VdS Schadenverhütung

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Die VdS Schadenverhütung GmbH ist ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV).

Gliederung[Bearbeiten]

Das Unternehmen ist in drei operative Bereiche gegliedert:

Am Hauptsitz des Unternehmens in Köln und in den Außenbüros der Technischen Prüfstelle in Deutschland und im europäischen Ausland beschäftigt VdS Schadenverhütung rund 360 Mitarbeiter.

Akkreditierung[Bearbeiten]

VdS Schadenverhütung ist von der Deutschen Akkreditierungsstelle Technik e. V. (DATech) und der Trägergemeinschaft für Akkreditierung (TGA) für verschiedene Prüfungen und Zeritifzierungen nach DIN, ISO und EN-Normen akkreditiert, zum Beispiel nach der Europa-Norm 45.000. VdS Schadenverhütung ist Mitglied der European Fire and Security Group (EFSG).

Geschichte[Bearbeiten]

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat schon früh erkannt, dass es in der aktiven Schadenverhütung unabdingbar ist, Risiken beherrschbar und versicherbar zu machen. Schon vor rund 100 Jahren gründete sie die Sprinklerüberwachungsstelle. Im Dritten Reich wurden der Verband der privaten Feuerversicherer und der Verband der öffentlichen Feuerversicherer aufgelöst. Trotzdem konnte die Sprinklerprüfstelle bis 1944 ihre Arbeit weitgehend fortsetzen. Nach einer kriegsbedingten Unterbrechung war es 1947 möglich, die Tätigkeit wieder aufzunehmen. Im Juni 1948 wurde die Prüfstelle schließlich in den neu gegründeten Verband der Sachversicherer e. V. (VdS) integriert.

In den folgenden Jahren wurden die technischen VdS-Abteilungen für Brandschutz und Einbruchdiebstahlschutz kontinuierlich ausgebaut. Die Fusion der drei Versicherungsfachverbände Verband der Sachversicherer e. V., HUK-Verband und Deutscher Transportversicherungsverband zum Verband der Schadenversicherer e. V. (VDS) im Jahr 1995 war nur eine Zwischenstation, bis es 1996 gemeinsam mit dem Verband der Lebensversicherer zur Verschmelzung mit dem ebenfalls 1948 entstandenen Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) kam. Die technischen Abteilungen des ehemaligen Sachverbandes wurden 1997 in die VdS Schadenverhütung GmbH überführt, deren Alleingesellschafter der GDV ist. Der Verband der Sachversicherer existiert somit heute nicht mehr, das VdS-Zertifikat wird allein von VdS (Vertrauen durch Sicherheit) Schadenverhütung verliehen.

Zertifizierungen[Bearbeiten]

Die VdS Schadenverhütung GmbH prüft und zertifiziert in eigenen Laboratorien Komponenten von Einrichtungen zur Schadensverhütung oder ganze Systeme. Zertifiziert werden neben Produkten des zivilen Sicherheitsmarktes unter anderem die Errichter und Installateure von Gefahrenmeldeanlagen, die Anlagen und deren Komponenten sowie Wach- und Sicherheitsunternehmen mit Notrufleitstellen.

Eine Anlage darf sich nur VdS zertifiziert nennen, wenn alle beteiligten Produkte und Dienstleistungen miteinander zertifiziert sind.

Angabe der VdS-Prüfnummer auf einem Akku für Notstromversorgung

Diese Zertifizierungen werden u. a. auf Schlösser, Brandmelder, Alarmanlagen und deren Bestandteile erteilt. So kann ein Akku für eine Notstromversorgung der Alarmanlage beispielsweise die Zertifizierungsnummer VdS G193046 tragen mit dem Hinweis Diese Akkus sind von VdS offiziell zur Verwendung in Alarmanlagen zugelassen. VdS gibt an, die produktspezifischen Anforderungen lägen in der Regel über denen der technischen Regelwerke von DIN, EN oder ISO.

Es gibt Versicherungen, die VdS-Zertifizierungen als Maßstab für Beitragsrabatte oder als Bedingung für einen Versicherungsabschluss festsetzen.

Das VdS-Zertifikat[Bearbeiten]

Laut WIK-Sicherheits-Enquete 2010/2011 ist das Gütesiegel von VdS für Sicherheitsverantwortliche der wichtigste Qualitätshinweis beim Kauf von Sicherheitstechnik.

Weblinks[Bearbeiten]