahrhundert erbaute Burg im Ortsteil Poggio.
  • Castello di Serra, um das 11. Jahrhundert erbaute Burg.
  • Chiesa San Pietro Apostolo, Kirche.
  • Chiesa di Santa Cristina, älteste, bereits im 12. Jahrhundert erwähnte Kirche des Ortes. Enthält Fresken aus dem 15. Jahrhundert[5].
  • Ponte Rio, mittelalterliche Brückenruine über den Fluss Topino.
  • Villa rustica romana, römische Villa, die zwischen dem ersten Jahrhundert v. Chr. oder dem zweiten n. Chr. entstand.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Valtopina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Offizielle Webseite der Region Umbrien, abgerufen am 14. April 2011
  3. Webseite der Vereinigung Città del Tufo, abgerufen am 14. April 2011
  4. Offizielle Webseite der Gemeinde Valtopina zur Geschichte des Ortes, abgerufen am 14. April 2011
  5. Webseite von Locali d’Autore, abgerufen am 14. April 2011
  6. Offizielle Webseite der Gemeinde Valtopina zur Gemeindepartnerschaft, abgerufen am 14. April 2011