Vaterland

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Dieser Artikel behandelt das Vaterland als Konzept im Sinne von Heimat. Zu anderen, meist davon abgeleiteten Bedeutungen, siehe Vaterland (Begriffsklärung).

Vaterland ist die Bezeichnung für das Land, aus dem man selbst bzw. die Vorfahren stammen und in dem sich ein Mensch verwurzelt fühlt, in dem meistens verwandtschaftliche Beziehungen bestehen und häufig emotionale Erfahrungen in der individuellen Entwicklung gemacht wurden, welche mit diesem Land verbunden werden.

In der Geschichte wie Gegenwart wurden oder werden die Gefühle, welche Menschen ihrem Vaterland entgegenbringen, oder die übliche Identifikation von Menschen mit ihrem Heimat- bzw. Vaterland manchmal durch politische Ideologien benutzt, um eine Feindschaft zu anderen Menschen und deren Vaterländern zu begründen (etwa im Krieg oder bei innenpolitischer Instabilität).

Etymologie[Bearbeiten]

Das deutsche Wort „Vaterland“ ist zum ersten Mal gegen Ende des 11. Jahrhunderts im Summarium Henrici belegt und im Mittelhochdeutschen bereits fest eingeführt. Die wahrscheinliche Ursprungsbedeutung eines zu bebauenden Landes, das dem Vater gehört, erweiterte sich im Laufe der Zeit, bis „Vaterland“ Herkunfts- und Zugehörigkeitsgebiet von Menschen, Lebewesen, Gegenständen und Abstrakta umfassen und sogar personifiziert werden konnte.

Die Bedeutung „väterliches Grundstück“ wurde im Laufe der Zeit dadurch verdrängt, dass das Wort „Vaterland“ fast nur noch als Übersetzung des lateinischen Wortes „patria“ ins Deutsche benutzt wurde, wodurch auch die meisten Konnotationen, die dieser Begriff seit der Antike in der lateinischen Literatur auslöste, auf seine Entsprechung in der deutschen Sprache übertragen wurden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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