Vasilios Kotronias

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Vasilios Kotronias, 2014

Vasilios Kotronias (griechisch Βασίλειος Κοτρωνιάς, * 25. August 1964 in Athen) ist ein griechischer Schachspieler.

Den Titel Internationaler Meister erhielt er 1986, seit 1990 ist er Großmeister. Der aus Athen stammende Vasilios Kotronias spielte zwischen 1998 und 2004 für Zypern, kehrte aber danach zum griechischen Schachverband zurück. Seine Elo-Zahl beträgt 2591 (Stand: November 2010), damit liegt er hinter Ioannis Papaioannou auf dem zweiten Platz der griechischen Elo-Rangliste, die er lange Zeit angeführt hatte. Seine bisher höchste Elo-Zahl hatte er mit 2628 im Januar 2008.

Neunmal konnte er die griechische Einzelmeisterschaft gewinnen (1986 bis 1988, 1990 bis 1992, 1994, 2006 und 2010). Schachturniere gewann er unter anderem 1988 in Athen (Akropolis-Turnier), 1992 in Wijk aan Zee (Kategorie 10), 1993 in Komotini und auf Korfu, 1993, 1994 und 1995 in Gausdal, 1996 in Rischon LeZion, 2001 in Glyfada, 2003 in Gibraltar (gemeinsam mit Nigel Short) und Athen, 2004 in Hastings (gemeinsam mit Jonathan Rowson), 2005 und erneut 2007 in Kalamaria.

Er nahm an 13 Schacholympiaden teil (1984 bis 1996, 2000 bis 2008 und 2012), davon achtmal am Spitzenbrett mit einem Gesamtergebnis von 94 Punkten aus 154 Partien (+63, =62, −29). Bei der Schacholympiade 2008 erhielt er eine individuelle Bronzemedaille für sein Ergebnis von 8,5 aus 11 am zweiten Brett. Bei der Schacholympiade 2010 begleitete er die griechische Nationalmannschaft nicht als Spieler, sondern als Kapitän. Bei acht Teilnahmen an Mannschaftseuropameisterschaften von 1989 bis 2013, davon die ersten sieben an Brett eins, erreichte er ein Gesamtergebnis von 37 aus 65 (+23, =28, −14). Dabei wies er jedes Mal eine positive Bilanz auf und erhielt 2001 in León eine individuelle Silbermedaille für sein Ergebnis von 5,5 aus 8 sowie 2013 in Warschau eine Goldmedaille für sein Ergebnis von 5 aus 7 am Reservebrett.

Vereinsschach spielt er in Griechenland (für Kavala), Frankreich (für La Tour Sarrazine - Antibes), Italien, Rumänien, Serbien, Schweden (von der Saison 2006/07 bis zur Saison 2008/09 für Skara SS, ab der Saison 2009/10 für das Team Viking aus Sollentuna), Tschechien (für Slavoj Ostrava-Poruba) und Ungarn (für den Aquaprofit Nagykanizsai Tungsram Sakk-Klub). Mit Aquaprofit gewann er in den Saisons 2006/07 und 2008/09 die ungarische, mit dem Team Viking in den Saisons 2009/10 und 2011/12 die schwedische Mannschaftsmeisterschaft. In der deutschen Schachbundesliga spielte er in der Saison 1996/97 für den PSV Duisburg und 2007/08 für die SG Trier.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

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