Valtteri Bottas

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Valtteri Bottas
Valtteri Bottas (2009)
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: FinnlandFinnland Finnland
Status: aktiv
Startnummer:

77

Erster Start: Großer Preis von Australien 2013
Konstrukteure
2013–2015 Williams
Statistik
WM-Bilanz: WM-Vierter (2014)
Starts Siege Poles SR
42 1
WM-Punkte: 190
Podestplätze: 6
Führungsrunden: 4 über 20,0 km
Stand: Saisonende 2014
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Valtteri Bottas (* 28. August 1989 in Villähde, Nastola) ist ein finnischer Automobilrennfahrer. Er gewann zweimal (2009 und 2010) das Formel-3-Masters und wurde 2011 Meister der GP3-Serie. Seit 2013 fährt er für Williams in der Formel 1.

Karriere[Bearbeiten]

Nachdem Bottas von 2001 bis 2006 im Kartsport erste Erfahrung im Motorsport gemacht hatte, wechselte er 2007 in den Formelsport. Bottas wurde mit zwei Siegen Dritter in der nordeuropäischen Formel Renault. Außerdem startete er in der Winterserie der britischen Formel Renault und gewann dort drei von vier Rennen. Den Meistertitel gewann Bottas dennoch nicht, da ihm die dafür notwendige Lizenz fehlte. 2008 ging er sowohl in der nordeuropäischen Formel Renault, als auch im Formel Renault 2.0 Eurocup an den Start. Mit insgesamt siebzehn Siegen gewann Bottas die Meistertitel beider Rennserien.

Bottas in der Formel-3-Euroserie am Hockenheimring (2010)

2009 trat Bottas für ART Grand Prix in der Formel-3-Euroserie an. Obwohl er kein Rennen gewann, belegte er am Saisonende dank sechs zweiten Plätzen den dritten Platz im Gesamtklassement und war der beste Neueinsteiger der Saison. Seinem Teamkollegen Jules Bianchi unterlag er mit 62 zu 114 Punkten. Außerdem gewann Bottas das Formel-3-Masters in Zandvoort. 2010 blieb Bottas bei ART Grand Prix und bestritt seine zweite Saison in dieser Meisterschaft. Beim Sprintrennen auf dem Norisring gelang Bottas sein erster Sieg in der Formel-3-Euroserie. Mit einem weiteren Sieg belegte er am Saisonende erneut den dritten Gesamtrang. Diesmal als bester Fahrer seines Rennstalls. Außerdem erzielte er wie im Vorjahr den Sieg beim Formel-3-Masters in Zandvoort und wurde der erste Rennfahrer, der dieses Rennen zweimal gewann. Zusätzlich übernahm er den Posten des Test- und Ersatzfahrers beim Formel-1-Team Williams.[1]

2011 blieb Bottas bei seinem Team, das 2011 als Lotus ART startete, und trat erstmals in der GP3-Serie an.[2] Nachdem er an den ersten vier Rennwochenenden nur dreimal Punkte erzielt hatte, stand er bei den folgenden vier Rennwochenenden sechs mal auf dem Podest, erzielte vier Siege und übernahm die Führung in der Meisterschaft, die er bis zum Saisonende behielt. Mit 62 zu 55 Punkten setzte er sich in der Meisterschaft gegen seinen Teamkollegen James Calado durch. Anschließend nahm er an einem Rennwochenende der britischen Formel-3-Meisterschaft, wo er einen Sieg erzielte, und an einer Veranstaltung der FIA-Formel-3-Trophäe 2011 teil. Außerdem übte er erneut die Position des Williams-Testfahrers aus.[3] Im November absolvierte Bottas erstmals einen Formel-1-Test auf einer Rundstrecke.[4]

2012 blieb Bottas Williams-Testfahrer. Er nahm in dieser Funktion an einigen freien Trainings teil.[5] Sein Debüt gab er im freien Training zum Großen Preis von Malaysia. Bottas entschied sich für dieses Jahr dagegen, zusätzlich zu seinem Testfahrer-Engagement in einer anderen Serie Rennen zu fahren.[6] Zur Saison 2013 gab Bottas als Stammpilot von Williams sein Formel-1-Renndebüt.[7] Dabei erzielte er in Australien den 14. Platz. Beim Großen Preis von Kanada qualifizierte sich Bottas für den dritten Platz. Im Rennen fiel er jedoch zurück und kam auf dem 14. Platz ins Ziel. In den USA schaffte es Bottas erneut unter die ersten zehn in der Startaufstellung. Es gelang ihm diesmal, auch in den Top-10 ins Ziel zu kommen und erzielte mit einem achten Platz erstmals Punkte. Bottas beendete die Saison auf dem 17. Gesamtrang.

2014 erhielt Bottas mit Felipe Massa einen neuen Teamkollegen bei Williams. Bereits beim Saisonauftakt in Australien erreichte Bottas mit einem fünften Platz seine bis dahin beste Platzierung in der Formel 1. Dieses Resultat wiederholte er beim Großen Preis von Spanien. Beim Großen Preis von Österreich erzielte Bottas mit einem dritten Platz seine erste Podest-Platzierung. Bei den folgenden zwei Rennen in Großbritannien und Deutschland stand Bottas als Zweiter erneut auf dem Podium. In Belgien wurde er erneut Dritter, ebenso in Russland und Abu Dhabi. Bottas beendete die Weltmeisterschaft auf dem vierten Platz.

Persönliches[Bearbeiten]

Bottas ist mit der finnischen Schwimmerin Emilia Pikkarainen liiert.[8]

Sonstiges[Bearbeiten]

Bei der Einführung der permanenten Formel-1-Startnummern 2014 wählte Bottas die #77. Er entschied sich für diese Nummer, um die Schreibweise BO77AS für seinen Namen verwenden zu können.[9]

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

  • 2012: Formel 1 (Testfahrer)
  • 2013: Formel 1 (Platz 17)
  • 2014: Formel 1 (Platz 4)

Statistik in der Formel 1[Bearbeiten]

Gesamtübersicht[Bearbeiten]

Stand: Saisonende 2014

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
2013 Williams F1 Team Williams FW35 Renault 2.4 V8 19 4 17.
2014 Williams Martini Racing Williams FW36 Mercedes 1.6 V6 Turbo 19 2 4 1 186 4.
Gesamt 38 2 4 1 190

Einzelergebnisse[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
2013 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of South Korea.svg Flag of Japan.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg
14 11 13 14 16 12 14 12 16 DNF 15 15 13 12 17 16 15 8 DNF
2014 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of Russia.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg
5 8 8 7 5 DNF 7 3 2 2 8 3 4 11 6 3 5 10 3
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Junger Finne wird Williams-Testfahrer“ (Motorsport-Total.com am 29. Januar 2010)
  2. „Bottas wechselt mit Lotus-ART in die GP3“ (Motorsport-Total.com am 23. November 2010)
  3. „Williams testet Maldonado, bestätigt Bottas“ (Motorsport-Total.com am 25. Oktober 2010)
  4. „Bottas: ‚Ich weiß, ich kann's noch besser‘“ (Motorsport-Total.com am 15. November 2011)
  5. „Formel 1 - Williams bestätigt Maldonado für 2012“ (Motorsport-Magazin.com am 1. Dezember 2011)
  6. „Bottas 2012 ausschließlich Williams-Ersatzmann“ (Motorsport-Total.com am 13. Januar 2012)
  7. Markus Lüttgens: „Williams setzt 2013 auf Maldonado und Bottas“. Motorsport-Total.com, 28. November 2012, abgerufen am 28. November 2012.
  8. Dominik Sharaf: „Bottas Freundin für Olympia nominiert“. Motorsport-Total.com, 21. Juni 2012, abgerufen am 23. Juni 2012.
  9. Petra Wiesmayer: „Startnummern: Romain Grosjean will die 8“. Speedweek.com, 3. Januar 2014, abgerufen am 12. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]