Varuna
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Varuna (Sanskrit, m., वरुण, Varuṇa) ist einer der höchsten und am meisten verehrten indischen Gottheiten der frühvedischen Zeit. Er galt als Gott der kosmischen Ordnung; Opfer an ihn sollten die Aufrechterhaltung der kosmischen Ordnung gewährleisten. Dabei handelte es sich um einen Nachvollzug der von den Göttern vollbrachten Opferhandlungen, die ständig erneuert werden sollten. Varuna galt als furchteinflößender, strafender Gott. In späterer Zeit trat er gegenüber dem kriegerischen Indra in den Hintergrund.
Varuna ("der Umhüller") ist ursprünglich die Personifikation des allumfassenden Himmels und der oberste der sieben Adityas. Die Lieder an ihn gehören zu den erhabensten Partien des Veda und schildern ihn als den allweisen Schöpfer, Erhalter und Regenten der Welt, den allwissenden Beschützer des Guten und Rächer des Bösen, heilig und gerecht, doch voll Erbarmen. In der späteren brahmanischen Zeit wurde er einer der acht Lokapalas (Welthüter).
Im heutigen Hinduismus spielt Varuna im Glaubensleben keine Rolle mehr.

