Vansbro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Ortschaft Vansbro; für die schwedische Gemeinde Vansbro siehe Vansbro (Gemeinde).
Vansbro
Wappen von Vansbro
Vansbro (Schweden)
Vansbro
Vansbro
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Dalarnas län
Historische Provinz (landskap): Dalarna
Gemeinde (kommun): Vansbro
Koordinaten: 60° 31′ N, 14° 13′ O60.51666666666714.216666666667Koordinaten: 60° 31′ N, 14° 13′ O
Einwohner: 2.026 (31. Dezember 2010)[1]
Fläche: 3,31 km²
Bevölkerungsdichte: 612 Einwohner je km²
Der Vanån mündet in Vansbro in den Västerdalälven

Vansbro ist eine Ortschaft (Tätort) in der schwedischen Provinz Dalarnas län und Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Der Ort liegt 82 km westlich von Borlänge an der Mündung des Vanån in den Västerdalälven. Bekannt ist Vansbro vor allen für Vansbrosimningen, einen Wettbewerb im Langstreckenschwimmen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Siedlung wurde zum ersten Mal als Wahnbro oder Wansbro in verschiedenen Texten des frühen 18. Jahrhunderts genannt, darunter in einem Werk des Naturforschers Carl von Linné. Der Namensteil "Bro" (schwedisch Brücke) bezieht sich auf eine einfache Holzbrücke aus Flößen über den Vanån. Der Zusammenfluss der genannten zwei Flüsse hatte große Bedeutung für die Flößerei und damit für die Holzindustrie der gesamten Region. Außer den Arbeitern auf den Flößen und Fährmännern ließen sich anfänglich nur wenige Personen in Vansbro nieder.

Entstehung der Bahnlinien[Bearbeiten]

Die Situation änderte sich, nachdem Pläne für eine Eisenbahnlinie bekannt wurden. Die Urbanisierung erwies sich als schwierig, da der Wald recht dicht war und jedes Jahr im Frühling eine Hochwasserflut drohte. Nach dem Bau der Bahnstrecke, die einen Teil der Inlandsbanan darstellt, bestand die Bevölkerung überwiegend aus Bahnarbeitern und Personen mit Berufen im Umfeld der Eisenbahn. Im Gegensatz zu anderen aufstrebenden Bahnorten, die oft mit einem pompösen Bahnhof ausgestattet wurden, hatte Vansbro anfänglich nur ein Stationsgebäude aus Holz an der Strecke von Mora zum See Vänern. Danach verbesserten sich die Verkehrsverhältnisse deutlich. 1892 entstand eine Nebenbahn nach Malung. Vansbro wurde dann in die Planung neuer Bahnstrecken einbezogen. 1898 erhielt eine weitere Strecke von Ludvika über Ängelsberg nach Vansbro (heute Teil der Västerdalsbanan) die Baugenehmigung. Der Bau verzögerte sich bis 1907, da umliegende Ortschaften einen Anschluss an diese Linie verlangten. Schon vor diesem Zeitpunkt war ein moderner Bahnhof entstanden, da der alte Holzbau 1898 einem Brand zum Opfer fiel. Die neuen Bürger kamen zum einen aus Dalarna selbst, doch der überwiegende Teil zog von Värmland hierher. Oft waren sie einfach dem Bahnbau mitgefolgt. 1934 erfolgte die Verlängerung der neuen Strecke entlang des Västerdalälven nach Särna.

1969 wurde der Teil der Inlandsbanan, welcher durch Vansbro führt, stillgelegt, doch die Versorgung erfolgt weiterhin über die Västerdalbahn. Der stillgelegte Abschnitt kann nun von Touristen mit Fahrraddraisinen genutzt werden.

Neben der Bahn gibt es heute verschiedene Buslinien die hauptsächlich in ost-westlicher Richtung verlaufen.

Industrialisierung[Bearbeiten]

Zusammen mit der Eisenbahn entstanden mehrere Sägewerke in Vansbro, was ein weiteres Bevölkerungswachstum zur Folge hatte. Der Heimatforscher Karl-Erik Forsslund beschrieb Vansbro in seinem Buch Wanån, Järna, Nås wie folgt: " …eine große und geschäftige Eisenbahn- und Industriesiedlung, die fast mit amerikanischer Geschwindigkeit gewachsen ist".

Bildung[Bearbeiten]

Das örtliche Gymnasium zeichnet sich durch landschaftstypische Programme, wie Bergwandertourismus und Fahrradwandern aus.

Bekannte Personen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Forsslund, Karl-Erik, Wanån, Järna, Nås, (Stockholm, 1926).
  • Lindholm, Jon, Etablerade och nykomlingar - En historisk studie över motsättningar mellan Järna och Vansbro 1924 - 1971, C-uppsats i historia, Linköpings universitet, 2007. pdf
  • Wanfors, Erik, Vansbro järnvägshistoria, (Vansbro, 1996) Fehrms tryckeri HB.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare beim Statistiska centralbyrån.