Van Wassenaer

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Wappen der Gemeinde Wassenaar
Wappen des Adelsgeschlechts Wassenaer

Van Wassenaer ist der Name eines altadeligen Geschlechts aus der Grafschaft Holland welches noch heutzutage besteht.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung des vielleicht den Edlen Van Raephorst entstammenden Van Wassenaers datiert auf den 3. November 1200. Der Geschlechtername ist vom Halbmond des Familienwappen der Wassenaers abgeleitet. Dieser ist durch die Beteiligung eines Wassenaers an einem der Kreuzzuge entstanden, der Anleihe an einem arabischen Banner genommen hatte.

Die ursprünglichen Ländereien des Geschlechts bildeten die Stadt Wassenaar, über jene die Van Wassenaers Bannerherren waren, und die Burg Duivenvoorde bei Voorschoten und die Herrschaft Polanen (bei Monster gelegen), nach dem sich einige Herren nannten (Van Polanen). Im Jahre 1340 erlangte der ältere Familienzweig die Burggrafschaft Leiden; jener starb im Jahre 1544 aus. Der jüngere Zweig trug im 17. Jahrhundert den Namen Van Duivenvoorde, jenen der Burg. Im Jahre 1711 wurde der Zweig Van Wassenaer Opdam in den Reichsgrafenstand erhoben. Im Jahre 1850 ist jener ausgestorben. Durch die Heirat der Adriana Sophia von Raesfeld 1676 mit Jacob II. van Wassenaer Obdam (1645-1714) kam das Schloss Twickel bei Delden in die Familie und wurde von dieser 1953 in eine Stiftung eingebracht. Daneben gab es auch noch einen Familienzweig mit dem Namen Van Wassenaer van Catwijck. Anfang des 19. Jahrhunderts erhielten sämtliche Familienmitglieder den Titel Baron.

Familienmitglieder[Bearbeiten]

Familie Half Wassenaer[Bearbeiten]

Neben den Van Wassenaers existierte noch eine andere nicht verwandte Familie ähnlichen Namens. Die später Half Wassenaer genannte Familie waren als Landbauern tätig und seit dem 16. Jahrhundert in Haag-Ambacht (bei der Gemeinde Monster) wohnhaft. Der Familienname rührt von deren Wohnort Wassenaar her. Als die Familie im Laufe des 18. Jahrhunderts zu einem gewissen Ansehen gelangte, führte sie ihre Abstammung zu Unrecht auf einen unehlichen Sohn des Jan II. van Wassenaer, dem letzten Burggrafen von Leiden zurück. Trotzdem wurde die Familie Half Wassenaer im Jahre 1814 in die Nordbrabantische Ritterschaft eingeführt. Die Familie ist im Jahre 1892 ausgestorben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haus van Wassenaer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • J.C. Kort und R.C. Hol-Wassenaer, de oudste’: Het archief van de familie Van Wassenaer van Duvenvoorde in Hollands archiefperspectief. Inventaris van het archief van de familie Van Wassenaer van Duvenvoorde, 1266-1996, 2002.
  • Pieter Lodewijk Muller: Wassenaer, Philipp von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 41, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 232 f. (Familienartikel)