Večernji list
| Večernji list | |
|---|---|
| Beschreibung | kroatischsprachige Tageszeitung |
| Verlag | Styria Media Group AG |
| Erstausgabe | 1. Juli 1959 |
| Erscheinungsweise | täglich |
| Chefredakteur | Goran Ogurlić |
| Herausgeber | Večernji list d.d. |
| Weblink | Večernji list |
Večernji list (deut. Abendblatt) ist eine kroatischsprachige Tageszeitung aus Zagreb, seit 2000 im Besitz der Styria Media Group. Diese Aktiengesellschaft wiederum ist im Besitz der "Katholische Medien Verein Privatstiftung", hinter der sich die Diözese Graz-Seckau, also die katholischen Kirche, verbirgt. Der Večernjak, wie die Zeitung umgangssprachlich genannt wird, gehört zu den meistgelesenen Zeitungen in Kroatien und wird von vielen Kroaten in ganz Europa gelesen.
Nach der Zusammenlegung der beiden Tageszeitungen Narodni list (deut. Volksblatt) und Večernji vjesnik (deut. Abendkurier) erschien die erste Ausgabe des Večernji list am 1. Juli 1959. Večernji list wurde schnell zu einer der meistgelesenen Zeitungen in ganz Kroatien, was vor allem damit zusammenhing, weil sie sich vor allem klassischen Hingucker-Themen wie Sport, Mode, "Sex and Crime" widmete.
1990 war Večernji list politisch mitte-rechts einzuordnen. 1998 verlor die Zeitung mit dem Aufkommen der Tageszeitung Jutarnji list an Leserschaft. 2000 wurde sie vom österreichischen Medienkonzern Styria Medien AG, die sich seither intensiv am kroatischen Markt beteiligt (siehe 24 sata), übernommen. Mittlerweile ist die Tageszeitung ein erfolgreiches Boulevard-Blatt mit den inhärenten populistisch-voyeuristischen Themen und konservativ-katholischem Hintergrund.
Nach einem Bericht von Thomas Fuster in der Neuen Zürcher Zeitung vom 19. November 2012 zum Freispruch von Ante Gotovina vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag reiht sie sich in der Berichterstattung in den kroatischen national-chauvinistischen Mainstream ein, in dem Kritik an der kroatischen Kriegführung und Selbstreflexion vor allem im Hinblick auf die Vertreibung und den Verbrechen an der serbischen Bevölkerung kaum Platz hat.[1]
Die Webseiten des Večernji list gehören derzeit zu den meistbesuchten kroatischen Internet-Adressen.
Weblinks [Bearbeiten]
- Webseite des Večernji list (kroatisch)