Vasto

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Dieser Artikel erläutert den Ort, für den Philosophen und Dichter siehe Lanza del Vasto.
Vasto
Wappen
Vasto (Italien)
Vasto
Staat: Italien
Region: Abruzzen
Provinz: Chieti (CH)
Koordinaten: 42° 6′ N, 14° 42′ O42.114.7148Koordinaten: 42° 6′ 0″ N, 14° 42′ 0″ O
Höhe: 148 m s.l.m.
Fläche: 70 km²
Einwohner: 40.657 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 581 Einw./km²
Postleitzahl: 66054
Vorwahl: 0873
ISTAT-Nummer: 069099
Volksbezeichnung: Vastesi, Histoniensi
Schutzpatron: San Michele
Website: Vasto
Blick auf Vasto
Blick auf Vasto

Vasto ist eine Stadt in der Region Abruzzen, Provinz Chieti in Italien. Sie hat 40.657 Einwohner und eine Fläche von 70 km². Vasto liegt am Adriatischen Meer. Der Patron der Stadt ist San Michele. Die Nachbargemeinden sind Casalbordino, Cupello, Monteodorisio, Pollutri und San Salvo.

Geschichte[Bearbeiten]

Castello Caldora
Piazza Rossetti

Vasto wurde vermutlich von einem dalmatischen Stamm gegründet. In römischer Zeit war es als Histonium bekannt, diesen Namen verlor es in den Unruhen nach dem Zusammenbruch des römischen Reichs. Die Einwohner der Stadt werden als Vastesi oder auch Histoniensi bezeichnet.

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Istonio Marina (heute Vasto Marina) ein Internierungslager (campo di concentramento). Zu diesem Zweck standen zwei Gebäude zur Verfügung, ein nie fertiggebautes Hotel und ein privates Wohnhaus. Die Internierten waren vorwiegend politische Oppositionelle, vereinzelt auch in Ungnade gefallene Faschisten. Zahlreiche Insassen wurden strafverlegt, nachdem sie aus Protest gegen die Lebensmittelknappheit und die mangelhafte Qualität der Verpflegung in einen Hungerstreik getreten waren. Im Juni 1943 wurden 31 Internierte nach Farfa Sabina verlegt, um das dort vorgesehene Lager zu errichten. Nach dem Sturz des Faschismus lösten Jugoslawen aus den von Italien besetzten und annektierten Gebieten die politischen Gegner ab. Im September 1943 war das Lager noch in Betrieb. [2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt unter anderem die Kathedrale Cattedrale di San Giuseppe aus dem Ende des 13. Jahrhunderts.
  • Ein 1849 gegründetes Museum im Palazzo D'Avalos präsentiert eine Münzkollektion und Werke französischer Impressionisten und zeitgenössischer Künstler.
  • In der Altstadt erhebt sich das mächtige Kastell Caldora aus dem 15. Jahrhundert das an der Stelle einer älteren Anlage aus dem Hochmittelalter errichtet wurde.

Verkehr[Bearbeiten]

Vasto liegt an der Adria-Eisenbahnstrecke AnconaLecce. Im Stadtgebiet verläuft die Bahnstrecke unterirdisch. Am Nord- und Südende des Tunnels befinden sich zwei Bahnhöfe: im Norden Porto di Vasto und im Süden Vasto-San Salvo.

Des Weiteren verläuft die Strada Statale 16 Adriatica durch die Stadt.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

In der Umgebung der Gemeinde werden Reben der Sorte Montepulciano für den DOC-Wein Montepulciano d’Abruzzo angebaut. Ferner ist Vasto für die Herstellung der Wurstspezialität Ventricina bekannt.

Sport[Bearbeiten]

Vasto war zweimal das Ziel einer Etappe des Giro d’Italia:

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Mit Perth in Australien besteht seit 1989 eine Städtepartnerschaft.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 215-216

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vasto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien