Varosia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

35.10590555555633.954933333333Koordinaten: 35° 6′ N, 33° 57′ O

Blick auf Varosha am Strand von Famagusta
Verlassene Hotels in Varosha

Varosia (auch: Varoscha, griechisch Βαρώσια, türkisch Maraş) ist eine Geisterstadt am Stadtrand von Famagusta im Osten der Insel Zypern. De jure gehört das Gebiet zur Republik Zypern, die es dem Bezirk Famagusta zurechnet. Seit 1974 wird die Stadt jedoch von der Türkischen Republik Nordzypern beherrscht und wird von dieser als Stadtteil von Gazimağusa im gleichnamigen Distrikt angesehen. Varosia ist seit 1974 militärisches Sperrgebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Bedeutung erlangte Varosia mit dem Massentourismus der 1960er und 1970er Jahre. Große Hotelanlagen wurden an den Strand des Ortes gebaut, wobei die Grundstückslänge am Strand oft nicht mehr als 25 bis 35 Meter betrug und zumeist die Schmalseite darstellte. Im Jahre 1973 (dem letzten Jahr vor der türkischen Invasion im Zypernkonflikt) erwirtschaftete Varosia 53,7 % der Gesamteinnahmen des Tourismusgewerbes auf der Insel. Die Gesamtanlage bestand aus 45 Hotels mit 10.000 Betten, 60 Appartement-Hotels, 99 „recreation-centers“, 21 Banken, 24 Theatern und Kinos, rund 3000 kleineren und größeren Läden. Weitere 380 Gebäude befanden sich 1974 noch in der Bauphase [1].

Seit 1974[Bearbeiten]

Das türkische Militär besetzte 1974 im Rahmen der Invasion des Nordteils der Insel die Stadt und erklärte die Anlage zum Sperrgebiet. Häufig wurde die Hotelstadt als Pfand und potentielles Tauschobjekt gehandelt. Deren Rolle als touristisches Zentrum haben allerdings inzwischen andere Orte auf der Insel übernommen. Die Gebäude verfallen seit der türkischen Besetzung und die Natur erobert das Gebiet allmählich zurück. Der Strand ist inzwischen eine wichtige Brutstätte für die bedrohte Suppenschildkröte.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Varosia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.schwarzaufweiss.de/Nordzypern/famagusta-varosha.htm